Israel

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Übersicht

  • Eine kompakte Reise durch Israel mit allen Höhepunkten: Partystadt Tel Aviv, See Genezareth, Totes Meer und die Heilige Stadt Jerusalem
  • Drei Übernachtungen in Jerusalem
  • Zu Gast zum Mittagessen bei einer palästinensischen Familie in Bethlehem

Das Mittelmeer glitzert, und ist die Sonne versunken, geht die Party los: in Tel Aviv. Trendy und jung, mit Bauhausviertel und Märkten. Vom 49. Stock des Azrieli-Turms aus blicken Sie auf die szenige Stadt und auf eine aussichtsreiche Reise durch Israel. Sie baden im Toten Meer und genießen Merlot und Sauvignon in einer Weinkooperative. Am See Genezareth wandeln Sie auf den Spuren von Jesus, in Jerusalem begegnen Sie jüdischem, christlichem und muslimischem Nebeneinander und dem umstrittenen Tempelberg. Einheit versus Nahostkonflikt. Damit muss man hier leben. Wie genau, erzählt man Ihnen persönlich in Bethlehem.

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Sonntag, 08.03.2020: Tel Aviv - Metropole am Meer

Bahnanreise zum Flughafen, vormittags Flug mit Lufthansa nach Tel Aviv, Ankunft am Nachmittag. Alternativ Flug mit Austrian von Wien oder mit Swiss von Zürich. Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt Sie im Hotel. Beim Welcome-Dinner lernen Sie die Gruppe kennen. Nachts am Strand zwischen Meer und Lichtermeer spazierend, saugen Sie die dichte Atmosphäre der hellwachen Weltstadt ein. Wenn Sie gleich die erste Nacht der Reise zum Tage machen wollen, dann sind Sie in Tel Aviv genau richtig. Egal, ob Sie im Straßencafé die Multikulti-Szene beobachten oder im alten Hafenviertel Jazz hören wollen - die Nächte von Big Orange sind lang! Zwei Übernachtungen in Tel Aviv.

(A)

2. Tag, Montag, 09.03.2020: Tel Aviv - Hightechmetropole und Partyhauptstadt

So geht der Tag gleich gesund los: Viele Einwohner von Tel Aviv kommen schon morgens ans Meer und joggen, walken oder machen Krafttraining (Fitnessgeräte stehen zur freien Verfügung am Strand). Geben Sie sich einen Schubs! Frisch geduscht lassen Sie sich dann gemütlich im Bus durch die Stadtteile Tel Avivs fahren. Die könnten unterschiedlicher nicht sein: Hier die strahlende Weiße Stadt, das Bauhausviertel (UNESCO-Welterbe) der 1930er Jahre, daneben die Glastürme des israelischen "Silicon Wadi" und dort die Altstadt Jaffa mit einer fast 4000-jährigen Siedlungsgeschichte. Versäumen sollte man auf keinen Fall den bunten Carmel-Markt, wo die Juden täglich frisch einkaufen und die Fahrt ins 49. Stockwerk des Azrieli Tower mit dem grandiosen Blick über die Stadt. Wie wäre es am Abend mit einem Barbesuch im restaurierten alten Bahnhof, wo schon Kaiser Wilhelm II. aus dem Zug von Jerusalem stieg. Heute ist hier das angesagteste Vergnügungszentrum der Stadt, und auch Sie finden hier abends das passende Restaurant.

(F)

3. Tag, Dienstag, 10.03.2020: Caesarea, Akko, See Genezareth

Wir fahren in den Norden zum antiken Caesarea maritima. Hippodrom, alte Bäder, Paläste und einer der größten Häfen des antiken Mittelmeers. Die gewaltige Hafenstadt ließ der Baukönig Herodes in nur zwölf Jahren hochziehen. Danach geht es in die moderne Hafenstadt Akko (UNESCO-Welterbe), dennoch scheint hier die Zeit stillzustehen; Orientflair strömt aus allen Poren dieser Stadt. Moscheen, Karawansereien und buntes Treiben bestimmen das Bild. Wer geht mit dem Reiseleiter in den Untergrund und erkundet die Überreste der Johanniter aus der Kreuzfahrerzeit? Zwischendrin sollte man unbedingt Falafel probieren, die leckeren Kichererbsenbällchen sind garantiert vegetarisch! Dann fahren wir an den See Genezareth, der mehr als 200 m unter dem Meeresspiegel liegt. 190 km. Drei Übernachtungen in Tiberias.

