Namibia – Astronomie und Fotografie

Namibia

Übersicht

Wie es hier nachts am Himmel funkelt! Lichtverschmutzung hat in Europa die meisten Sterne verschluckt. Ganz anders in Namibia. Richten Sie den Blick nach oben und nutzen Sie das in Ihrer Astrofarm reichlich vorhandene Equipment zur Sternbeobachtung. Zwei Experten erweitern Ihr Wissen über Astronomie und Astrofotografie. Und nach den Höhepunkten am Firmament sehen Sie auch die Highlights am Boden – von der Namibwüste bis Windhuk.

Route

1. Tag, Dienstag, 07.08.2018: Abflug nach Namibia

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Abends Abflug von Frankfurt nonstop mit Air Namibia nach Windhuk (Nachtflug, Flugdauer ca. 9,5 Std.).

2. Tag, Mittwoch, 08.08.2018: Windhuk - erste Eindrücke

Morgens Landung in Windhuk. Wir entdecken die Hauptstadt Namibias mit all ihren Gegensätzen aus dem Erbe deutscher Kolonialzeit und schwarzem Afrika: die Township Katutura, die wilhelminischen Gebäude, aber auch moderne Hochhäuser - Symbole einer aufstrebenden Nation. Mit Stefan Seip und Dr. Peter Habison stimmen wir uns auf das Programm der nächsten Tage ein.

3. Tag, Donnerstag, 09.08.2018: Hinaus in die Weite!

Großes, weites Land: Wir spüren Afrika, sobald wir die Hauptstadt hinter uns gelassen haben. Durch die Savanne an den Ausläufern der Kalahari fahren wir zur Astrofarm Kiripotib, unser Quartier für die nächsten Nächte. Mit Dr. Peter Habison orientieren wir uns am südlichen Sternenhimmel, und mit Stefan Seip bereiten wir uns auf das Fotografieren bei Nacht vor. Und nachdem uns ein Mitarbeiter der Astrofarm mit den Geräten vertraut gemacht hat, freuen wir uns auf unsere erste Nacht unter dem herrlichen Sternenhimmel Namibias und auf unsere ersten fotografischen Erfolge mit Weitfeld- und Strichspuraufnahmen, Gegenschein und Zodiakallicht. Sechs Übernachtungen.

4. Tag, Freitag, 10.08.2018: Die Welt der Planeten

Auf Kiripotib machen wir die Nacht zum Tage - und schlafen erst einmal ordentlich aus. Am Nachmittag sind die Planeten unser Thema: Stefan Seip verrät uns, wie wir sie fotografisch erfassen können, und Dr. Peter Habison begleitet uns aus unserem Sonnensystem hinaus zu den Exoplaneten, auf der Suche nach Leben im All. Und nachts gehen wir mit Teleskop und Kamera auf die Jagd nach Venus, Mars, Jupiter und Saturn.

5. Tag, Samstag, 11.08.2018: Mysterien des Weltalls

Kaum ein Science-Fiction-Werk kommt ohne sie aus: die mysteriösen Schwarzen Löcher. Was wissen wir darüber und was nicht? Dr. Peter Habison bringt Licht ins Dunkel. Stefan Seip verrät uns heute mehr über Langzeitbelichtungen mit Nachführung. Das probieren wir nachts gleich aus und fotografieren die Sternbilder mit Nachführung. Wir versuchen uns in Aufnahmen mit auf das Teleskop "aufgesattelter" Kamera und halten Ausschau nach den Perseiden.

6. Tag, Sonntag, 12.08.2018: Im tiefen Weltraum

Heute stehen die "Deep Sky"-Objekte im Mittelpunkt unseres Interesses: die Sternenhaufen, Nebel und Galaxien draußen in den unendlichen Weiten des Raums. Stefan Seip macht uns und unsere Kameras fit für die Nacht, wenn wir unsere Teleskope gen Himmel richten und auf die Suche nach ausgewählten Objekten gehen. Aber auch die dünne Mondsichel lassen wir nicht außer Acht.

