Iran Berge und Wüsten

Iran

Übersicht

  • Wanderungen durch die Schluchten des Zagrosgebirges
  • Salzseen und Sanddünen: am Rande der Großen Salzwüste
  • Meist kurze, leichte und mittlere Wanderungen, eine anspruchsvolle Wanderung
  • Die wichtigsten Highlights Persiens: Isfahan, Schiras und Persepolis
  • Die Reise verbindet die großartige Kultur des Irans mit Landschftseindrücken

Hoch über Teheran im Elbursgebirge. In der Schlucht bei Margun, um das rote Gebirgsdorf Abyaneh herum. Mit Neugier im Gepäck schreiten wir auf dieser WanderStudienreise durch kontrastreiche und spektakuläre Regionen. Auf Straßen, Trampelpfaden und improvisierten Wegen. Ergründen die Schahpur-Höhle und die Ausgrabungen von Persepolis. Lassen auch die Blicke wandern: in der orientalischen Stadt Isfahan, in der Dichterstadt Schiras, auf den Türmen des Schweigens in Yasd. Der Iran ist voller Restriktionen? Keineswegs. Lockerheit und herzliche Gastfreundschaft sind so überwältigend wie die Faltengebirge und Mondlandschaften.

Route

1. Tag, Sonntag, 16.04.2017: Ankunft in der Islamischen Republik

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Nachmittags Flug mit Turkish Airlines nach Istanbul. Nach einer Umsteigezeit von zwei bis drei Stunden abends gemeinsamer Weiterflug nach Schiras (Flugdauer ab Istanbul ca. 3,5 Std.). Ankunft nachts, Transfer zum Hotel. Drei Übernachtungen in Schiras.

2. Tag, Montag, 17.04.2017: Schiras – Stadt der Dichter

Nach einem späten Frühstück: Auf in die Stadt der persischen Paradiesgärten (UNESCO-Welterbe)! Ihr Studiosus-Reiseleiter begleitet Sie in die Nasir-al-Molk-Moschee und blüht an den Gartengräbern der Dichter Saadi und Hafis selbst auf – zum Dahinschmelzen klingt persische Poesie aus seinem Mund. Die lockere Lebensart der Einheimischen steckt an. Selbst im Altstadtbasar spüren Sie entspannte Lässigkeit und können unbeschwert edle Teppiche und bunte Tücher anfassen, Berberitzen probieren und goldglitzernde Ketten unter die Lupe nehmen. Extratour

Lust auf Extratouren? Studiosus hat auch im Iran immer wieder mal Alternativen zum Programm vorbereitet. Wer heute lieber Rosenkavalier(in) spielt, verzichtet auf den Basar und stürzt sich stattdessen im Eram-Garten auf unterschiedlichste Rosen und zahlreiche einheimische Pflanzen. Auch der Afif-Abad-Garten ist paradiesisch. Hier ließ die Schahgattin Farah Diba in den 1960er Jahren ihren Sommersitz einrichten.

3. Tag, Dienstag, 18.04.2017: Durch die Ausgrabungen von Persepolis

Altpersische Hochkultur Schritt für Schritt. Zu Fuß erkunden wir das weitläufige Gelände von Persepolis (UNESCO-Welterbe): Tor aller Länder, Homakapitell, 100-Säulen-Saal, Apadana-Palast. Zu den Felsengräbern in Nagsch-e Rustam nehmen wir den Bus, in der alten Residenzstadt Pasargadae (UNESCO-Welterbe) • wandern wir (2 Std., leicht, ↑50 m ↓50 m) dann von der Festung durch die Ruinen zum Grab des Reichsgründers Kyros. Noch fit? • Fordern Sie Ihre Muskulatur (1 Std., mittel, ↑150 m ↓150 m) am Korantor am Rande von Schiras: Nach etlichen hohen Stufen werden Sie oben mit einer herrlichen Aussicht auf die Stadt belohnt. 270 km. Für das Abendessen in Eigenregie gibt Ihr Reiseleiter Ihnen gerne Tipps.

4. Tag, Mittwoch, 19.04.2017: Die Felsengräber von Bischapur

Beeindruckende Landschaft steht heute im Vordergrund: die hoch aufgerichteten Felswände des Zagrosgebirges, schneebedeckte Gipfel in der Ferne, Ginsterbüsche, Steineichen und wilde Mandeln an den Hängen. Hier finden wir den richtigen Platz für ein Picknick. Ihr Reiseleiter kennt einen eindrucksvollen • Pfad (2 Std., mittel, ↑ 200 m ↓ 200 m) nach Bischapur. Krönung hier: die Schahpur-Höhle mit der Königsstatue sowie der geheimnisumwitterte Anahita-Tempel. Wir schlafen in der Stadt Yasudsch. Nachtwächter: die Viertausender des Zagrosgebirges. 300 km.

