Menschenrechte

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Menschenrechte im Tourismus

Menschenrechte sind ein immer wichtigeres Thema im Tourismus, bei dem die Branche vor wachsenden Herausforderungen steht. Der Abschlussbericht des UN-Sonderbeauftragten für Menschenrechte John Ruggie von Mai 2011 legt einen verbindlichen Rahmen für die Verantwortung von Wirtschaftsunternehmen für die Menschenrechte fest. Die Unternehmen sind aufgefordert, die Achtung der Menschenrechte in ihre Unternehmenspolitik zu integrieren und ihre Einhaltung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Als Mitglied des UN Global Compact haben wir uns verpflichtet, unserer unternehmerischen Sorgfaltspflicht im Hinblick auf die Menschenrechte - auch bezüglich Arbeitsstandards, Nachhaltigkeit und Korruptionsbekämpfung - weltweit nachzukommen.

Langjähriges Engagement

Durch das langjährige Engagement für einen umweltfreundlichen und sozial verantwortlichen Tourismus sieht sich Studiosus für die neuen Herausforderungen in der Menschenrechtspolitik gut gerüstet. Als Mitglied der internationalen Kinderschutzinitiative "The Code" und Unterzeichner von deren Richtlinien zum Schutz von Kindern vor kommerzieller sexueller Ausbeutung (Kinderschutzkodex) haben wir unsere Leistungspartner schon seit vielen Jahren weltweit vertraglich verpflichtet, die Menschenrechte in ihren Betrieben und insbesondere den Kinderschutzkodex zu achten. Eine Missachtung des Kinderschutzkodex führt zu einer sofortigen Beendigung der Geschäftsbeziehung. Unsere Mitarbeiter und Reiseleiter erhalten Schulungen zu diesem Thema. Neukunden senden wir zu dieser Thematik einen Informationsflyer zu.

Sie haben auffällige Situationen beobachtet, in denen Kinder gefährdet sein könnten, doch Sie sind sich nicht sicher, ob dies bereits als eine Straftat gilt? Teilen Sie Ihre Beobachtungen bitte der Kinderschutzorganisation ECPAT mit. Jede Meldung trägt dazu bei, Kinder gezielter vor Ausbeutung und sexueller Gewalt zu schützen.

Neue Maßnahmen

Studiosus ist jetzt noch einen Schritt weitergegangen und hat die Verträge mit seinen Leistungspartnern überarbeitet. Es wurden bezüglich der Arbeitsbedingungen von Hotelangestellten, Busfahrern und weiteren Leistungspartnern neue Bestimmungen zur Achtung der Menschenrechte aufgenommen; gefordert werden z. B. sichere Arbeitsverträge, eine angemessene Bezahlung, Arbeitszeit- und Freizeitregelung und die Umsetzung weiterer Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO sowie der Schutz vor Diskriminierung.

Eine weitere Neuerung zur Stärkung der Menschenrechte: Studiosus hat eine Meldestelle für Menschenrechtsangelegenheiten eingerichtet, die unter der E-Mail-Adresse Menschenrechte@studiosus.com bzw. HumanRightsAlert@studiosus.com zu erreichen ist. Hier können Missstände in Bezug auf die Menschenrechte im Umfeld von Studiosus-Reisen gemeldet werden. Unser Ausschuss für sozial verantwortlicheres Reisen wird sich dann der Sache annehmen. Bei tatsächlichen Menschenrechtsverletzungen werden wir nach Möglichkeiten suchen, Abhilfe zu schaffen, und in Absprache mit anderen Institutionen Maßnahmen einleiten.

Im "Roundtable für Menschenrechte im Tourismus" engagiert sich Studiosus seit der Gründung im Jahr 2012 auf Branchenebene für das Thema. Diese offene Plattform zur Förderung der Menschenrechte im Tourismus wurde auf Mitinitiative von Studiosus gegründet. Es wurden bisher ein Management-Leitfaden und ein Online-Fortbildungsmodul entwickelt, in das auch die Erfahrungen von Studiosus eingeflossen sind. Von allen Mitgliedern wurde ein "Commitment zu Menschenrechten im Tourismus" unterzeichnet. Seit 2014 gibt es die aus einzelnen Mitgliedern zusammengesetzte Arbeitsgruppe "Arbeitsstandards", an der auch Studiosus teilnimmt. 2015 wurde das Praxispapier "Empfehlungen zu Arbeits- und Sicherheitsstandards im Transportbereich" mit maßgeblicher Unterstützung von Studiosus fertiggestellt.