7. Tag, Montag, 13.08.2018: Am Anfang war - der Urknall

Mit Dr. Peter Habison reisen wir an den Beginn des Universums und hören Spannendes rund um den Urknall und den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu den Anfängen. Mit Stefan Seip setzen wir unsere Jagd nach den schönsten Objekten im All fort und greifen noch tiefer in die fotografische Trickkiste - erst in der Theorie, dann in der Nacht auch wieder in der Praxis.

8. Tag, Dienstag, 14.08.2018: Unterwegs zu den Sternen

Mit Stefan Seip widmen wir uns der Frage der Nachbearbeitung unserer Deep-Sky-Aufnahmen, und wir hören vom Kalibrieren, Stacking und Finalisieren. Und wie die Seefahrer nach und nach den Südsternhimmel entdeckt haben, erzählt uns Dr. Peter Habison zum Abschluss unseres Aufenthaltes auf Kiripotib. Nachts sehen wir uns den Mars noch einmal genauer an, haben dann aber auch Zeit für letzte eigene Beobachtungen und Aufnahmen.

9. Tag, Mittwoch, 15.08.2018: In die Kalahari

Wir verlassen unser Sternencamp und wagen uns ein Stück weiter in die Kalahari hinein. Die aktuelle Situation in Namibia und die politische Stimmung sind Themen auf der Fahrt zu unserer nächsten Station, der Kalahari Anib Lodge. Dort steigen wir in Geländewagen um und erkunden die roten Dünen der Kalahari. Ganz besonders freuen wir uns auf das Farbenspiel zum Sonnenuntergang.

10. Tag, Donnerstag, 16.08.2018: Quer durch Namibia

Vielfältige Landschaft, 13 Völker, mehr als 30 Sprachen - unterwegs durch Namibia erweitern wir unseren Blick auf das Land, spannende Themen gibt es genug. Wir machen Halt auf einem Weingut, wo wir zu einem Imbiss zu Gast sind und natürlich auch den Wein probieren. Und nebenbei erfahren wir, wie das Leben der Farmer hier draußen aussieht. Und bevor wir an den Toren des Namib-Naukluft-Parks ankommen, macht uns Stefan Seip mit den Anforderungen der Landschaftsfotografie vertraut. Zwei Übernachtungen in der Sossusvlei Lodge.

11. Tag, Freitag, 17.08.2018: In den Dünen

Schon frühmorgens brechen wir auf und fahren mit Bus und Geländewagen in die zentrale Namib (UNESCO-Welterbe), die älteste Wüste der Welt. Die Landschaft am Sossusvlei ist einer der großen Höhepunkte unserer Reise: Bis zu 300 m hohe Sanddünen rahmen eine riesige Lehmpfanne ein - ein Augenschmaus und Futter für unsere Kameras, besonders am frühen Morgen, wenn der orangefarbene Sand besonders hell leuchtet. Wer möchte, besteigt eine der Dünen, bevor wir auf der Rückfahrt am Sesriem-Canyon Halt machen: Hier verschwindet der Tsauchab-Fluss unter einer Felsplatte.

12. Tag, Samstag, 18.08.2018: Facetten der Namib

Auf unserer Fahrt durch die Namib ans Meer machen wir halt an den schönsten und interessantesten Stellen des Namib-Naukluft-Parks: Wir blicken hinab in den tief eingeschnittenen Kuiseb-Canyon, bestaunen auf der Welwitschia-Fläche die urzeitliche Pflanze Welwitschia mirabilis, die ihr Wasser aus der Luft zieht, und stehen beeindruckt vor der sogenannten Mondlandschaft, die ihren Namen redlich verdient. Und nebenbei überqueren wir den Wendekreis des Steinbocks. In Swakopmund erreichen wir die Atlantikküste. Zwei Übernachtungen.

13. Tag, Sonntag, 19.08.2018: Zwischen Wüste und Meer

Deutsche Kolonialarchitektur, üppige Parks und Gärten vor dem Hintergrund der Dünen der Namib: Swakopmund wirkt wie ein Ostseebad, das an den Wüstenrand versetzt wurde. Zunächst aber geht es noch einmal in die Wüste, auf eine spannende Exkursion in die Dünen: Wir suchen die "Small Five", die kleinen Tiere, denen es gelingt, in der lebensfeindlichen Umgebung zu überleben! Der Rest des Tages gehört Swakopmund, zum Flanieren und Entdecken. Schnell kommen Sie mit den Einheimischen ins Gespräch, denn hier wird Deutsch gesprochen. Und auch wenn Sie hier Schwarzwälder Kirschtorte oder Eisbein genießen können, finden Sie auch jede Menge Restaurants und Cafés mit leckerer namibischer Küche.