5. Tag, Donnerstag, 20.04.2017: Die Schlucht von Margun

Hinter dem Dorf Margun fallen die Berge in eine tiefe Schlucht ab, ein Wasserfall plätschert über eine Felskante, die Baumstämme tragen Pullis aus Moos. Perfekt für eine • Wanderung (1,5 Std., mittel, ↑50 m ↓50 m) über Stock und Stein. Auf der Weiterfahrt nach Yasd stoppen wir in Abarkuh, vertreten uns bei der über 4000 Jahre alten Zypresse kurz die Beine und • steigen auf den Grabturm Gonbad Ali (1 Std., mittel, ↑50 m ↓50 m). Danach müht sich nur noch der Bus: über einen 2600 m hohen Pass im Löwengebirge. 380 km. Zwei Übernachtungen in Yasd.

6. Tag, Freitag, 21.04.2017: Die Türme des Schweigens in Yasd

In Yasd erkunden wir die engen Gassen der Altstadt, die heiligen Flammen im Feuertempel und die Freitagsmoschee, danach • besteigen wir (1 Std., leicht, ↑50 m ↓50 m) die Türme des Schweigens. Ihr Reiseleiter hat spannende Geschichten über den zoroastrischen Umgang mit den Toten dabei und außerdem Tipps für den freien Nachmittag in Yasd. Wenn Sie mehr von der Wüste sehen wollen, dann begleiten Sie ihn auf einen Ausflug ins Oasendorf Charanak (40 €). Dort spazieren wir durch Palmenhaine und kraxeln in verfallenen Lehmhäusern herum. Das Abendessen ist heute ein kleiner Kraftakt: Im alten Hamam stampfen wir Lamm, Kichererbsen und weitere Zutaten zu Abguscht, dem typisch persischen Eintopf.

7. Tag, Samstag, 22.04.2017: Tränen für die Kaisertochter

Von Yasd aus fahren wir an den Rand der Großen Salzwüste. Tschak Tschak heißt die heilige Höhle, die wir hier erst auf einer Straße, dann über Stufen erklimmen • (1,5 Std., anspruchsvoll, ↑250 m ↓250 m). Tschak, tschak tropft das Wasser stetig von der Decke. Man sagt, es seien Tränen. Die traurige Legende dazu verrät Ihr Reiseleiter. In Nain stoppen wir noch für den unterirdischen Gebetsraum der Freitagsmoschee. Oberirdisch geht es weiter ins überirdisch schöne Isfahan. 410 km. Drei Übernachtungen in Isfahan.

8. Tag, Sonntag, 23.04.2017: Gesamtkunstwerk Isfahan

Eine Stadt, 1001 Entdeckungen: 40-Säulen- und Ali-Kapu-Palast, Lotfollah-Moschee, Imam-Moschee, Basar und der riesige Platz Meidan-e Imam (UNESCO-Welterbe), der zu stundenlangem Alltagskino einlädt. Nach einem Abstecher ins Christentum in der armenischen Vank-Kathedrale treffen wir einen zoroastrischen Priester. Was also sprach Zarathustra? Fragen Sie ihn. Wer sich auch beim Abendessen (in Eigenregie) mit orientalischer Pracht umgeben möchte, gönnt sich ein Dinner im Hotel Abbasi, am besten im traditionellen persischen Restaurant, wo Sie sich vom Buffet nehmen können, was Ihr Herz begehrt. Aber unbedingt reservieren (lassen)!

9. Tag, Montag, 24.04.2017: Die Urmutter der iranischen Moscheen

Selbst wenn der Fluss ausgetrocknet sein sollte: Der Spaziergang über eine der historischen Brücken von Isfahan ist ein Quell der Freude. Danach erkunden wir die Freitagsmoschee und steigen, begleitet von spannenden Anekdoten des Reiseleiters, auf einen Taubenturm. Der Nachmittag ist frei. Einkaufen im Basar? Vom edlen Teppich bis zum Schnürsenkel, von Pistazienbergen bis zur handbedruckten Tischdecke gibt es hier alles. Am Abend treffen wir uns alle wieder, um in einem Restaurant die Spezialitäten der Region zu kosten.

10. Tag, Dienstag, 25.04.2017: Das rote Gebirgsdorf Abyaneh

Die Häuser aus rötlichem Lehm, die Gassen ganz schmal und verwinkelt. An diesem besonderen Ort schnüren wir heute unsere Wanderschuhe und • stiefeln (1,5 Std., mittel, ↑150 m ↓150 m) durch das Dorf, dann auf schmalen Pfaden an den Hängen entlang. Mit einer kleinen Restsehnsucht: die hohen Gipfel ganz zu erobern. Im Sultan-Amir-Ahmad-Badehaus in Kaschan würde man gern die Zeit zurückdrehen und unter goldenen Gewölben das Wasser genießen – aber auch im Hier und Jetzt sind die prächtigen Hallen ein Fest für die Sinne. 270 km. Zwei Übernachtungen in Kaschan.

