Usbekistan – Kirgisistan Seidenstraße im Wandel der Zeit

Kirgisistan, Usbekistan

Übersicht

  • Optimale Routenführung durch Flüge nach Samarkand und zurück von Bischkek
  • Zentralasien kompakt im spannenden Wechsel von Kultur und Landschaften
  • Je zwei Übernachtungen in Samarkand, Buchara und Taschkent
  • Ferganatal, ein Garten Eden
  • Auf spektakulären Passstraßen durch Kirgisistan
  • Aufenthalt am Hochgebirgssee Issyk-Kul
  • Uralte Kulturstätten und atemberaubende Natur auf einer Reise entlang der alten Seidenstraße, fachkundig vom Studiousus-Reiseleiter geführt.

Nur harte Kerle wagten sich einst auf die Seidenstraße. Heute fühlt sich das Abenteuer Usbekistan und Kirgisistan streichelzart wie ein frisch gewebtes Seidentuch an. Wir folgen den Spuren der alten Karawanenrouten, doch statt Kamelen nehmen wir den Bus, den Zug oder auch mal den Jeep. In prachtvollen Heiligtümern schwelgen wir in der Vergangenheit, am See Issyk-Kul genießen wir Urlaubsidylle zwischen Almwiesen und Viertausendern, in Oasenstädten verschmelzen wir mit dem orientalischen Alltag von heute. Bummeln Sie über Basare, plaudern Sie mit einem Keramikmeister und erleben Sie auf der Seidenstraße von heute, wie der Spagat zwischen uralter Tradition, Sozialismus und Moderne gelingt!

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Freitag, 07.05.2021: Auf nach Usbekistan!

Bahnanreise 1. Klasse zum Flughafen. Nachmittags Flug nach Istanbul. Nach einer Umsteigezeit von ca. drei Stunden Weiterflug nach Samarkand (nonstop, Flugdauer ca. 4 Std.).

2. Tag, Samstag, 08.05.2021: Orient pur in Samarkand

Landung nach Ortszeit frühmorgens. Ihr Studiosus-Reiseleiter begleitet Sie ins Hotel, wo Sie sofort Ihr Zimmer beziehen und sich entspannen können. Dann heißt es: Vorhang auf für das orientalische Märchen! Am Registanplatz (UNESCO-Welterbe) begrüßen uns prachtvolle Heiligtümer, beim Mittagessen hoch über den Dächern 1001 schöne Ausblicke. Wir ziehen weiter in die Bibi-Khanum-Moschee, probieren Nüsse, Rosinen & Co. im Basar und beenden die Tour im Gur-Emir-Mausoleum, der letzten Ruhestätte des Eroberers Timur. Extra Tour Zwei Übernachtungen in Samarkand.

Möchten Sie eigene Wege gehen? Studiosus hat immer wieder Alternativen zum Programm vorbereitet. Anstelle des Grabmals können Sie heute Nachmittag eine idyllisch gelegene Papiermanufaktur am Stadtrand besuchen, in der nach uralten Techniken Papier geschöpft wird.
(F/M)

3. Tag, Sonntag, 09.05.2021: Samarkand gestern und heute

In den Ausgrabungsfeldern von Afrosiab erahnen wir Samarkands einstige Blütezeit. Im benachbarten Museum erzählen uns farbenprächtige Wandmalereien von der untergegangenen Welt der Sogder, einem der wichtigsten Völker der Seidenstraße. Danach an der Gräberstraße Schah-e Sinda: mehr als ein Dutzend Mausoleen aus dem Mittelalter. Den Nachmittag haben Sie für sich. Zum Abendessen treffen wir uns in einem familiengeführten Restaurant.

(F/A)

4. Tag, Montag, 10.05.2021: Die Seidenstraße lebt

Mit sphärischen Klängen im Ohr fahren wir in die Wüste und halten an der Karawanserei Rabat-e Malek. Den regen Handel von heute signalisiert uns dagegen der hochmoderne Frachtflughafen mitten in der Wüste. Ganz im Sinne von Usbekistans Regierungschef, wie Ihr Reiseleiter auf dem Weg nach Buchara betont. 290 km. Abends haben wir Romantisches vor: ein traditionelles Schaschlikessen mit Blick auf den spiegelglatten Teich am Labi-Hauz-Komplex und Kalligrafieversuche in den Altstadtgassen an einem besonders stimmungsvollen Ort. Ihr Reiseleiter versorgt Sie mit Papier und Stiften. Zwei Übernachtungen in Buchara.