14. Tag, Montag, 20.08.2018: In die Erongoberge

Wir verlassen das Meer und fahren hinauf in die Erongoberge, die wir gegen Mittag erreichen: mächtige Granitfelsen in dieser bizarren Berglandschaft. Neben der Landschaft faszinieren uns aber auch die farbigen Felszeichnungen, die die Buschleute an verschiedenen Stellen in den Stein ritzten - womöglich schon vor Tausenden von Jahren. Auf einer Rundfahrt besuchen wir die interessantesten Stellen, bevor wir in unserer Lodge beim Abendessen auf unsere erlebnisreiche Reise anstoßen.

15. Tag, Dienstag, 21.08.2018: Abschied von Namibia

Es heißt Abschied nehmen: Nach einem kurzen Halt in Okahandja, wo der Aufstand der Herero begonnen hat - das dunkle und noch immer nicht abgeschlossene Kapitel deutscher Kolonialgeschichte - geht es zurück nach Windhuk, von wo aus wir am Abend den Rückflug antreten (Nachtflug, nonstop nach Frankfurt, Flugdauer ca. 10 Std.).

16. Tag, Mittwoch, 22.08.2018: Zurück in Europa

Morgens Landung in Frankfurt und Anschluss zu den anderen Städten.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Event

Stefan Seip und Dr. Peter Habison

Der Diplom-Biologe Stefan Seip hat sich ganz der Fotografie verschrieben. Neben der Landschaftsfotografie und der kunstvollen Fotografie in Schwarzweiß hat es ihm vor allem die Astrofotografie angetan. Seine Aufnahmen brachten ihm weltweites Renommee ein. Der Astronom, Physiker und Wissenschaftshistoriker Dr. Peter Habison war lange Jahre Direktor der Kuffner- und Urania-Sternwarte sowie des Zeiss-Planetariums in Wien und ist seit 2009 zuständig für die Wissenschaftskommunikation der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Österreich. Beide Experten verbindet neben einer langjährigen Freundschaft die Begeisterung, ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Leidenschaften einem breiteren Publikum weiterzugeben, auf immer wieder gemeinsam veranstalteten Reisen zu Destinationen, in denen sich Astronomie und Fotografie ideal verbinden lassen.

Fotoausrüstung

Für die Astrofotografie durch die Teleskope benötigen Sie eine Kamera mit Wechselobjektiv und einen Teleskopadapter, für die Nachtaufnahmen ein Stativ. Aufgrund der langen nächtlichen Aufenthalte im Freien auf Kiripotib ist Winterkleidung ratsam.

Termine & Preise

Termine & Preise 2018

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Mögliche Abflughäfen Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, Luxemburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Wien, Zürich
N.N.

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 20.10.2017 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnanreise zum/vom Abflugsort 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Air Namibia von Frankfurt nach Windhuk und zurück; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 130 €)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemem, landesüblichem Reisebus
  • Fahrten mit Geländewagen lt. Reiseverlauf
  • 7 Übernachtungen in Hotels und Lodges, teilweise mit Klimaanlage und Swimmingpool
  • 6 Übernachtungen auf der Astrofarm Kiripotib
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Frühstücksbuffet, 12 Abendessen im Hotel und ein Imbiss auf einem Weingut
  • Teleskope und Montierungen auf der Astrofarm
  • Begleitung und Vorträge durch Stefan Seip und Dr. Peter Habison
  • Und außerdem: örtliche Reiseleitung, Eintrittsgelder, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für die Einreise nach Namibia einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig ist und über mindestens zwei freie Seiten verfügt.

Für Reiseteilnehmer anderer Nationalitäten gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Wir bitten Sie, sich ggf. in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen.