(F/A)

4. Tag, Mittwoch, 11.03.2020: Safed, Jordanquellen und Golanhöhen

Heute geht es in die Berge Obergaliläas zu den jüdischen Mystikern. Safed ist die Hochburg der Kabbalisten, einer mystischen Richtung im Judentum, die mit ihrem Geheimwissen sogar das "Material Girl" Madonna zeitweise für Höheres begeistern konnte. Ganz anders der Palästinenserführer Mahmud Abbas. Er floh bereits 1948 aus Safed. Aber das ist ein anderes Kapitel. Weiter geht es in den Norden Israels, wo wir vom Banias-Wasserfall zu den Jordanquellen wandern (1,5 Std., leicht, ↑50 m ↓0 m). Dann hinauf auf die Golanhöhen. 1967 ein Kriegsschauplatz, heute ein perfektes Weinanbaugebiet - wo die besten Weine der Region angebaut werden, selbstverständlich können wir sie verkosten. Zum Wohl! Fahrtstrecke 170 km.

(F/A)

5. Tag, Donnerstag, 12.03.2020: Ein Tag am See Genezareth und viel Freizeit

Am Morgen geht es zu den heiligen Stätten am Nordende des Sees: Der Berg der Seligpreisungen erinnert an die Bergpredigt. Extra Tour Ein kleiner, stimmungsvoller Spaziergang zwischendurch? Dann laufen Sie (ca. 30 Min.) durch die biblische Landschaft vom Berg der Seligpreisungen hinunter zum See nach Tabgha! Dort, an der Kirche der wunderbaren Brot- und Fischvermehrung, wartet schon der Bus. Kapernaum war das Fischerdorf, wo Jesus lange gelebt und gewirkt hat. Von dort stammt auch Petrus - er gab dem beliebten Fisch den Namen, der heute noch gerne hier verspeist wird. Lust auf so einen knusprigen Petrusfisch - Ihr Reiseleiter kennt die besten Adressen! Anschließend entspannen wir bei einer Bootsfahrt über den See. Der Rest des Tages gehört Ihnen. Sie sagen sich: Kein Programm ist mein Programm, quetschen noch einmal den Reiseleiter aus und gehen dann gut ausgerüstet mit seinen Tipps Ihrer Wege – z. B. zur belebten Uferpromenade am Hafen, zum Shoppen in die Einkaufsstraßen von Tiberias oder an den Hotelpool. Wer etwas mehr Bewegung braucht, mietet sich vielleicht ein Fahrrad und strampelt ein Stück um den See Genezareth. 25 km.

Lust auf Extratouren? Studiosus hat sich immer wieder Alternativen zum Programm ausgedacht. Eine Alternative zum Ausflug in den Norden wäre eine Rafting-Tour am Oberlauf des Jordans. Rauschendes Wasser und eine üppige grüne Natur finden Sie in Israel nur hier. Ihr Reiseleiter hilft Ihnen gerne bei der Organisation.
(F/A)

6. Tag, Freitag, 13.03.2020: Westjordanland und Totes Meer

Südlich des Sees Genezareth steigen wir in Bet Schean über die kreuz und quer liegenden Säulen und Kapitelle einer römischen Stadt in das am besten erhaltene antike Theater Israels. Von hier geht es nur noch abwärts bis zum tiefsten Punkt der Erde, dem ziemlich salzigen Toten Meer. Sie werden noch reinspringen dürfen, jetzt spazieren wir aber erst einmal durch Qumran, wo die faszinierenden Schriftrollen der jüdischen Sekte aus der Zeit Jesu gefunden wurden. Und weiter zum Badeort En Bokek. 200 km. Zwei Übernachtungen am Toten Meer.

