Rumänien – Ukraine: Bukowina & Galizien

Rumänien, Ukraine

Übersicht

Kommen Sie mit nach Rumänien und in die Ukraine und entdecken Sie die historischen Vielvölkerregionen Bukowina und Galizien. UNESCO-geadelte Holzkirchen und Moldauklöster, Czernowitz und Lemberg liegen auf unserem Weg. Besuchen Sie das ursprüngliche Volk der Huzulen in den Karpaten, treffen Sie den Direktor des Jüdischen Museums Czernowitz und spüren Sie dem Flair des Habsburgerreichs in den Kaffeehäusern nach.

Route

1. Tag, Dienstag, 08.05.2018:

Bine ati venit! - Herzlich willkommen!

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen und Flug ins rumänische Cluj-Napoca (Klausenburg). Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt Sie am Flughafen und gemeinsam geht es in die ursprüngliche Maramures-Region. Auf unserem Weg schließen wir Bekanntschaft mit unserer ersten, von der UNESCO geadelten Holzkirche in Surdesti. Beim Abendessen in Sighetu Marmatiei stoßen wir auf unsere Reise an.

2. Tag, Mittwoch, 09.05.2018: Maramures - Land aus Holz

Unterwegs im waldreichen Gebiet werfen wir immer wieder einen Blick auf die herrlich geschnitzten Hoftore. Im Iza-Tal konzentrieren sich die historischen Holzkirchen. Wir picken uns die von Barsana und Bogdan Voda heraus. Auf der Höhe von Borsa verlassen wir das "Land aus Holz" und erreichen die rumänische Bukowina. Farbenprächtig begrüßen uns die Moldauklöster (UNESCO-Welterbe). In Voronet mildert das leuchtende Lapislazuli-Blau der Fresken den apokalyptischen Schrecken des Jüngsten Gerichts.

3. Tag, Donnerstag, 10.05.2018: In der Bukowina

Ein Platz voller Wunder: das Kloster Moldovita – außen und innen mit farbenfrohen Fresken verziert. Schwester Tatjana erklärt uns die Bildergeschichten. Dann wechseln wir in den ukrainischen Teil der Bukowina. In Tschernivitsi (Czernowitz) gibt uns der Historiker Paul Rehfeld Einblick in die Geschichte der Bukowina. Anschließend erwartet uns die einstige Metropolitenresidenz. Im Restaurant Hopatschok lassen wir uns mit modern interpretierten Gerichten der Bukowina verwöhnen. Zwei Übernachtungen.

4. Tag, Freitag, 11.05.2018: Czernowitz - Kreuzpunkt der Kulturen

In Czernowitz, früher Kreuzungspunkt von Kulturen aus Ost und West, zeugen die Jugendstilbauten, Kirchen und Synagogen von besseren Zeiten. Wir konzentrieren uns auf die jüdischen Spuren: Mykola Kuschnir, Direktor des Jüdischen Museums Czernowitz, führt uns durch die Sammlung und nimmt uns dann mit zu den Höhepunkten der Stadt. Mit einem Rabbiner diskutieren wir über die Glaubensgemeinschaft in der Ukraine von heute, bevor wir am jüdischen Friedhof zwischen 50000 Grabsteinen stehen.

5. Tag, Samstag, 12.05.2018: Bei den Huzulen in den Karpaten

Unser Weg führt uns in die waldreichen Karpaten. Neben den Bojken und Lemken ist das Bergvolk der Huzulen eine der vielen russinischen Volksgruppen Galiziens. Huzulische Holzkirchen, Häuser und die Sammlung von Trachten und Musikinstrumenten im Roman-Kumlyk-Museum gewähren uns Einblick. Wir übernachten heute in Werchowyna. Doch zuvor lassen wir uns Huzulenspezialitäten bei einer einheimischen Familie schmecken.

6. Tag, Sonntag, 13.05.2018: Durch das Karpatenvorland

Über Kolomyja (Kolomea), dem Zentrum für kunstvoll bemalte Ostereier, und Ivano-Frankivsk (Stanislau) erreichen wir die ehemalige galizische Landeshauptstadt. Zwei Übernachtungen in Lwiw (Lemberg).

7. Tag, Montag, 14.05.2018: Lembergs Vielvölkerkultur

In Lembergs Altstadt (UNESCO-Welterbe) hängt noch viel Habsburger Stuck an den Fassaden. Drei Kathedralen von drei Religionsgemeinschaften prägen die Silhouette. Kontrast dazu: das bunte Leben auf dem Markt. Am historischen Lytschakiwski-Friedhof fügt unser Reiseleiter die Namen auf den Grabsteinen ins Puzzle der Vielvölkergeschichte. Im Restaurant Baczewski klingt unsere Reise aus.

