Goroka-Festival in Papua-Neuguinea

Papua-Neuguinea, Singapur

Übersicht

Eine große Portion Exotik, ein Schuss Abenteuer und die Magie einer einzigartigen Kultur am anderen Ende der Welt. Das hört sich spannend an? Dann willkommen auf dieser Reise nach Papua-Neuguinea! Auf der zweitgrößten Insel der Welt treffen sich zwischen Dschungeldörfern, Hochland und Bismarcksee Steinzeit und Moderne. Ein Highlight: Zwei Tage auf dem Goroka-Festival, wo Maskentänze uns in eine fremde, archaische Welt entführen. Ein Fest für jeden Fotografen!

Route

1. Tag, Sonntag, 09.09.2018: Flug nach Singapur

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Am Abend Flug mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapur (nonstop, Flugdauer ca. 12 Std.).

2. Tag, Montag, 10.09.2018: Tropisches Singapur

Ankunft am späten Nachmittag in Singapur. Schon die Fahrt mit dem Studiosus-Reiseleiter vom Flughafen zum Hotel ist ein Erlebnis. Die breiten Straßen der sauberen und gepflegten Wirtschafts- und Finanzmetropole sind von Palmen gesäumt. Unser zentral gelegenes Hotel ist idealer Ausgangspunkt für einen ersten Spaziergang. Ihr Reiseleiter versorgt Sie mit (kulinarischen) Tipps für den freien Abend.

3. Tag, Dienstag, 11.09.2018: Moderne Multikulti-Metropole

Zum Einstieg in die bevorstehenden Naturerlebnisse geht es heute in einen der schönsten botanischen Gärten der Welt! Danach nehmen wir das Hightech-Schleusenhaus in der Marina Bay genauer in Augenschein. Moderne Architektur bestaunen wir im futuristischen Marina Bay Sands, einem der herausragendsten Bauprojekte der Welt. Von seiner Dachterrasse schauen wir aus luftiger Höhe auf die Megastadt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gehen Sie am Nachmittag eigene Wege! Durch Chinatown, durchs arabische oder indische Viertel? Ganz wie Sie möchten! Am Abend fliegen wir nach Port Moresby (nonstop, Flugdauer ca. 6,5 Std.).

4. Tag, Mittwoch, 12.09.2018: Willkommen in Papua-Neuguinea!

Wir landen am frühen Morgen in Papua-Neuguineas Hauptstadt Port Moresby. Im drittgrößten Inselstaat der Erde - Teile davon waren einmal deutsche Kolonie - gibt es weltweit die meisten Sprachdialekte: rund 800. Nach einem schnellen Frühstück fliegen wir gleich weiter nach Mount Hagen. Eine kurze Fahrt bringt uns in die Magic Mountain Lodge. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und Zeit zum Akklimatisieren treffen wir uns am Nachmittag zu einem Spaziergang rund um unsere Lodge. Am Abend führen Einheimische eine Begrüßungszeremonie auf. Zwei Übernachtungen.

5. Tag, Donnerstag, 13.09.2018: Sing-Sing in Payia

Auf dem Dorfplatz des nahe gelegenen Paiya erwartet uns ein kleines Volksfest - bestaunen Sie Kopfschmuck, Masken, Kostüme und grell bemalte Gesichter. Die Einheimischen nennen ihre Feste Sing-Sings und verstehen sie als ästhetische Wettkämpfe. Wir schauen zu, wie sich die Frauen und Männer schminken, den Federschmuck anlegen und sich auf die Zeremonie vorbereiten. Auch ein Erdofen wird gegraben, in dem unser Mittagessen gegart wird, bevor wir beim Sing-Sing zusehen. 20 km.

6. Tag, Freitag, 14.09.2018: Nach Goroka

Heute machen wir uns auf den Weg nach Goroka. Hier treffen sich alljährlich rund 150 Stämme zum großen Goroka-Festival. Unterwegs besuchen wir ein Dorf und bekommen Einblick in das kulturelle Leben der Bewohner. 170 km, Fahrzeit ca. 6 Std. Drei Übernachtungen in Goroka.