(F/A)

7. Tag, Samstag, 14.03.2020: Masada

Es gibt Geschichten, die lassen niemanden kalt. Über die Felsenfestung Masada (UNESCO-Welterbe) werden Sie so eine Geschichte hören. Wir fahren mit der Seilbahn zum Plateau hinauf und ergriffen wieder hinunter. Mit der bequemen Seilbahn runterfahren kann jeder, wie wär's mit einem Abstieg über den Schlangenpfad (ca. 45 Min.)? Unten trifft sich die Gruppe wieder am Bus. Nachmittags freie Zeit am Toten Meer. Busstrecke 30 km.

(F/A)

8. Tag, Sonntag, 15.03.2020: Auf nach Jerusalem!

Auf dem Weg nach Jerusalem • spazieren wir im Nationalpark En Gedi zum Davids-Wasserfall (1 Std., leicht, ↑100 m ↓100 m). Still blicken wir während der Weiterfahrt nach Jerusalem auf das allmählich verlandende Tote Meer. 120 km. Am Ölberg dann die großartige Stadt mit der golden strahlenden Kuppel des Felsendoms vor uns. Gleich drei Religionen betrachten Jerusalem als ihre Heilige Stadt. Wir sehen heute noch einige Orte, die in den letzten Tagen Jesu eine Rolle gespielt haben sollen. Als Erstes gehen wir am jüdischen Friedhof vorbei durch den Garten Gethsemane ins Kidron-Tal und in die Altstadt. Auf der Via Dolorosa begleiten wir die Pilger zur Grabeskirche. Drei Übernachtungen in Jerusalem. Nachts entfaltet die Heilige Stadt ihren besonderen Reiz Stadtmauer, Kirchen und Moscheen sind hell erleuchtet. Buchen Sie doch die Busrundfahrt "Jerusalem by night" und entdecken Sie die stimmungsvollsten Plätze der Stadt (25 €)!

(F/A)

9. Tag, Montag, 16.03.2020: Die Neustadt von Jerusalem

Das kleine, schmale Land Israel ist wahrscheinlich häufiger in den Nachrichten als irgendein anderes dieser Welt. Die Ursache der Nachrichten ist oft genug die Knesset, Israels Parlament. Niemand versteht die Gegenwart Israels, der sich nicht mit der Vorgeschichte des Landes befasst hat. Im Holocaust-Memorial Yad Vaschem haben wir dazu Gelegenheit. Wir streifen danach durch das Israel-Museum, wo uns weniger belastende Themen - wie die Qumranrollen und die neu renovierte Judaikaabteilung - wiederbegegnen. Extra Tour Nachmittags können Sie auf eigene Faust in der Metropole unterwegs sein. Und wenn Sie zum Abendessen in ein arabisches Restaurant gehen wollen, dann fragen Sie Ihren Reiseleiter.

Wenn Sie auf den Besuch des Israel-Museums verzichten - bei einem Rundgang auf der Stadtmauer bekommen Sie ungewöhnliche Ein- und Ausblicke.
(F)

10. Tag, Dienstag, 17.03.2020: Jerusalems Altstadt und Bethlehem

Das Zusammenleben der Religionen ist in Jerusalem etwas unübersichtlich. Ihr Reiseleiter erklärt Ihnen, wie es geht. Kurz gesagt: Muslime beten im Felsendom und in der Al-Aksa-Moschee. Die Juden gehen zur Klagemauer. Die christlichen Konfessionen teilen sich ganz ökumenisch die Grabeskirche. Vom Tempelberg (nur Außenbesichtigung von Felsendom und Al-Aksa-Moschee) geht es zur Klagemauer, dann spazieren wir zum jüdischen Viertel. Am späten Vormittag verlassen wir Israel vorübergehend und sehen uns in Bethlehem von palästinensischer Seite aus die 8 m hohe Mauer an. Wir besuchen die Geburtskirche Christi (UNESCO-Welterbe) und sprechen beim Mittagessen in einer palästinensischen Familie mit unseren Gastgebern über den Nahostkonflikt - man spricht Deutsch! Anschließend machen wir noch einen Spaziergang durch die Altstadt von Bethlehem. Zum Abschiedsessen treffen wir uns im Hotel. 40 km.

