Israel mit Muße

Israel

Übersicht

  • Geruhsamer Reiseverlauf
  • Ausschließlich Mehrfachübernachtungen
  • Hotels mit Aufzug und Gepäckservice
  • Berücksichtigung von Diätwünschen
  • Besuch bei einer palästinensischen Familie in Bethlehem
  • Mit Golanhöhen, Totem Meer, drei Übernachtungen in Jerusalem

Der Olivenbaum, Symbol für Hoffnung und Frieden – beides mehr als fromme Wünsche im Nahen Osten. Und so liefert jene Pflanze das passende Motiv für diese Studienreise, an deren Ende wir ein junges Exemplar im Palästinensergebiet pflanzen werden. Davor erleben Sie ein aufregendes Land der Kontraste: Im modernen Tel Aviv erkunden Sie die Weiße Stadt, am See Genezareth wandeln Sie auf Jesu Spuren und bei Bethlehem lernen Sie Israel aus palästinensischer Perspektive kennen. Dazwischen bleibt viel Zeit für ein Bad im Toten Meer, Entspannung im Kibbuzhotel und Erlebnisse auf eigene Faust. Bis sich am Ende in Jerusalem das Bild eines Landes rundet, das voller Gegensätze ist und doch nach Einheit verlangt.

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Freitag, 09.10.2020: Schalom, Israel!

Bahnanreise 1. Klasse zum Flughafen. Vormittags Flug nach Tel Aviv. Ankunft am Nachmittag und Transfer ins Hotel, wo Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter erwartet. Am Abend stimmt uns ein farbenfrohes Buffet mit jüdischen Spezialitäten auf den Schabbatbeginn und auf unsere Reise ein. Diese Aromen und Düfte! Wie wär’s nach dem Essen noch mit einem Spaziergang an der Strandpromenade? Zwei Übernachtungen in Tel Aviv.

(F/A)

2. Tag, Samstag, 10.10.2020: Tel Aviv – Jaffa, Bauhaus und Meer

Vor gut 100 Jahren noch eine Dünenlandschaft, ist Tel Aviv heute heimliche Hauptstadt Israels und Hightechmetropole. Kontrast zu den modernen Hochhäusern bietet die orientalische Altstadt Jaffa. Wir erkunden das Bauhausviertel, die Weiße Stadt (UNESCO-Welterbe), und erleben einen Moment des Innehaltens am Rabin-Platz – Mahnmal dafür, welch brutale Auswirkungen religiöser Fanatismus haben kann. Im Diaspora-Museum erwartet uns eine Multimediareise durch die jüdische Geschichte. Im Licht der Nachmittagssonne suchen wir uns einen Ort im alten Hafen, atmen die Meeresbrise und genießen gemeinsam ein Glas Wein. Wer will, springt vor dem Abendessen ins Meer. 20 km.

(F/A)

3. Tag, Sonntag, 11.10.2020: Alte Spuren in Caesarea und Nazareth

Auf unserem Weg nach Caesarea durchqueren wir die Küstenebene, Israels "Silicon Wadi", wie es die hiesige Start-up-Szene gerne nennt. Die Ausgrabungen der alten Hafenstadt des Herodes versetzen uns dann in eine ganz andere Zeit, bevor uns die Gegenwart eiskalt erwischt: Granatapfel-Campari oder Guacamole? Bei diesen bizarren Eiskreationen werden Sie sicher dahinschmelzen. Durch die Olivenhaine Galiläas geht es nach Nazareth zur Verkündigungskirche. Bestimmt bleibt Zeit für einen Abstecher durch den lebhaften Basar, bevor wir das Feriendorf des Kibbuz En Gev am See Genezareth erreichen. 170 km. Drei Übernachtungen.

(F/A)

4. Tag, Montag, 12.10.2020: Bibelspuren am See Genezareth

Wir beginnen den Tag mit einer Bootsfahrt über den See. Hier heißt es: Motor aus, den Worten Ihres Reiseleiters lauschen und danach die meditative Stille genießen. Zurück an Land folgen wir den Spuren Jesu, erkunden den Berg der Seligpreisungen, erleben Tabgha, den Ort der Speisung der 5000 und entdecken Kapernaum, den Fischerort, wo Petrus zum Jünger Jesu wurde. Sein kulinarisches Vermächtnis: Petrusfisch. Und der schmeckt gebraten am besten. Wo? Ihr Reiseleiter weiß es! Nachmittags machen wir einen Abstecher auf die Golanhöhen – Dauerstreitthema zwischen Israel und Syrien. 100 km.

