Rumänien – Ukraine: Bukowina & Galizien

Rumänien, Ukraine

Übersicht

Entdecken Sie die historischen Vielvölkerregionen Bukowina und Galizien! Von UNESCO-geadelte Holzkirchen und Moldauklöstern bis zu geschichtsträchtigen Städten wie Czernowitz und Lemberg. Wir tauchen in Historie und Alltag des Karpatenvolks der Huzulen ein, treffen den österreichischen Konsul und den Direktor des Jüdischen Museums Czernowitz und spüren dem Flair des Habsburgerreichs in Kaffeehäusern nach.

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Donnerstag, 07.05.2020: Bine ati venit! - Herzlich willkommen!

Bahnanreise 1. Klasse zum Flughafen und vormittags Flug nach Cluj-Napoca (Klausenburg). Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt Sie am Flughafen und nimmt Sie gleich mit in die Altstadt von Cluj, die unheimlich schöne heimliche Hauptstadt Transsilvaniens. Warum die Rumänen sie lieben, wissen Sie spätestens nach dem Rundgang über Promenaden und Plätze, zwischen Kirchen und Bürgerhäusern … Den kulinarischen Auftakt unserer Reise erleben wir beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant VIA.

(A)

2. Tag, Freitag, 08.05.2020: Ursprüngliches Rumänien

Unser Weg Richtung Ukraine führt uns in die ursprüngliche Maramures-Region. In Surdesti gleich ein Höhepunkt im wahrsten Wortsinn: Die UNESCO-geadelte Holzkirche dort ist das höchste Eichenholzbauwerk weltweit. Ob das Handwerk hier einen goldenen Boden hat oder doch nur einen hölzernen? Das erfahren wir live von einem Schnitzer, der auch noch Schnapsbrenner ist, und einem Hutmacher. Mit strahlenden Farben und humorvollen Versen überrascht uns der "Fröhliche Friedhof" in Sapanta – unkonventionelle Art, mit dem Jenseits umzugehen! Wir bleiben lieber im Diesseits: Beim Abendessen in der Nähe von Sighetu Marmatiei genießen wir traditionelle Küche und stoßen mit Wein und Palinca, dem landestyptischen Pflaumenschnaps, auf unsere Reise an!

(F/A)

3. Tag, Samstag, 09.05.2020: Maramures – aus Holz und doch nicht hölzern

Unterwegs im waldreichen Gebiet werfen wir immer wieder einen Blick auf kunstvoll geschnitzte Hoftore. Sie sind nur kleine Vorboten der großartigen Holzarchitektur, die sich im Iza-Tal konzentriert. Von den sieben Holzkirchen (UNESCO-Welterbe) picken wir uns zwei heraus – in Barsana und Bogdan Voda –, bevor wir das "Land aus Holz" auf der Höhe von Borsa verlassen und die rumänische Bukowina erreichen. Farbenprächtig begrüßen uns die Moldauklöster (UNESCO-Welterbe). Im Kloster Voronet mildert das leuchtende Lapislazuli-Blau der Fresken den apokalyptischen Schrecken des Jüngsten Gerichts. Bei diesem Anblick fragen wir uns nicht länger, warum sie sich stolz Sixtinische Kapelle des Ostens nennen darf. Auch unser heutiges Abendessen im Hotel begleiten nach Landessitte Wein und Schnaps. Noroc! Auf das Glück!

(F/A)

4. Tag, Sonntag, 10.05.2020: In der Bukowina

Ein Platz voller Wunder: das Kloster Moldovita – außen und innen mit bunten Fresken verziert. Lebendig klingen die Bildergeschichten aus dem Mund von Schwester Tatjana, die uns die Wandmalereien wortreich erklärt. Nach dem Mittagessen wechseln wir in den ukrainischen Teil der Bukowina. In Tscherniwzi (Czernowitz) gibt uns der österreichische Konsul im "Deutschen Haus" Einblick in die bewegte Geschichte von Czernowitz, beantwortet aber auch alle Fragen zum Leben und der heutigen Situation. Schon bei unserem ersten Bummel staunen wir über die vielen Facetten der multikulturellen Stadt. Zwei Übernachtungen.