8. Tag, Dienstag, 15.05.2018: Abschied von Lemberg

Vielleicht noch ein Bummel rund um den Marktplatz gekrönt von Wiener Kaffeehaustradition? Transfer zum Flughafen und nachmittags Rückflug.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2018

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
2370(ca. 2788 CHF) Alexander Matyas

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 22.1.2018 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Lufthansa z. B. von München nach Cluj-Napoca (Klausenburg) und zurück von Lwiw (Lemberg); bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 75 €)
  • Sitzplatzreservierung
  • Transfers/Rundreise in landesüblichem Reisebus
  • 7 Übernachtungen in bewährten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad/Dusche und WC
  • Frühstück, 2 Abendessen im Hotel, 3 in Restaurants und eines bei einer einheimischen Familie
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: örtliche Führer, Eintrittsgelder, Studiosus-Audioset, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Reisepapiere

Reisepass erforderlich. Die für die Einreise obligatorische Reise-Krankenversicherung inkl. Kranken-Rücktransport ist im Reisepreis enthalten. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen Rumänien und Ukraine

Für diese Reise benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer einen Reisepass, der bei Ausreise noch mindestens 3 Monate gültig sein muss.

Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich darüber bei Ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

Fragebogen - Wichtige Angaben zur Person

Da in Rumänien gelegentlich Straßenkontrollen durchgeführt werden, benötigt Ihr Reiseleiter eine Liste mit den Passangaben von allen Reisegästen. Auch das Einchecken in den Hotels wird erleichtert, wenn der Reiseleiter eine Liste mit allen Passdaten vorlegen kann. Zur Erfassung dieser Daten haben wir einen Fragebogen mit wichtigen Angaben zu Ihrer Person beigelegt. Bitte senden Sie uns diesen bis spätestens vier Wochen vor Abreise ausgefüllt zurück.

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere

Reisepass erforderlich. Die für die Einreise obligatorische Reise-Krankenversicherung inkl. Kranken-Rücktransport ist im Reisepreis enthalten. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Wertsachen/Schmuck

Wir empfehlen, so wenig Schmuck wie möglich mitzunehmen. Zudem ist es nicht ratsam, viel Bargeld auf Ausflüge mitzuführen, da besonders in den Großstädten Taschendiebe am Werk sind, die sehr aktiv und raffiniert vorgehen.

Treppen- und Balkongeländer

Die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung entsprechen nicht überall dem deutschen Standard. In manchen Hotels, die Sie auf Ihrer Reise besuchen werden, sind die Treppen- und Balkongeländer niedriger als 90 cm und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in der Ukraine zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben einen Auszug aus dem aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zur Ukraine. Den kompletten Wortlaut finden Sie in Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Die rasanten sozialen und politischen Veränderungen der letzten Jahre haben in vielen Ländern Osteuropas zu einem Anstieg der Alltagskriminalität geführt: Bitte seien Sie vor allem in den Großstädten vor Straßendieben und Überfällen auf der Hut und befolgen Sie die aktuellen Sicherheitstipps, die Ihnen Ihr Reiseleiter zu Beginn der Reise gibt!

Aufgrund der unverändert bestehenden Spannungen in der Ostukraine warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in diese Region. Wir vermeiden auf unseren Reisen alle Gebiete, in denen nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht und haben unsere Reise so geplant, dass sie nur den äußersten Westen der Ukraine bereisen, weit entfernt von den ostukrainischen Konfliktzonen.

Eine konkrete Sicherheitsgefährdung sehen wir nicht. Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren lokalen Partnern die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Studiosus-Team

Stand: 3. Januar 2018

Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Weltweiter Hinweis

Stand: 1. August 2017

Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht fort.

Vorrangige Anschlagsziele sind Orte mit Symbolcharakter. Dazu zählen Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insb. Flugzeuge, Bahnen, Schiffe), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen. Es kommt zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen.

Der Grad der terroristischen Bedrohung ist von Land zu Land unterschiedlich. Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in Ländern und Regionen, wo bereits wiederholt Terrororganisationen aktiv waren, wo Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder wo Anschläge mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können. Informationen über Terrorgefahren finden sich in den länderspezifischen Sicherheitshinweisen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, vergleichsweise gering.

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem Reiseland informieren, sich situationsangemessen verhalten, die örtlichen Medien verfolgen und verdächtige Vorgänge (unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen o.ä.) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

Sicherheitshinweis

Ukraine

Stand: 2. Januar 2018

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Teilreisewarnung

Im Osten der Ukraine (Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk) finden seit dem Frühjahr 2014 bewaffnete Auseinandersetzungen statt. Teile dieser Verwaltungsbezirke werden derzeit nicht von der ukrainischen Regierung, sondern von separatistischen Kräften kontrolliert. Die ukrainischen Streitkräfte und die bewaffneten Kräfte der Aufständischen stehen sich an der sogenannten ¿Kontaktlinie¿ gegenüber, an der es täglich zu Kampfhandlungen kommt.