7. Tag, Samstag, 15.09.2018: Auf dem Goroka-Festival

Kameras bereit? Was für eine grelle Farbexplosion - willkommen beim Goroka-Festival! Lange bereiten sich die rund 1000 Teilnehmer verschiedener Clans und Volksstämme aus allen Teilen des Landes auf dieses Spektakel vor. Die früher oft verfeindeten Stämme setzen sich mit traditionellen Kostümen, Masken aus Rattan und Rindenbast, geheimnisvollen Riten und von Trommeln begleiteten Tänzen in Szene. Wir sind den ganzen Tag dabei. Ihr Reiseleiter erzählt Ihnen die Geschichte der Schlammmänner aus dem Asarotal mit ihren Geistermasken, erklärt den Unterschied zwischen Hulis und Mendis und die Bedeutung der Tänze sowie des Festivals.

8. Tag, Sonntag, 16.09.2018: Goroka zum Zweiten

Der Show zweiter Teil! Wir gehen nach dem Frühstück zur Festwiese, beobachten die Gruppen beim Schmücken und Schminken. Am Nachmittag lernen wir ein Dorf der Asaro-Schlammmänner kennen. Lassen Sie die spektakulären Eindrücke auf sich wirken!

9. Tag, Montag, 17.09.2018: Hochgebirge und Flussebenen

Papua-Neuguinea ist eine Insel, doch Gebirge prägen das Eiland. Es geht über den Kassam-Pass (1500 m) in die Ramu- und Markham-Ebene, die erst vor 80 Jahren von der "Zivilisation" entdeckt wurde. Unterwegs erzählt Ihnen Ihr Reiseleiter Geschichten von deutschen Expeditionen und warum die gewaltigen Massive links und rechts der Straße Mt. Otto und Mt. Wilhelm heißen. Am Wegesrand: Zuckerrohr- und Palmenplantagen, fruchtbare Täler, kleine Urwalddörfer. 300 km, Fahrzeit ca. 8 Stunden. Zwei Übernachtungen in Madang.

10. Tag, Dienstag, 18.09.2018: Madang und Bismarck-Archipel

Madang war zu Kolonialzeiten der deutsche Verwaltungssitz Friedrich-Wilhelms-Hafen, heute ist es das pulsierende Herz der Provinz. Parks und ein Golfplatz zieren den lebendigen Ort, der sich auf einer Halbinsel ins türkisblaue Meer erstreckt. Hier sind nicht nur Flora und Fauna ursprünglich erhalten, sondern auch Handwerkstraditionen: In Bilbil töpfern Frauen wie eh und je, alte Männer schnitzen Seepferdchen aus Hartholz. 25 km. Am Nachmittag dann Südseefeeling: Per Boot gleiten wir durchs türkisblaue Meer nach Kalibobo und zu kleinen Inseln.

11. Tag, Mittwoch, 19.09.2018: Nach Wewak

Panoramarundfahrt durch Madang und nach dem Mittagessen Fahrt zum Flughafen. Nachmittags Flug direkt nach Wewak. Rundfahrt durch die charmante Hafenstadt, in der ab und zu auch Kreuzfahrtschiffe anlegen. Zwei Übernachtungen in Wewak.

12. Tag, Donnerstag, 20.09.2018: Vom Meer an den Sepikfluss

Heute brechen wir früh zu unserem Tagesausflug nach Pagwi auf, wo der "Amazonas des Pazifiks", der Sepik River, fließt. Vielleicht ist der Sepik der einzige große Fluss der Welt ohne Brücke, der sauberste des gesamten pazifisch-asiatischen Raumes ist er mit Sicherheit. Mit dem motorisierten Einbaum gleiten wir hinein in den Dschungel. Im Dorf Korogu machen wir einen Rundgang, sprechen mit Einheimischen, sehen, wie sie in ihren grasbedeckten Hütten leben und dürfen das Geisterhaus der Männer betreten. Nach einer spirituellen Tanzeinlage mit bunten Kostümen und geheimnisvollen Masken fahren wir zurück nach Wewak. Busstrecke 280 km, Fahrzeit ca. 7 Stunden.

13. Tag, Freitag, 21.09.2018: Port Moresby

Flug zurück nach Port Moresby. Vom Flughafen geht es direkt zum Nationalmuseum. Auf der anschließenden Stadtrundfahrt lernen wir das quirlige Zentrum kennen und werfen einen Blick ins Parlament.