11. Tag, Mittwoch, 26.04.2017: In den Dünen bei Kaschan

Ein abwechslungsreicher Wandertag. Erst • stapfen wir (1 Std., mittel, ↑50 m ↓50 m) durch Sanddünen, danach durch eine ausgetrocknete Salzpfanne (1 Std., mittel, ↑50 m ↓50 m). Und als Kontrastprogramm verwöhnt uns im Fin-Garten (UNESCO-Welterbe) persische Gartenbaukunst vom Feinsten. 120 km.

12. Tag, Donnerstag, 27.04.2017: Millionenmetropole Teheran

Wir verlassen Kaschan und fahren an der heiligen Stadt Ghom vorbei in die Hauptstadt. 250 km. Hier geht's gleich auf Megacity-Tour. Der monumentale Azadi-Turm steht für das moderne Teheran. Ein ausgiebiger Fußmarsch führt uns dann durch die prächtigen Parks und Säle des Saadabad-Palastkomplexes, den der Schah einst sein Zuhause nannte. Zum Abendessen laden wir junge deutschsprechende Iraner und Iranerinnen ein und erweitern im Gespräch mit ihnen gegenseitig unseren Horizont. Extratour Zwei Übernachtungen in Teheran.

Lust auf ein beliebtes Ausflugsziel der hiesigen Großstädter? Dann müssen Sie den Saadabad-Palast links liegen lassen, nehmen stattdessen den Sessellift nach Darband und • wandern (2 Std., mittel, ↑150 m ↓150 m) dort durch die Schlucht. Die Gipfel des Elbursgebirges im Blick und viele Cafés, Restaurants, Teehäuser zum Einkehren am Wegesrand.

13. Tag, Freitag, 28.04.2017: Atemberaubende Blicke vom Totschal

Mit der Gondel schweben wir auf 2480 m Höhe an den Fuß des Totschals, den fast 4000 m hohen Hausberg der Hauptstädter, Wintersportzentrum und Bergsteigerparadies. Auf uralten Pfaden • wandern wir (2 Std., mittel, ↑100 m ↓450 m) zurück ins Tal. Mit einmaligen Aussichten aufs Elbursgebirge und Teheran. Fahrtstrecke 80 km. Bis zum Abschiedsessen können Sie noch eigene Wege gehen. Vielleicht in den Laleh-Park? Oder ins Museum für zeitgenössische Kunst?

14. Tag, Samstag, 29.04.2017: Rückflug von Teheran

Vormittags Rückflug mit Turkish Airlines nach Istanbul. Nach einer Umsteigezeit von ca. zwei Stunden fliegen Sie weiter zu Ihrem Ausgangsflughafen. Ankunft am Nachmittag.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2017

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
16.04.–29.04. 2995(ca. 3448 CHF) 3705(ca. 4266 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
30.04.–13.05. 2995(ca. 3448 CHF) 3705(ca. 4266 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
08.10.–21.10. 3095(ca. 3564 CHF) 3815(ca. 4393 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
22.10.–04.11. 3095(ca. 3564 CHF) 3815(ca. 4393 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
29.10.–11.11. 3095(ca. 3564 CHF) 3815(ca. 4393 CHF)
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
05.11.–18.11. 2895(ca. 3333 CHF) 3525(ca. 4059 CHF)

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 16.10.2017 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Hinweis: Für diese Reise gelten besondere Stornobedingungen, siehe https://www.studiosus.com/AGB#Ruecktritt_des_Kunden <https://www.studiosus.com/AGB>

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Turkish Airlines z.B. von Frankfurt nach Schiras und zurück von Teheran; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 85 €)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in landesüblichen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 13 Übernachtungen, Hotels mit Klimaanlage
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Abendessen, Frühstück), am 3. und 8. Tag nur Frühstück
bei Studiosus außerdem inklusive
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Iranische Reisebegleiter
  • Abendessen in einem persischen Restaurant am 9. Tag
  • Ein Picknick
  • Gondelfahrt auf den Totschal
  • Eintrittsgelder (ca. 140 €)
  • Visagebühren und Visabeantragung (ca. 60 €)
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
  • Klimaneutrale Bus- und Bahnfahrten durch CO2-Ausgleich

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Das Visum für den Iran beantragt Studiosus (Frist 6 Wochen). Kurzfristiges Visum bei Einreise möglich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Visumsantrag als download

Einreisebestimmungen

Für die Einreise in den Iran benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer ein Visum.

____________________________________________________________________________

Visabeantragung durch Studiosus

nur möglich für: - alle Reisegäste

erforderliches Reisedokument: Reisepass für Deutsche, Österreicher und Schweizer

Der Pass darf kein Visum und keinen Einreisevermerk von

Israel enthalten und auch keinen Stempel eines jordanischen

oder ägyptischen Grenzübergangs, der nach Israel oder in das

palästinensische Westjordanland führt. Bei Missachtung

dieser Bestimmung werden Sie an der Grenze

zurückgewiesen.

