Auf "Tunisreise" mit Klee und Macke

Tunesien

Übersicht

Indigoblauer Himmel, strahlend weiße Häuser, lehmgelbe Stadtmauern, knallbunt gefärbte Stoffe - lassen Sie sich wie Paul Klee und August Macke 1914 vom Licht und den satten Farben Tunesiens "erleuchten". Wir folgen ein Jahrhundert später den Spuren der Malerfreunde in Tunis, Hammamet, Sidi Bou Said und Kairouan. Wir machen uns aber auch ein Bild von dem Land heute, einige Jahre nach dem Arabischen Frühling.

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Samstag, 04.04.2020: Ins Land der Farben

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen, im Laufe des Tages, je nach gebuchtem Flug, Anreise nach Tunis und Transfer zum Hotel. Wer vormittags ankommt, kann die Gegend schon einmal erkunden. Um 19 Uhr begrüßt Sie Ihre Studiosus-Reiseleiterin im Hotel. Beim Abendessen lernen wir uns kennen. Vier Übernachtungen.

(A)

2. Tag, Sonntag, 05.04.2020: Künstlerträume über dem Meer

Was die beiden jungen Künstler Klee und Macke nach Tunesien lockte und welche Spuren die Reise in ihrem Oeuvre hinterlassen hat, verrät Ihnen Ihre Reiseleiterin. Es geht nach Sidi Bou Said: Zwischen den schneeweißen Hauskuben mit leuchtend bunten Türen entdecken wir zahlreiche Motive für Kamera und Zeichenstift - wie Klee und Macke vor 100 Jahren. Danach bestaunen wir im Bardomuseum die weltgrößte Sammlung römischer Mosaiken.

(F/A)

3. Tag, Montag, 06.04.2020: Karthago und Tunis

In Karthago (UNESCO-Welterbe) spüren wir, wie ein Hauch von Geschichte über den Burgberg weht. Dann erkunden wir die Hauptstadt Tunesiens: Von der Neustadt mit dem Uhrturm, einem der Wahrzeichen von Tunis, geht es in die Medina (UNESCO-Welterbe). Wie geht es den Tunesiern heute, wenige Jahre nach dem Arabischen Frühling? Wir lassen uns durch die Gassen treiben, zu Palästen, Moscheen und in den Souk.

(F)

4. Tag, Dienstag, 07.04.2020: Das "Pompeji Tunesiens"

Den Spuren der Künstler folgen wir nach Testour, einem kleinen Marktstädtchen, in dem wir mitten unter den Menschen Tunesien pur erleben und die Zutaten für unser Picknick einkaufen. In Dougga (UNESCO-Welterbe), dem "Pompeji Tunesiens", gehen wir auf Zeitreise in die Welt der alten Römer. Und unterwegs begeistert uns das Farbenmeer, das im Werk unserer Malerfreunde seinen Nachklang gefunden hat. In einem Restaurant lassen wir den letzten Abend in Tunis ausklingen.

(F/A/P)

5. Tag, Mittwoch, 08.04.2020: "Malerisches" Hammamet

Ein letzte Stadtrundfahrt in Tunis führt uns in die Neustadt. Wir fahren weiter nach Ez-Zahra, das ehemalige St. Germain, wo Klee "zum ersten Mal Afrika traf". Und in der kleinen Altstadt von Hammamet rund um die Festung spüren wir den Eindrücken nach, die Klee und Macke in dem Badeort malerisch eingefangen haben. Drei Übernachtungen.

(F/A)

6. Tag, Donnerstag, 09.04.2020: Sousse - Perle des Sahels

Sousse ist Studentenstadt und Industriezentrum, aber auch UNESCO-Welterbe. Wir hören von den Anstrengungen der Regierung, das Land wirtschaftlich nach vorn zu bringen, und freuen uns auf unseren Rundgang durch die Stadt und durch den Souk - orientalische Stimmung pur! Auch die Schätze des Archäologischen Museums schauen wir uns an.