(F/A)

5. Tag, Dienstag, 13.10.2020: Akko und Safed – Kreuzfahrer und Kabbalisten

Ob Kreuzritter, Mamelucken, Osmanen oder Napoleon – die einst mächtige Hafenstadt Akko wollten sie alle haben. Wir begnügen uns mit dem Filetstück und stürzen uns in die orientalisch geprägte Altstadt zwischen Basaren, Moscheen und Karawansereien. Vegetarisch wird’s am Mittag mit dem israelischen Streetfood-Klassiker Falafel – übrigens eines der wenigen Dinge, auf die sich alle Religionen und Ethnien im Land einigen können. Eine der Spielarten des Judentums, die Kabbala-Lehre, hat ihre Hochburg im Städtchen Safed. Wir machen uns selbst ein Bild von den Kabbalisten, die sogar Popstar Madonna faszinieren, und besuchen die ein oder andere Galerie junger Künstler, die hier eine Heimat gefunden haben. Extra Tour 180 km.

Lust auf Extratouren? Studiosus hat sich immer wieder Alternativen zum Programm ausgedacht. Statt Akko und Safed können Sie heute auch die nahe gelegenen heißen Quellen von Hammat Gader besuchen. Bei der Organisation hilft Ihr Reiseleiter gern.
(F/A)

6. Tag, Mittwoch, 14.10.2020: Durchs Jordantal ans Tote Meer

Obstplantagen, Olivenbäume und Palmenhaine säumen unsere Fahrt durchs Jordantal. Erster Stopp: die Ausgrabungen von Bet Schean, dem "Pompeji Israels". Bei der Weiterfahrt passieren wir einige der jüdischen Siedlungen im Westjordanland. Eine komplizierte Materie, die Ihnen Ihr Reiseleiter gerne näher erläutert. Ganz friedlich wird es am Jordan bei Jericho. Johannes der Täufer soll hier vor rund 2000 Jahren gewirkt haben. Ungefähr zu dieser Zeit wurden auch viele der Qumran-Schriftrollen verfasst. Mehr dazu erfahren wir in einer inspirativen Multimediashow, bevor wir das Tote Meer erreichen. Wer möchte, genießt vor dem Abendessen eine kleine Auszeit in diesem Naturwunder. Ein bisschen Spa muss sein? Heute buchen, morgen genießen! 200 km. Zwei Übernachtungen in En Bokek.

(F/A)

7. Tag, Donnerstag, 15.10.2020: Masada und Entspannung am Toten Meer

Mit der Seilbahn schweben wir hinauf zur Palastfestung des Königs Herodes. Masada: architektonisches Meisterwerk, UNESCO-Welterbe und Symbol des jüdischen Widerstands gegen die Römer. Eine packende Geschichte, von der Ihr Reiseleiter mehr berichten kann. Extra Tour Der Nachmittag gehört Ihnen und lässt Zeit zur Entspannung am Ufer des Toten Meeres. 30 km.

Statt Seilbahn und Palast lieber Oase und Wasserfall? Dann fahren Sie doch mit dem Taxi zur Oase En Gedi und wandern dort im eigenen Tempo zum berühmten Davidswasserfall. Ihr Reiseleiter hilft gern bei der Organisation.
(F/A)

8. Tag, Freitag, 16.10.2020: Auf in die Heilige Stadt Jerusalem!

Die Beleuchtung von der richtigen Seite, gepaart mit der einzigartigen Aussicht auf die Heilige Stadt Jerusalem – wir genießen diesen intensiven Moment auf dem Ölberg mit allen Sinnen. Feinkost für die Ohren gibt es während der Einfahrt nach Jerusalem, bei der uns die heimliche Nationalhymne Israels begleitet. Sie verstehen kein Wort? Macht nichts, Aufklärung folgt. Vorher besuchen wir allerdings noch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem in Jerusalems Neustadt. Eine lange nachwirkende Erfahrung. Später können wir uns durch die Spezialitäten des Mahane-Yehuda-Marktes probieren: süße Datteln hier, würzige Oliven dort und wir mittendrin. 120 km. Drei Übernachtungen in Jerusalem.