Mindestgültigkeit: 6 Monate über das Reiseende

Anzahl freie Seiten: 2 gegenüberliegende Seiten

Einsendefrist bei Studiosus: 24.02.2017 (letztmöglicher Zeitpunkt)

einzusendende Unterlagen: - Reisepass im Original

- Kopie des Visums von einem ggfl. früherem Iranbesuch

ab dem Jahr 2000

- ausgefüllter Visumantrag und Zusatzformular

- 2 farbige Passbilder (nicht gescannt oder selbst ausgedruckt!)

- Fragebogen ¿Wichtige Angaben zu Ihrer Person¿

Gebühr bei verspäteter Für ein separat eingeholtes Visum entstehen Kosten in Höhe

Einsendung: von 25 € pro Person und ggfls. anfallende Spesen für

Expressbearbeitung in der Botschaft und Kurierkosten.

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Hinweis zu den Passbildern: Das iranische Konsulat legt großen Wert auf gute Qualität der Passfotos. Sollten Sie Ihre Passfotos selbst ausdrucken, nehmen Sie bitte Fotopapier und achten Sie auf sehr gute Druckqualität. Um die Visumerteilung nicht zu verzögern, empfehlen wir Ihnen, auf selbst ausgedruckte Fotos zu verzichten.

Ihren Reisepass mit dem Visum erhalten Sie rechtzeitig vor Reiseantritt. Bei der Visaerteilung in der iranischen Botschaft kommt es immer wieder zu Engpässen. Es passiert daher recht häufig, dass die visierten Pässe erst eine Woche vor Reisebeginn wieder bei uns eintreffen. Leider haben wir keinen Einfluss auf die Bearbeitungsdauer im Konsulat und bitten um Ihr Verständnis.

Einreise von deutsch-iranischen Doppelstaatern

Iranische Behörden behandeln Personen, die sowohl die deutsche wie auch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen (sog. Doppelstaater), beim Aufenthalt in Iran ausschließlich als iranische Staatsangehörige. Dies bedeutet, dass diese Personen nur mit einem iranischen Reisepass, der bei Wohnsitz in Deutschland bei der zuständigen iranischen Auslandsvertretung zu beantragen ist, nach Iran ein- und wieder ausreisen können.

Es gelten zusätzliche Besonderheiten. Bitte lassen Sie vor Reiseantritt unbedingt durch das Iranische Konsulat und / oder das Auswärtige Amt beraten.

Hinweise für deutsche Ehefrauen iranischer Staatsangehöriger

Für deutsche Ehefrauen iranischer Staatsangehöriger gelten besondere Vorschriften. Wir bitten Sie, sich bei der zuständigen Botschaft zu erkundigen.

Visaselbstbesorgung:

Visaselbstbesorgung ist kompliziert und wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass Vorverlängerungen im Iran in Eigenregie aufgrund der Visabeantragung nicht möglich sind.

Nachverlängerungen in Eigenregie sind möglich, jedoch behält es sich die iranische Botschaft vor, das Visum nicht zu erteilen. Dies erfährt man in der Regel jedoch erst kurz vor Abreise, wenn man den Pass von der Botschaft zurück erhält. Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Visaerteilung durch die iranische Botschaft in der Regel erst kurz vor Reisebeginn vorgenommen wird.

Sollten Sie Ihr Visum trotzdem selbst besorgen wollen, können wir für Sie in der Regel eine Referenznummer für den Iran beantragen, die Sie für die Erteilung benötigen. Bitte beachten Sie, dass uns der Fragebogen, 1 farbiges und biometrisches Passbild sowie gut lesbare und farbige Passkopien bis 6 Wochen vor Reisebeginn vorliegen müssen. Zusätzlich benötigen wir die Information bei welcher Botschaft Sie das Visum beantragen werden.

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Das Visum für den Iran beantragt Studiosus (Frist 6 Wochen). Kurzfristiges Visum bei Einreise möglich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Visumsantrag als download

Sicherheit geht vor!

Ergänzend zu den allgemeinen Sicherheitsinformationen in den Ländereinleitungsseiten unserer Kataloge übersenden wir Ihnen eine detailliertere Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihres Reiselandes, sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.