(F/A)

7. Tag, Freitag, 10.04.2020: Pilgerziel Kairouan

Sieben Pilgerreisen nach Kairouan (UNESCO-Welterbe) ersetzen die Pilgerfahrt nach Mekka, sagt man hier. Wir bummeln durch die Gassen, in denen seit 1914 die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Es duftet nach Kreuzkümmel und Zimt, wir probieren die klebrigen Süßigkeiten aus Feigen- und Dattelpasten. Unser Thema für die Fahrt: Welchen Einfluss hat in Tunesien der radikale Islam, welchen Stand haben die Gemäßigten?

(F/A)

8. Tag, Samstag, 11.04.2020: Au revoir, Tunesien

Bei späterem Abflug bleibt Ihnen noch Zeit für einen Strandspaziergang. Im Laufe des Tages Fahrt zum Flughafen von Tunis und Rückflug nach Hause.

(F)

A: Abendessen F: Frühstück P: Picknick

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Event

"Ich und die Farbe sind eins" (Klee)

Die Suche nach einer neuen Malerei, losgelöst vom Gegenstand, allein auf der Basis von Licht und Farbe, führte die drei jungen Künstlerfreunde August Macke, Paul Klee und Louis Moilliet im April 1914 nach Tunis. Von hier aus bereisten sie in zwei Wochen die Umgebung und besuchten Hammamet, Sidi Bou Said und Kairouan - und ließen sich gefangen nehmen von den kräftigen Farben, den wechselnden Lichtverhältnissen und nicht zuletzt den exotischen Landschaften und Städten. Dabei sind unzählige Zeichnungen und Aquarelle entstanden, die als Meilensteine der Kunstgeschichte gelten. Bereits bei Ankunft war sich Paul Klee laut Tagebuch sicher: "Die farbige Klarheit am Lande ist verheißungsvoll. Wir wissen, dass wir hier gut arbeiten werden."

Bewertung

Kundenbewertung im Detail

Weiterempfehlung dieser Reise
100,0%Anteil Nennungen: Weiterempfehlung "ja", "ja, ohne jeglichen Vorbehalt"
Reiseverlauf (Reiseroute, Besichtigungen, Erlebniswert, organisatorischer Ablauf etc.)
99,6%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Studiosus-Reiseleitung
99,5%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Hotels
93,6%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Flugkomfort
97,2%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Buskomfort
100,0%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Den Anbieter Studiosus können weiterempfehlen
100,0%Anteil Nennungen: Weiterempfehlung "ja", "ja, ohne jeglichen Vorbehalt"
TÜV Rheinland Zertifikat ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015

Die Gästebewertungen unserer Reiseangebote werden anonym, kumuliert und ohne Personenbezug veröffentlicht. Das Verfahren wird jährlich vom TÜV Rheinland einem Audit unterzogen und separat nach der Qualitätsnorm ISO 9001:2008 zertifiziert, zuletzt im März 2018.

Termine & Preise

Termine & Preise 2020

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
21.03.–28.03. 1665(ca. 1819 CHF) 1850(ca. 2021 CHF)
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
1725(ca. 1884 CHF) 1910(ca. 2086 CHF)
Christiane Föhr

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 15.11.2019 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Lufthansa (Economy, Tarifklasse T) von Frankfurt nach Tunis und zurück, nach Verfügbarkeit
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 90 €)
  • Sitzplatzreservierung
  • Transfers/Rundreise in bequemen, landesüblichen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 7 Übernachtungen in guten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Frühstücksbuffet, 5 Abendessen im Hotel, ein Abendessen in einem typischen Restaurant
  • Ein Picknick
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: örtliche Führer, Eintrittsgelder, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
(Quelle: Studiosus Reisen München GmbH)
Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
finden hier weitere Informationen.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Zur Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate lang gültig sein muss.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist für deutsche Pauschalreisende auch die Einreise mit dem Personalausweis möglich. Da dies jedoch sehr zeitaufwändig ist, empfehlen wir die Mitnahme eines Reisepasses.