(F/A)

5. Tag, Dienstag, 11.05.2021: Buchara – Zauber der Altstadt

Buchara (UNESCO-Welterbe) galt als die reichste Stadt der Seidenstraße. Auch im Jahr 2021 surrt und klackert es noch in den Handwerkergewölben. Wir widmen uns heute den schönen Dingen: Kalan-Moschee, Ark-Zitadelle und Samanidenmausoleum; dazu ein Mittagessen unter Einheimischen in einer lauschigen Chaikhana, wie man hier zur Teestube sagt. Nachmittags handeln Sie, wie Sie wollen.

(F/M)

6. Tag, Mittwoch, 12.05.2021: Tour de luxe rund um Buchara

Vormittags verzaubert uns die Sommerresidenz des letzten Emirs von Buchara mit Pfauen im Garten und Kunst aus aller Welt im Inneren des Palastes. Im riesigen Komplex von Tschor Bakr staunen wir danach über die Gräber, Minarette und Höfe von Mohammeds Nachkommen. Nachmittags im Hochgeschwindigkeitszug nach Taschkent (Fahrzeit ca. 4 Std.) verwöhnt Sie Ihr Reiseleiter mit frischem Brot, Käse und Gemüse, und in Ihrem Becher dampft der Tee. Zwei Übernachtungen in Taschkent.

(F/M/I)

7. Tag, Donnerstag, 13.05.2021: Taschkent – Liebe auf den zweiten Blick

Für manche ist sie die schönste Plattenbaustadt der Welt: Taschkent, seit der Unabhängigkeit von Russland wieder voll islamisch. Wir lernen die Altstadt kennen, die Koranschule Barak Khan und das Kaffali-Schaschi-Mausoleum. Extra Tour In einem Künstlerzentrum dürfen Sie zwischen Miniaturmalern und Schnitzern Mäuschen spielen. Und als Highlight am Abend legt Ihnen das Panoramarestaurant im Fernsehturm die größte Stadt Zentralasiens zu Füßen.

Sie möchten heute Taschkent auf eigene Faust entdecken? Allein die Fahrt mit der Metro ist ein Erlebnis, denn jede der 36 Stationen ist ein Kunstwerk für sich. Über der Erde laden breite, schattige Boulevards zu einem Bummel ein, und die Protzbauten, die Regierung wie (Staats-)Unternehmen alljährlich errichten lassen, wollen auch bewundert werden.
(F/A)

8. Tag, Freitag, 14.05.2021: Die Schätze des Ferganatals

Per Zug geht es in vier Stunden in den Gemüsegarten des Landes, das Ferganatal. Fliesen, Stuck und Wasserspiele begeistern uns im Palast des Chudoyar Khan in Kokand, bevor unser Bus den Bewässerungskanälen bis Rischtan folgt. Hier offenbart uns Keramikmeister Rustam Usmanov die Kniffe für seine blau-goldenen Fayencen und lädt uns zum Tee in seinen Garten ein. Danach kündigen Maulbeerbäume den Exportschlager des Landes an: Seide. Busstrecke 110 km. Übernachtung in Fergana.

(F/A)

9. Tag, Samstag, 15.05.2021: Spannung voraus - Kirgisistan

Haben wir die Grenzformalitäten geschafft, steigen wir in Minibusse und gehen auf Stadtrundfahrt im nahen Osch. 120 km. Wobei der buchstäbliche Höhepunkt der mitten in der Stadt jäh aufsteigende Suleiman-Berg (UNESCO-Welterbe) ist. Warum ihm Kirgisinnen jauchzend den Buckel runterrutschen, verrät Ihnen Ihr Reiseleiter. Bis zum Abendessen haben Sie Zeit für sich. In Ihrem Zimmer erwartet Sie dann eine kuschelige Überraschung, die Sie mit nach Hause nehmen dürfen.

(F/A)

10. Tag, Sonntag, 16.05.2021: Auf in die Berge!

Vormittags besuchen wir in Ösgön das Minarett, die Mausoleen und den authentischen Sonntagsmarkt, der von handgezimmerten Wiegen bis zum traditionellen Sitzmöbel Tapchan alles anbietet. Die Weiterfahrt über kurvige Straßen ist wildromantisch, die Pause könnte kein Starregisseur imposanter inszenieren: Filmmusik im Ohr, Toktogulsee und teils schneebedeckte Viertausender im Blick, Gipfelschnaps in der Hand. In aller Abgeschiedenheit erwartet uns am Seeufer unser einfaches Hotel. Für diesen Panoramablick verzichten wir gern auf den gewohnten Komfort. 340 km.

