Sozial verantwortliches Reisen

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit

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Nachhaltigkeitsbericht (Webversion)

Wir legen seit langer Zeit nicht nur auf umweltfreundliches, sondern auch auf sozial verantwortliches Reisen großen Wert. Bereits 1970 gaben wir unseren Gästen erste Empfehlungen, wie sich Fotografen fremden Kulturen und Menschen "sanft" annähern können. (Hier geht es zu unserer neuesten Broschüre zum Thema "Fotografieren auf Reisen" mit Tipps und Anregungen: Blickfang_Broschüre_2015.pdf ). 1971 folgten Reiseleiterschulungen zu Aspekten des sozial verantwortlichen Reisens. Und seit 1974 erhalten unsere Kunden die SympathieMagazine des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung gratis bei Buchung einer Reise.

In der Zwischenzeit sind viele weitere Maßnahmen hinzugekommen:

Wo immer möglich, versuchen wir, Programmpunkte in die Reise zu integrieren, die zum Erhalt der Kultur einer Region in besonderem Maße beitragen. Zum Beispiel: gemeinsames Essen mit Einheimischen oder ein Besuch von Schulen und Bildungseinrichtungen.

Seit 1998 veranstalten wir sogenannte "Foren der Bereisten". Diese Veranstaltungen werden in Orten bzw. Regionen durchgeführt, die entweder touristisch bereits stark erschlossen sind oder erst am Anfang der touristischen Entwicklung stehen. Der regelmäßige Dialog mit den Menschen in den Zielgebieten hilft Studiosus, seine Vorstellung eines sozial verantwortlichen und umweltschonenden Tourismus zu verwirklichen und dabei die Interessen und Rechte "der Bereisten" zu wahren.

Wir fördern Projekte zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in vielen Gastgeberländern - seit 2005 über die Studiosus Foundation e.V.

Ebenfalls seit 2005 wird in den Reiseverlauf mindestens ein Besuch eines Umwelt- oder Sozialprojekts eingeplant.

Ab einer Reisedauer von vier Tagen integrieren wir mindestens eine organisierte Begegnung, bei einer Reisedauer von mehr als zehn Tagen mindestens zwei, in unsere Reiseprogramme. Die Ausnahme bilden kultimer und CityLights sowie die ServicePlus-Studienreisen in Europa.

Mitarbeitern wird auf Dienstreisen ein Zeitbudget eingeräumt, um nach geeigneten Begegnungsmöglichkeiten und Umweltprojekten zu suchen.

Studiosus setzt sich seit vielen Jahren intensiv für umweltfreundliches und sozial verantwortliches Reisen ein. In diesem Zusammenhang engagieren wir uns auch für den Schutz von Minderjährigen vor sexueller Ausbeutung im Tourismus. Mit der Unterzeichnung des weltweit anerkannten Kinderschutzkodex haben wir uns verpflichtet, zu informieren und zu sensibilisieren.

Der Missbrauch von Kindern ist weltweit eine Straftat und darf kein Tabuthema sein. Deshalb legen wir zum Beispiel den Informations-Flyer "Nicht Wegsehen" den Reiseunterlagen unserer Kunden bei. Sie erhalten Information zu diesem Thema und Hinweise, wie sie Verdachtsfälle melden können. Das Aufklärungsvideo "Nicht wegsehen - gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus" wurde im Rahmen einer gemeinsamen Kampagne aus Politik, Reisebranche und Nichtregierungsorganisationen im deutschsprachigen Raum erstellt. Das Ziel des Videos: Nicht wegsehen, sondern aktiv werden! Täter sind nicht unsichtbar, und jeder Reisende kann einen Beitrag für mehr Kinderschutz im Urlaub leisten.

Nicht wegsehen - gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Nicht wegsehen - gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Über das Portal www.nicht-wegsehen.net können Reisende Beobachtungen und Verdachtsfälle an das Bundeskriminalamt oder die Kinderschutzorganisation ECPAT (Ending the sexual exploitation of Children) melden. Über den roten "Report-Button" kann diese Meldeseite mit einem Klick geöffnet werden. Jede Meldung kann helfen, Kinder vor Ausbeutung und Gewalt zu schützen.

Übrigens: Wir haben unsere Leistungspartner weltweit vertraglich dazu verpflichtet, die Menschenrechte in ihren Betrieben nicht zu verletzen und die Richtlinien des Verhaltenskodex zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung einzuhalten. Sollte ein Hotel Kinderprostitution dulden, führt dies umgehend zu einer Beendigung der Geschäftsbeziehungen.

Wir verzichten auf Reisen, Ausflüge und Expeditionen zu abgeschlossenen, von unserer westlichen Zivilisation kaum berührten ethnischen Gruppen. Es sei denn, wir können sicherstellen, dass negative Einflüsse ausgeschlossen sind.

Seit 2007 sind wir Mitglied des UN Global Compact und verpflichteten uns damit freiwillig, von den Vereinten Nationen festgelegte Kriterien zu Menschenrechten, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Antikorruption einzuhalten (UN Guiding Principles).

In sensiblen Zielgebieten informieren wir uns bei örtlichen Stellen und Organisationen bezüglich umweltschonendem und sozial verantwortlichem Handeln ("Dos and Dont's"). Die Gäste werden über die Reiseleiter oder Vertreter der jeweiligen Stellen über lokale Besonderheiten informiert.

Wir vermeiden, dass sich in sensiblen Gebieten mehrere Studiosus-Gruppen gleichzeitig aufhalten. Der Code of Conduct für Reiseleiter unterstützt zusätzlich die Gestaltung von Begegnungen vor Ort.

Reisen werden in Hinblick auf umwelt- und sozialrelevante Veränderungen jährlich überprüft und gegebenenfalls verbessernde Maßnahmen eingeleitet.

Hohe Sensibilität der Reiseleiter für Land und Leute

Die Ergebnisse der Kundenbefragung zeigen seit 1999 eine deutlich verbesserte Sensibilität für Land und Leute bei den Reiseleitern. Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Maßnahmen in diesem Bereich in den Augen unserer Kunden zielführend sind.