(F/M/A)

11. Tag, Mittwoch, 18.03.2020: Rückflug

Wer Lust hat, geht noch auf einen letzten Bummel in die Altstadt. Mittags Transfer zum Flughafen Tel Aviv. Nachmittags Rückflug mit Lufthansa. Alternativ mit Austrian nach Wien oder mit Swiss nach Zürich. Ankunft jeweils am Abend.

(F)

A: Abendessen F: Frühstück M: Mittagessen

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Bewertung

Kundenbewertung im Detail

Weiterempfehlung dieser Reise
86,7%Anteil Nennungen: Weiterempfehlung "ja", "ja, ohne jeglichen Vorbehalt"
Reiseverlauf (Reiseroute, Besichtigungen, Erlebniswert, organisatorischer Ablauf etc.)
95,4%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Studiosus-Reiseleitung
100,0%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Hotels
77,0%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Flugkomfort
93,3%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Buskomfort
96,7%Anteil Nennungen: Erwartung "erfüllt", "übertroffen", "erheblich übertroffen"
Den Anbieter Studiosus können weiterempfehlen
93,3%Anteil Nennungen: Weiterempfehlung "ja", "ja, ohne jeglichen Vorbehalt"
TÜV Rheinland Zertifikat ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015

Die Gästebewertungen unserer Reiseangebote werden anonym, kumuliert und ohne Personenbezug veröffentlicht. Das Verfahren wird jährlich vom TÜV Rheinland einem Audit unterzogen und separat nach der Qualitätsnorm ISO 9001:2008 zertifiziert, zuletzt im März 2018.

Termine & Preise

Termine & Preise 2020

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Beata Krienke M.A.
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Shabtai Serour
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
Beata Krienke M.A.

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 6.12.2019 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Natürlich achten wir bei unserer Zimmerplanung darauf, dass Frau mit Frau und Mann mit Mann ein Zimmer erhalten.
Sollte sich kein zweiter Reisender für Ihr Zimmer finden, wohnen Sie auf unsere Kosten im Einzelzimmer.
Diese Regelung gilt nicht für den Fall, dass zwei Personen gemeinsam oder aufeinander bezogen die Nutzung eines gemeinsamen Doppelzimmers gebucht haben und anschließend eine von beiden storniert.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Lufthansa (Economy, Tarifklasse K) von Frankfurt nach Tel Aviv und zurück; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 110 €)
  • Transfers
  • Rundreise in bequemem Reisebus
  • 10 Übernachtungen in guten Hotels mit Swimmingpool und Klimaanlage
  • Einzelzimmer bzw. halbes Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Frühstücksbuffet, ein Mittagessen bei einer Familie, ein Welcome-Dinner und 7 Abendessen im Hotel
bei me & more außerdem inklusive
  • Speziell qualifizierte, ortsansässige Studiosus-Reiseleitung
  • Palästinensische Führer in Bethlehem
  • Eine Weinprobe
  • Seilbahnfahrt nach Masada
  • Eintrittsgelder (ca. 60 €)
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
  • Klimaneutrale Bus- und Bahnfahrten durch CO2-Ausgleich

Einreise

Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
(Quelle: Studiosus Reisen München GmbH)
Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
finden hier weitere Informationen.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Visumsantrag als download

Einreisebestimmungen nach Israel / Palästinensische Gebiete

Für die Einreise nach Israel benötigen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass. Deutsche Staatsbürger, die vor dem 1.1.1928 geboren sind, benötigen ein israelisches Visum, das von Studiosus gegen eine Visagebühr von 25 € zzgl. 25 € Kurierkosten besorgt werden kann. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an unsere Visa-Abteilung.