(F/A)

11. Tag, Montag, 17.05.2021: Hohe Pässe, wilde Schluchten

Wir rollen durch die Schlucht des Flusses Chichkan in den gleichnamigen Nationalpark. Danach fahren wir hinauf auf den 3184 m hohen Ala-Bel-Pass und durchs Susamyr-Hochtal, das uns herrliche Aussichten schenkt: Hirten hoch zu Ross inmitten ihrer grasenden Schafe und Kühe, saftige Almwiesen, Filzjurten und dramatische Gebirgszüge am Horizont. Übernachtung in Tokmok. 330 km.

(F/A)

12. Tag, Dienstag, 18.05.2021: Auf zum Issyk-Kul!

Wieder mit einem großen Bus geht's am Vormittag nach Tscholpon Ata zu den beeindruckenden, Tausende von Jahren alten Felszeichnungen. Danach besuchen wir einen Berkutschi, einen Adlerjäger. Am Nachmittag erreichen wir den Issyk-Kul-See, und Sie führen Programmregie. Zwei Übernachtungen in einem weitläufigen Urlaubsresort am See.

(F/A)

13. Tag, Mittwoch, 19.05.2021: Glücksmomente am See

Heute haben Sie die Wahl: Urlaubsstimmung am See mit atemberaubenden Blicken auf Viertausender und ein erfrischendes Bad? Oder mit Ihrem Reiseleiter den Hochgebirgssee vom Boot aus erleben und einen Abstecher in die Semenowskaja-Schlucht wagen (45 €)?

(F/A)

14. Tag, Donnerstag, 20.05.2021: Nach Bischkek

Auf dem Weg nach Bischkek lassen wir die Reise mit besonderen Gesellen ausklingen: dem weithin sichtbaren Burana-Turm, einem alten Minarett, und den Balbals, einer Kriegerschar aus Stein, gleich daneben. Ihr Reiseleiter findet hier einen besonders schönen Platz für ein Abschiedspicknick. In Bischkek unternehmen wir eine Stadtrundfahrt, bevor wir dann zum letzten Mal gemeinsam zu Abend essen. 410 km.

(F/A/P)

15. Tag, Freitag, 21.05.2021: Adieu, Orient!

Transfer zum Flughafen und vormittags Rückflug nach Istanbul (Flugdauer ca. 5,5 Std.). Nach einer Umsteigezeit von ca. zwei Stunden Weiterflug. Ankunft gegen Abend.

(F)

F: Frühstück M: Mittagessen A: Abendessen I: Imbiss P: Picknick

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2021

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
23.04.–07.05. 3345(ca. 3621 CHF) 3880(ca. 4200 CHF)
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Dr. Andreas Seifert
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
21.05.–04.06. 3395(ca. 3675 CHF) 4020(ca. 4352 CHF)
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Dr. Stefan Fleischauer
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Dr. Elvira Friedrich
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Charles Streeper

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 27.11.2020 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Turkish Airlines (Economy, Tarifklasse G) von Frankfurt nach Samarkand und zurück von Bischkek, nach Verfügbarkeit
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 110 €)
  • Bahnfahrten (Economy) von Buchara nach Taschkent und von Taschkent nach Kokand
  • Transfers
  • Rundreise in bequemen, landesüblichen Reisebussen, vom 9. bis 11. Tag in Kleinbussen
  • 13 Übernachtungen im Doppelzimmer, Hotels meist mit Klimaanlage, teilweise auch mit Swimmingpool
  • Halbpension (Frühstück, 3 Mittagessen in typischen Restaurants, 5 Abendessen im Hotel, 5 Abendessen in typischen Restaurants)
bei Studiosus außerdem inklusive
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Örtliche Führer
  • Zimmer am Anreisetag unmittelbar nach Ankunft
  • Imbiss im Zug und ein Picknick
  • Eintrittsgelder (ca. 80 €)
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
Klimaneutral reisen mit Studiosus

Die Reise wird durch CO2e-Kompensation klimaneutral gestellt.

