Auf "Tunisreise" mit Klee und Macke

Tunesien

Übersicht

Indigoblauer Himmel, strahlend weiße Häuser, lehmgelbe Stadtmauern, knallbunt gefärbte Stoffe - lassen Sie sich wie Paul Klee und August Macke 1914 vom Licht und den satten Farben Tunesiens "erleuchten". Wir folgen ein Jahrhundert später den Spuren der Malerfreunde in Tunis, Hammamet, Sidi Bou Said und Kairouan. Wir machen uns aber auch ein Bild von dem Land heute, wenige Jahre nach dem Arabischen Frühling.

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Samstag, 13.04.2019: Ins Land der Farben

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen, im Laufe des Tages, je nach gebuchtem Flug, Anreise nach Tunis und Transfer zum Hotel. Wer vormittags ankommt, kann die Gegend schon einmal erkunden. Um 19 Uhr begrüßt Sie Ihre Studiosus-Reiseleiterin im Hotel. Beim Abendessen lernen wir uns kennen. Vier Übernachtungen.

(A)

2. Tag, Sonntag, 14.04.2019: Künstlerträume über dem Meer

Was die beiden jungen Künstler Klee und Macke nach Tunesien lockte und welche Spuren die Reise in ihrem Oeuvre hinterlassen hat, verrät uns die Reiseleiterin. Im Bardomuseum bestaunen wir die weltgrößte Sammlung römischer Mosaiken. Danach sind wir in Sidi Bou Said: Zwischen den schneeweißen Hauskuben mit leuchtend bunten Türen entdecken wir zahlreiche Motive für Kamera und Zeichenstift - wie Klee und Macke vor 100 Jahren.

(F/A)

3. Tag, Montag, 15.04.2019: Karthago und Tunis

In Karthago (UNESCO-Welterbe) spüren wir, wie ein Hauch von Geschichte über den Burgberg weht. Dann erkunden wir die Hauptstadt Tunesiens: Von der Neustadt mit dem Uhrturm, einem der Wahrzeichen von Tunis, geht es in die Medina (UNESCO-Welterbe). Wie geht es den Tunesiern heute, wenige Jahre nach dem Arabischen Frühling? Wir lassen uns durch die Gassen treiben, zu Palästen, Moscheen und in den Souk.

(F/A)

4. Tag, Dienstag, 16.04.2019: Das "Pompeji Tunesiens"

Den Spuren der Künstler folgen wir nach Testour, einem kleinen Marktstädtchen, in dem wir mitten unter den Menschen Tunesien pur erleben und die Zutaten für unser Picknick einkaufen. In Dougga (UNESCO-Welterbe), dem "Pompeji Tunesiens", gehen wir auf Zeitreise in die Welt der alten Römer. Und unterwegs begeistert uns das Farbenmeer, das im Werk unserer Malerfreunde seinen Nachklang gefunden hat.

(F/A/P)

5. Tag, Mittwoch, 17.04.2019: "Malerisches" Hammamet

Über Ez-Zahra, das ehemalige St. Germain, wo Klee "zum ersten Mal Afrika traf", fahren wir nach Nabeul: Auf dem Markt üben wir uns im Feilschen um fantasievoll bemalte Teller und Schüsseln. Und in der kleinen Altstadt von Hammamet rund um die Festung spüren wir den Eindrücken nach, die Klee und Macke in dem Badeort malerisch eingefangen haben. Drei Übernachtungen.

(F/A)

6. Tag, Donnerstag, 18.04.2019: Sousse - Perle des Sahels

Sousse ist Studentenstadt und Industriezentrum, aber auch UNESCO-Welterbe. Wir hören von den Anstrengungen der Regierung, das Land wirtschaftlich nach vorn zu bringen, und freuen uns auf unseren Rundgang durch die Stadt und durch den Souk - orientalische Stimmung pur! Auch die Schätze des Archäologischen Museums schauen wir uns an.

(F/A)

7. Tag, Freitag, 19.04.2019: Pilgerziel Kairouan

Sieben Pilgerreisen nach Kairouan (UNESCO-Welterbe) ersetzen die Pilgerfahrt nach Mekka, sagt man hier. Wir bummeln durch die Gassen, in denen seit 1914 die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Es duftet nach Kreuzkümmel und Zimt, wir probieren die klebrigen Süßigkeiten aus Feigen- und Dattelpasten. Unser Thema für die Fahrt: Welchen Einfluss hat in Tunesien der radikale Islam, welchen Stand haben die Gemäßigten?