Treppen- und Balkongeländer

Die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung entsprechen nicht überall dem deutschen Standard. In manchen Hotels, die Sie auf Ihrer Reise besuchen werden, sind die Treppen- und Balkongeländer niedriger als 90 cm und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage im Iran zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Der Iran ist ein weitgehend sicheres Reiseland. Seit 2013 hat sich die innenpolitische Lage deutlich beruhigt. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Nuklearverhandlungen im Spätherbst 2015 ging ein Abbau der internationalen Spannungen rund um die Frage einer atomaren Bewaffnung und in der Folge eine schrittweise Lockerung der internationalen Wirtschaftssanktionen einher. Die erhoffte grundlegende Verbesserung der seit Jahren schwierigen Wirtschaftslage im Land blieb bisher jedoch aus. Vor diesem Hintergrund sind ein Wiederaufflammen von sozialen und politischen Protesten und neue gewaltsame Demonstrationen - insbesondere in der Hauptstadt Teheran - nicht gänzlich auszuschließen. In den letzten Jahren kam es vor allem in westlichen Provinzen mit ethnischen und religiösen Minderheiten wie Kurdistan, West-Aserbaidschan und Kermanschah zu vereinzelten bewaffneten Angriffen und Anschlägen auf staatliche und religiöse Einrichtungen. Sie richteten sich bisher nie gegen Touristen oder touristische Einrichtungen. In jedem Fall vermeiden wir auf unseren Reisen alle Gebiete, in denen auch nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Dies gilt vor allem für die östliche Provinz Sistan-Balutschistan, für Teile der Provinz West-Aserbaidschan sowie für die Grenzgebiete zum Irak, zu Pakistan und zu Afghanistan. Von politischen Menschenansammlungen und Protestkundgebungen halten wir uns weiträumig fern.

In jedem Fall sind unsere iranischen Leistungspartner und unsere Reiseleiter im ganzen Land angewiesen, alle Demonstrationen und politischen Menschenansammlungen zu meiden. Im Interesse Ihrer Sicherheit bitten wir Sie dringend, die Hinweise zu Fotografierverboten, die Ihnen Ihr Reiseleiter gibt, strikt zu beachten. Generell ist das Fotografieren von Einrichtungen der Streitkräfte sowie der Polizei, ¿offiziellen¿ Gebäuden sowie von politischen Kundgebungen und Menschenansammlungen strikt verboten.

Eine konkrete Sicherheitsgefährdung sehen wir nicht. Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren iranischen Partnern die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Studiosus-Team

Stand: 06.09.2017

Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Weltweiter Hinweis

Stand: 1. August 2017

Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht fort.

Vorrangige Anschlagsziele sind Orte mit Symbolcharakter. Dazu zählen Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insb. Flugzeuge, Bahnen, Schiffe), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen. Es kommt zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen.

Der Grad der terroristischen Bedrohung ist von Land zu Land unterschiedlich. Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in Ländern und Regionen, wo bereits wiederholt Terrororganisationen aktiv waren, wo Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder wo Anschläge mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können. Informationen über Terrorgefahren finden sich in den länderspezifischen Sicherheitshinweisen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, vergleichsweise gering.

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem Reiseland informieren, sich situationsangemessen verhalten, die örtlichen Medien verfolgen und verdächtige Vorgänge (unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen o.ä.) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

Sicherheitshinweis

Iran

Stand: 06.09.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisende sollten während des Aufenthalts in Iran die aktuelle politische Lage aufmerksam verfolgen und unter anderem an folgenden Daten besondere Vorsicht walten lassen:

11. Februar ¿ Revolutionstag

14. Februar ¿ Jahrestag von Anti-Regierungsdemonstrationen

1. Oktober 2017 - Ashura Fest

04. November - Besetzung der US-Botschaft

29. November ¿ Übergriffe auf die britische Botschaft

07. Dezember - sog. Studententag

Reisenden wird grundsätzlich empfohlen, die Entwicklung der Lage in den Medien zu verfolgen und Kundgebungen, Menschenansammlungen oder Demonstrationen weiträumig zu meiden. Insbesondere sollten Film- oder Tonaufnahmen von Demonstrationen, ihres Umfeldes oder von Polizisten/ Sicherheitskräften und öffentlichen Gebäuden unter allen Umständen vermieden werden, da dies als Spionagetätigkeit gewertet werden kann.

Der Gebrauch verschiedener Kommunikationsmedien ist regelmäßig nur eingeschränkt möglich. Sowohl Festnetzleitungen als auch Mobiltelefone sind häufig nicht erreichbar, auch Telefonverbindungen in ausländische Netze kommen nicht immer zustande. Zahlreiche Internetseiten und Kommunikationsapplikationen sind nicht oder nur eingeschränkt zugänglich, wie zum Beispiel Skype, Facebook oder verschiedene Email-Anbieter. Auch bekannte VPN's und Proxys bieten kaum noch Zugang zum freien Internet.