Nach Ankunft am Flughafen Ben Gurion erhält jeder Reisende eine Einreisekarte (Border Control Clearance), die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Ein Einreisestempel im Pass wird dann nicht mehr angebracht. Bei der Überquerung von Kontrollpunkten, insbesondere im Westjordanland, sollte die Einreisekarte zusammen mit dem Pass zur Vermeidung von Schwierigkeiten mitgeführt werden.

Ein- und Ausreisepraxis

Vorherige Reisen in arabische Staaten oder nach Iran stellen per se kein Einreisehindernis dar.

Sollten im Reisepass Visa arabischer Staaten oder von Iran vorhanden sein, so ist jedoch bei der Einreise mit einer Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte zu rechnen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Dies gilt ebenfalls für deutsche Staatsangehörige mit auch nur vermuteter arabischer oder iranischer Abstammung. Gegebenenfalls empfiehlt sich eine entsprechende Nachfrage bei der israelischen Botschaft in Berlin. Auf die Möglichkeit der Ausstellung eines Zweitpasses durch die zuständige Passbehörde wird hingewiesen.

Bei der Ausreise aus Israel über den Flughafen Ben Gurion finden Sicherheitsüberprüfungen des Gepäcks, sowie Befragungen der Reisenden statt. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Flughafen zu erscheinen. Wenn elektrische Geräten, insbesondere Laptop-Computer, durch die israelischen Sicherheitsbehörden für Untersuchungen einbehalten werden, werden sie in der Regel nach ein bis drei Tagen an den Aufenthaltsort des Reisenden nachgesandt.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Visumsantrag als download

Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise

Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen nach Israel das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf einen späteren Reisetermin oder ein anderes Reiseziel umzubuchen.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir übersenden Ihnen hiermit zu Ihrer Information den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Israel. Den kompletten Wortlaut finden Sie im Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

In Israel ist die Sicherheitslage weiter angespannt. Meist mit Messern, gelegentlich auch mit Schusswaffen bewaffnete Einzeltäter greifen vor allem Angehörige der Sicherheitskräfte, aber auch israelische Zivilisten an. Die Sicherheitskräfte gehen im Regelfall massiv gegen die Angreifer vor. In Reaktion auf diese Angriffe wurden die Antiterror-Maßnahmen landesweit und in besonderem Maße im Raum Jerusalem ausgebaut. Die Angriffe richteten sich bisher nie gezielt gegen westliche Besucher, das deutsche Auswärtige Amt fordert dennoch auch Ausländer zu erhöhter Vorsicht auf.

Die israelischen Sicherheitskräfte treffen umfassende Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung und der vielen Besucher vor Terrorangriffen. An Freitagen und an wichtigen islamischen und jüdischen Feiertagen kommt es in der Altstadt von Jerusalem und rund um den Tempelberg gelegentlich zu gewalttätigen Protesten und Demonstrationen. Wir haben aus diesem Grund unsere Reisen so geplant, dass Besichtigungen in der Altstadt von Jerusalem an anderen Tagen stattfinden. Zudem finden unsere Rundgänge durch die Altstadt auf sorgfältig ausgewählten Routen und in Begleitung unserer ReiseleiterInnen statt. Wegen der Anschlagsgefahr vermeiden wir in ganz Israel die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Seit dem Frühjahr 2019 feuern radikale Palästinenser vermehrt Raketen auf israelisches Territorium ab: Diese Raketen schlugen meist im Grenzgebiet ein. Bei den Angriffen im März wurden zum ersten Mal seit mehreren Jahren auch Ziele im Großraum von Tel Aviv und somit im israelischen Kernland angegriffen. Auch im November gab es im Großraum von Tel Aviv und auch in Jerusalem Raketenalarm. Trotz Vermittlungsbemühungen der Vereinten Nationen und Ägyptens ist derzeit kein Ende des Konflikts abzusehen.

Da es im Zusammenhang mit dem syrischen Bürgerkrieg vereinzelt zu Grenzzwischenfällen an der syrisch-jordanischen Grenze gekommen ist, bieten wir weder in Israel noch in Jordanien Ausflüge in das unmittelbare Grenzgebiet zu Syrien an. In Israel verzichten wir wegen der Gefahr terroristischer Übergriffe aus den angrenzenden Territorien auch auf Aufenthalte im Umkreis des Gaza-Streifens sowie im direkten Grenzgebiet zum Libanon und zum Nordsinai.