(F/A)

8. Tag, Samstag, 20.04.2019: Au revoir, Tunesien

Je nach Abflugzeit bleibt Ihnen noch Zeit für einen Strandspaziergang. Im Laufe des Tages Fahrt zum Flughafen von Tunis und Rückflug nach Hause.

(F)

A: Abendessen F: Frühstück P: Picknick

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Event

"Ich und die Farbe sind eins" (Klee)

Die Suche nach einer neuen Malerei, losgelöst vom Gegenstand, allein auf der Basis von Licht und Farbe, führte die drei jungen Künstlerfreunde August Macke, Paul Klee und Louis Moilliet im April 1914 nach Tunis. Von hier aus bereisten sie in zwei Wochen die Umgebung und besuchten Hammamet, Sidi Bou Said und Kairouan - und ließen sich gefangen nehmen von den kräftigen Farben, den wechselnden Lichtverhältnissen und nicht zuletzt den exotischen Landschaften und Städten. Dabei sind unzählige Zeichnungen und Aquarelle entstanden, die als Meilensteine der Kunstgeschichte gelten. Bereits bei Ankunft war sich Paul Klee laut Tagebuch sicher: "Die farbige Klarheit am Lande ist verheißungsvoll. Wir wissen, dass wir hier gut arbeiten werden."

Bewertung

Kundenbewertung im Detail

Weiterempfehlung dieser Reise
81,8%Anteil Nennungen: Weiterempfehlung "ja", "ja, ohne jeglichen Vorbehalt"
Reiseverlauf (Reiseroute, Besichtigungen, Erlebniswert, organisatorischer Ablauf etc.)
97,3%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Studiosus-Reiseleitung
97,3%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Hotels
68,8%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Flugkomfort
90,0%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Buskomfort
64,5%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Den Anbieter Studiosus können weiterempfehlen
85,7%Anteil Nennungen: Weiterempfehlung "ja", "ja, ohne jeglichen Vorbehalt"
TÜV Rheinland Zertifikat ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015

Die Gästebewertungen unserer Reiseangebote werden anonym, kumuliert und ohne Personenbezug veröffentlicht. Das Verfahren wird jährlich vom TÜV Rheinland einem Audit unterzogen und separat nach der Qualitätsnorm ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 zertifiziert, zuletzt im März 2017.

Termine & Preise

Termine & Preise 2019

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
06.04.–13.04. 1630(ca. 1840 CHF) 1795(ca. 2026 CHF)
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
1830(ca. 2066 CHF) N.N.
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Angela Ben-Aissa M.A.

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 5.9.2018 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Lufthansa von Frankfurt nach Tunis und zurück; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 90 €)
  • Sitzplatzreservierung
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemen, landesüblichen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 7 Übernachtungen in guten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Frühstücksbuffet, 7 Abendessen im Hotel)
  • Ein Picknick
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: örtliche Führer, Eintrittsgelder, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
(Quelle: Studiosus Reisen München GmbH)
Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
finden hier weitere Informationen.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Zur Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate lang gültig sein muss.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist für deutsche Pauschalreisende auch die Einreise mit dem Personalausweis möglich. Da dies jedoch sehr zeitaufwändig ist, empfehlen wir die Mitnahme eines Reisepasses.

Für Reiseteilnehmer anderer Nationalitäten gelten möglicherweise abweichende Einreisebestimmungen. Erkundigen Sie sich daher bitte im Zweifelsfall in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Sicherheit geht vor!

Ergänzend zu den allgemeinen Sicherheitsinformationen in den Ländereinleitungsseiten unserer Kataloge übersenden wir Ihnen eine detailliertere Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihres Reiselandes, sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Tunesien zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Tunesien. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Mit der Verabschiedung der von allen großen Parteien des Landes getragenen neuen Verfassung im Januar 2014 hat sich auch in Tunesien die innenpolitische Lage entspannt: Reisen in die touristisch bedeutsamen Landesteile sind ohne Einschränkungen möglich. Vor dem Hintergrund einer noch immer unbefriedigenden wirtschaftlichen und sozialen Situation breiter Bevölkerungsschichten sowie des anhaltenden Konflikts zwischen dem säkularen Lager einerseits und der gemäßigt-islamischen Ennahda-Partei andererseits sind neue Proteste, Demonstrationen und lokale Ausschreitungen jedoch nicht auszuschließen.

