Antike Schätze von Istanbul bis Ephesus

Türkei

Übersicht

An der türkischen Westküste reihen sich antike Highlights wie Perlen an einer Kette: Entdecken Sie das berühmte Troia, das bestens erhaltene Ephesus und Pergamon mit seinem Burgberg. Wir pilgern auch nach Didyma und Milet – und lassen uns von Istanbul, der Schönen am Bosporus, um den Finger wickeln. Erleben Sie die Westtürkei in ihrer ganzen Vielfalt!

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Donnerstag, 27.09.2018: Merhaba, Istanbul

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen und Flug nach Istanbul. Sie werden erwartet und zum Hotel begleitet. Beim Abendessen begrüßt Sie Ihre Studiosus-Reiseleiterin und stimmt Sie auf die Reise ein. Zwei Übernachtungen.

2. Tag, Freitag, 28.09.2018: Istanbul – Stadt auf zwei Kontinenten

Vorhang auf für die schillernde Metropole am Bosporus: Auf unserer Rundfahrt ziehen die Highlights der Stadt an uns vorbei. Genauer unter die Lupe nehmen wir das Archäologische Museum, die Hagia Sophia mit ihrer riesigen Kuppel und die gleich vis-à-vis gelegene Blaue Moschee. Wir mischen uns unter die Gläubigen und bewundern dieses beeindruckende Gotteshaus.

3. Tag, Samstag, 29.09.2018: Feilschen in Istanbul

Am Vormittag tauchen wir ein in den Ägyptischen Basar mit seinem orientalischen Flair und halten Ausschau nach Safran und Türkischem Honig. Anschließend fahren wir weiter nach Canakkale.

4. Tag, Sonntag, 30.09.2018: Die Helden rund um Troia

Die Mythen von Troia reichen von Achilles und Hektor bis Schliemann. Von den aktuellen Konflikten der Archäologen um Troia und von den laufenden Grabungen in der Unterstadt berichtet uns die Studiosus-Reiseleiterin. Wie auf einer Zeitreise ergründen wir die verschiedenen Schichten des Hügels von Troia. Weiter geht es nach Bergama.

5. Tag, Montag, 01.10.2018: Von Pergamon nach Kusadasi

In Pergamon sehen wir uns zuerst das Asklepios-Heiligtum an und fahren danach hinauf auf den Burgberg zu Tempeln, Palästen und dem Standort des berühmten Zeusaltars. Nach einem ausführlichen Rundgang, bei dem wir den Roten Turm besichtigen, fahren wir nach Kusadasi. Drei Übernachtungen.

6. Tag, Dienstag, 02.10.2018: Ephesus – Zeitreise in die Antike

In Ephesus brauchen wir nicht viel Fantasie, um die Pracht der antiken Handelsstadt vor unserem geistigen Auge wiedererstehen zu lassen: Thermen und Theater, die Celsus-Bibliothek, Tempel und sogar Bordelle sind hervorragend erhalten. In den Hanghäusern berichtet man uns, wie die Wandfresken konserviert werden können. Wir freuen uns außerdem auf die Reste der Johannes-Basilika. Wie aus Seide und Wolle wunderschöne Teppiche entstehen sehen wir in einem modernen Teppichzentrum.

7. Tag, Mittwoch, 03.10.2018: Nach Milet und Didyma

Wie ein Mahnmal der Vergänglichkeit ruhen die wenigen Reste der einst mächtigen Hafenstadt Milet idyllisch in der Landschaft. Auch die Pilgerströme nach Didyma sind längst versiegt, doch die Säulen des Apollotempels erheben sich nach wie vor voller Stolz. Ein letzter Abstecher nach Priene, dann heißt es Abschied nehmen im Hotel.