Fotografieren und Filmen (auch mit Mobiltelefon) sollte insgesamt restriktiv und mit der gebotenen Sensibilität gehandhabt werden. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen Touristen Kameras abgenommen und sie vorübergehend festgenommen wurden, da sie verdächtigt wurden, öffentliche Gebäude oder Demonstrationen fotografiert zu haben. Ebenfalls abzusehen ist vom Versenden von Fotos oder Reiseberichten, die in irgendeiner Weise Bezug zu aktuellen politischen Entwicklungen haben. Gleiches gilt für SMS und Telefonate. Die entsprechende Kommunikation wird überwacht und es sind Fälle bekannt, bei denen ausländische Staatsangehörige aufgrund derartiger Kommunikation mit ihrem Heimatland angeklagt und verurteilt worden sind. Die Kommunikation im Inland und mit dem Ausland ist phasenweise sehr schwierig und nicht immer möglich.

Iranischen Bürgern ist seit Anfang 2010 der Kontakt zu zahlreichen westlichen Organisationen und Medien verboten. Iraner wurden zudem aufgefordert, keine Kontakte mit Ausländern, ausländischen Botschaften und mit ihnen zusammenarbeitenden Organisationen ¿über das normale Maß¿ hinaus zu pflegen. In Einzelfällen wurden deutsche Staatsangehörige, die ihre Unterkunft in Iran über soziale Netzwerke im Internet organisiert hatten, von den iranischen Behörden überprüft und um sofortige Ausreise gebeten. Reisende sollten dies bei der Wahl einer Unterkunft insbesondere bei ihnen persönlich unbekannten Gastgebern bedenken.

Terrorismus

In Iran kommt es, meistens in Minderheitenregionen, unregelmäßig zu Zwischenfällen mit terroristischem Hintergrund. Seit den Pariser Anschlägen vom November 2015 haben iranische Behörden die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen im Grenzbereich zu Irak und zu Pakistan, aber auch in der Hauptstadt Teheran, erhöht. Am 7. Juni 2017 ist es nichtsdestotrotz in Teheran zu Anschlägen auf das Parlamentsgebäude und auf das Mausoleum von Ayatollah Khomeini gekommen, die Todesopfer und Verletzte forderten.

Anschläge richteten sich bisher nicht gegen Ausländer oder Touristen. Reisende in Grenzregionen Irans zu Irak und zu Pakistan sollten grundsätzlich immer auch die jeweils aktuelle Lage in den Nachbarländern in Betracht ziehen.

In der Provinz Sistan-Belutschistan (Südosten, Grenze zu Pakistan/Afghanistan) kommt es regelmäßig zu Konflikten zwischen iranischen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppierungen. Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt und es gibt vermehrte Sicherheits- und Personenkontrollen. Wiederholt wurden Ausländer in der Region festgehalten und längeren Verhören unterzogen. Eine Weiterreise war in manchen Fällen nur noch mit iranischer Polizeieskorte möglich. Dies geschah vor dem Hintergrund von seit Jahren häufig auftretenden Fällen bewaffneter Angriffe auf iranische Sicherheitskräfte in der Region.

In der Provinz Kurdistan und der ebenfalls von Kurden bewohnten Provinz West-Aserbaidschan gibt es wiederholt Anschläge gegen Sicherheitskräfte, lokale Repräsentanten der Justiz und des Klerus. In diesem Zusammenhang haben Sicherheitskräfte ihr Vorgehen gegen kurdische Separatistengruppen und Kontrollen mit Checkpoints noch einmal verstärkt. Seit März 2011 gab es in der Region wieder verstärkt bewaffnete Zusammenstöße zwischen iranischen Sicherheitskräften und kurdischen Separatistenorganisationen wie PJAK und DPIK, mit Todesopfern auf beiden Seiten. Insbesondere die Grenzregionen zum Irak und die Region um die Stadt Sardasht waren betroffen. Trotz eines im September 2011 vereinbarten Waffenstillstandes kam es im Jahr 2015 und verstärkt im Sommer 2016 zu gewaltsamen Konflikten. In bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen iranischen Sicherheitskräften und Angehörigen der DPIK am 6. und 7. September 2016 nahe der Stadt Sardasht wurden zehn Personen und drei Revolutionsgardisten getötet. Seit Juni 2016 kam es in der Region zu mehreren derartigen Vorfällen. Bereits 2015 hatte es nahe der Stadt Khoy, im iranisch-türkischen Grenzgebiet (Provinz West-Aserbaidschan), Zusammenstöße mit mehreren Todesopfern gegeben.

Terrorismus in anderen Landesteilen: Zu einer Bombenexplosion kam es am 12. April 2008 in einer Moschee in der südiranischen Stadt Shiraz. Am 15. April 2011 kam es anlässlich des sechsten Jahrestages der Niederschlagung der Proteste der arabischstämmigen Bevölkerung gegen eine Politik der Iranisierung in der Provinz im Jahre 2005 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und der arabischen Minderheit in Ahwaz und mehreren anderen Städten der Provinz (u. a. Hamidiyeh, Abadan, Khorramshahr). Dabei wurden mindestens zwölf Menschen getötet und 20 verletzt. Seit 2015 kommt es nach iranischen Angaben in der Provinz Khuzestan und in anderen Landesteilen, auch in Teheran, wiederholt zu Verhaftungen von Personen, die mit dem sogenannten Islamischen Staat in Verbindung stehen und Terroranschläge in Iran geplant haben sollen.