(F/M)

5. Tag, Montag, 11.05.2020: Czernowitz - Kreuzpunkt der Kulturen

Czernowitz präsentiert sich mit seinen Jugendstilbauten, Kirchen und Synagogen als Kreuzungspunkt von Kulturen aus Ost und West. Unser Stadtrundgang führt uns zur Hauptsehenswürdigkeit: die ehemalige Residenz des orthodoxen Metropoliten der Bukowina, ein imposanter Ziegelbau. Dann folgen wir jüdischen Spuren: Mykola Kuschnir, Direktor des Jüdischen Museums Czernowitz, begleitet uns persönlich durch die Sammlung. Wie lebt die Glaubensgemeinschaft in der Ukraine von heute? Im Gespräch mit einem Rabbiner in seiner Synagoge erfahren wir es aus erster Hand. Noch näher kommen wir dem jüdischen Leben im Restaurant von Rita, wo wir ein typisches Mittagessen genießen. Ins Zentrum des Chassidismus tauchen wir beim Besuch der frisch restaurierten Synagoge im Stadtteil Sadagora ein, bevor wir am jüdischen Friedhof zwischen Zeremonienhalle, Klagemauer und Zigtausenden Grabsteinen stehen.

(F/M)

6. Tag, Dienstag, 12.05.2020: Abstecher zu den Huzulen

Unser Weg führt uns in die waldreichen Karpaten. Neben den Bojken und Lemken ist das Bergvolk der Huzulen eine der vielen russinischen Volksgruppen Galiziens. Über die Tradition und architektonische Rafinesse der huzulischen Holzkirchen erzählt uns ein Priester vor Ort. Im Museum erhalten wir Einblick in die Trachten und die Musikinstrumente der Huzulen. Nach so viel Anschauungsmaterial tauchen wir gespannt auch ins Alltagsleben ein: Eine einheimische Familie verwöhnt uns mittags mit einer Mahlzeit vom heimischen Herd. Gestärkt brechen wir auf ins Karpatenvorland nach Iwano-Frankiwsk (Stanislau), wo wir heute übernachten.

(F/M)

7. Tag, Mittwoch, 13.05.2020: Nach Lemberg – Florenz des Ostens

Von Iwano-Frankiwsk geht es in die ehemalige galizische Landeshauptstadt Lwiw (Lemberg). Bei einer ersten Rundfahrt verschaffen wir uns einen Überblick über die lebendige Stadt mit faszinierenden Spuren einer wechselvollen Geschichte. Gestärkt nach dem Mittagessen brechen wir zu Fuß in die Altstadt (UNESCO-Welterbe) auf: über den Marktplatz, vorbei am Opernhaus und Stuckfassaden, hinein in die römisch-katholische und die armenische Kathedrale. Zwei Übernachtungen.

(F/M)

8. Tag, Donnerstag, 14.05.2020: Lembergs Vielvölkerkultur

Am historischen Lytschakiwski-Friedhof, Hauptbeisetzungsort der Intelligenzija, fügt unser Reiseleiter die Namen berühmter Persönlichkeiten auf den Grabsteinen ins Puzzle der Vielvölkergeschichte. Danach wollen wir genau wissen, was hinter der prachtvollen Fassade der griechisch-katholische Sankt-Georgs-Kathedrale steckt, und entdecken im Innern eine wundertätige Mutter-Gottes-Ikone. Am freien Nachmittag bietet unser zentral gelegenes Hotel die ideale Ausgangsposition für eigene Entdeckungen. Vielleicht erklimmen Sie ja den Rathausturm für den Rundum-Panoramablick über die Stadt? Abends nehmen wir in einem Restaurant kulinarisch Abschied von Galizien.