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben. Aktuelle Hinweise zu Einreisebedingungen erhalten Sie hier (Usbekistan), bzw. hier (Kirgisistan) und zu Corona-Vorsorgemaßnahmen unter der Rubrik "Sicher & Gesund" oder kontaktieren Sie Ihr Reisebüro.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Usbekistan und Kirgisistan benötigen EU-Bürger und Schweizer einen mindestens noch 6 Monate gültigen Reisepass, sie sind für eine Aufenthaltsdauer von 30 Tagen von der Visumspflicht befreit.

Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität benötigen in der Regel ein Visum. Wir bitten Sie, sich diesbezüglich bei Ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

Falls Sie aufgrund Ihrer Staatsangehörigkeit nicht zur visumfreien Einreise berechtigt sein sollten, müssen Sie sich selbst um das nötige Visum kümmern, die Kosten hierfür sind nicht im Reisepreis eingeschlossen.

Bitte senden Sie uns in jedem Fall den Fragebogen „Wichtige Angaben zu Ihrer Person“ schnellstmöglich und bis spätestens 10 Wochen vor Abreise zu.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Corona-Vorsorgemaßnahmen

Selbstverständlich ist uns Ihre Gesundheit, gerade in Zeiten von Corona, besonders wichtig. Wir haben daher bei der Planung alle bekannten Rahmenbedingungen sowie Verhaltens-, Distanz- und Hygienevorschriften in den Tagesprogrammen bestmöglich berücksichtigt. Nähere Informationen erhalten Sie im gemeinsamen Hygiene- und Sicherheitskonzept der Unternehmensgruppe Studiosus und Marco Polo Reisen

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir übersenden Ihnen hiermit zu Ihrer Information die aktuellen Sicherheitshinweise des deutschen Auswärtigen Amtes zu Usbekistan und Kirgisistan. Den kompletten Wortlaut finden Sie im Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

In ganz Zentralasien gibt es seit vielen Jahren eine potentielle Gefährdung durch islamistisch orientierte radikale Gruppierungen. Diese Gefahr besteht auch in Usbekistan, eine gezielte Bedrohung des Tourismus im Lande sieht das Auswärtige Amt derzeit jedoch nicht. Der usbekischen Regierung ist es durch umfassende Programme zur Förderung der Infrastruktur und der lokalen Wirtschaft gelungen, die soziale und ökonomische Situation der Bewohner insbesondere im einst als besonders von islamischen Extremismus gefährdeten Fergana-Tal zu verbessern und landesweit die Sicherheitslage zu stabilisieren. Zusammen mit weit reichenden Wirtschaftsreformen macht die Regierung seit 2017 auch vorsichtige Schritte hin zu einer politischen Öffnung des Landes.

Die innenpolitische Lage in Kirgisistan hat sich in den letzten Jahren beruhigt. Reisen in die touristisch interessanten Landesteile sind ohne Einschränkungen möglich. Vor allem in der Hauptstadt Bischkek, aber auch in den südlichen Bezirken rund um die Stadt Osch können sich jedoch lokale Proteste verschärfen und zu Straßenblockaden und gewaltsamen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften führen. Diese Ereignisse können uns ggf. zu kurzfristigen Änderungen unserer Programme an einzelnen Reisetagen zwingen.

Wegen der gerade in den Großstädten stark gestiegenen Alltagskriminalität fordert das Auswärtige Amt insbesondere in Bischkek und Taschkent zu Vorsicht und Verzicht auf Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit auf. Bitte folgen Sie im eigenen Interesse auch den einschlägigen Hinweisen Ihrer Reiseleitung.

Das Auswärtige Amt rät dazu, Reisen in unmittelbare Grenznähe zu Kirgisistan zu vermeiden. Dies gilt jedoch nicht für die von uns genutzten offiziellen Grenzübergänge (z.B. Osch).

Zusammen mit unseren Partnern vor Ort beobachten wir die Sicherheitslage sehr sorgfältig. Sollten sich bis zu Ihrer Abreise neue Gesichtspunkte ergeben, werden wir Sie umgehend informieren.

Wir wünschen Ihnen eine spannende und erlebnisreiche Reise durch Usbekistan und Kirgisistan.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Studiosus Team

Stand: 26. Oktober 2020

Reise- und Sicherheitshinweise

Kirgisistan

Zuletzt aktualisiert am: 26. Oktober 2020

Aktuelles

Proteste nach Wahlen

Nach den inzwischen annullierten Parlamentswahlen vom 4. Oktober 2020 führten anfangs friedliche Proteste in der Nacht auf den 6. Oktober 2020 in der Hauptstadt Bischkek und anderen größeren Städten zu Auseinandersetzungen von Demonstranten und Sicherheitskräften mit zahlreichen Verletzten.