Reisen über Land

Individualreisende sollten grundsätzlich vermeiden, allein nachts oder in einsamen Gebieten zu reisen. Es gab in der Vergangenheit einzelne Fälle von sexueller Belästigung Städten, daher sollten besonders allein reisende Frauen darauf achten, sich nicht in menschenleeren Gegenden, wie z.B. fernab der regelmäßig frequentierten Wanderrouten in den Bergen, aufzuhalten.

Von Reisen in den Osten der Provinz Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in die Grenzgebiete Irans mit Pakistan und Afghanistan wird dringend abgeraten. In diesen Gebieten besteht ein erhebliches Entführungs- und Anschlagsrisiko. Dies betrifft insbesondere das Gebiet im Dreieck zwischen den Städten Zabol, Bam und Chabahar. Stabiler ist die Lage in der Hafenstadt Chabahar selbst, sofern der Luftweg für die Anreise genutzt wird. Es wird jedoch empfohlen, die aktuelle Entwicklung der Sicherheitslage aufmerksam zu verfolgen.

Von nicht notwendigen Individual- oder Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere entlang der türkischen und irakischen Grenze, wird grundsätzlich abgeraten. Gelegentlich werden die Grenzübergänge zur Türkei und zum Irak geschlossen.

Es wird dringend davon abgeraten, auf dem Landweg, insbesondere mit dem Fahrrad oder Motorrad, nach Pakistan oder Afghanistan zu reisen. Auf der Strecke Zabul-Zahedan besteht ein Überfall- und Entführungsrisiko, auf der Strecke Kerman-Bam wurden nach Errichtung einer Straßensperre Reisende von Mitgliedern einer terroristischen Gruppierung erschossen.

Für Afghanistan, Irak und die an Iran grenzende pakistanische Provinz Belutschistan bestehen Reisewarnungen.

Bootsexkursionen - Besonderheiten in der ¿Straße von Hormuz¿

Bei Bootsexkursionen vor der Westküste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und in die ¿Straße von Hormuz¿ wird dringend empfohlen, die Gewässer um die Inseln Abu Moussa, Greater Tumb und Lesser Tumb zu meiden. Die drei Inseln werden sowohl von den VAE als auch von Iran beansprucht und in Seekarten als zum jeweiligen Territorium gehörend ausgewiesen. Ausländische Bootsbesatzungen, die sich den Inseln von VAE-Seite genähert haben, sind von iranischer Seite unter dem Vorwurf der ¿Verletzung der iranischen Hoheitsgewässer und illegaler Einwanderung¿ festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt worden.

Kriminalität

In Teheran kommt es gelegentlich zu Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die Kontrolleure erweisen sich anschließend als Trickbetrüger, welche z.B. nach erfolgter ¿Kontrolle¿ die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten. Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich im Hotel oder der nächstgelegenen Polizeistation durchführen zu lassen.

Wenn möglich sollten Pässe und Wertsachen im Hotelsafe deponiert und nur eine Kopie des Passes mitgeführt werden. Die Zahl der Diebstähle von Pässen, Geld und Taschen in Geschäften und auf der Straße (auch durch Motorradfahrer) nimmt - ebenso wie die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser - zu. Besondere Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen Süßigkeiten/Keksen und (offenen) Getränken geboten, da Diebe k.o.-Tropfen benutzen, um Touristen zu betäuben und auszurauben.

Die in Iran geltenden Gesetze und moralischen Wertvorstellungen sind unbedingt zu respektieren (siehe auch ¿Besondere strafrechtliche Vorschriften¿).

Naturkatastrophen

Mit Erdbeben unterschiedlichen Ausmaßes muss in allen Teilen des Landes gerechnet werden. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Geoforschungszentrum Potsdam.

Militärische Sperrgebiete

Obwohl bestimmte Straßen auf Karten unter Umständen als befahrbar ausgewiesen sind, sollten Hinweisschilder auf militärische Sperrgebiete unbedingt beachtet werden. Dies gilt insbesondere für die Strecke Semnan ¿ Mo'Alleman - Jandaq durch die Wüste Dasht-e Kavir. Auch in der Grenzregion zum Irak und insbesondere in der Provinz Kurdestan gibt es zahlreiche Sperrgebiete, die in jedem Falle gemieden werden sollten.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice

Arbeitseinheit 040

D-11013 Berlin

Tel.: (030) 5000-2000

Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Iran

Impfschutz

Eine Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe: www.who.int). Für die direkte Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), ggf. auch gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Meningokokken-Erkrankungen,Typhus und Tollwut empfohlen.