8. Tag, Donnerstag, 04.10.2018: Güle güle, auf Wiedersehen!

Am Vormittag oder am Mittag Gruppentransfer zum Flughafen Izmir und Rückflug nach Hause.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2018

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
27.09.–04.10. 1190(ca. 1343 CHF) 1375(ca. 1552 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
04.10.–11.10. 1240(ca. 1400 CHF) 1425(ca. 1609 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
11.10.–18.10. 1170(ca. 1321 CHF) 1355(ca. 1530 CHF)

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 5.9.2018 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) nach Istanbul und zurück von Izmir; Abflugsorte und Zuschläge auf Anfrage bzw. bei Anmeldung
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 110 €)
  • Sitzplatzreservierung (nur bei Flug mit Lufthansa)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemem Reisebus (Klimaanlage)
  • 7 Übernachtungen in guten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Frühstücksbuffet, 7 Abendessen im Hotel)
  • Speziell qualifizierte, ortsansässige Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: Eintrittsgelder, Studiosus-Audioset, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Personalausweis oder Reisepass, für Gäste aus Österreich Visum erforderlich (nur online unter https://www.evisa.gov.tr/en/, 18 €, Zahlung nur per Kreditkarte). Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen in die Türkei

Für die Einreise in die Türkei benötigen Bürger aus Deutschland und der Schweiz einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Bei Einreise mit dem Reisepass muss dieser noch mindestens über eine freie Seite verfügen.

Für Österreicher ist zusätzlich ein Visum für die Türkei erforderlich. Das Visum muss vor Abreise online unter https://www.ev isa.gov.tr/de / beantragt werden. Für die Zahlung der Visagebühr in Höhe von 20 USD benötigen Sie eine Kreditkarte.

Die Visagebühren sind nicht im Reisepreis enthalten. Der Pass muss für Österreicher noch sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

Auch EU-Bürger anderer Nationalitäten wie z.B. Spanier benötigen für die Einreise in die Türkei ein Visum. Informieren Sie sich bitte auf der oben angegebenen Internetseite darüber, ob Sie ein Visum brauchen und beantragen Sie dieses spätestens 24 Stunden vor Abreise.

Für Reiseteilnehmer anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich darüber bei Ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Personalausweis oder Reisepass, für Gäste aus Österreich Visum erforderlich (nur online unter https://www.evisa.gov.tr/en/, 18 €, Zahlung nur per Kreditkarte). Keine Impfungen vorgeschrieben.

Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung bis vier Wochen vor Abreise

Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen in die Türkei das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf ein anderes Reiseziel umzubuchen oder auch ganz zu stornieren.

Sicherheit geht vor!

Wir übersenden Ihnen beiliegend eine detaillierte Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihres Reiselandes, sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir möchten Sie daher über die derzeitige Sicherheitslage in der Türkei informieren und übersenden Ihnen zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Die schweren Anschläge in Istanbul und Ankara im Jahr 2016, der wieder offen entflammte Bürgerkrieg in den Kurdengebieten im Südosten sowie die harten Reaktionen des Staatsapparats auf den gescheiterten Militärputsch im Juli 2016 haben zu einer Verschärfung der innenpolitischen Lage geführt. Im Zusammenhang mit diesen Umwälzungen wurde die Sicherheitslage nicht nur im Osten, sondern auch in den Metropolen Istanbul und Ankara so kritisch, dass wir vorübergehend keine Reisen in diese Regionen der Türkei anbieten konnten. Im Hinblick auf die Gefährdung durch terroristische Attentate sehen wir in Istanbul und Ankara seit Frühjahr 2017 eine Entspannung. Im Gegensatz zur Situation in der Osttürkei zeichnet sich hier eine Lageberuhigung ab. Trotz dieser positiven Tendenz beschränken wir unser Reiseangebot derzeit auf eine Reise an die Mittelmeerküste der Westtürkei rund um Izmir: eine Region, die von den Erschütterungen im Land kaum betroffen war.

Das deutsche Auswärtige Amt rät Reisenden Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Sehenswürdigkeiten zu meiden. Außerdem empfiehlt es seit einigen Jahren, Aufenthalte in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen zu meiden und auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr zu verzichten. Wir haben unsere Reiseprogramme, sofern sinnvoll, an diese Sicherheitsanforderungen angepasst.