(F/A)

9. Tag, Freitag, 15.05.2020: Abschied von Lemberg

Vormittags Transfer zum Flughafen und Rückflug.

(F)

A: Abendessen F: Frühstück M: Mittagessen

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2020

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
2810(ca. 2973 CHF) N.N.

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 27.3.2020 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Lufthansa (Economy, Tarifklasse T) von München nach Cluj-Napoca und zurück von Lemberg, nach Verfügbarkeit
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 90 €)
  • Transfers/Rundreise in landesüblichem Reisebus
  • 8 Übernachtungen in bewährten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad/Dusche und WC
  • Frühstück, ein Mittag- und 3 Abendessen in Restaurants, 2 Mittag- und ein Abendessen im Hotel sowie ein Mittagessen bei einer einheimischen Familie
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: örtliche Führer, Eintrittsgelder, Studiosus-Audioset, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
(Quelle: Studiosus Reisen München GmbH)
Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
finden hier weitere Informationen.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Die für die Einreise in die Ukraine obligatorische Reise-Krankenversicherung inkl. Kranken-Rücktransport ist im Reisepreis enthalten. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen Rumänien und Ukraine

Für diese Reise benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer einen Reisepass, der bei Ausreise noch mindestens 3 Monate gültig sein muss.

Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich darüber bei Ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

Fragebogen - Wichtige Angaben zur Person

Da in Rumänien gelegentlich Straßenkontrollen durchgeführt werden, benötigt Ihr Reiseleiter eine Liste mit den Passangaben von allen Reisegästen. Auch das Einchecken in den Hotels wird erleichtert, wenn der Reiseleiter eine Liste mit allen Passdaten vorlegen kann. Zur Erfassung dieser Daten haben wir einen Fragebogen mit wichtigen Angaben zu Ihrer Person beigelegt. Bitte senden Sie uns diesen bis spätestens vier Wochen vor Abreise ausgefüllt zurück.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Die für die Einreise in die Ukraine obligatorische Reise-Krankenversicherung inkl. Kranken-Rücktransport ist im Reisepreis enthalten. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Wertsachen/Schmuck

Wir empfehlen, so wenig Schmuck wie möglich mitzunehmen. Zudem ist es nicht ratsam, viel Bargeld auf Ausflüge mitzuführen, da besonders in den Großstädten Taschendiebe am Werk sind, die sehr aktiv und raffiniert vorgehen.

Treppen- und Balkongeländer

Die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung entsprechen nicht überall dem deutschen Standard. In manchen Hotels, die Sie auf Ihrer Reise besuchen werden, sind die Treppen- und Balkongeländer niedriger als 90 cm und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage der Ukraine zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben einen Auszug aus dem aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zur Ukraine. Den kompletten Wortlaut finden Sie in Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Bei unserer Reise in die Ukraine beschränken wir uns auf Aufenthalte im Westen des Landes sowie auf Kiew und auf Odessa – Gebiete, die weit von den Konfliktregionen im Osten des Landes entfernt sind, von deren Besuch das deutsche Auswärtige Amt unverändert abrät.

Die rasanten sozialen und politischen Veränderungen der letzten Jahre haben in vielen Ländern Osteuropas, so auch in der Ukraine, zu einem Anstieg der Alltagskriminalität geführt: Bitte seien Sie vor allem in den Großstädten vor Straßendieben und Überfällen auf der Hut und befolgen Sie die aktuellen Sicherheitstipps, die Ihnen Ihr Reiseleiter zu Beginn der Reise gibt!

Eine konkrete Sicherheitsgefährdung sehen wir nicht. Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Studiosus-Team

Stand: 17.03.20

Sicherheitshinweis

Ukraine

Stand: 27.03.2020

Aktuelles

Die Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 führt auch in der Ukraine zu verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen und Einreisesperren.

Seit dem 16. März 2020 bis mindestens zum 3. April 2020 sind die ukrainischen Grenzen für einreisende Personen geschlossen. Ausgenommen sind nur Ukrainer und ihre Familienangehörige und Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis für die Ukraine.