(F/A)

9. Tag, Samstag, 17.10.2020: Pilgerwege in Jerusalem

Der Olivenbaum, Symbol für Hoffnung und Frieden. Im Angesicht der knorrigen und erhabenen Exemplare im Garten Gethsemane macht die Symbolik Sinn. Durchs Löwentor geht es anschließend in die Altstadt. Wir folgen den frommen Gesängen der Pilger von der Annakirche über die Via Dolorosa bis zur Grabeskirche. Nachmittags bleibt Zeit für Jerusalem in Eigenregie: ein Spaziergang auf der Stadtmauer, das jüdische Viertel durchstreifen oder auf dem Basar Exotisches probieren? Abends entfaltet das kunstvoll beleuchtete Jerusalem einen ganz besonderen Charakter: Die abendliche Bustour sollten Sie sich nicht entgehen lassen (ca. 25 €)!

(F/A)

10. Tag, Sonntag, 18.10.2020: Olivenbäume und Street-Art in Bethlehem

Perspektivenwechsel im palästinensischen Autonomiegebiet. Zu Fuß entdecken wir die biblisch anmutende Terrassenlandschaft von Battir mit ihren uralten Olivenbäumen. Apropos: Im Garten von Faten und ihrer christlich-palästinensischen Familie pflanzen wir ein Exemplar als Zeichen der Hoffnung für ein Land, das nach Frieden sucht. Wie lebt es sich hinter einer acht Meter hohen Mauer? Beim Mittagessen erzählen Ihre Gastgeber vom Leben im palästinensischen Autonomiegebiet. In der Geburtskirche in Bethlehem wird dann die Weihnachtsgeschichte für uns lebendig. Und wer noch Figuren für die heimische Krippe sucht: Kleine Kunstwerke aus Olivenholz gibt es bei einer christlichen Kooperative zu erwerben. Extra Tour 30 km.

Sie möchten auf den Besuch von Bethlehem lieber verzichten? Lassen Sie sich stattdessen mit dem Taxi zum Israel-Museum bringen: Hier gibt es die Schriftrollen von Qumran zu bewundern.
(F/A)

11. Tag, Montag, 19.10.2020: Tempelberg und Felsendom

Die goldene Kuppel des Felsendoms glänzt im Morgenlicht auf dem Tempelberg. Gläubige beten hier und in der Al-Aksa-Moschee (beides Außenbesichtigung, abhängig von der Sicherheitslage). Nur wenige Schritte entfernt feiern jüdische Familien Bar-Mizwa an der Klagemauer. Ein faszinierendes, aber fragiles Nebeneinander – davon zeugen auch die allgegenwärtigen Sicherheitskräfte. Wir verabschieden uns von Jerusalem – mit kleinen Überraschungen, dem Reiseleiter sei Dank! Mittags Transfer zum Flughafen von Tel Aviv. 60 km. Nachmittags Rückflug, Ankunft am Abend.

(F)

F: Frühstück A: Abendessen

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2020

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
06.03.–16.03. 2695(ca. 2863 CHF) 3595(ca. 3820 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
20.03.–30.03. 2995(ca. 3182 CHF) 3895(ca. 4138 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
17.04.–27.04. 2995(ca. 3182 CHF) 3895(ca. 4138 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
01.05.–11.05. 2745(ca. 2917 CHF) 3645(ca. 3873 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
11.09.–21.09. 2695(ca. 2863 CHF) 3595(ca. 3820 CHF)
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 29
2745(ca. 2917 CHF) Eva Manger
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
16.10.–26.10. 2745(ca. 2917 CHF) 3645(ca. 3873 CHF)
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 29
Nora Pugatsch
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 29
Carsten Günnel

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 10.7.2020 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Lufthansa (Economy, Tarifklasse K) von Frankfurt nach Tel Aviv und zurück, nach Verfügbarkeit
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 110 €)
  • Transfers
  • Rundreise in bequemem Reisebus
  • 10 Übernachtungen im Doppelzimmer, Hotels mit Klimaanlage und Swimmingpool
  • Halbpension (Frühstücksbuffet, 10 Abendessen im Hotel), zusätzlich ein Mittagessen bei einer palästinensischen Familie
bei Studiosus außerdem inklusive
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Palästinensischer Führer in Bethlehem
  • Bootsfahrt auf dem See Genezareth
  • Seilbahnfahrt nach Masada
  • Eintrittsgelder
  • Einsatz des Studiosus-Audiosets
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
  • Klimaneutrale Bus-, Bahn- und Bootsfahrten durch CO2-Ausgleich

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Aktuelle Hinweise zu Einreisebedingungen erhalten Sie hier und zu Corona-Vorsorgemaßnahmen unter der Rubrik "Sicher & Gesund" oder kontaktieren Sie Ihr Reisebüro.