Wir beobachten die weitere Entwicklung der Sicherheitslage in der Türkei sehr genau und entscheiden nach sorgfältiger Lagebewertung jeweils rechtzeitig vor Abreise über die Durchführbarkeit der Reise. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Studiosus-Team

Stand: 19. Juli 2018

Türkei

Stand: 19. Juli 2018

Aktuelle Hinweise

Am 24. Juni 2018 f a nden in der Türkei vorgezogene Parlaments- und Prä sidentschaftswahlen statt, bei denen Staatspräsident Erdoganim Amt bestätigt wurde. Der seit dem Putschversuch vom Juli 2016 bestehende Notstand wurde am 19. Juli 2018 beendet .

Reisenden wird dennoch empfohlen, sich von politischen Veranstaltungen und grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Verhaftungen In den letzten beiden Jahren wurden vermehrt auch deutsche Staatsangehörige willkürlich inhaftiert. Festnahmen deutscher Staatsangehöriger erfolgten auch in Zusammenhang mit regierungskritischen Stellungnahmen in den sozialen Medien.

Entgegen ihrer völkerrechtlichen Verpflichtungen hat die Türkei in einigen dieser Fälle den deutschen Auslandsvertretungen in der Türkei den konsularischen Zugang zu den Gefangenen erst mit teilweise mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung gewährt.

Betroffen von derartigen Maßnahmen sind insbesondere, aber nicht ausschließlich deutsche Staatsangehörige mit engen privaten und persönlichen Bindungen in die Türkei sowie Personen, die neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen.

Einreiseverweigerungen Zudem wurde deutschen Staatsangehörigen , insbesondere Personen mit engen provaten und persönlcihen Beziehungen in die Tütkei, seit Anfang 2017 in zahlreichen Fällen ohne Mitteilung der Gründe die Einreise verweigert. Betroffene Personen mussten nach einer Wartezeit in Gewahrsam von mehreren Stunden bis zu einigen Tagen ihre Rückreise nach Deutschland antreten. Dabei wurden ihnen auch ihre Mobiltelefone abgenommen und auf gespeicherte Inhalte sowie Kontakte durchsucht.

Von einer Einreiseverweigerung, aber auch von einer Festnahme oder Untersagung der Ausreise betroffenen deutschen Staatsangehörigen oder ihren Angehörigen wird geraten, Kontakt mit der nächsten deutschen Auslandsvertretung aufzunehmen. Es wird außerdem empfohlen, keine Aussagen ohne Anwesenheit eines Anwalts und eines Dolmetschers zu machen oder Dokumente zu unterschreiben, deren Inhalt sie nicht verstehen.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass ungeachtet des gesetzlichen Anspruchs deutscher Staatsangehöriger auf konsularischen Rat und Beistand, konsularischer Schutz gegenüber hoheitlichen Maßnahmen der türkischen Regierung und ihrer Behörden nicht in jedem Fall gewährt werden kann, wenn der oder die Betroffene auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Innenpolitische Lage Mit der Aufhebung des Notstandes am 1 9 . Juli 201 8, sind die damit verbundenen Einschränkungen und Sonderregelugen im Grundsatz entfallen. D ie türkische Regierung hat indes angekündigt, zeitnah über eine Gesetzesänderung abstimmen zu lassen, die Teile der Sonderregelungen des Notstandes in das Polizei- und Strafrecht übernehmen wird. Es ist weiterhin von einem erhöhten Festnahmerisiko auszugehen . Behörden berufen sich bei Festnahmen auf die Mitgliedschaft in Organisationen, die auch in Deutschland oder der EU als terroristische Vereinigung eingestuft sind (IS, PKK), aber auch auf Mitgliedschaft in der so genannten „Gülen-Bewegung“, die nur in der Türkei unter der Bezeichnung „FETÖ“ als terroristische Vereinigung eingestuft ist. Auch geringfügige, den Betroffenen unter Umständen gar nicht bewusste oder lediglich von Dritten behauptete Berührungspunkte mit dieser Bewegung oder mit ihr verbundenen Personen oder Unternehmen können für eine Festnahme ausreichen.

Öffentliche Äußerungen gegen den türkischen Staat, Sympathiebekundungen mit von der Türkei als terroristisch eingestuften Organisationen und auch die Beleidigung oder Verunglimpfung von staatlichen Institutionen und hochrangigen Persönlichkeiten sind verboten, worunter auch regierungskritische Äußerungen im Internet und in den sozialen Medien fallen, siehe Besondere strafrechtliche Vorschriften .