Seit dem 17. März 2020 ist sämtlicher regelmäßiger grenzüberschreitender Personenverkehr eingestellt. Der landesweite Personenverkehr unterliegt wie der Öffentliche Personennahverkehr Einschränkungen.

Die Grenzen zu den Nachbarländern sind geschlossen.

Bis auf Weiteres sind landesweit und mindestens bis zum 3. April mit der Ausnahme von Apotheken, Lebensmittelgeschäften, Tankstellen und Banken/Geldautomaten alle sonstigen Geschäfte und Dienstleistungsanbieter wie Kaufhäuser, Märkte, Restaurants, Fitnessstudios, Friseursalons etc. geschlossen.

- Wenn Sie sich in der Ukraine aufhalten, bleiben Sie an Ihrem jeweiligen Aufenthaltsort und stellen Sie sich auf einen längeren Aufenthalt ein.

- Verfolgen Sie aufmerksam die Medien und folgen Sie den Anweisungen der Behörden.

- Falls Sie sich krank fühlen, gehen Sie nicht zur Arbeit, bleiben Sie zuhause und nehmen Sie Kontakt zu einem Arzt oder Ärztin auf.

- Überprüfen Sie Ihre Reisepläne und informieren Sie sich auf der Webseite des ukrainischen Ministerkabinetts über weitere Bestimmungen

- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste, der Botschaft um fortlaufend direkt informiert zu werden.

- Für Fragen steht die Botschaft Kiew werktags von 8 bis 16 Uhr telefonisch unter +380 44 28 11 222 sowie per Mail unter covid-19@kiew.diplo.de zur Verfügung.

- Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 /Coronavirus.

Sicherheit – Teilreisewarnung

Vor Reisen in die nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete der Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk sowie in folgende regierungskontrollierte Gebiete entlang der sogenannten „Kontaktlinie“ wird gewarnt:

- im Donezker Gebiet: Landkreise (Rayon) Wolnowacha, Wolodarsk, Wuhlehirsk, Marjinka, Stadt Awdijiwka, Stadt Torezk, die südlichen Teile der Landkreise Kostjantyniwka (nicht: Stadt Kostjantyniwka) und Bachmut (nicht: Stadt Bachmut)

- im Luhansker Gebiet: Landkreise (Rayon) Popasna und Nowoajdar

Bei Reisen in andere Orte oder Landkreise der Gebiete Donezk und Luhansk wird um besondere Vorsicht gebeten.

Von Reisen auf die Halbinsel Krim wird dringend abgeraten.

Terrorismus

Insbesondere in der Konfliktregion der Ost-Ukraine sind Anschläge und Entführungen, auch von ausländischen Journalisten und internationalen Beobachtern vorgekommen. Die Gefahr von Anschlägen kann auch in anderen Landesteilen nicht ausgeschlossen werden.

- Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.

- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Ost-Ukraine

Im Osten der Ukraine (Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk) finden seit dem Frühjahr 2014 bewaffnete Auseinandersetzungen statt. Teile dieser Verwaltungsbezirke werden derzeit nicht von der ukrainischen Regierung, sondern von separatistischen Kräften kontrolliert. Die ukrainischen Streitkräfte und die bewaffneten Kräfte der Aufständischen stehen sich an der sogenannten „Kontaktlinie“ gegenüber, an der es täglich zu Kampfhandlungen kommt.

Es besteht dort zudem die Gefahr von Minen und nicht explodierter Munition.

Die nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete unterliegen nach ukrainischem Recht einem speziellen Zugangsregime. Konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort derzeit nicht gewährt werden.

Krim

Die Krim gehört völkerrechtlich weiterhin zur Ukraine, wird aber derzeit faktisch von Russland kontrolliert. Seit Juni 2015 ist für Reisen auf die Krim vom ukrainischen Festland aus eine Betretenserlaubnis der zuständigen ukrainischen Behörde nötig, die nur unter bestimmten Voraussetzungen, keinesfalls jedoch für touristische Zwecke erteilt wird.