Auch wenn die Sicherheitslage seither weitestgehend ruhig geblieben ist, kann es im Stadtzentrum von Bischkek nach wie vor zu Demonstrationen und Auseinandersetzungen kommen. Erneute Beeinträchtigungen von Mobilfunknetzen und des Internets können nicht ausgeschlossen werden.

- Seien Sie weiter vorsichtig und bleiben Sie bei Dunkelheit nach Möglichkeit in Ihrer Wohnung oder Unterkunft.

- Verfolgen Sie die Nachrichten und Medien zur aktuellen Entwicklung.

- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen vor allem in Stadtzentren weiträumig.

- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

COVID-19

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft-und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Kirgisistan weiterhin gewarnt.

Das im März verhängte generelle Einreiseverbot nach Kirgisistan zur Eindämmung von COVID-19 Infektionen wurde für deutsche Staatsangehörige aufgehoben. Gleiches gilt für Staatsangehörige aus 32 weiteren Ländern, in denen die epidemiologische Lage aktuell als stabil gilt. Sollte sich die Infektionslage in Deutschland verschlechtern, ist ein erneutes Einreiseverbot nicht auszuschließen.

Flugreisen nach Kirgisistan sind aktuell wieder möglich, allerdings nach wie vor eingeschränkt. Einreisen über die Landgrenzen sind theoretisch möglich.

Bei der Einreise ist ein negativer PCR Test, nicht älter als 72 Stunden (3 Tage), vorzulegen. Falls der PCR Test bei der Einreise älter als 72 Stunden ist, weil z.B. der Flug verspätet oder verschoben wurde, muss der Test bei Einreise durchgeführt werden.

Bei der Einreise auf dem Landweg ist ein negativer PCR Test, nicht älter als 120 Stunden (5 Tage) vorzulegen. Temperaturmessungen werden vorgenommen. Sollte der Test aufgrund von Reiseverzögerungen älter als 120 Stunden sein, muss ein Test am Zielort vorgenommen werden.

Personen ohne PCR Test bzw. mit ausgeprägten Krankheitssymptomen dürfen nicht einreisen.

- Prüfen Sie vor Reiseantritt, unter welchen Bedingungen eine Mitnahme durch die Fluggesellschaft möglich ist.

- Prüfen Sie vor Einreise auf dem Landweg, wie die Einreise-bzw. Transitregelungen des betreffenden Nachbarlandes sind, aus dem die Einreise erfolgen soll.

- Wenn Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben (kein Transit), beachten Sie die Quarantäne- bzw. Testpflicht bei Einreise nach Deutschland und kontaktieren Sie das Gesundheitsamt Ihres Aufenthaltsortes. Weitere Informationen zur Testpflicht bietet das Bundesministerium für Gesundheit.

- Aufenthalte in fremden Staaten können sich derzeit auf Einreisemöglichkeiten in andere Länder auswirken. Informieren Sie sich daher vor Antritt jeder Reise über aktuelle Bestimmungen zu Einreise, Durchreise und Quarantäne der jeweiligen Reiseländer über die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

- Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19/Coronavirus.

Sicherheit

Terrorismus

Insbesondere im Süden des Landes gibt es islamistische Gruppierungen mit potenziell terroristischer Ausrichtung. Anschläge auch auf westliche Einrichtungen sind nicht auszuschließen. Ende August 2016 war die chinesische Botschaft in Bischkek Ziel eines Selbstmordattentats.

- Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.

- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Nach den Parlamentswahlen am 4. Oktober 2020 führten anfangs friedliche Proteste in der Nacht auf den 6. Oktober 2020 in der Hauptstadt Bischkek und anderen größeren Städten zu Auseinandersetzungen von Demonstranten und Sicherheitskräften mit zahlreichen Verletzten.

Gewaltsame Zusammenstöße, beispielsweise im Rahmen von Demonstrationen im Zusammenhang mit innenpolitischen Entwicklungen in Kirgisistan, können im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt insbesondere auch in den Grenzregionen zu Usbekistan und Tadschikistan, wo es auch noch Landminen gibt.

Anfang August 2019 kam es in Koi Tash bei Bischkek zu Konfrontationen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten.

- Seien Sie bei Reisen innerhalb Kirgisistans und insbesondere in den Grenzregionen besonders vorsichtig.

- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

- Informieren Sie sich regelmäßig über die Sicherheitslage.

- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Gewalt- und Bandenkriminalität mit Raubüberfällen und Taschendiebstählen haben auch Ausländer an hoch frequentierten Orten zum Ziel. In der bei Dunkelheit teilweise schlecht beleuchteten Hauptstadt Bischkek ist es in der Vergangenheit gelegentlich zu Überfällen gekommen. Kriminelle haben sich vereinzelt als Polizisten in Uniform oder in Zivil ausgegeben. Vereinzelte Sexualdelikte wurden besonders aus abgelegenen Gebieten gemeldet.

- Seien Sie bei Dunkelheit lieber mit dem Taxi unterwegs. Angesichts allgemeiner Kriminalität ist vor allem an schlecht einsehbaren Orten wie Fußgängerunterführungen und bei Dunkelheit Vorsicht geboten.

- Seien Sie an typischerweise von Ausländern hochfrequentierten Orten besonders wachsam, z.B.

in der Nähe von Hotels, Restaurants, Bars sowie aufgrund von Taschen- und Trickdiebstählen auf den zahlreichen Basaren.

- Sehen sie bei Überfällen von Widerstand ab, da die Gewaltschwelle niedrig liegen kann.

- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.

- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, (Bus-)Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Kirgisistan liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

Das Klima ist trocken und kontinental mit heißen Sommern und kalten Wintern. Es gibt erhebliche tägliche Temperaturschwankungen.

Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums

Reise- und Sicherheitshinweise

Usbekistan

Zuletzt aktualisiert am: 09. November 2020

Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 führt weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Usbekistan wird derzeit gewarnt.

Epidemiologische Lage

Usbekistan ist von COVID-19 weiterhin betroffen.

Usbekistan ist weiterhin als Risikogebiet eingestuft.

Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das usbekische Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einreise

Die usbekische Regierung gibt Änderungen von Regelungen zur Einreise sowie zur Eindämmung der Pandemie mitunter sehr kurzfristig bekannt, zum Teil nur über soziale Medien. Es ist jedoch davon auszugehen, dass für deutsche Staatsangehörige in der Regel eine 14-tägige Quarantänepflicht nach Einreise gilt und dass sie sich einem COVID-19-Test unterziehen müssen.

Reiseverbindungen

Der Linienflugverkehr findet derzeit nur sehr eingeschränkt statt. Der Grenzübergang zu Lande ist erfahrungsgemäß nicht immer möglich.

Beschränkungen im Land

Derzeit sind die meisten einschränkenden Maßnahmen aufgehoben. Allerdings bleiben viele Restaurants und Hotels geschlossen. In der Vergangenheit hat die usbekische Regierung einschränkende Maßnahmen (Lockdown) sehr kurzfristig bekannt gegeben.

Eine adäquate medizinische Versorgung ist nicht immer gewährleistet.

Hygieneregeln

In der Öffentlichkeit gilt grundsätzlich die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die örtlichen Hygiene- und Abstandsvorschriften müssen beachtet werden.

• Bitte informieren Sie sich über Details der genannten Einschränkungen, die sich sehr kurzfristig ändern können, in den lokalen Medien.

• Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden. Bei Verstößen gegen die Hygienevorschriften können hohe Geldstrafen verhängt werden.

• Beachten Sie die Hinweise der usbekischen Regierung und ergänzende Informationen.

• Wenn Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben (kein Transit), beachten Sie die Quarantäne- bzw. Testpflicht bei Einreise nach Deutschland und kontaktieren Sie das Gesundheitsamt Ihres Aufenthaltsortes. Weitere Informationen zur Testpflicht bietet das Bundesministerium für Gesundheit.

• Aufenthalte in fremden Staaten können sich derzeit auf Einreisemöglichkeiten in andere Länder auswirken. Informieren Sie sich daher vor Antritt jeder Reise über aktuelle Bestimmungen zu Einreise, Durchreise und Quarantäne der jeweiligen Reiseländer über die Reise- und Sicherheitshinweise.

• Beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19/Coronavirus.

Sicherheit

Terrorismus

Landesweit, aber insbesondere in den Grenzregionen zu Afghanistan und die Grenzgebiete zu Tadschikistan und Kirgisistan ist von einer latenten Gefährdung durch islamistisch orientierte extremistische Gruppen auszugehen, die in Zentralasien operieren. Die potentielle Bedrohung richtet sich bislang nicht gegen den Tourismus im Lande.