Visumsantrag als download

Einreisebestimmungen nach Israel / Palästinensische Gebiete

Für die Einreise nach Israel benötigen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass. Deutsche Staatsbürger, die vor dem 1.1.1928 geboren sind, benötigen ein israelisches Visum, das von Studiosus gegen eine Visagebühr von 25 € zzgl. 25 € Kurierkosten besorgt werden kann. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an unsere Visa-Abteilung.

Nach Ankunft am Flughafen Ben Gurion erhält jeder Reisende eine Einreisekarte (Border Control Clearance), die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Ein Einreisestempel im Pass wird dann nicht mehr angebracht. Bei der Überquerung von Kontrollpunkten, insbesondere im Westjordanland, sollte die Einreisekarte zusammen mit dem Pass zur Vermeidung von Schwierigkeiten mitgeführt werden.

Ein- und Ausreisepraxis

Vorherige Reisen in arabische Staaten oder nach Iran stellen per se kein Einreisehindernis dar.

Sollten im Reisepass Visa arabischer Staaten oder von Iran vorhanden sein, so ist jedoch bei der Einreise mit einer Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte zu rechnen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Dies gilt ebenfalls für deutsche Staatsangehörige mit auch nur vermuteter arabischer oder iranischer Abstammung. Gegebenenfalls empfiehlt sich eine entsprechende Nachfrage bei der israelischen Botschaft in Berlin. Auf die Möglichkeit der Ausstellung eines Zweitpasses durch die zuständige Passbehörde wird hingewiesen.

Bei der Ausreise aus Israel über den Flughafen Ben Gurion finden Sicherheitsüberprüfungen des Gepäcks, sowie Befragungen der Reisenden statt. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Flughafen zu erscheinen. Wenn elektrische Geräten, insbesondere Laptop-Computer, durch die israelischen Sicherheitsbehörden für Untersuchungen einbehalten werden, werden sie in der Regel nach ein bis drei Tagen an den Aufenthaltsort des Reisenden nachgesandt.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Corona-Vorsorgemaßnahmen

Selbstverständlich ist uns Ihre Gesundheit, gerade in Zeiten von Corona, besonders wichtig. Wir haben daher bei der Planung alle bekannten Rahmenbedingungen sowie Verhaltens-, Distanz- und Hygienevorschriften in den Tagesprogrammen bestmöglich berücksichtigt. Nähere Informationen erhalten Sie im gemeinsamen Hygiene- und Sicherheitskonzept der Unternehmensgruppe Studiosus und Marco Polo Reisen

Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Es besteht auch für Israel weiterhin eine nicht auszuschließende Gefahr von Anschlägen, die sich gegen öffentliche Verkehrsmittel richten könnten. Aus diesem Grund verzichten wir vorsorglich bei unseren Besichtigungsprogrammen in Israel auf die Benutzung der öffentlichen Linienbusse. Für längere Strecken haben wir einen Bus bestellt oder benutzen Taxen; kürzere Wegstrecken legen wir zu Fuß zurück. Wir fordern unsere Reiseleiter zu erhöhter Wachsamkeit auf. Auch in Ihrer Freizeit sollten Sie die öffentlichen Verkehrsmittel meiden und mit dem Taxi fahren.

Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise

Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen nach Israel das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf einen späteren Reisetermin oder ein anderes Reiseziel umzubuchen.

Treppen- und Balkongeländer

Die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung entsprechen nicht überall dem deutschen Standard. In manchen Hotels, die Sie auf Ihrer Reise besuchen werden, sind die Treppen- und Balkongeländer niedriger als 90 cm und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir übersenden Ihnen hiermit zu Ihrer Information die aktuellen Sicherheitshinweise des deutschen Auswärtigen Amtes zu Israel. Den kompletten Wortlaut finden Sie im Internet unter http://www.auswaertiges-amt.de. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

In Israel ist die Sicherheitslage weiter angespannt. Meist mit Messern, gelegentlich auch mit Schusswaffen bewaffnete Einzeltäter greifen vor allem Angehörige der Sicherheitskräfte, aber auch israelische Zivilisten an. Die Sicherheitskräfte gehen im Regelfall massiv gegen die Angreifer vor. In Reaktion auf diese Angriffe wurden die Antiterror-Maßnahmen landesweit und in besonderem Maße im Raum Jerusalem ausgebaut. Die Angriffe richteten sich bisher nie gezielt gegen westliche Besucher, das deutsche Auswärtige Amt fordert dennoch auch Ausländer zu erhöhter Vorsicht auf.

