Südafrika: Anhaltende Proteste gegen Einwanderer

Südafrika sieht sich bereits seit Längerem mit einer anhaltenden Wirtschaftskrise, einer sehr hohen Arbeitslosenquote und einer hohen Kriminalitätsrate konfrontiert.

Verschiedene nationale Gruppierungen machen hierfür insbesondere Einwanderinnen und Einwanderer ohne gültige Dokumente verantwortlich. Die Gruppierungen rufen die Regierung zu einer strikteren Durchsetzung der Einwanderungsvorschriften bzw. zur Abschiebung illegaler Einwanderer in ihre Heimatländer auf. Seit April organisieren die Gruppierungen u.a. in den großen Metropolen wie Johannesburg, Pretoria und Durban Protestmärsche.

Menschenrechtsorganisationen werfen der südafrikanischen Regierung hingegen Versäumnisse bei der Einwanderungs- und Asylpolitik vor. Sie weisen auf eine erhebliche zeitliche Verschleppung von Einwanderungsanträgen hin und betonen, dass insbesondere Flüchtlinge und Asylsuchende häufig nicht über die geforderten Dokumente verfügen. Zudem sehen sie in den Protesten eine bewusste Positionierung politischer Akteure im Zusammenhang mit den im November anstehenden Kommunalwahlen.

Die Protestmärsche verlaufen bislang meist friedlich. In ihrem Umfeld kam es jedoch vereinzelt zu Gewaltausbrüchen, bei denen bislang fünf Menschen ums Leben gekommen sind. Laut Medienberichten haben in den vergangenen Wochen tausende Einwanderer aus Angst vor Selbstjustiz und Ausweisung das Land bereits verlassen.

Das deutsche Auswärtige Amt informiert in seinem aktuellen Reise- und Sicherheitshinweis zu Südafrika wie folgt:

„Vom Besuch der Innenstädte (CBD) von Johannesburg, Pretoria, Port Elizabeth (Gqeberha) und Durban wird unabhängig von der Tageszeit abgeraten.

Innenpolitische Lage:

Angesichts der erheblichen sozialen Unterschiede im Land kann es zu Protesten und Demonstrationen kommen. Gewaltsame Auseinandersetzungen, Verkehrsbehinderungen und Straßensperren können nicht ausgeschlossen werden. So gab es z. B. bereits wiederholt gewaltsame Aktionen im Großraum Emalahleni (an der Hauptverbindungsstraße zwischen Johannesburg und touristischen Zielen im Osten des Landes, wie dem Blyde-River-Canyon und dem Krüger-Nationalpark). Gegenwärtig kann es vor allem in den Regionen Kwa-Zulu-Natal und Johannesburg (CBD) aufgrund kurzfristig ausgerufener nationaler Shutdowns zu Behinderungen und Ausschreitungen kommen.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
     
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
     
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.“

Derzeit befinden sich keine Gäste der Unternehmensgruppe in Südafrika. Die nächsten Reisen dorthin beginnen ab dem 18. Juli.

Wir gehen von einer planmäßigen Durchführung unserer Südafrika-Reisen aus. Die Innenstädte (CBD – Central Business District) der genannten Metropolen werden im Rahmen unserer Routenführung nicht besucht.

Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort und beobachten die weitere Entwicklung sehr genau. Gegebenenfalls nehmen wir auch kurzfristig Anpassungen zur Sicherheit unserer Gäste vor. Protestmärsche und andere größere Menschenansammlungen meiden wir weiträumig. Unsere Reiseleiterinnen und Reiseleiter folgen stets den Anweisungen und Ratschlägen der lokalen Sicherheitskräfte.

Für Umbuchungen und Stornierungen von Reisen der Unternehmensgruppe nach Südafrika gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Stand: 2. Juli 2026

Link zum Auswärtigen Amt