Vor Reisen in die nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete der Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk wird gewarnt. Sie unterliegen nach ukrainischem Recht einem speziellen Zugangsregime. Konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort angesichts der aktuellen Lage derzeit nicht gewährt werden. Es wird ebenfalls gewarnt vor Reisen in regierungskontrollierte Gebiete entlang der sogenannten ¿Kontaktlinie¿.

Kriminalität

In seltenen Fällen werden Übergriffe auf Ausländer verzeichnet, bei denen rassistische oder fremdenfeindliche Motive nicht auszuschließen sind. Insgesamt ist im Zuge der jüngsten Entwicklungen ein gewisses Ansteigen der Gewaltkriminalität, insbesondere an schlecht einsehbaren und unübersichtlichen Orten, wie etwa Metrostationen, festgestellt worden. Zwar stellen solche Vorkommnisse die Ausnahme dar; es wird dennoch allen Reisenden empfohlen, Umsicht walten zu lassen.

Außerdem wird empfohlen, bei Flugreisen in und aus der Ukraine Wertgegenstände und Dokumente ausschließlich im Handgepäck zu verstauen und die Koffer abzuschließen. Zusätzlich wird dringend empfohlen, bei Sicherheitskontrollen an den Eingängen zu Flughäfen das Handgepäck bei Durchsuchungen im Auge zu behalten und nach Rückgabe den Inhalt noch an Ort und Stelle auf Vollständigkeit zu überprüfen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, Kreditkarten, Bankkarten, Bargeld und Ausweispapiere an mehreren Stellen direkt am Körper zu verwahren.

Sicherheitsbehörden

Die in der Ukraine geltenden Gesetze sind einzuhalten. Reisende berichten gelegentlich davon, von Polizei-, Grenzschutz- und Zollbeamten oder anderen Staatsbediensteten zur Zahlung von Gebühren oder Bußgeldern aufgefordert worden zu sein, deren Rechtsgrundlage nicht erkennbar ist. Das Auswärtige Amt empfiehlt, bei Missbrauchsverdacht auf der Ausstellung einer Quittung für geleistete Zahlungen und der Darlegung der Rechtsgrundlage zu bestehen sowie einen vorgesetzten Mitarbeiter hinzuziehen. Bestehen Sie im Notfall darauf, zur nächstgelegenen Polizeidienststelle zu fahren, um dort ein formelles Protokoll aufzunehmen. Ferner wird empfohlen, in jedem Fall den Namen und die Dienstnummer des Beamten zu notieren, damit eine spätere Identifizierung möglich ist.

Sonstiges

Eine Kopie des Passes und von Kredit- und Bankkarten sollte mitgeführt werden, falls die Originale verloren gehen sollten.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice

Arbeitseinheit 040

D-11013 Berlin

Tel.: (030) 5000-2000

Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Rumänien

Impfschutz

Es besteht keine vorgeschriebene Impfpflicht.

Die öffentliche rumänische Gesundheitsversorgung unterschreitet deutsche Standards zum Teil erheblich. Die Kosten für private medizinische Versorgung in Rumänien, die grundsätzlich hohen Standard hat, wird von deutschen Krankenversicherungen teilweise nicht oder nur zum Teil übernommen. Bitte setzen Sie sich bei weiteren Fragen mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung.

Folgende Standardimpfungen werden empfohlen:

Diphtherie, Tetanus, Polio, Pertussis (Keuchhusten) (als 4er-Kombinationsimpfung möglich). Generelle Kinder-Impfungen: gemäß aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Zusätzliche Reiseimpfungen:

Hepatitis A und bei geplantem Langzeitaufenthalt kombinierte Impfung gegen Hepatitis AB.

Zumindest saisonal (April bis Oktober) ist die FSME -Zeckenimpfung zusätzlich sinnvoll. Der direkte Tierkontakt sollte generell strikt vermieden werden wegen Tollwutgefahr und die Tollwut-Impfung sollte erfolgen.

Rechtzeitig mindestens 6 Wochen vor Abreise nach Rumänien sollte eine persönliche Rücksprache mit einem Reisemediziner erfolgen, der die anstehenden Reiseimpfungen individuell (Dauer, individuelle Vorerkrankungen sowie den Reisestil etc.) mit Ihnen bespricht, da z. B. die Tollwutgrundimmunisierung aus drei aufeinander folgenden Impfungen besteht und generell der Impfschutz durch das Immunsystem erst ca. 10 Tage nach Impfung besteht.

Sonstige Hinweise

Vorsicht vor nicht in Läden verkauftem Fleisch (Gefahr des Trichinenbefalls).

Hygiene

Leitungswasser ohne Trinkwasserqualität, sollte gefiltert werden. Von daher empfiehlt sich der generelle Genuss von abgepacktem Flaschenwasser mit festem Schraubverschluss.