Die israelischen Sicherheitskräfte treffen umfassende Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung und der vielen Besucher vor Terrorangriffen. An Freitagen und an wichtigen islamischen und jüdischen Feiertagen kommt es in der Altstadt von Jerusalem und rund um den Tempelberg gelegentlich zu gewalttätigen Protesten und Demonstrationen. Wir haben aus diesem Grund unsere Reisen so geplant, dass Besichtigungen in der Altstadt von Jerusalem an anderen Tagen stattfinden. Zudem finden unsere Rundgänge durch die Altstadt auf sorgfältig ausgewählten Routen und in Begleitung unserer ReiseleiterInnen statt. Wegen der Anschlagsgefahr vermeiden wir in ganz Israel die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Seit dem Frühjahr 2019 feuern radikale Palästinenser vermehrt Raketen auf israelisches Territorium ab: Diese Raketen schlugen meist im Grenzgebiet ein. Bei den Angriffen im März 2019 wurden zum ersten Mal seit mehreren Jahren auch Ziele im Großraum von Tel Aviv und somit im israelischen Kernland angegriffen. Auch im November 2019 und Anfang 2020 gab es im Großraum von Tel Aviv und auch in Jerusalem Raketenalarm. Trotz Vermittlungsbemühungen der Vereinten Nationen und Ägyptens ist derzeit kein Ende des Konflikts abzusehen.

Da es im Zusammenhang mit dem syrischen Bürgerkrieg vereinzelt zu Grenzzwischenfällen an der syrisch-jordanischen Grenze gekommen ist, bieten wir weder in Israel noch in Jordanien Ausflüge in das unmittelbare Grenzgebiet zu Syrien an. In Israel verzichten wir wegen der Gefahr terroristischer Übergriffe aus den angrenzenden Territorien auch auf Aufenthalte im Umkreis des Gaza-Streifens sowie im direkten Grenzgebiet zum Libanon und zum Nordsinai.

Zusammen mit unseren Partnern vor Ort beobachten wir die Sicherheitslage im Nahen Osten sehr sorgfältig. Sollten sich bis zu Ihrer Abreise neue Gesichtspunkte ergeben, werden wir Sie umgehend informieren.

Wir wünschen Ihnen eine spannende und erlebnisreiche Reise durch Israel.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Studiosus-Team

Stand: 2. Juli 2020

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts

Israel

(Reisewarnung für den Gaza-Streifen)

Stand: 2.7.20

Dies ist ein gemeinsamer Reisehinweis für Israel und die palästinensischen Gebiete (Westjordanland, Ost-Jerusalem und Gaza-Streifen)

Aktuelles

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Israel weiterhin gewarnt.

Es besteht ein Einreiseverbot für alle ausländischen Reisenden. Ausnahmeregelungen gibt es nur für ausländische Reisende, die einen Lebensmittelpunkt in Israel nachweisen können. Dazu ist vorab mit der zuständigen israelischen Auslandsvertretung Kontakt aufzunehmen. Reisende müssen sich direkt nach Einreise für 14 Tage in Quarantäne begeben. Reisenden, die nicht über eine abgeschlossene Wohneinheit (Apartment, Haus, etc.) verfügen, stehen hierfür speziell von der israelischen Regierung eingerichtete Quarantänehotels zur Verfügung. Der von israelischen Behörden kontrollierte Übergang Allenby-Brücke von Jordanien in das Westjordanland ist derzeit komplett geschlossen.

Es gibt nur noch wenige Flugverbindungen nach Deutschland.

Es gibt Einschränkungen im täglichen Leben. Die Versorgung ist aber gewährleistet. Es besteht die Pflicht, im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Außerdem sind Abstandsregelungen (zwei Meter zu anderen Personen) einzuhalten.

In den Palästinensischen Gebieten gilt weiterhin der Notstand. Hotels und Pensionen sind für ausländische Gäste nach wie vor geschlossen.

Der Übergang Erez zwischen dem Gaza-Streifen und Israel sowie der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten sind für den Personenverkehr in jeweils beide Richtungen geschlossen.

