Türkei: Auswärtiges Amt rät nicht mehr von Reisen in Provinzen der Osttürkei ab
In den vergangenen Jahren war die innen- und sicherheitspolitische Lage in der Türkei von den Nachwirkungen des gescheiterten Putschversuchs im Jahr 2016 geprägt. Im Südosten des Landes kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der kurdischen Organisation PKK.
Zusätzlich wurden die südöstlichen Regionen durch den Bürgerkrieg in Syrien in Mitleidenschaft gezogen. Jüngst trug dazu auch der kriegerische Konflikt zwischen den USA/Israel und dem Iran bei.
Allerdings hat sich landesweit die Sicherheitslage durch dauerhaft hohe Standards spürbar verbessert. Im Südosten des Landes hat sich die Situation im Zuge der begonnenen Entwaffnung und Neuordnung der PKK deutlich entspannt.
Aufgrund dieser Entwicklungen hat das Auswärtige Amt am 22. Mai seinen Reise- und Sicherheitshinweis für die Türkei aktualisiert und den bisherigen Absatz, in dem von Reisen in die südöstlichen Provinzen und ins Grenzgebiet zu Syrien, dem Irak und dem Iran abgeraten wird, ersatzlos gestrichen.
Zur Einschätzung der Sicherheitslage schreibt das Amt wie folgt:
„Am 8. April 2026 haben die USA, Israel und Iran eine Waffenruhe bekannt gegeben. Die Sicherheitslage in der gesamten Region bleibt dennoch höchst volatil. Seit Bekanntgabe der Waffenruhe gab es weiterhin vereinzelte Angriffe auf Ziele in der Region. Das Risiko einer kurzfristigen Verschärfung der Sicherheitslage und erneuter Einschränkungen des Flugverkehrs bestehen unvermindert fort.
In allen Teilen der Türkei muss zudem grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden.“
Zudem kommt es immer wieder zu Demonstrationen und Auseinandersetzungen, bei denen Eskalationen nicht ausgeschlossen werden können.
Daher beobachten wir weiterhin die aktuellen Entwicklungen und Ereignisse in der Türkei gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort sehr aufmerksam. Wir meiden grundsätzlich die Nähe von Demonstrationen sowie Menschenansammlungen und passen gegebenenfalls unsere Besichtigungsprogramme entsprechend an.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir unsere bevorstehenden Reisen in die Türkei wie geplant durchführen können.
Für Umbuchungen und Stornierungen von Reisen der Unternehmensgruppe in die Türkei gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Stand: 22. Mai 2026