Terrorismus

In der Türkei ist es insbesondere seit Mitte 2015 wiederholt zu terroristischen Anschlägen gekommen.

Es ist keinesfalls auszuschließen, dass terroristische Gruppierungen – auch vor dem Hintergrund der jüngsten türkischen Militäraktionen in Syrien - weiterhin versuchen werden, Anschläge, insbesondere in den großen Metropolen, durchzuführen. Diese können sich auch gezielt gegen Ausländer richten.

Der internationale Flughafen Istanbul Atatürk, sowie wiederholt die Innenstädte von Istanbul und Ankara waren Ziele von Anschlägen mit hohen Opferzahlen, so zuletzt a m 1. Januar 2017 der Nachtclub „Reina“ in Istanbul .

Die als terroristische Vereinigung gelistete „Kurdische Arbeiterpartei“ (PKK) sowie ihre Splittergruppe „Freiheitsfalken Kurdistans“ verüben seit Mitte 2015 vor allem im Südosten der Türkei, aber auch in anderen Landesteilen wiederholt Anschläge.

Aus den touristischen Reisezielen entlang der Mittelmeerküste wurden bislang keine sicherheitsrelevanten Ereignisse gemeldet, bei denen ausländische Touristen zu Schaden gekommen sind.

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von Anschlägen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militärische Ziele muss aber in allen Teilen der Türkei grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der Türkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend, mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung, informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten gemieden werden.

Reisen über Land

Auch bei Reisen über Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesond ere in die Städte Diyarbakýr, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, Þýrnak und Hakkâri wird dringend abgeraten. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, Þanlýurfa, Diyarbakýr, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, Muþ, Tunceli, Þýrnak, Hakkâri und Van besteht ein erhöhtes Risiko für Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden. Es wird weiterhin zu größter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den genannten Gebieten werden immer wieder „zeitweilige Sicherheitszonen“ eingerichtet und regionale Ausgangssperren verhängt. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Si cherheitszonen ist strikt verboten. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und Verhängung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet südöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakýr und Umgebung sowie südöstlich der Ortsch aft Cizre (Dreiländereck Türkei - Syrien - Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, Hakkâri, Batman und A g rý.

Die türkischen Behörden erteilen aus Sicherheitsgründen keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice

Arbeitseinheit 040

D-11013 Berlin

Tel.: (030) 5000-2000

Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Türkei

Impfschutz

Es sind keine Impfungen bei Einreise vorgeschrieben.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria

Die Türkei ist nahezu malariafrei, vor allem die touristischen Regionen im Süden und Westen des Landes. Nur in den Grenzregionen zu Syrien und Irak ist ein minimales Malariarisiko (Plasmodium vivax) von Mai bis Oktober nicht sicher auszuschließen.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber

Besonders in ländlichen Gebieten treten gelegentlich Fälle von Krim-Kongo-Hämorrhagischem Fieber auf, eine von Zecken übertragene Viruserkrankung, die tödlich verlaufen kann.

Aufgrund der insektengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in die Risikogebiete empfohlen:

- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

- in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen. Die HIV Inzidenz ist in der Türkei allerdings sehr gering (weniger als 0,01 % der Bevölkerung).

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise:

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten:

Selten kommt Tuberkulose, Leishmaniose und Brucellose vor. Sehr selten ist Bilharziose (Blasenbilharziose - in Bewässerungsgebieten an der syrischen Grenze).

Medizinische Versorgung

Die ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten in den Großstädten des Landes sowie in den touristischen Regionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Insbesondere die große Anzahl privater Krankenhäuser bieten ein annähernd europäisches Niveau. Die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten ist vielfach mit Westeuropa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. Ein evtl. vorhandener gültiger Krankenversicherungsschutz (Auslandskrankenschein) ist oft nicht ausreichend. Es wird daher dringend angeraten, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung abzuschließen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den heißen Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei Einführung von verschreibungspflichtigen Medikamenten für den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu führen, die die medizinische Notwendigkeit bestätigt.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/).

Unverändert gültig seit: 22. Januar 2018