Der Übergang Erez zwischen dem Gaza-Streifen und Israel sowie der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten sind für den Personenverkehr in jeweils beide Richtungen geschlossen.

- Setzen Sie sich möglichst umgehend mit Ihrem Reiseveranstalter bzw. Ihrer Fluggesellschaft in Verbindung und prüfen Sie auch Rückkehroptionen über Drittländer.

- Informieren Sie sich vor Reiseantritt über etwaige Ausnahmen bei der Israelischen Botschaft in Berlin oder beim israelischen Ministry of Health.

- Achten Sie auf Hygienevorschriften, kontaktieren Sie bei Symptomen (z.B. Fieber über 38 Grad, Husten, Atembeschwerden oder andere Atemprobleme) den Notruf 101 und begeben sich in Heimquarantäne.

- Halten Sie sich auch vor Ort über die Entwicklungen informiert, das israelische Gesundheitsministerium erreichen Sie telefonisch vor Ort von 8 bis 21 Uhr unter Tel. *5400 bzw. 08-6241010.

- Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 /Coronavirus

Seit Veröffentlichung der US-Vorschläge für den Nahostfriedensprozess ist die Sicherheitslage insbesondere in Jerusalem und dem Westjordanland angespannt. Sollte es ab dem 1. Juli zu Verkündungen von Annexionsplänen kommen, wie es derzeit auf israelischer Seite diskutiert wird, ist mit weiteren Ausschreitungen und sicherheitsrelevanten Vorfällen in Israel und den Palästinensischen Gebieten zu rechnen. Insbesondere im Westjordanland kann es vermehrt zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen. Ein Wiederaufflammen der Zwischenfälle am Gaza-Streifen und im unmittelbar angrenzenden Gebiet - insbesondere im Abstand von etwa 40 Kilometern von der Gaza-Sperranlage - kann nicht ausgeschlossen werden.

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird weiterhin gewarnt, von Reisen und Aufenthalten in das unmittelbar angrenzende Gebiet wird derzeit dringend abgeraten.

- Seien Sie insbesondere bei Besuchen in der Altstadt von Jerusalem und im Westjordanland, vor allem in der Umgebung von Checkpoints, umsichtig und meiden Sie Menschenansammlungen.

- Verfolgen Sie die lokalen und internationalen Medien aufmerksam.

- Folgen Sie stets den Anweisungen von lokalen Sicherheitskräften.

Sicherheit – Teilreisewarnung

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird gewarnt.

Von Reisen und Aufenthalten in das unmittelbar angrenzende Gebiet wird derzeit dringend abgeraten.

Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Libanon und Syrien, insbesondere östlich der Straße 98, wird abgeraten.

Von nicht erforderlichen Reisen in das Westjordanland wird derzeit abgeraten.

Terrorismus

Israel bleibt das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern.

Es kann nach wie vor nicht ausgeschlossen werden, dass es in der aktuellen Situation zu terroristischen Angriffen im öffentlichen Raum kommen kann; das Risiko eines Anschlags besteht fort.

- Seien Sie landesweit besonders vorsichtig, insbesondere in der Nähe von Bushaltestellen und Bahnhöfen und bei besonderen Anlässen.

- Meiden Sie möglichst größere Menschenansammlungen.

- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen.

Auch bei zunächst friedlichen Versammlungen besteht das Risiko, dass die Situation sehr schnell eskaliert.

Am israelischen Sicherheitszaun am Gaza-Streifen finden weiterhin Kundgebungen und Protestaktionen statt. Bei Demonstrationen kam es zu zahlreichen Todesopfern und Verletzten auf palästinensischer Seite. Insbesondere werden zahlreiche, mit Brandsätzen ausgestattete Drachen und Ballons eingesetzt, die vom Gaza-Streifen aus starten und im Nahbereich des Zauns landen. Auch Raketen- und Mörserbeschuss aus dem Gaza-Streifen heraus auf israelisches Staatsgebiet und israelische Gegenangriffe kommen des Öfteren vor. Zwischenfälle am Gaza-Streifen und im unmittelbar angrenzenden Gebiet sind nicht auszuschließen.

- Verfolgen Sie die Lageentwicklung aufmerksam.

- Meiden Sie größere Menschenansammlungen.

- Lassen Sie bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Israel und den Palästinensischen Gebieten besondere Vorsicht walten.

- Machen Sie sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) und Hinweisen des israelischen Zivilschutzes vertraut.

