Uganda: Ebolafieber-Ausbruch in grenznaher Provinz der DR Kongo
Das Auswärtige Amt berichtet in seinem am 17. Mai aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweis zu Uganda über einen Ebolafieber-Ausbruch in der grenznahen Provinz Ituri in der Demokratischen Republik Kongo. Das Amt weist dabei auf einen Todesfall in der ugandischen Stadt Kampala hin. Wörtlich heißt es:
„Am 15.05.2026 wurde ein Ebolafieberausbruch in der Provinz Ituri (Demokratische Republik Kongo) gemeldet. Uganda hat ebenfalls am 15.05.2026 den Ausbruch des Ebola Bundibugyo Virus bestätigt. Bislang ist in Uganda lediglich ein Todesfall (verstorben am 14.05.2026 in Kampala) offiziell bestätigt.
Die ugandischen Behörden haben entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet. Dennoch ist - auch wegen des regen Grenzverkehrs zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Uganda - mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen.
- Halten Sie sich daher streng an die Auflagen der Behörden.
- Sehen Sie von nicht notwendigen Besuchen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, der Teilnahme an Beerdigungen und dem Aufenthalt in großen Menschenmengen ab.
- Meiden Sie jeden Kontakt mit Erkrankten und Verdachtsfällen sowie deren Körperflüssigkeiten.
- Berühren Sie keine lebendigen und toten Wildtiere und verzehren Sie keine Wildtierprodukte.
- Ebola-Impfstoffe werden grundsätzlich für Kontaktpersonen und Gesundheitspersonal verwendet. Für Reisende ist eine Impfung nicht vorgesehen.
- Melden Sie sich bei entsprechenden Symptomen bis zu 21 Tage nach Aufenthalt in der betroffenen Region telefonisch bei einem ärztlichen Dienst, um das weitere Procedere zu besprechen.“
Zu den frühen Symptomen der oft tödlich verlaufenden Virusinfektion gehören Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen. Danach folgen häufig Blutungen, Durchfall, Erbrechen und Hautausschlag. Für das Ebola Bundibugyo Virus gibt es keine zugelassenen Medikamente oder Impfstoffe.
Eine Übertragung des Virus erfolgt vor allem durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter oder verstorbener Personen. Daher sind Angehörige von Erkrankten sowie medizinisches Personal in besonderem Maße gefährdet.
Die Gefahr für Touristen wird allgemein als gering angesehen. Gleichwohl müssen wir davon ausgehen, dass aufgrund des intensiven Grenzverkehrs und der generellen humanitären Situation in der DR Kongo zeitnah weitere Infektionsfälle gemeldet werden. Bis die nun ergriffenen Maßnahmen Erfolge zeigen, kann eine weitere regionale Ausbreitung nicht ausgeschlossen werden.
Derzeit reisen keine Gäste von uns in Uganda. Die nächsten Reisen dorthin sind ab Mitte Juli vorgesehen.
Wir beobachten die weitere Entwicklung der Lage sehr aufmerksam und informieren die Gäste über den aktuellen Ausbruch sowie die weitere Vorgehensweise. Über eine Durchführung entscheiden wir spätestens vier Wochen vor dem entsprechenden Reisetermin.
Für Umbuchungen und Stornierungen von Reisen der Unternehmensgruppe nach Uganda gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Stand: 18. Mai 2026