Eine Einreise auf die Krim über russisches Staatsgebiet, auch auf dem Luft- oder Seeweg, stellt einen Verstoß gegen ukrainische Gesetze (illegale Einreise) dar und zieht ein Einreiseverbot in die Ukraine sowie unter Umständen Strafverfolgung nach sich. Häfen und Flughäfen auf der Krim sind geschlossen.

Konsularischer Schutz kann auf der Krim derzeit nicht gewährt werden.

In Folge einer Auseinandersetzung im Schwarzen Meer Ende November 2018, bei der ukrainische Marineschiffe durch russische Grenzschutzboote beschossen und gekapert wurden, unterliegen Männer mit (auch) russischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 16 und 60 Jahren weiterhin verschärften Einreisebestimmungen, siehe Einreise und Zoll.

Übrige Landesteile

In den übrigen Landesteilen, insbesondere der Hauptstadt Kiew und anderen großen Städten kommt es regelmäßig zu auch größeren Demonstrationen. Auch wenn diese meist friedlich verlaufen, können gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbeeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden.

- Setzen Sie sich bei Reisen in die Gebiete Donezk und Luhansk möglichst vor Abreise mit dem Generalkonsulat Donezk (Dienstsitz Dnipro) in Verbindung.

- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.

- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

- Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist vergleichsweise niedrig. Trickdiebe sind häufig anzutreffen. Ausländer wurden vereinzelt beispielsweise mit dem Versprechen der Vermittlung von Bekanntschaften über das Internet angelockt, verschleppt und erst gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen.

Insgesamt ist ein gewisses Ansteigen der Gewaltkriminalität, insbesondere an schlecht einsehbaren und unübersichtlichen Orten, wie etwa Metrostationen, festgestellt worden.

In seltenen Fällen werden Übergriffe auf Ausländer verzeichnet, bei denen rassistische, fremdenfeindliche oder homophobe Motive nicht auszuschließen sind.

In Bars und Clubs kommt es vereinzelt auch zum Einsatz von K.o.-Tropfen und Kreditkartenbetrug.

In der Ukraine ist es üblich, private PKWs anzuhalten und sich gegen Entgelt transportieren zu lassen, was für ausländische Reisende gefährlich werden kann.

Relativ häufig wurden deutsche Kfz-Kennzeichen gestohlen. Nur mit der Verlustbescheinigung der Polizei und den Zulassungspapieren können bei der Zulassungsbehörde in Deutschland neue Kennzeichen beantragt werden. Fahrzeuge dürfen auf öffentlichen Straßen nicht ohne Kennzeichen bewegt werden.

- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.

- Halten Sie ihr Handgepäck bei Durchsuchungen im Rahmen von Sicherheitskontrollen an Flughäfen im Auge und prüfen Sie nach Rückgabe den Inhalt noch vor Ort auf Vollständigkeit.

- Verschließen Sie bei einem Reifenwechsel sicherheitshalber die Fahrzeugtüren, um der Gefahr eines Diebstahls vorzubeugen.

- Halten Sie zur Ihrer eigenen Sicherheit bei vermeintlichen Pannen anderer Verkehrsteilnehmer– insbesondere auf einsamen Landstraßen – nicht an.

- Kennzeichen sollten fest angebracht sein, Fahrzeuge sollten möglichst auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden.

- Bei einem Diebstahl von Kennzeichen erstatten Sie bitte umgehend Anzeige bei der zuständigen Polizeibehörde und informieren Sie die Versicherung.

- Nehmen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit unterwegs keine fremden Personen mit.

- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in der U-Bahn, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

- Vermeiden Sie Diskussionen über angeblich gefundene Geldbeträge, das Aufheben von Geldbeuteln oder ähnlicher, scheinbar verlorener Gegenstände und das Vorzeigen von Geldbeuteln.