Für Reiseteilnehmer anderer Nationalitäten gelten möglicherweise abweichende Einreisebestimmungen. Erkundigen Sie sich daher bitte im Zweifelsfall in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir übersenden Ihnen hiermit zu Ihrer Information den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Tunesien. Den kompletten Wortlaut finden Sie im Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Mit einer neuen Verfassung wurde im Jahr 2014 in Tunesien nach Jahren des Umbruchs das Fundament für eine neue demokratische Ordnung gelegt. Wegen der wiederholten Regierungswechsel und der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Situation breiter Bevölkerungsschichten bleibt die Unzufriedenheit im Land jedoch unverändert hoch: Lokale, auch gewalttätige Proteste und Ausschreitungen sind daher nicht auszuschließen. Auch wenn sich Demonstrationen und Proteste im Regelfall nicht gegen westliche Besucher und Touristen richten, meiden wir alle politisch motivierten Menschenansammlungen weiträumig und passen unseren Programmablauf den lokalen Gegebenheiten an. Ebenso vermeiden wir alle Regionen, in denen auch nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes eine erhöhte Gefährdung besteht: Dies gilt für große Teile des Südens, für das gesamte Grenzgebiet zu Libyen sowie für einige Abschnitte an der Grenze zu Algerien.

Die Kriminalität ist in Tunesien im weltweiten Vergleich eher niedrig, dennoch gibt es an touristischen Brennpunkten sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen, z.B. gegen Taschendiebe. Bitte folgen Sie im eigenen Interesse den einschlägigen Hinweisen Ihrer Reiseleitung.

Zusammen mit unseren Partnern vor Ort beobachten wir die Sicherheitslage in Tunesien sehr sorgfältig. Sollten sich bis zu Ihrer Abreise neue Gesichtspunkte ergeben, werden wir Sie umgehend informieren.

Wir wünschen Ihnen eine spannende und erlebnisreiche Reise durch Tunesien.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Studiosus-Team

Stand: 31. Juli 2019

Sicherheitshinweise

Tunesien

Unverändert gültig seit: 22. August 2019

Länderspezifische Sicherheitshinweise

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:

- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte

- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz

- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen“

- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen

- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste

Terrorismus

In Tunesien besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge. In der Vergangenheit wurden zum Teil schwere terroristische Anschläge verübt, bei denen auch ausländische Reisende unter den Opfern waren, wie im März 2015 vor dem Bardo-Museum in Tunis und im Juni 2015 auf ein Strandhotel in Sousse. Zuletzt erfolgten Ende Oktober 2018 und Ende Juni 2019 Bombenanschläge in der Innenstadt von Tunis.

Die tunesischen Sicherheitskräfte verstärken ihre Präsenz saisonbedingt in den Touristengebieten. Das tunesische Innenministerium hat die Beamten der Touristenpolizei erheblich aufgestockt sowie mobile Sicherheitsposten eingerichtet, die in den Sommermonaten an touristischen Anlaufpunkten, Stränden und öffentlichen Plätzen im Einsatz sind.

In den Gebirgsregionen nahe der algerischen Grenze im Bereich von El Aioun bis Kasserine, besonderes in den Bergen des Jebel Chaambi, Jebel Selloum und Jebel Mrhila in der Provinz Kasserine sind bewaffnete Auseinandersetzungen mit dort operierenden Terrorgruppen möglich. Im Juli 2018 wurden bei einem Anschlag bei der Ortschaft Ain Soltane im Bezirk Jendouba sechs tunesische Nationalgardisten getötet, Sicherheitsoperationen halten an. Gebiete sind dort teilweise vermint.

Die Sicherheitslage ist in der Stadt und in der Region um Ben Guerdane nahe der libyschen Grenze besonders angespannt.

Mit verstärkter Militär- und Polizeipräsenz in diesen Regionen ist zu rechnen.

Südlich bzw. südöstlich der Linie, die von der Grenze zu Algerien über Tozeur - Douz – Ksar Ghilane – Tataouine bis Zarzis führt und abseits der Touristenzentren am Rande der Sahara und insbesondere Grenzgebieten bestehen erhöhte Entführungsrisiken.