Im Kampf gegen terroristische Gruppierungen im Land haben die tunesischen Behörden ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich verstärkt und große Erfolge in der Terrorabwehr erzielt. Dennoch schätzen Experten das Terrorrisiko in Tunesien als unverändert hoch ein. Wie die Anschläge zuletzt im Juni 2015 auf eine Hotelanlage in Sousse und im März 2015 am Bardo Museum in Tunis zeigen, können auch ausländische Besucher Opfer von Anschlägen sein. Das Auswärtige Amt fordert daher Besucher vor allem rund um touristische Anziehungspunkte und religiöse Kultstätten zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Darüber hinaus meiden wir alle politisch motivierten Menschenansammlungen weiträumig und passen unseren Programmablauf bei Bedarf den lokalen Begebenheiten an.

Wegen anhaltender Aktivitäten von Terrorgruppen in abgelegenen Wüstenregionen von Algerien, Mali, Mauretanien und des Niger rät das Auswärtige Amt im gesamten Sahara-Raum von Reisen in entlegene und nicht hinreichend geschützte Regionen der Sahara und ihrer Randbereiche ab. Selbstverständlich besuchen wir bei keiner unserer Nordafrika-Reisen Regionen, die in diesem Kontext als kritisch erscheinen. Die im aktuellen Hinweis des Auswärtigen Amtes genannten Landesteile im Bereich der südlichen Sperrgebiete sowie westlich von Kasserine werden auf keiner unserer Reisen berührt.

Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren tunesischen Partnern die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich an unserer Einschätzung bzw. an der Lagebeurteilung durch das Auswärtige Amt bis zu Ihrer Abreise etwas ändern, werden wir Sie umgehend informieren und ggf. weitere Maßnahmen prüfen. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Studiosus-Team

Stand: 2. November 2018

Sicherheitshinweis

Tunesien

Unverändert gültig seit: 2. November 2018

Länderspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

In Tunesien besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge. Es ist in der Vergangenheit zu terroristischen Anschlägen gekommen, bei denen auch ausländische Reisende unter den Opfern waren, wie im März 2015 vor dem Bardo-Museum in Tunis und im Juni 2015 auf ein Strandhotel in Sousse. Zuletzt wurden am 29. Oktober 2018 in der Avenue Habib Bourguiba in der Innenstadt von Tunis bei einem Anschlag mehrere Personen verletzt.

Die tunesischen Sicherheitskräfte verstärken ihre Präsenz saisonbedingt in den Touristengebieten. Das tunesische Innenministerium hat die Beamten der Touristenpolizei erheblich aufgestockt sowie mobile Sicherheitsposten eingerichtet, die in den Sommermonaten an touristischen Anlaufpunkten, Stränden und öffentlichen Plätzen im Einsatz sind.

Der seit Ende 2015 verhängte Ausnahmezustand wurde mehrfach verlängert und gilt landesweit fort. Mit vermehrten Polizeikontrollen ist weiterhin zu rechnen.

Reisenden wird grundsätzlich empfohlen, sich über die aktuellen Reisehinweise und die Medien zur Lageentwicklung informiert zu halten. Generell sollten Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen, sowie z.B. im Rahmen der Freitagsgebete um die Moscheen, gemieden und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgt werden.

Von Reisen in die Gebirgsregionen nahe der algerischen Grenze, im Bereich von El Aioun bis Kasserine, sollte aufgrund von möglichen bewaffneten Auseinandersetzungen mit dort operierenden Terrorgruppen abgesehen werden. Im Westen des Landes ist jenseits der Hauptverkehrsrouten generell besondere Vorsicht anzuraten. Am 8. Juli 2018 wurden bei einem Anschlag bei der Ortschaft Ain Soltane im Bezirk Jendouba sechs tunesische Nationalgardisten getötet.

Aufgrund der weiterhin angespannten Lage, wird bei Reisen in die Stadt und die Region um Ben Guerdane zu besonderer Vorsicht geraten. Mit verstärkter Militär- und Polizeipräsenz in diesen Regionen ist zu rechnen.

Von Touristenreisen und anderen, nicht dringend notwendigen Reisen in das Gebiet südlich bzw. südöstlich einer Linie, die von der Grenze zu Algerien über Tozeur - Douz - Ksar Ghilane - Tataouine bis Zarzis führt, wird abgeraten.