- Suchen Sie beim Erklingen von Alarmsirenen umgehend nahegelegene Schutzräume auf.

- Befolgen Sie ggf. die Anweisungen des israelischen Zivilschutzes Home Front Command (nur in Israel aufrufbar) oder erkundigen Sie sich telefonisch unter der Rufnummer 104 in englischer Sprache.

Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem)

Insbesondere auf dem Tempelberg/Haram Al Sharif und dessen Umgebung kann es zu Auseinandersetzungen kommen, etwa an muslimischen und jüdischen Feiertagen sowie an Freitagen.

- Seien Sie bei Besuchen der Altstadt von Jerusalem besonders vorsichtig.

- Suchen Sie Rat bei einer ortskundigen Begleitung.

- Halten Sie sich über die aktuelle Lage informiert.

Grenzgebiet zu Syrien und Libanon

Im israelisch-syrischen Grenzgebiet haben sich die Spannungen erhöht. Es ist zu mehreren sicherheitsrelevanten, auch militärischen Zwischenfällen gekommen, bei denen Raketen, Mörsergranaten, etc. auf israelischem Territorium niedergegangen sind. Die israelischen Streitkräfte behalten sich Gegenmaßnahmen jeweils ausdrücklich vor.

- Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon, insbesondere östlich der Straße 98, wird abgeraten.

Grenzgebiet zu Ägypten

In der Vergangenheit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden. Vereinzelte bewaffnete Zwischenfälle entlang der israelisch-ägyptischen Grenze können nicht ausgeschlossen werden. In der Vergangenheit kam es dabei kam es auch zu Schusswechseln.

- Vermeiden Sie Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze und weichen Sie auf alternative Routen aus.

- Beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise Ägypten mit einer Teilreisewarnung für den Nordsinai inklusive des Grenzgebiets zu Israel (mit Ausnahme des an Eilat angrenzenden Ortes Taba).

Angrenzendes Gebiet zum Gaza-Streifen

Von Aufenthalten im unmittelbar angrenzenden Gebiet zum Gaza-Streifen wird derzeit dringend abgeraten.

- Beschränken Sie Bewegungen in der Region möglichst auf das Nötigste.

- Informieren Sie sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen.

- Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen von Sicherheitskräften.

Palästinensische Gebiete: Gaza-Streifen

Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird gewarnt.

Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gaza-Streifen und in den dazugehörigen Küstengewässern praktisch keine konsularische Hilfe leisten. Gleiches gilt für die Ausreise aus dem Gazastreifen.

Im Rahmen der israelischen Militäroperation „Protective Edge“ erfolgten schwere Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung, beschädigt. Ferner befinden sich in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO).

Die Versorgungslage im Gaza-Streifen ist schwierig. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Das Grundwasser gilt als belastet. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleistungen, wie Kläranlagen, aus. Sie dürfte sich angesichts der derzeitigen Zuspitzung noch verschlechtern.

Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Im Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille“) neun Menschen ums Leben.

Der einzige Personenübergang zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, in Erez, ist zurzeit insbesondere für humanitäre Fälle und internationale Organisationen geöffnet. Der Gaza-Streifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, über den Übergang Erez, wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Grenzübergang Erez wurde auch in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen.

Der Grenzübergang Rafah, zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen, ist außer an Wochenenden und islamischen Feiertagen grundsätzlich geöffnet. Der Grenzübergang kann dann nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus dem Gaza-Streifen bedarf es der Zustimmung der ägyptischen und palästinensischen Grenzbehörden. Hier kann es auch bei erst kürzlich erfolgter Einreise zu Wartezeiten von mehreren Wochen bis zur Ausreise kommen. Eine Ausreise aus dem Gaza-Streifen kann bei erfolgter Einreise über Rafah auch nicht über den israelischen Grenzübergang Erez erfolgen.

Es besteht eine Reisewarnung für den Nordsinai. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nord-Sinai wird hingewiesen, siehe Reise- und Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung - Ägypten.

Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank)

Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands.

Es kommt immer wieder zu Anschlägen, Angriffen und Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Es gibt immer wieder Berichte über Angriffe auf Fahrzeuge, die mit Steinen oder Molotow-Cocktails beworfen werden, teils durch Palästinenser, teils durch israelische Siedler.