-Verhalten Sie sich umsichtig bei Reisen durch Usbekistan.

-Vermeiden Sie nicht notwendige Reisen in Grenznähe, mit Ausnahme der offiziellen Grenzübergänge und Bewegungen in unbekanntem Gelände ohne ortskundige Begleitung.

-Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.

-Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

-Die Lage in Usbekistan ist derzeit ruhig.

-Informieren Sie sich über die lokalen Medien.

- Führen Sie Ihren Reisepass stets bei sich, um sich bei Kontrollen ausweisen zu können.

-Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

- Folgen Sie Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Insbesondere an vielbesuchten Orten wie Basaren und in öffentlichen Transportmitteln kann es zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen kommen. Vereinzelt finden auch Überfälle, insbesondere bei Dunkelheit statt.

-Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.

-Vermeiden Sie es, nach Einbruch der Dunkelheit alleine oder in abgelegenen Stadtteilen oder wenig frequentierten Orten wie z.B. Unterführungen unterwegs zu sein.

Natur und Klima

Usbekistan liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann. 1966 wurde die Hauptstadt Taschkent erheblich beschädigt, 2011 forderte ein Erdbeben der Stärke 6,1 im Fergana-Tal mehrere Todesopfer.

Das Klima ist kontinental mit trockenen Sommern und kalten Wintern. Witterungsbedingungen von extremer Hitze bis zu extremer Kälte können sich sehr schnell ändern.

Der trockengefallene Boden des Aralsees ist stark durch Salze und Chemikalien belastet, die durch den Wind verbreitet werden.

Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Berghängen kommen.

-Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

-Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein
  • Eine vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

Usbekistan

Unverändert gültig seit: 9. November 2020

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Malaria

Seit Dezember 2018 hat die WHO das gesamte Land als malariafrei eingestuft.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Hepatitis C

Hepatitis C ist eine Form von Leberentzündung, verursacht durch das Hepatitis-C-Virus. Sie wird vorwiegend über Blutkontakte übertragen. Eine Hepatitis-C-Infektion verläuft meist asymptomatisch, wird aber oft chronisch. In diesem Zusammenhang kann es zu Spätfolgen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs kommen. Bislang gibt es keine Impfung gegen den Erreger. Die Erkrankung ist in Usbekistan relativ verbreitet, ca. 4% der Bevölkerung sind betroffen.

• Vermeiden Sie jede Form von Blutkontakt, auch Prozeduren wie Körperpiercing, Nadelstichtätowierungen, Rasuren oder Maniküre müssen kritisch gesehen werden.

Durchfallerkrankungen

Oberflächengewässer können mit fäkalen Keimen und chemischen Schadstoffen kontaminiert sein, auch wenn sie in der landwirtschaftlichen Produktion verwendet werden. Durchfallerkrankungen sind überall im Land ganzjährig möglich.
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s. u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen, medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften, die Gabe von Immunglobulinen, sind in Usbekistan nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Lassen Sie sich vor Reisebeginn hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und impfen.
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen ist die Gefahr einer resistenten Tuberkulose gegeben. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes schützt nicht vor einer Ansteckung!

Geographisch bedingte Erkrankungen

Die Höhenkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen Höhenanpassung über 2.300 m (z. B. durch zu raschen Aufstieg und Überanstrengung) ausgelöste, potentiell sehr gefährliche Funktionsstörung von Lunge und Gehirn, siehe Merkblatt Höhenkrankheit.

  • Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für den Reisenden in großer Höhe. Zivile Luftrettungsunternehmen für die Rettung aus Bergnot gibt es in Usbekistan nur sehr bedingt. Lassen Sie sich vor Reisen in große Höhen über 2.300m vor der endgültigen Reiseplanung durch einen höhenmedizinisch erfahrenen Arzt beraten.
  • Sehen Sie von der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der Höhenkrankheit ohne Anweisung durch einen Arzt oder erfahrenen Bergführer unbedingt ab.

Luftverschmutzung

Je nach Wetter und Bevölkerungsdichte am Aufenthaltsort ist die Luftqualität oft schlecht, bedingt vor allem durch Abgase und Staub. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD können sich dadurch erheblich verschlechtern.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen und Unfällen, ist in weiten Landesteilen unzureichend, ein zuverlässig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den Städten nicht überall existent. Auch in Taschkent und Samarkand entspricht die medizinische Versorgung vielfach nicht europäischem Standard. Ärzte fordern für die medizinischen Behandlungen von Ausländern häufig eine Barzahlung im Voraus. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen muss eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Istanbul, Dubai oder Europa, erwogen werden. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist zwingend notwendig, kann aber die unzureichende medizinische Infrastruktur vor Ort nicht ersetzen.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab, die auch den Transport im Lande zu einem internationalen Flughafen einschließen sollten. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Kirgisistan

Zuletzt aktualisiert am: 26. Oktober 2020

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und FSME empfohlen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise finden Sie hier.