Aufgrund des dort und abseits der Touristenzentren am Rande der Sahara bestehenden erhöhten Entführungsrisikos mit Ausnahme von organisierten Fahrten bewährter Reiseveranstalter wird davon abgeraten, Touren in die tunesische Wüste zu unternehmen.

Die südliche Sperrzone der Grenzgebiete zu Algerien und Libyen ist unbedingt zu beachten und darf außer mit Sondergenehmigung der Sicherheitsbehörden nicht bereist werden.

Teile des südlichen Grenzgebietes zu Algerien sowie ein ca. 20 km breiter Streifen entlang der gesamten Grenze zu Libyen sind militärisches Sperrgebiet und daher nicht zugänglich. Diese Gebiete können nur nach Einholung einer Genehmigung des zuständigen Gouvernorats betreten werden.

Grenzübergänge nach Libyen und Algerien

Aufgrund der zeitweise vollständigen Schließung des tunesisch-libyschen Grenzübergangs Ras Jedir für Ein- und Ausreisen auf dem Landweg wird Reisenden empfohlen sich vor Ort bei den jeweiligen Grenzbehörden über die aktuelle Situation zu informieren. Da es zu Luftangriffen auf Milizen auf libyscher Seite kommen kann, wird dringend geraten sich von diesem Grenzübergang fernzuhalten. Auf die Reisewarnung für Libyen wird hingewiesen.

Reisende, die eine Weiterreise nach Algerien beabsichtigen, werden nachdrücklich um Beachtung der Reise- und Sicherheitshinweise Algerien gebeten.

Innenpolitische Lage

In Tunesien kam es im Zusammenhang mit Preissteigerungen Anfang 2018 zu Demonstrationen und Protesten, teilweise auch mit gewalttätigen Ausschreitungen.

Aufgrund sozialökonomisch bedingter Protestbewegungen war es 2017 schon in den Regionen um Tataouine und Kebili im Süden des Landes zu spontanen Straßenblockaden und gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Größere Menschenansammlungen, insbesondere auf öffentlichen Plätzen, vor Moscheen und touristischen Attraktionen sollten gemieden und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge geleistet werden.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist in Tunesien gestiegen. Insbesondere die Anzahl von Einbruchs- und Diebstahldelikten hat sich in den vergangen Monaten erhöht. Es sollte daher auf Wertgegenstände geachtet werden. Bei Besuchen in Altstädten sowie in Bahnhöfen und Zügen ist Vorsicht vor Taschen- und Trickdiebstählen geboten und jeglichen Offerten und Bitten, auch in Hotels, mit gesunder Skepsis zu begegnen. Ebenfalls sind die Zahlen der Beschaffungskriminalität für Drogenkonsum angestiegen. Alleinreisenden wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten. Es ist gängige Praxis, dass in Hotels neben den offiziellen Vertragspartnern von Reiseveranstaltern auch private Agenturen Werbung für Ausflüge und Aktivitäten anbieten, die oft nicht die rechtliche Absicherung bieten und keiner Qualitätskontrolle unterliegen. Auch in Tunesien kommt es zu Fällen von Geldkartenkriminalität; auch ist Falschgeld im Umlauf.

Allein reisende Frauen sollten sich außerhalb der Touristenzentren zurückhaltend verhalten und gesundes Misstrauen zeigen. Auch wenn viele Tunesierinnen berufstätig sind, bleibt das Rollenverständnis insbesondere in ländlichen Gebieten von herkömmlichen Mustern bestimmt.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um in einem Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/WeltweiterSiHi_node.html

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice

Arbeitseinheit 040

D-11013 Berlin

Tel.: (030) 5000-2000

Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de/).

Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

HIV/AIDS

ist weltweit ein großes Problem und kommt auch in Tunesien vor, die Häufigkeit ist hier allerdings gering (Prävalenz 0,1%). Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Weitere Infektionskrankheiten

Insbesondere einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, West-Nile-Fever, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).

Die Gefahr der Übertragung einer Bilharziose besteht herdförmig in Gafsa und Schott Djerit beim Baden im Süßwasser.

Sonstige Gesundheitsgefahren

Gefahren durch Schlangen und Skorpione.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist zumindest in Tunis gut. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen. Grundsätzlich wird - trotz bestehendem Sozialversicherungsabkommen - allen Reisenden der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend empfohlen.

Insbesondere wenn Sie Vorerkrankungen haben, sollten Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten lassen, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Unverändert gültig seit: 2. November 2018