Eine Projektreise um die Welt

Die Studiosus Foundation e. V. hat dieses Jahr zahlreiche Projekte unterstützt. Was hat der gemeinnützige Verein 2025 bewegen können? Vorständin Ruth Hopfer-Kubsch berichtet von den unterschiedlichen Förderungen.

Eine Projektreise um die Welt
Ein Teil der Studiosus Foundation Projekte 2025: Die Erdbebenhilfe in Myanmar (links oben), ein Waisenhaus in Tansania (rechts oben), eine Schule in Nepal (links unten) und eine Anlaufstelle für arbeitende Kinder und Jugendliche in Bolivien (rechts unten).

„In diesem Jahr sind unsere Projekte gut gelaufen“, fasst Ruth Hopfer-Kubsch zusammen. „Viele Förderungen konnten wir weiterführen.“ Die Studiosus Foundation e. V. leistete 2025 aber auch Soforthilfe: Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar im Frühjahr hat der gemeinnützige Verein einen Spendenaufruf gestartet.

Erdbeben-Soforthilfe in der Stadt Mandalay in Myanmar
Erdbeben-Soforthilfe in der Stadt Mandalay in Myanmar

Mit dem Geld konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Mandalay mit Nahrungsmitteln und Bambuszelten versorgt werden. Ruth Hopfer-Kubsch ergänzt: „Mitte Mai wurde zudem ein Brunnen gebaut, um den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.“ In Mandalay befindet sich auch die Phaung-Daw-Oo-Klosterschule, die die Foundation unterstützt.

Angebote für junge Menschen in Bolivien und Nicaragua

Für die Fundación Wiphala im bolivianischen El Alto finanzierte die Stiftung wie auch schon in den Vorjahren die Kosten für den gesamten Jahresbedarf an Lebensmitteln. „Das Ganze ist eine Anlaufstelle für arbeitende Kinder und Jugendliche. Die Gründerin Monika Stoekel war während ihres Studiums in Bolivien und baute ein Straßenkinderhaus auf – mit dem Ziel, die Kinder von der Straße zu holen“, erzählt Ruth Hopfer-Kubsch. Bei Wiphala erhalten die Jugendlichen ein Mittagessen, den Nachmittagstee und auch medizinische Versorgung. Ebenso werden Hausaufgabenbetreuung, Ausbildungsprogramme, Elternarbeit und -betreuung und vieles mehr angeboten.

Die Fundacíon Wiphala in El Alto in Bolivien
Die Fundacíon Wiphala in El Alto in Bolivien

„Außerdem haben wir für eine Töpferschule in Nicaragua Lernmaterialien, Lehrergehälter und das Mittagessen gezahlt.“ Die Schule bietet kostenlose Töpferkurse an Wochenenden an, damit Jugendliche praktische Fähigkeiten erlernen, die sie später vor Arbeitslosigkeit bewahren können. „Der Besuch der Keramikschule ist auch eine spannende Begegnung für Studiosus-Gäste“, so Hopfer-Kubsch.

Südafrika und Tansania: Von der Landwirtschaft zur Fahrzeugreparatur

Auch in Südafrika hat die Studiosus Foundation e. V. Unterstützung geleistet: Im St.-Luigi-Scrosoppi-Sozialzentrum Oudtshoorn wird jungen Menschen gezeigt, wie sie sich mithilfe eines landwirtschaftlichen Betriebs selbst versorgen können. In diesem Jahr hat die Studiosus Foundation bei dem Aufbau einer Schweinezucht geholfen.

Die Gewächshäuser im St. Luigi Scrosoppi Sozialzentrum Oudtshoorn in Südafrika
Die Gewächshäuser im St. Luigi Scrosoppi Sozialzentrum Oudtshoorn in Südafrika

In einem Waisenhaus in Tansania, bei dem die Studiosus Foundation e. V. schon in der Vergangenheit einen Teil des Baus finanziert hat, bezahlte sie 2025 die Reparatur des einzigen Fahrzeugs des Heims. Genauso finanzierte sie die Instandsetzung der Elektro- und Wasserleitungen sowie einen neuen Anstrich.

Kirgisistan: Ein Haus für Kinder

Auch für das Uplift-Haus in Tokmok im Norden Kirgisistans engagierte sich die Stiftung 2025. In dem zentralasiatischen Land wachsen viele Kinder ohne Familie auf, da ihre Eltern aus verschiedenen Gründen nicht für sie sorgen können und sie in Kinderheime schicken. Das Uplift-Haus möchte diesen Kreislauf durchbrechen – durch gezielte Präventionsarbeit und die direkte Zusammenarbeit mit den betroffenen Familien. Es werden Lösungen wie Adoption oder familienergänzende Betreuung ermöglicht.

Das Uplift-Haus in Tokmok in Kirgisistan
Das Uplift-Haus in Tokmok in Kirgisistan

Ruth Hopfer-Kubsch dazu: „Wir haben in diesem Jahr zwei Küchen und einige Betten für die Trainerinnen und Trainer finanziert – und auch für Eltern, die dort länger bleiben.“ Die Vorständin hat das Uplift-Haus in Kirgisistan selbst schon einmal besucht. „Bei unserem Zusammentreffen haben die Leiterinnen den Wunsch geäußert, mehr Sonnenschutz für das Haus zu bekommen. Dem sind wir 2025 nachgekommen – und haben auch eine Klima- und Heizungsanlage installiert.“

Ein neues Dach für eine nepalesische Schule

Ein weiteres Projekt, das die Stiftung 2025 beschäftigt hat: die Ketaaketi / SPOWC Free School in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Schülerinnen und Schüler aus besonders armen Vierteln erhalten dort kostenfreien Unterricht unter einfachsten Bedingungen. „Seit langer Zeit schon finanzieren wir hier die Mittagsspeisung“, so Ruth Hopfer-Kubsch.

Die Ketaaketi / SPOWC Free School in Kathmandu in Nepal
Die Ketaaketi / SPOWC Free School in Kathmandu in Nepal

Dieses Jahr unterstützte die Studiosus Foundation e. V. aber auch in einem anderen Bereich: „Beim Monsun 2025 haben die Affen dort in der Umgebung versucht, Schutz zu suchen. Dabei haben sie die Dächer der Schule kaputtgemacht und eine Sanierung war notwendig. Die Schule war sehr dankbar, als wir die Reparaturen ermöglicht haben“, berichtet die Vorstandvorsitzende.

Weltweite Hilfe dank Spenden

2026 sollen die Förderungen fortgesetzt werden: Wer die Projekte unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

Studiosus Foundation e. V.

Commerzbank München

IBAN: DE 02 7004 0041 0152 1111 00

BIC: COBADEFFXXX

Unter Angabe eines entsprechenden Stichworts kann die Spende auch gezielt an eines der genannten Projekte weitergeleitet werden. Für Spendenquittungen bitte die Postadresse angeben, bis 300 € gilt der Überweisungsnachweis. Vielen Dank!

Übrigens: Bei der Studiosus Foundation e. V. kommen alle Spenden zu 100 % den Projekten zugute. Die Verwaltungskosten liegen unter 1 % und werden komplett aus den Mitgliedsbeiträgen bestritten.

Lesen Sie mehr über die Studiosus Foundation e. V. in unserem Artikel „20 Jahre Einsatz für die Eine Welt“.