- Lassen Sie Getränke in Bars und Clubs nicht unbeaufsichtigt.

- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Naturkatastrophen

Vor allem in den Sommermonaten kommt es im Osten und Süden der Ukraine aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur auch in Tourismusgebieten muss in diesen Fällen gerechnet werden.

Im Westen der Ukraine kann es in den Winter- und Frühlingsmonaten nach Schmelzen von Eis und Schnee zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein
  • Eine vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

Rumänien

Gesundheit

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Bei Einreise nach Rumänien sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, FSME und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

West-Nil-Fieber

Beim West-Nil-Fieber handelt es sich um eine durch Zugvögel verbreitete, von tagaktiven Mücken auf den Menschen übertragene Viruserkrankung. In den Sommermonaten kann es in Rumänien zu saisonalen Ausbrüchen kommen; aktuelle Fallzahlen bietet das ECDC. Die Infektion verläuft überwiegend klinisch unauffällig, in seltenen Fällen können jedoch schwere neurologische Symptome auftreten. Eine Schutzimpfung oder spezifische Behandlung existiert nicht, siehe Merkblatt West-Nil-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von West-Nil-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. In Rumänien treten gelegentlich Fälle von Tollwut auf. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und ggf. impfen.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Medizinische Versorgung

Die öffentliche rumänische Gesundheitsversorgung unterschreitet deutsche Standards zum Teil erheblich. Die Kosten für private medizinische Versorgung in Rumänien, die grundsätzlich hohen Standard hat, wird von deutschen Krankenversicherungen teilweise nicht oder nur zum Teil übernommen. Bitte setzen Sie sich bei weiteren Fragen mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

(Unverändert gültig seit: 25.3.2020)

Ukraine

Aktuelles

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und FSME empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
HIV/AIDS

Die Ukraine hat europaweit eine der höchsten und am schnellsten wachsenden Raten an HIV-Neuinfektionen mit Schwerpunkt in den Städten.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
Frühsommer-Meningoenzephalitis

Teile der Ukraine sind Risikogebiete für die durch Zecken übertragende Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Ein Risiko besteht v. a. in den Monaten April bis Oktober im Süden auf der von Russland annektierten Krim und in den nordwestlichen Landesteilen (spärliche Datenlage). Der in Deutschland erhältliche FSME-Impfstoff schützt auch vor der in der Ukraine endemischen Virusvariante. Zecken können auch andere Krankheiten wie z. B. Borreliose übertragen.

  • Suchen Sie den Körper nach Aufenthalten im Freien im o.e. Zeitraum sorgfältig nach Zecken ab und entfernen Sie diese so rasch wie möglich. Für weitere Empfehlungen zu möglicherweise notwendigen Behandlungen ist ein Arzt aufzusuchen.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer FSME-Impfung beraten und ggf. impfen.
Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die über den Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen wird. In der Ukraine treten gelegentlich Fälle von Tollwut auf, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und ggf. impfen.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.
Radioaktive Risiken

Infolge des Reaktorunglücks von Tschernobyl wurden weite Gebiete stark radioaktiv belastet. Ein Aufenthalt in den meisten Landesteilen ist nach Auskunft des Bundesamts für Strahlenschutz inzwischen unbedenklich.

  • Verzehren Sie aus Vorsorgegründen keine Pilze, Beeren, Süßwasserfische und Wild sowie einheimische Milchprodukten aus den belasteten Regionen. Auch Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung entspricht nicht immer westeuropäischem Standard. Außerhalb der großen Städte, insbesondere in den Konfliktregionen im Osten, ist sie häufig unzureichend. Die rasche und zuverlässige Versorgung von Verletzten oder schwer Erkrankten (Transport, Erste Hilfe) ist nicht immer gewährleistet. Nicht alle Ärzte und nur wenige Krankenschwestern sprechen mitteleuropäische Fremdsprachen.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.