Der Einreisestempel ¿Visitors Entry Permit¿ kann für einen Zeitraum bis zu 90 Tagen erteilt werden. Dies muss jedoch nicht zwingend der Fall sein. In der Regel wird die Gültigkeitsdauer auf den Zeitraum des tatsächlich beabsichtigten Aufenthalts begrenzt, der sich aus dem Rückflugdatum ergibt. Es wird jedoch dringend empfohlen, sofort bei Einreise zu kontrollieren, ob mindestens so viele Aufenthaltstage genehmigt wurden wie tatsächlich benötigt. Eine - auch unbeabsichtigte - Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung kann zur Verhängung drastischer (Haft-) Strafen führen. Falls sich während des Aufenthalts die Notwendigkeit zur Verlängerung ergibt - z. B. im Krankheitsfall, so sollte unbedingt rechtzeitig eine Verlängerung des Visums beim ¿Ministry of Home Affairs¿, Independence Avenue/Ecke Casino Str., Windhuk, beantragt werden.

Wenn Sie Ihre Namibiareise mit einem Aufenthalt in Südafrika verbinden oder via Johannesburg oder Kapstadt nach Namibia fliegen, sind, insbesondere für minderjährige Kinder, ab dem 01. Juni 2015 neue Bestimmungen für die Einreise nach Südafrika zu beachten:

Kindereinträge im Reisepass der Eltern werden in Südafrika nicht anerkannt und berechtigen das Kind nicht zum Grenzübertritt. Somit benötigen alle Kinder ein eigenes Reisedokument. Der Reisepass des Elternteils bleibt uneingeschränkt gültig.

Darüber hinaus müssen Personen unter 18 Jahren bei Ein- und Ausreise eine vollständige Geburtsurkunde vorweisen, aus welcher beide Eltern hervorgehen.

Unter Verweis auf die Einreisebestimmungen benachbarter Länder ist es derzeit gängige Praxis an namibischen Grenzkontrollstellen, bei der Ein- und Ausreise minderjähriger Kinder die Sorgerechtslage zu prüfen. Es handelt sich hierbei nicht um namibische Rechtsvorschriften. Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Geburtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind.

Um Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise zu vermeiden, wird daher bis auf Weiteres empfohlen, internationale Geburtsurkunden, bzw. gegebenenfalls beglaubigte englische Übersetzungen mitzuführen.

Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter Elternteile, muss außerdem nachgewiesen werden, dass der nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eidesstattliche Versicherung (affidavit), Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils), bzw. dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht oder Sterbeurkunde oder Negativbescheinigung des deutschen Jugendamts, wenn die minderjährige Person in Deutschland wohnhaft ist).

Personen, die mit Minderjährigen reisen, welche nicht ihre eigenen Kinder sind, müssen neben der vollständigen Geburtsurkunde des Kindes eidesstattliche Versicherungen (affidavit), Passkopien und die Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters des Kindes vorlegen.

Allein reisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein Bestätigungsschreiben einschließlich Kontaktdaten und Wohnanschrift, eine Passkopie und gegebenenfalls eine Kopie der namibischen Aufenthaltserlaubnis derjenigen Person vorlegen, zu welcher der Minderjährige in Namibia reisen soll.

Eidesstattliche Versicherungen (affidavits) bedürfen der Beglaubigung durch einen ¿commissioner of oaths¿ (in Namibia), einen Notar oder eine namibische Auslandsvertretung.

Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen. Kurzfristige Änderungen der Bestimmungen oder abweichende Auslegungen durch einzelne Dienststellen können nicht ausgeschlossen werden. Detaillierte und verbindliche Informationen erhalten Sie beim namibischen Ministry of Home Affairs and Immigration oder der für Ihren Wohnort zuständigen namibischen Auslandsvertretung.

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Namibia

Impfschutz

Bei der Einreise aus Deutschland (Direktflug) sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen.

Bei Einreise aus einem von der WHO als Gelbfieber-Endemiegebiet deklariertem Land wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt (Internationales Impfzertifikat mit lebenslanger Gültigkeit). Eine Liste der Gelbfieber-Endemiegebiete (z. B. Nachbarland Angola) finden Sie unter www.who.int.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen ( http://www.rki.de )

Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio, gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.