- Halten Sie sich über die Medien informiert und achten Sie auf Informationen der Reiseveranstalter.

- Meiden Sie Menschensammlungen auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen und Moscheen möglichst bzw. seien Sie dort besonders aufmerksam.

- Seien Sie bei Reisen in westliche Landesteile besonders vorsichtig und meiden Sie die Gebirgsregion nahe der algerischen Grenze im Bereich von El Aioun bis Kasserine.

- Sehen Sie von touristischen und anderen nicht erforderlichen Reisen in das Gebiet südlich von Touzeur, Douz, Ksar Ghilane, Tataouine und Zarzis ab.

- Seien Sie bei notwendigen Reisen in der Region um Ben Guerdane ganz besonders vorsichtig.

- Unternehmen Sie Ausflüge und Offroad-Touren in die Wüstengebiete grundsätzlich nur organisiert in einer Gruppe und mit landeskundigen Reiseführern.

- Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Der seit Ende 2015 verhängte Ausnahmezustand mit erweiterten Befugnissen für Sicherheitskräfte wurde mehrfach verlängert und gilt landesweit fort. Mit vermehrten Polizeikontrollen ist landesweit weiterhin zu rechnen.

Teile des südlichen Grenzgebietes zu Algerien sowie ein ca. 20 km breiter Streifen entlang der gesamten Grenze zu Libyen sind militärisches Sperrgebiet und daher nicht zugänglich. Diese Gebiete können nur nach Einholung einer Genehmigung des zuständigen Gouvernorats betreten werden.

Der tunesisch-libysche Grenzübergang Ras Jedir ist für Ein- und Ausreisen auf dem Landweg zeitweise vollständig geschlossen. Es kann zu Luftangriffen auf Milizen auf libyscher Seite kommen.

Demonstrationen und Proteste können sich spontan und unerwartet entwickeln. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften können dabei nicht ausgeschlossen werden.

- Informieren Sie sich über die lokalen Medien oder Ihre Reiseveranstalter und verfolgen Sie aufmerksam die politische Lage.

- Beachten Sie Sperrzonen, bei beabsichtigten Reisen in Nachbarländer sorgfältig die aktuelle Sicherheitslage und die Reise- und Sicherheitshinweise Algerien bzw. die Reisewarnung für Libyen.

- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

- Befolgen Sie stets die Anweisungen von Sicherheitskräften.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate hat sich in Tunesien erhöht, insbesondere die Anzahl von Einbruchs- und Diebstahldelikten, z.B. durch Entreißen von Handtaschen von motorisierten Zweirädern.

Auch bei Besuchen in Altstädten sowie in Bahnhöfen und Zügen besteht die Gefahr von Taschen- und Trickdiebstählen. Die Zahlen der Beschaffungskriminalität für Drogenkonsum sind zuletzt angestiegen.

In Hotels bieten häufig neben den offiziellen Vertragspartnern von Reiseveranstaltern auch private Agenturen Ausflüge und Aktivitäten an, die oft keine ausreichende rechtliche Absicherung bieten und keiner Qualitätskontrolle unterliegen.

Auch in Tunesien kommt es zu Fällen von Geldkartenkriminalität; auch ist Falschgeld im Umlauf.

- Achten Sie insbesondere bei Besuchen in Altstädten und Märkten „Souk“ sowie an Bahnhöfen und in Verkehrsmitteln auf Ihre Wertsachen.

- Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie alleine reisen.

- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.

- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen und vom Reisedokument nur eine Kopie mit.

- Seien Sie wachsam, wenn Sie nach dem Weg fragen und Geldautomaten benutzen. „False Guides“ und aggressives Betteln sind weitverbreitet.

- Vergewissern Sie sich bei Ausflügen ggf. des technischen Zustands von Fahrzeugen und des Versicherungsschutzes.

- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

Tunesien blieb von Naturkatastrophen bisher verschont.