Zusammen mit unseren Partnern vor Ort beobachten wir die Sicherheitslage im Nahen Osten sehr sorgfältig. Sollten sich bis zu Ihrer Abreise neue Gesichtspunkte ergeben, werden wir Sie umgehend informieren.

Wir wünschen Ihnen eine spannende und erlebnisreiche Reise durch Israel.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Studiosus-Team

Stand: 28. November 2019

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts

Israel

(Reisewarnung für den Gaza-Streifen)

Stand: 28.11.19

Dies ist ein gemeinsamer Reisehinweis für Israel und die palästinensischen Gebiete (Westjordanland, Ost-Jerusalem und Gaza-Streifen)

Aktuelle s

Am 12. und 13. November 2019 erfolgte ein verstärkter Raketen- und Mörserbeschuss aus dem Gaza-Streifen heraus auf israelisches Staatsgebiet.

Ein Wiederaufflammen der Handlungen und weitere Zwischenfälle am Gaza-Streifen und im unmittelbar angrenzenden Gebiet - insbesondere im Abstand von etwa 40 Kilometer von der Gaza-Sperranlage - können nicht ausgeschlossen werden.

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird weiterhin gewarnt, von Reisen und Aufenthalten in das unmittelbar angrenzende Gebiet wird derzeit dringend abgeraten.

- Verfolgen Sie die lokalen und internationalen Medien aufmerksam.

- Folgen Sie stets den Anweisungen von lokalen Sicherheitskräften.

Sicherheit – Teilreisewarnung Gaza-Streifen

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird gewarnt.

Von Reisen und Aufenthalten in das unmittelbar angrenzende Gebiet wird derzeit dringend abgeraten.

Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Libanon und Syrien, insbesondere östlich der Straße 98, wird abgeraten.

Terrorismus

Israel bleibt das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern.

Es kann nach wie vor nicht ausgeschlossen werden, dass es in der aktuellen Situation zu terroristischen Angriffen im öffentlichen Raum kommen kann; das Risiko eines Anschlags besteht fort.

- Seien Sie landesweit besonders vorsichtig, insbesondere in der Nähe von Bushaltestellen und Bahnhöfen und bei besonderen Anlässen.

- Meiden Sie möglichst größere Menschenansammlungen.

- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen.

Auch bei zunächst friedlichen Versammlungen besteht das Risiko, dass die Situation sehr schnell eskaliert.

Am israelischen Sicherheitszaun am Gaza-Streifen finden weiterhin Kundgebungen und Protestaktionen statt. Bei Demonstrationen kam es zu zahlreichen Todesopfern und Verletzten auf palästinensischer Seite. Insbesondere werden zahlreiche, mit Brandsätzen ausgestattete Drachen und Ballons eingesetzt, die vom Gaza-Streifen aus starten und im Nahbereich des Zauns landen. Auch Raketen- und Mörserbeschuss aus dem Gaza-Streifen heraus auf israelisches Staatsgebiet und israelische Gegenangriffe kommen des Öfteren vor. Zwischenfälle am Gaza-Streifen und im unmittelbar angrenzenden Gebiet sind nicht auszuschließen.

- Verfolgen Sie die Lageentwicklung aufmerksam.

- Meiden Sie größere Menschenansammlungen.

- Lassen Sie bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Israel und den Palästinensischen Gebieten besondere Vorsicht walten.

- Machen Sie sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) und Hinweisen des israelischen Zivilschutzes vertraut.

- Suchen Sie beim Erklingen von Alarmsirenen umgehend nahegelegene Schutzräume auf.

- Befolgen Sie ggf. die Anweisungen des israelischen Zivilschutzes Home Front Command (nur in Israel aufrufbar) oder erkundigen Sie sich telefonisch unter der Rufnummer 104 in englischer Sprache.

Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem)

Insbesondere auf dem Tempelberg/Haram Al Sharif und dessen Umgebung kann es zu Auseinandersetzungen kommen, etwa an muslimischen und jüdischen Feiertagen sowie an Freitagen.

- Seien Sie bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem besonders vorsichtig.

- Suchen Sie Rat bei einer ortskundigen Begleitung.

- Halten Sie sich über die aktuelle Lage informiert.

Grenzgebiet zu Syrien und Libanon

Im israelisch-syrischen Grenzgebiet haben sich die Spannungen erhöht. Es ist zu mehreren sicherheitsrelevanten, auch militärischen Zwischenfällen gekommen, bei denen Raketen, Mörsergranaten, etc. auf israelischem Territorium niedergegangen sind. Die israelischen Streitkräfte behalten sich Gegenmaßnahmen jeweils ausdrücklich vor.

- Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon, insbesondere östlich der Straße 98, wird abgeraten.

Grenzgebiet zu Ägypten

In der Vergangenheit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden. Vereinzelte bewaffnete Zwischenfälle entlang der israelisch-ägyptischen Grenze können nicht ausgeschlossen werden. In der Vergangenheit kam es dabei kam es auch zu Schusswechseln.

- Vermeiden Sie Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze und weichen Sie auf alternative Routen aus.

- Beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise Ägypten mit einer Teilreisewarnung für den Nordsinai inklusive des Grenzgebiets zu Israel (mit Ausnahme des an Eilat angrenzenden Ortes Taba).

Angrenzendes Gebiet zum Gaza-Streifen

Von Aufenthalten im unmittelbar angrenzenden Gebiet zum Gaza-Streifen wird derzeit dringend abgeraten.

- Beschränken Sie Bewegungen in der Region möglichst auf das Nötigste.

- Informieren Sie sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen.

- Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen von Sicherheitskräften.

Palästinensische Gebiete: Gaza-Streifen

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird gewarnt.

Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gaza-Streifen und in den dazugehörigen Küstengewässern praktisch keine konsularische Hilfe leisten. Gleiches gilt für die Ausreise aus dem Gazastreifen.

Im Rahmen der israelischen Militäroperation „Protective Edge“ erfolgten schwere Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung, beschädigt. Ferner befinden sich in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO).

Die Versorgungslage im Gaza-Streifen ist schwierig. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Das Grundwasser gilt als belastet. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleistungen, wie Kläranlagen, aus. Sie dürfte sich angesichts der derzeitigen Zuspitzung noch verschlechtern.

Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Im Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille“) neun Menschen ums Leben.

Der einzige Personenübergang zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, in Erez, ist zurzeit insbesondere für humanitäre Fälle und internationale Organisationen geöffnet. Der Gaza-Streifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, über den Übergang Erez, wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Grenzübergang Erez wurde auch in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen.

Der Grenzübergang Rafah, zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen, ist außer an Wochenenden und islamischen Feiertagen grundsätzlich geöffnet. Der Grenzübergang kann dann nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus dem Gaza-Streifen bedarf es der Zustimmung der ägyptischen und palästinensischen Grenzbehörden. Hier kann es auch bei erst kürzlich erfolgter Einreise zu Wartezeiten von mehreren Wochen bis zur Ausreise kommen. Eine Ausreise aus dem Gaza-Streifen kann bei erfolgter Einreise über Rafah auch nicht über den israelischen Grenzübergang Erez erfolgen.

Es besteht eine Reisewarnung für den Nordsinai. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nord-Sinai wird hingewiesen, siehe Reise- und Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung - Ägypten.

Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank)

Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands.

Es kommt immer wieder zu Anschlägen, Angriffen und Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Es gibt immer wieder Berichte über Angriffe auf Fahrzeuge, die mit Steinen oder Molotow-Cocktails beworfen werden, teils durch Palästinenser, teils durch israelische Siedler.

Die Sicherheitslage im Westjordanland ist ausgesprochen volatil und kann sich nach akuten Sicherheitsvorfällen schnell ändern. In solchen Fällen können einzelne Ortschaften durch das israelische Militär abgeriegelt oder sogenannte „fliegende“ Checkpoints eingerichtet oder bestehende Checkpoints vorübergehend geschlossen werden. Es kann zu Einsätzen der israelischen Sicherheitskräfte in Ramallah und anderen palästinensischen Städten und Dörfern kommen. Protestaktionen sind jederzeit möglich.

Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Beit Sahour, Beit Jalla, Jericho, Taybe, Al-Bireh und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Mit israelischen Mietwagen ist der Besuch dieser Städte, die im sogenannten A- und B-Gebiet liegen.

- Bereisen Sie das Westjordanland grundsätzlich nicht ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung.

- Kleiden Sie sich aufgrund der größtenteils konservativen Gesellschaft stets angemessen und verzichten Sie auf kurze Hosen/Röcke und nicht schulterbedeckende Kleidung.

- Bewahren Sie unbedingt Ruhe, meiden Sie Menschenansammlungen und suchen Sie ggf. Zuflucht im Inneren von Geschäften und Wohnhäusern.

- Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der israelischen und palästinensischen Sicherheitskräfte.

- Seien Sie bei der Benutzung der Straße 60 im Westjordanland besonderer vorsichtig, insbesondere um Hebron, um die sogenannte Gush-Etzion-Kreuzung sowie generell in der Nähe von israelischen Siedlungen und Checkpoints.

- Vermeiden Sie generell Fahrten in der Dunkelheit.

- Beachten Sie unbedingt Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten.

- Verfolgen Sie die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommt insbesondere an touristisch frequentierten Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Stränden vor.

- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.

- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus und an Stränden besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Israel und die Palästinensischen Gebiete liegen in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

Es gibt drei Klimazonen: Die Küstenebene hat feuchtheiße Somme und milde, regenreiche Winter, das Bergland einschließlich Jerusalem warme und trockene Sommer und kalte Winter, die Wüste heiße und trockene Sommer und milde Winter.

Vor allem in den Sommermonaten können aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen Busch- und Waldbrände sowie Sandstürme auftreten.

In den Wintermonaten kann es zu Überschwemmungen kommen, insbesondere in der Negev-Wüste.

Am Toten Meer gibt es inzwischen Tausende von Einsturzlöchern („Sink Holes“). Innerhalb von Sekunden entstehen an der Küste Einsturztrichter bzw. Erdfälle von bis zu 20 Meter Tiefe und 80 Meter Breite.

In Tel Aviv und Umgebung kommt es aufgrund von gefährlichen Strömungen immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.

- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

- Verlassen Sie befestigte Straßen und Wege am Toten Meer nicht.

- Halten Sie sich in Tel Aviv und Umgebung beim Baden im Meer immer in Strandnähe auf und schwimmen Sie nicht zu weit hinaus.

- Achten Sie auf teilweise sehr starken Strömungen und meiden Sie diese frühzeitig.

- Baden Sie nur an bewachten Küstenabschnitten und beachten Sie dort unbedingt die Beflaggung an den Stränden und die Durchsagen der Bademeister.

- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Israel / Palästinensische Gebiete

Aktuelle medizinische Hinweise

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

- Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland ist keine Impfung erforderlich. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung bei Einreise nachzuweisen.

- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.

- Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Für einen Langzeitaufenthalt in den Palästinensischen Gebieten wird zudem noch eine Typhusimpfung empfohlen.

- Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.

- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

- Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.

- Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.

- Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.

- Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.

- Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.

- Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.

- Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

- Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Weitere Infektionskrankheiten

Einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniasis, West-Nile Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z. B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).

In Israel ist es an mehreren Orten zu einem Wassersport-assoziierten Ausbruch von Leptospirose gekommen.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau in Israel ist gut bis sehr gut, die Notfallversorgung und Entbindungen erfolgen ausschließlich im dafür bestens etablierten staatlichen Gesundheitssystem. In den Palästinensischen Gebieten ist das Versorgungsniveau deutlich eingeschränkt. Krankenwagen dürfen die Grenze zu Israel nicht passieren. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall ist empfehlenswert.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe z. B. www.dtg.org.

Unverändert gültig seit: 28.11.2019