14. Tag, Samstag, 22.09.2018: Lukim you – goodbye!

Wir besuchen den botanischen Garten, in dem Sie die einmalige Flora und Fauna der Insel noch einmal kompakt aus nächster Nähe bestaunen können. Am frühen Nachmittag fliegen wir nonstop von Port Moresby nach Singapur. Nach ca. fünf Stunden Transferzeit geht es gegen Mitternacht weiter mit Singapore Airlines nach Frankfurt, München oder Düsseldorf (jeweils nonstop, Flugdauer ca. 13 Std.).

15. Tag, Sonntag, 23.09.2018: Wieder zu Hause

Am Morgen Ankunft in Frankfurt und Anschluss zu den anderen Städten.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Event

Ein offenes Wort

Eine Reise nach Papua-Neuguinea ist auch heute noch ein Abenteuer und fordert von allen Teilnehmern ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft, Flexibilität und Teamgeist. Die touristische Infrastruktur ist teilweise sehr einfach, Wetter und Straßenverhältnisse können immer zu kurzfristigen Änderungen führen, Fahrtage können sich anstrengend und langwierig gestalten. Und weil Sie durch abgelegene tropische Regionen reisen, ist ein Besuch beim Hausarzt vor Antritt der Reise unbedingt ratsam. Die Belohnung: einmalige Landschaftserlebnisse, aber vor allem inspirierende Begegnungen mit den Naturvölkern Papua-Neuguineas.

Termine & Preise

Termine & Preise 2018

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 18
Christian Krug M.A.

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 22.1.2018 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnanreise zum/vom Abflugsort 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapur und zurück; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Zwischenflug (Economy) mit Air Niugini von Singapur nach Port Moresby und zurück
  • Inlandsflüge (Economy) mit Air Niugini lt. Reiseverlauf
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 110 €)
  • Sitzplatzreservierung (nur bei Singapore Airlines)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in landesüblichen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 11 Übernachtungen, Hotels mit Klimaanlage, teilweise auch mit Swimmingpool
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Zimmer am 3. Tag bis ca. 17 Uhr
  • Frühstück, 3 Mittagessen im Hotel, 3 Mittagessen in typischen Restaurants, 4 Mittagessen als Lunchpaket, 10 Abendessen im Hotel
  • Bootsfahrt auf dem Sepik
  • Besuch des Goroka-Festivals
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: Örtl. Führer, Eintrittsgelder, Studiosus-Audioset, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahn-/Bootsfahrten

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Das Visum für Papua-Neuguinea wird bei Einreise erteilt. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach Reiseende gültig ist und über mindestens zwei freie Seiten verfügt (S.5 und letzte Umschlagseite werden nicht mitgezählt). Eine Einreise mit einem vorläufigen Pass ist nicht möglich. Bei Einreise in Papua-Neuguinea wird zudem ein kostenfreies Touristenvisum erteilt.

Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Erkundigen Sie sich daher bitte in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat.

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Das Visum für Papua-Neuguinea wird bei Einreise erteilt. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Sicherheit geht vor!

Wir übersenden Ihnen beiliegend eine detaillierte Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihres Reiselandes, sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.

Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Weltweiter Hinweis

Stand: 1. August 2017

Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht fort.

Vorrangige Anschlagsziele sind Orte mit Symbolcharakter. Dazu zählen Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insb. Flugzeuge, Bahnen, Schiffe), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen. Es kommt zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen.

Der Grad der terroristischen Bedrohung ist von Land zu Land unterschiedlich. Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in Ländern und Regionen, wo bereits wiederholt Terrororganisationen aktiv waren, wo Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder wo Anschläge mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können. Informationen über Terrorgefahren finden sich in den länderspezifischen Sicherheitshinweisen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, vergleichsweise gering.