Die Sahara kann sehr heiß werden. Staub- und Sandstürme sind möglich.

Insbesondere in den Wintermonaten können landesweit Überflutungen auftreten.

Tunesien liegt in einer seismisch leicht aktiven Zone, so dass es zu Erdbeben kommen kann.

- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

-Im Fall einer Sturmwarnung beachten Sie die Hinweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

- Machen Sie sich ggf. mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut. Diese bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.

Reiseinfos

Besondere Verhaltenshinweise/Ramadan

Die Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch. Auch wenn viele Tunesierinnen berufstätig sind, bleibt das Rollenverständnis insbesondere in ländlichen Gebieten von herkömmlichen Mustern bestimmt. Allein reisende Frauen sollten sich außerhalb der Touristenzentren daher zurückhaltend verhalten und gesundes Misstrauen zeigen.

Alkohol kann in bestimmten Geschäften gekauft werden. Er wird in Städten auch in einigen Hotels und Restaurants serviert. Allerdings ist es nicht erlaubt, Alkohol auf der Straße und an anderen Orten als in einem zugelassenen Restaurant oder einer Bar zu trinken.

Während des Fastenmonats Ramadan ist außerhalb der Touristenzentren mit Einschränkungen im Alltag wie z.B. tagsüber Schließung von Restaurants, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen zu rechnen.

Öffentliches Essen, Trinken, Rauchen, auch in Fahrzeugen, – selbst das Kauen von Kaugummi – ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime nicht gestattet.

LGBTIQ

Gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind verboten und können in Tunesien strafverfolgt werden.

- Vermeiden Sie Zeichen der Zuneigung in der Öffentlichkeit.

- Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Strafrecht

Der Besitz schon kleinster Mengen Rauschgiftes wird in Tunesien mit mindestens 1 Jahr Haft und Geldstrafe geahndet. Das Strafmaß für Drogendelikte kann sich auf bis zu 10 Jahre Freiheitsstrafe belaufen. Der Besitz von Waffen (Feuerwaffen, Hieb- und Stichwaffen) ist untersagt. Homosexuelle Handlungen sind in Tunesien strafbar.

Das Fotografieren militärischer Anlagen und öffentlicher Gebäude ist nicht erlaubt.

Öffentliche Zuneigungsbekundungen, insbesondere zwischen nicht-verheirateten Paaren, können je nach Art und Ausmaß wegen Unzucht oder Erregung öffentlichen Ärgernisses strafrechtlich verfolgt werden.

Prostitution ist mit äußerst wenigen Ausnahmen in Tunesien verboten. Wer entsprechende Dienstleistungen ohne Genehmigung anbietet, aber auch wer sie in Anspruch nimmt, kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren bestraft werden.

Medizinische Hinweise

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

- Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die Einreise aus Ländern mit aktuellem Poliomyelitis-Ausbruch, siehe auch Merkblatt Poliomyelitis, wird ein internationaler Impfnachweis über eine Polioimpfung eingefordert, die 12 Monate bis 4 Wochen vor Ausreise aus dem Land mit Poliomyelitis-Ausbruch durchgeführt wurde.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben.

- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.

- Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Tollwut empfohlen.

- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG).

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

- Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.

- Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.

- Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.

- Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.

- Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.

- Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.

- Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Weitere Infektionskrankheiten

Vereinzelt kommen jedes Jahr menschliche Tollwutfälle vor. Außerdem finden sich einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten, diese sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, West-Nil-Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).

Die Gefahr der Übertragung einer Bilharziose besteht herdförmig in Gafsa und Schott Djerit beim Baden im Süßwasser.

Sonstige Gesundheitsgefahren

Gefahren durch Schlangen und Skorpione.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist zumindest in Tunis gut. Viele gut ausgestattete Privatkliniken (Clinique International Hannibal, Polyclinique Les Berges du Lac, Clinique de la Soukra u.a.) sind auch Ziel von Patienten aus benachbarten afrikanischen Ländern. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen.

- Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.

- Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V..

Unverändert gültig seit: 1. August 2019