Malaria

Seit November 2016 ist das ganze Land offiziell von der WHO als malariafrei erklärt worden. Zuvor gab es vereinzelt nachgewiesene Infektionen mit Plasmodium vivax.

HIV/AIDS

Das HIV Vorkommen in der Bevölkerung ist bisher gering (Prävalenz <0,1%). Zu den Hauptrisikogruppen gehören intravenöse Drogenbenutzer und Prostituierte.

Tuberkulose

Tuberkulose stellt in Kirgisistan ein relevantes Gesundheitsproblem dar. Es werden immer noch über Über 100 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner pro Jahr erfasst. Die Resistenzrate des Tuberkelerregers gegen die üblichen Tuberkulosemedikamente ist relativ hoch.

Frühsommermeningoenzephalitis FSME bzw. RSSE, Russian Spring Summer Encephalitis

Diese von Zecken übertragene virale Hirnhautentzündung ist im Land äußerst selten, die Datenlage ist allerdings spärlich.

Bruzellose

Besonders in ländlichen Gebieten werden immer wieder Bruzelloseerkrankungen erfasst. Diese bakterielle, fieberhafte Erkrankung kann durch Kontakt mit kranken Tieren (Schafen, Ziegen, Rinder) oder Genuss von nicht ausreichend gekochten Tierprodukten übertragen werden. Vom Genuss von rohen Milchprodukten ist unbedingt abzuraten.

Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber

Diese hoch fieberhafte Virusinfektion tritt in Kirgisistan sporadisch auf. Jedes Jahr kommt es in ländlichen Regionen von April - Oktober zu einzelnen, kleinen Ausbrüchen, auch mit tödlichen Verläufen. Übertragen wird das Virus durch Zecken von Nutztieren wie Schafen, Ziegen, Rinder und Kamelen sowie über Blut infizierter Tiere und Menschen. Schutz vor Zecken und Abstand von Tieren wird empfohlen.

Milzbrand (Anthrax)

Jedes Jahr kommt es in ländlichen Regionen zu einzelnen, kleinen Ausbrüchen dieser bakteriellen Infektion, die überwiegend durch kranke Rinder verursacht werden. Ein Infektionsrisiko besteht nur bei Kontakt mit Vieh, oder Umgang mit deren Produkten (Fellen, rohe Milch- bzw. Fleischprodukte).

Geografisch bedingte Erkrankungen

Bei Aufstieg in Höhen über 3.000 Meter kann es zur Ausbildung einer Höhenkrankheit kommen. Langsames Aufsteigen und bei Symptomen (z. B. Kopfschmerzen, Atemnot) sofortiger Abstieg sind dringend zu beachten, siehe Merkblatt Höhenkrankheit.

  • Lassen Sie sich vor Reisen in große Höhen (über 2.300 m) vor der endgültigen Reiseplanung individuell durch einen höhenmedizinisch erfahrenen Arzt beraten. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z. B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für den Reisenden in großer Höhe. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Berghängen kommen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Kirgisistan entspricht nicht europäischen Verhältnissen.

Ein mit Deutschland vergleichbares Rettungssystem (z. B. per Hubschrauber) mit intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten ist nicht vorhanden. Selbst in der Hauptstadt können Notfälle meist nur unzureichend behandelt werden.

Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen muss eine medizinische Evakuierung erwogen werden.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V.

Gesundheitshinweis

Da in Zentralasien Magen- und Durchfallerkrankungen überdurchschnittlich häufig vorkommen, empfehlen wir Ihnen, sich rechtzeitig vor Reisebeginn von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen.

Hinweis für Allergiker

In Zentralasien kann man spezielle Lebensmittel für Allergiker (z. B. bei Glutenunverträglichkeit, Laktoseunverträglichkeit) nicht überall kaufen. Daher können auch Hotels und Restaurants diese speziellen Nahrungsmittel nicht immer bereitstellen. Es empfiehlt sich, bei schweren Allergien „Notrationen“ mitzunehmen.