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem Reiseland informieren, sich situationsangemessen verhalten, die örtlichen Medien verfolgen und verdächtige Vorgänge (unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen o.ä.) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

Sicherheitshinweis

Papua-Neuguinea

Unverändert gültig seit: 18. Januar 2018

Aktuelle Hinweise

Der Vulkan Kadovar Island ist seit Mitte Januar 2018 verstärkt aktiv. Informationen über die Entwicklung von Aschewolken bietet das Darwin Volcanic Ash Advisory Centre, siehe Naturkatastrophen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Papua-Neuguinea ist insgesamt sehr hoch. Besondere Vorsicht wird bei Aufenthalten in der Hauptstadt Port Moresby, in Lae, im Hochland, in Mount Hagen sowie auf der Insel Bougainville (siehe unten) empfohlen. Insbesondere im Hochland kann es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Clans kommen. In den Bergbauprovinzen Southern Highlands, Enga und Hela kam es bei Auseinandersetzungen innerhalb der lokalen Bevölkerung teilweise zur Verhängung eines unbefristeten Ausnahmezustandes, wie zuletzt in Porgera (Enga) im Mai 2014 und um Lae an der Nordküste. Demonstrationen und Versammlungen von größeren Menschengruppen sollten prinzipiell gemieden werden, da die Möglichkeit gewaltsamer Ausschreitungen besteht. Es muss damit gerechnet werden, dass in einer Notlage Hilfe durch Sicherheitskräfte nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle, Einbrüche und Überfälle auf Autos im Straßenverkehr (¿Carjacking¿) ist hoch. Täter zeigen dabei eine hohe Gewaltbereitschaft bis hin zum Tötungsdelikt. Vor allem an Geldautomaten ist Umsicht geboten.

Die Zahl der Berichte über gezielte Vergewaltigungen steigt; Übergriffe erfolgen meist ohne Vorwarnung, allein reisende Frauen sind hierbei besonders gefährdet.

Auf Grund der Gefahr einer Ansteckung mit HIV/AIDS sollten Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere Vergewaltigung, unverzüglich einen Arzt aufsuchen - siehe auch ¿Medizinische Hinweise¿.

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich außerhalb bewachter Anlagen (z.B. Hotels, Restaurants) nicht zu Fuß fortbewegen und auf Überlandfahrten verzichten. Nachdrücklich wird empfohlen, ausschließlich Transportmittel der Hotels beziehungsweise der Reiseveranstalter zu verwenden und wegen der Gefahr von Überfällen auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis zu verzichten. Die Fenster eines Fahrzeuges sollten wegen der Überfallgefahr geschlossen und die Türen verriegelt sein.

Bougainville

In der autonomen Provinz Bougainville ist mit einer noch höheren Kriminalitätsrate als in anderen Landesteilen zu rechnen. Insbesondere betroffen ist der Süden der Insel, der von mehreren Rebellengruppen kontrolliert wird. Das Bergland in Zentralbougainville um die Panguna-Mine ist eine verbotene Zone. Es wird dringend davon abgeraten, dieses Gebiet ohne offizielle Genehmigung zu betreten. Reisende nach Bougainville müssen sich grundsätzlich vor Reiseantritt mit der Provinzverwaltung von Bougainville in Verbindung setzen (Telefon: +675 973 9798) und die Provinzverwaltung bei Ankunft nochmals kontaktieren.

Reisen über Land - Straßen- und Schiffsverkehr, Trekkingtouren

Bei Individualreisen sollten Reisende besondere Vorsicht walten lassen, sie sollten besonders umsichtig geplant werden. Reisende werden an öffentlichen Plätzen und auch in Unterkünften häufig zu Opfern von Raubüberfällen. Einfache Unterkünfte sind weit unter internationalem Standard und verfügen oftmals nicht über Sicherheitspersonal. Organisierte Gruppenreisen mit ortskundiger Begleitung sind in jedem Fall vorzuziehen.

Überflutungen und Erdrutsche sind keine Seltenheit. Reisende sollten sich vor Beginn einer Überlandfahrt bei örtlichen Stellen nach der Passierbarkeit von Straßen und Brücken erkundigen und bei Hindernissen (z.B. Erdrutsch, beschädigte Brücke) aufgrund der Überfallgefahr durch Wegelagerer besonders umsichtig sein.

Fähr- und Küstenschiffe sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Ihre Sicherheitsstandards entsprechen in der Regel nicht internationalen Standards.