Die Sicherheitslage im Westjordanland ist ausgesprochen volatil und kann sich nach akuten Sicherheitsvorfällen schnell ändern. In solchen Fällen können einzelne Ortschaften durch das israelische Militär abgeriegelt oder sogenannte „fliegende“ Checkpoints eingerichtet oder bestehende Checkpoints vorübergehend geschlossen werden. Es kann zu Einsätzen der israelischen Sicherheitskräfte in Ramallah und anderen palästinensischen Städten und Dörfern kommen. Protestaktionen sind jederzeit möglich.

Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Beit Sahour, Beit Jalla, Jericho, Taybe, Al-Bireh und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Mit israelischen Mietwagen ist der Besuch dieser Städte, die im sogenannten A- und B-Gebiet liegen.

- Bereisen Sie das Westjordanland grundsätzlich nicht ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung.

- Kleiden Sie sich aufgrund der größtenteils konservativen Gesellschaft stets angemessen und verzichten Sie auf kurze Hosen/Röcke und nicht schulterbedeckende Kleidung.

- Bewahren Sie unbedingt Ruhe, meiden Sie Menschenansammlungen und suchen Sie ggf. Zuflucht im Inneren von Geschäften und Wohnhäusern.

- Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der israelischen und palästinensischen Sicherheitskräfte.

- Seien Sie bei der Benutzung der Straße 60 im Westjordanland besonderer vorsichtig, insbesondere um Hebron, um die sogenannte Gush-Etzion-Kreuzung sowie generell in der Nähe von israelischen Siedlungen und Checkpoints.

- Vermeiden Sie generell Fahrten in der Dunkelheit.

- Beachten Sie unbedingt Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten.

- Verfolgen Sie die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist niedrig. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommt insbesondere an touristisch frequentierten Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Stränden vor.

- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.

- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus und an Stränden besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Israel und die Palästinensischen Gebiete liegen in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

Es gibt drei Klimazonen: Die Küstenebene hat feuchtheiße Somme und milde, regenreiche Winter, das Bergland einschließlich Jerusalem warme und trockene Sommer und kalte Winter, die Wüste heiße und trockene Sommer und milde Winter.

Vor allem in den Sommermonaten können aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen Busch- und Waldbrände sowie Sandstürme auftreten.

In den Wintermonaten kann es zu Überschwemmungen kommen, insbesondere in der Negev-Wüste.

Am Toten Meer gibt es inzwischen Tausende von Einsturzlöchern („Sink Holes“). Innerhalb von Sekunden entstehen an der Küste Einsturztrichter bzw. Erdfälle von bis zu 20 Meter Tiefe und 80 Meter Breite.

In Tel Aviv und Umgebung kommt es aufgrund von gefährlichen Strömungen immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.

- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

- Verlassen Sie befestigte Straßen und Wege am Toten Meer nicht.

- Halten Sie sich in Tel Aviv und Umgebung beim Baden im Meer immer in Strandnähe auf und schwimmen Sie nicht zu weit hinaus.

- Achten Sie auf teilweise sehr starken Strömungen und meiden Sie diese frühzeitig.

- Baden Sie nur an bewachten Küstenabschnitten und beachten Sie dort unbedingt die Beflaggung an den Stränden und die Durchsagen der Bademeister.

- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein
  • Eine vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

Israel / Palästinensische Gebiete

Aktuelles

Aufgrund der von China ausgehenden Atemwegserkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, muss auch in Israel und den Palästinensischen Gebieten sowohl mit verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender wie auch importierten einzelnen Krankheitsfällen gerechnet werden.

  • Beachten Sie die Informationen im Merkblatt COVID-19 sowie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert Koch-Instituts RKI.

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland ist keine Impfung erforderlich. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung bei Einreise nachzuweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Für einen Langzeitaufenthalt in den Palästinensischen Gebieten wird zudem noch eine Typhusimpfung empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s. u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z. B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Merkblatt Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Weitere Infektionskrankheiten

Einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z. B. Leishmaniasis, West-Nile Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z. B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).

In Israel ist es an mehreren Orten zu einem Wassersport-assoziierten Ausbruch von Leptospirose gekommen.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau in Israel ist gut bis sehr gut, die Notfallversorgung und Entbindungen erfolgen ausschließlich im dafür bestens etablierten staatlichen Gesundheitssystem. In den Palästinensischen Gebieten ist das Versorgungsniveau deutlich eingeschränkt. Krankenwagen dürfen die Grenze zu Israel nicht passieren. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall ist empfehlenswert. 

  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte sind z. B. über die DTG zu finden. 

Unverändert gültig seit: 2. Juli 2020