(Unverändert gültig seit: 06.05.2016)

Ukraine

Medizinische Hinweise

Aktueller Hinweis

Im Juni und Juli 2015 kam es zu Fällen von Poliomyelitis-Erkrankungen bei Kindern im südwestlichen Landesteil. Diese wurden durch ein mutiertes Impfvirus ausgelöst. Von einer weiteren Verbreitung des Virus in der Umwelt wird ausgegangen. Allen Reisenden wird empfohlen, ihren Impfschutz vor Einreise überprüfen- und ggf. mit einem Injektions-Impfstoff (IPV) auffrischen zu lassen.

Impfschutz

Pflichtimpfungen für die Einreise sind nicht vorgeschrieben.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), ggfs. Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Infektionskrankheiten

HIV, Tuberkulose, Hepaptitis B, Hepatitis C

In der Ukraine haben HIV-Infektionen, Hepatitis B und C und Tuberkulose-Erkrankungen weiterhin zugenommen. Die Ukraine hat europaweit eine der höchsten und am schnellsten wachsenden Raten an HIV-Neuinfektionen mit Schwerpunkt in den Städten. Hauptursache sind intravenöser Drogenkonsum und ungeschützter heterosexueller Geschlechtsverkehr. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen bei Gelegenheitsbekanntschaften und Verkehr mit Prostituierten sind dringend empfohlen (konsequent Safer Sex!). Das Tuberkulose-Infektionsrisiko ist für einen immungesunden Reisenden als sehr niedrig einzuschätzen.

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME, engl.: TBE)

ist eine durch Zecken übertragbare, von Viren verursachte Infektionskrankheit (Saison von April bis Oktober), die besonders im Süden des Landes auftritt. Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, die vorbeugende Impfung wird empfohlen.

Borreliose

ist eine durch Zecken übertragbare, von Bakterien verursachte Infektionskrankheit (Saison von April bis Oktober). Eine Behandlung mit Antibiotika schützt vor gefährlichen Komplikationen, wenn sie rechtzeitig erfolgt.

Tollwut

In der Ukraine gibt es gelegentlich Fälle von Tollwut bei Tieren oder beim Menschen. Tollwut ist bei Ausbruch der Erkrankung immer tödlich. Auch bei gültigem Impfschutz muss nach einem verdächtigen Biss oder einem Haut- oder Schleimhautkontakt mit Speichel des verletzten Tiers umgehend (nochmals) gegen Tollwut geimpft werden. Ungeimpfte brauchen dann zusätzlich ARIG (Anti-Tollwut Immunglobulin).

Masern

sind in der Ukraine sehr verbreitet, zahlreiche Erwachsene haben keine Immunität. Kinder sollten die Impfung alterentsprechend erhalten. Erwachsene sollten sich erneut gegen Masern impfen lassen, wenn ein bestehender Schutz gegen Masern nicht eindeutig nachgewiesen werden kann.

Sonstige Gesundheitsgefahren

Leitungswasser hat landesweit keine gesicherte Trinkwasserqualität, ist häufig schwebstoffbelastet und z.T. stark gechlort. Als Trinkwasser nur Flaschenwasser oder gefiltertes Wasser verwenden.

Nicht ganz auszuschließen ist, dass Waldpilze, Waldbeeren und Wildfleisch sowie einheimischen Milchprodukten, die am Straßenrand angeboten werden, noch erhöhte radioaktive Belastungen aufweisen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung entspricht nicht immer westeuropäischem Standard. Außerhalb der großen Städte, insbesondere in den Konfliktregionen im Osten, ist sie häufig unzureichend. Die rasche und zuverlässige Versorgung von Verletzten oder schwer Erkrankten (Transport, Erste Hilfe) ist nicht immer gewährleistet. Nicht alle Ärzte und nur wenige Krankenschwestern sprechen mitteleuropäische Fremdsprachen. Regelmäßig einzunehmende Medikamente sollten in ausreichender Menge aus Deutschland mitgebracht werden. Für Reisen in der Region wird der Abschluss einer privaten Auslandskranken- und Rückholversicherung dringend empfohlen.

Nach einem Beschluss der ukrainischen Regierung von 2014 wird nur ausländischen Staatsangehörigen und Staatenlosen mit ständigem Wohnsitz in der Ukraine eine unentgeltliche medizinische Versorgung auf staatliche Kosten gewährt. Für ausländische Staatsbürger, die sich nur vorübergehend auf dem Territorium der Ukraine aufhalten, ist die medizinische Versorgung, insbesondere in Notfällen, kostenpflichtig.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen erfahrenen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie schon reichlich Reiserfahrung haben (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/ ).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis.

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

¿zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

¿auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

¿immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;

¿trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Unverändert gültig seit: 21. Dezember 2017