Besondere Umsicht wird auch auf Wandertouren empfohlen. Gewalttätige, von rivalisierenden Stammesgruppen ausgehende Zwischenfälle bei der Begehung des Kokoda Trek können nicht ausgeschlossen werden. Auf dem Black Cat Track in der Morobe Provinz kam es 2013 zu einem Überfall auf eine ganze Trekkinggruppe.

Naturkatastrophen

Papua-Neuguinea und insbesondere der Nordwesten liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, so dass es zu vulkanischen Aktivitäten, Erd- und Seebeben sowie Tsunamis kommen kann.

Der Vulkan Manam Island ist seit April 2017, der Vulkan Kadovar Island verstärkt seit Januar 2018 aktiv, beide führten bzw. führen zu Evakuierungsmaßnahmen. Informationen über die Entwicklung von Aschewolken bietet das Darwin Volcanic Ash Advisory Centre. Verhaltenshinweise und Informationen zu Gesundheitsrisiken gibt The International Volcanic Health Hazard Network IVHHN. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam.Reisende werden gebeten, Hinweise lokaler Behörden und insbesondere Sperrzonen zu beachten und zu respektieren.

Es kann in Papua-Neuguinea jederzeit zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen. Von November bis März gibt es Nordwest-Monsun, von April bis Oktober Südost-Passat. Ferner kommt es insbesondere zwischen November und Mai zu tropischen Taifunen, die ebenfalls große Schäden und Behinderungen im Reiseverkehr nach sich ziehen können.

Reisende sollten in dieser Zeit die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland beachten.

Das National Disaster Centre informiert über alle Naturkatastrophen in Papua-Neu-Guinea.

KrisenvorsorgelisteDeutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Als zuständige Auslandsvertretung ist dabei das Generalkonsulat Sydney auszuwählen.

Für nach Papua-Neuguinea entsandte Mitarbeiter kirchlicher oder sonstiger Organisationen bietet es sich wegen der oft unzureichenden Internetverbindung in Papua-Neuguinea an, die Anmeldung von Deutschland aus vor der Ausreise durchzuführen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Papua Neuguinea zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch

Die rasanten Umwälzungen der letzten Jahre haben zu einer tief greifenden Veränderung der traditionellen Gesellschaftsstrukturen geführt. In der Folge dieses sozialen Wandels und der weitverbreiteten Armut ist insbesondere in den städtischen Zentren und in Teilen des Hochlandes die Gewaltkriminalität stark angestiegen. Durch eine umsichtige Programmplanung versuchen wir bereits im Vorfeld, die Gefährdung für Sie so gering wie möglich zu halten. Im Interesse Ihrer Sicherheit bitten wir Sie zudem, unbedingt die Sicherheitstipps zu beachten, die Ihnen Ihr Reiseleiter zu Beginn und während der Reise gibt. In der Vergangenheit kam es in Port Moresby und in einigen Zentren des Hochlands zu teils gewaltsamen ethnischen bzw. politischen Konflikten. Selbstverständlich vermeiden wir solche Auseinandersetzungen weiträumig und passen bei Bedarf auch sehr kurzfristig unsere Reiseroute den lokalen Gegebenheiten an.

Wir sehen derzeit keinen Anlass, von Reisen nach Papua Neuguinea abzusehen. Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Studiosus Reisen München

Stand: 18. Januar 2018

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice

Arbeitseinheit 040

D-11013 Berlin

Tel.: (030) 5000-2000

Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Papua-Neuguinea

unverändert gültig seit: 18. Januar 2018

Zika-Virus-Infektion

Es gibt Hinweise, dass in Südostasien und Ozeanien das Zika-Virus seit etwa 40 Jahren zirkuliert. Aus den letzten zehn Jahren wurden Einzelfälle von Erkrankungen gemeldet, ohne dass bisher größere Ausbrüche bekannt geworden sind. Das Infektionsrisiko ist daher außerhalb von Ausbruchsituation als gering einzuschätzen.

Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber, allerdings können sie für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen.

Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung. Auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sollte geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen Mückenstiche.

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie auf dem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), ggf. auch Masern, Mumps, Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Dengue-Fieber

Denguefieber kommt in Papua-Neuguinea gehäuft vor. Die Viruserkrankung wird von der tagaktiven Aedesmücke übertragen und lässt sich aufgrund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Ein Übertragungsrisiko besteht ganzjährig mit Häufung während der Regenzeit. Es gibt keine ursächliche Behandlung, die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Beschwerden. Mückenschutz (tagsüber!) ist die einzige Vorsorgemaßnahme.