Malaria

Ein hohes Risiko besteht ganzjährig im äußersten Norden des Landes, entlang des Kawango und Kuneneflusses sowie in der Region Sambesi (ehemals Caprivi-Streifen). Ein mittleres Risiko (höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) besteht in den Provinzen Omusati, Oshana (östliches Ovamboland) Ohangwena, Oshikoto (Etosha-Nationalpark) sowie in den nordöstlichen Teilen von Otjozondjupa und Omaheke. Kein Risiko besteht im zentralen Hochland, in der Hauptstadt Windhuk sowie in den südlichen und westlichen Landesteilen.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung in einer geeigneten medizinischen Institution mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe ggfs. eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.

Für die Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

- körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

- in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

- ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen

Weitere nur durch Expositionsprophylaxe vermeidbare Erkrankungen kommen vor.

HIV/AIDS

Etwa 17% der 15-49 Jährigen sind HIV positiv; damit gehört Namibia zu den Ländern mit der höchsten HIV-Prävalenz der Welt. Besonders Risikogruppen (Prostituierte, Männer, die gleichgeschlechtlichen Verkehr haben, sog. MSM) sind darüber hinaus deutlich stärker betroffen Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. In den letzten Jahren ist es wiederholt, v.a. im Norden des Landes, zu einer Häufung von Cholerafällen gekommen, die auch die Hauptstadt Windhuk erreicht haben. Die Cholera ist grundsätzlich eine gut zu behandelnde Erkrankung; eine erhöhte Gefährdung für Reisende aus Europa besteht daher nicht.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Gifttiere

Wie in allen tropischen Ländern kommen auch in Namibia (auch in Windhuk) eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden inklusive Todesfolge bewirken kann. Dennoch sind Schlangenbisse ungewöhnlich und erfolgen selten unprovoziert! Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch gibt es einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte zum Teil auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, u. a.). Wie in den Tropen allgemein bekannt sein sollte: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige ¿Untermieter¿ durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Zeckenübertragbare Erkrankungen

Eine Reihe von Erkrankungen nach Zeckenbissen sind aus Namibia bekannt.

Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber

Diese hämorrhagische Viruserkrankung tritt sporadisch in Namibia auf. Das Virus wird hauptsächlich durch Zecken der Gattung Hyalomma oder durch Kontakt zu Fleisch oder Blut infizierter Tiere übertragen. Häufig kommt es auch durch engen Kontakt zu Infizierten in den Gesundheitseinrichtungen zu Folgeerkrankungen. Ein Charakteristikum dieser Infektion ist hohes Fieber, ausgeprägtes Krankheitsgefühl und eine Blutungsneigung. Die Erkrankung ist mit einer hohen Sterberate assoziiert.

Afrikanisches Zeckenbissfieber

Eine nach der Malaria häufigste fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in afrikanischen Nationalparks ist das afrikanische Zeckenbissfieber (african tick bite fever). Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z.T. sehr stechaggressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam.

Schutz ist nur durch adäquate Bekleidung, Insektenabwehrmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Exposition spätestens am Abend möglich.

Weitere Gesundheitsgefahren

Immer wieder treten Milzbrand-Erkrankungen bei Tieren aber auch beim Menschen besonders im Norden Namibias (Oshikoto) auf. Milzbrand wird von erkrankten Tieren auf z.B. Farmarbeiter und Tierärzte übertragen, aber auch über das Fleisch infizierter Tiere.

Die UV-Strahlung in Namibia ist sehr hoch. Zum Schutz von Haut und Augen sind Sonnenschutz wie bedeckende Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Sunblocker mit hohem Lichtschutzfaktor daher unbedingt erforderlich.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht immer vergleichbar, auf dem Lande kann sie technisch und apparativ problematisch sein, auch die hygienischen Standards sind nicht immer ausreichend. In Windhuk und den größeren Städten gibt es eine gute ambulante und stationäre Versorgung, ähnlich wie in Deutschland. Die Ärzte stehen im Telefonbuch ganz vorn unter ¿Medical Practitioners¿. Die deutsche Botschaft in Windhuk führt online eine Liste deutschsprachiger Mediziner.

Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Selbstfahrer sollten mit ihren Autovermietern anhand der geplanten Reiseroute die Notwendigkeit eines Abschlusses einer Kurzzeitversicherung zur Rettung nach einem Verkehrsunfall abklären.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: <http://www.dtg.org/> oder <http://www.frm-web.de>).

(unverändert gültig seit: 24. Februar 2017)