Chikungunya

Chikungunya (kommt zunehmend während und unmittelbar nach der Regenzeit vor) wird durch den Stich tagaktiver Mücken übertragen. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen kennzeichnen den Verlauf und können mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Chikungunya Viren. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe, wie oben für Dengue beschrieben, ist die einzige mögliche Schutzmaßnahme

Japanische Enzephalitis

Japanische Enzephalitis (JE) tritt gelegentlich in der Western-, South-Highland, Gulf-Province und Milne Bay-Province auf. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE-Viren. Deshalb sind ein sorgfältiger Mückenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig.

Malaria

Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen nach dem Aufenthalt in Endemiegebieten ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Papua-Neuguinea ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Ein Malariarisiko besteht ganzjährig, besonders in der Regenzeit (Februar/März und Oktober/November). Ein hohes Risiko besteht in tiefer gelegenen Gebieten (unterhalb 1800m) und in Ost-Sepik im Norden, ein geringeres Risiko im Bergland oberhalb 1800m.

Neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) sollte je nach Reiseprofil für die Risikogebiete eine Chemoprophylaxe durchgeführt werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der o.g. mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

ganztägig (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind in Papua Neuguinea häufig. In der Morobe-Provinz ist es in der Vergangenheit zu mehreren Fällen von Cholera gekommen. Besonders betroffen ist die Provinzhauptstadt Lae; es wurden auch Cholerafälle aus Port Moresby gemeldet.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und Cholera vermeiden.

Einige Grundregeln

Es wird empfohlen

ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs zu trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser,

-im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser zu benutzen,

-unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser zu benutzen,

-Nahrungsmittel zu kochen, zu schälen oder desinfizieren,

-Fliegen von der Verpflegung fernzuhalten,

-sich oft mit Seife die Hände zu waschen; immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen,

-Händedesinfektion, wo angebracht, durchzuführen und Einmalhandtücher zu verwenden.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere (z.B. Hunde, Katzen, Affen, Fledermäuse) oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und Übertragung einer Tollwut, auch in den Städten.

Die notwendigen, medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Papua-Neuguinea meist nicht sichergestellt. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein.

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

Nach aktuellen Schätzungen sind mit steigender Tendenz 1-3% der Bevölkerung von HIV/AIDS betroffen. Durch sexuelle Kontakte, bei intravenösem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) durch Tätowierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B-Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften dringend empfohlen.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes schützt nicht vor einer Ansteckung!

Schlangen

Schlangenbisse kommen besonders in ländlichen Gebieten häufig vor. Sie können, wenn Gegenmittel nicht verfügbar sind, tödlich verlaufen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung liegt weit unter europäischem Niveau mit häufig mangelhafter Ausstattung und Hygiene. Oft fehlen gut ausgebildete Englisch sprechende Ärzte. Schwerwiegende Krankheitsfälle können nur in Australien behandelt werden und bringen eine sehr kostspielige medizinische Evakuierung mit sich. Es ist damit zu rechnen, dass der Patient für die anfallenden Behandlungskosten zunächst in Vorlage treten muss.

Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend notwendig.

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor einer Reise nach Papua-Neuguinea wird empfohlen. Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach PNG bewusst sein.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den hohen Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen erfahrenen Tropen- oder Reisemediziner sinnvoll.

Krankenhäuser

Bei akuten Erkrankungen/ Unfällen können in Port Moresby, unter Berücksichtigung der oben geschilderten Ausgangslage, z. B. folgende Krankenhäuser aufgesucht werden:

-Port Moresby General Hospital, Vavai Avenue & Mavaru Street, Boroko, Tel. +675-325 6633

-Pacific International Hospital, nahe 4 Mile Bus Stop, Boroko , Tel. +675-323 4400

-Paradise Private Hospital, Taurama Road (gegenüber General Hospital), Tel. +675-325 6022

-St. Mary's Medical Centre, Sir Hubert Murray Highway, Tel. +675-323 2266