Malaria

Malaria kann im Iran landesweit, unterhalb einer Höhe von 1.500 Metern, vorkommen. Die jährlichen Fallzahlen sind aber nicht hoch, das Risiko ist damit gering. Im Norden des Landes ist eine Übertragung von Juni bis September möglich, im Süden von Mai bis September und an der Küste des Persischen Golfs ganzjährig.

Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) manchmal tödlich. Im Südosten gehen 35 Prozent der Erkrankungen auf das Konto dieses Erregers. Ansonsten ist P. vivax (Malaria tertiana) vorherrschend.

Ein Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe), insbesondere während der Dämmerung und nachts, hilft zur Vermeidung einer Malariaerkrankung.

Empfohlen wird

- das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,

- das konsequente Einreiben exponierter Haut mit einem geeigneten Repellent und

- das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder

- der Aufenthalt in Mücken-geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

Tagsüber schützen diese Maßnahmen auch vor anderen durch Stechmücken übertragenen Erkrankungen wie Phlebotomen Fieber, West Nil Fieber oder Krim-Kongo hämorrhagischem Fieber. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (siehe: www.dtg.org) und ist nur in Ausnahmefällen zu erwägen. Bei Fieber sollte, insbesondere im Süden des Landes, innerhalb von 24 Stunden ein Arzt aufgesucht werden, um eine Malaria ausschließen zu können.

HIV/AIDS/Geschlechtskrankheiten

HIV/Aids kommt im Iran vor. Durch sexuelle Kontakte, bei intravenösem Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen), durch Tätowierungen oder Piercings und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer HIV- und einer Hepatitis B Infektion. Die Benutzung von Kondomen wird deshalb, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften und kommerziellem Sex, dringend empfohlen.

Durchfall- und Darmerkrankungen

Durchfallerkrankungen sind im Iran noch relativ weit verbreitet. Zur Prophylaxe wird empfohlen, nur originalverpackte Getränke aus Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss gründlich abzukochen, zu filtern oder zu desinfizieren. Auf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschälter Produkte sollte verzichtet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart sein. Das Infektionsrisiko für Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Amöben, Lamblien und Wurmerkrankungen, Hepatitis A und E besteht landesweit. Allgemeine Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen oder Händedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln können die Gefahr einer Infektion vermindern.

Tollwut

Tollwut kommt im Iran vor. Das Virus wird am häufigsten von Hunden übertragen. Das Risiko ist in ländlichem Gebiet größer als in den meisten Städten. Bei der Tollwut handelt es sich um eine fast immer tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Lecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Die aufwändigen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind im Iran, außerhalb der Großstädte, nicht immer möglich. Zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Die präexpositionelle Impfung ist daher für Reisen in den Iran besonders wichtig.

Leishmaniose

Insbesondere die Haut-Leishmaniose (eine von Sandfliegen übertragene, parasitäre Erkrankung mit Hautveränderungen, die meist erst Wochen bis Monate nach dem Stich auftreten und lange persistieren) ist in ländlichen Gegenden verbreitet. Maßnahmen für einen zuverlässigen Mückenschutz tagsüber sollten deshalb dringend beachtet werden. Bei nicht heilenden Hautgeschwüren nach einem Iran Aufenthalt muss an die Möglichkeit einer Haut-Leishmaniose gedacht werden. Bei anhaltenden, unklaren Fieberschüben und Milzvergrößerung kann auch die gefährliche, generalisierte (sog. ¿viszerale¿) Form vorliegen, die dann in einer tropenmedizinisch erfahrenen Klinik behandelt werden muss.

Tuberkulose

Die Tuberkulose kommt landesweit noch häufig vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen können resistente und multiresistente Tuberkuloseerreger entstehen. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes schützt nicht vor einer Ansteckung!

Geographisch bedingte Erkrankungen

Iran ist derzeit ein eher seltenes Reiseziel für Trekkingtouristen und Bergsteiger. Bei Aufenthalten über 2.300 Meter Höhe kann es bei Einzelnen zu den verschiedenen Formen der Höhenkrankheit kommen, wenn die graduelle Anpassung an die Höhe missachtet wurde.

Die Höhenkrankheit ist eine potentiell sehr gefährliche Funktionsstörung von Lunge und Gehirn. Erkranken können auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits früher große Höhen und rasche Aufstiege ohne Probleme bewältigt haben.

Weitere Gesundheitsgefahren

Das Unfallrisiko ist im Iran insbesondere bei Überlandfahrten sehr hoch. Eine ausreichende medizinische Versorgung, gerade bei Notfällen oder Unfällen, kann in weiten Landesteilen nicht gewährleistet werden, ein zuverlässig funktionierendes Rettungswesen ist auch in den Städten nicht überall existent.

Medizinische Versorgung

Die spezialisierte, medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch nicht auf der Höhe der Hauptstadt und nicht vergleichbar mit europäischem Standard. Sprachbarrieren können gerade auf dem Land die Kommunikation erschweren. In Teheran ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem recht hohen Niveau möglich. Auch bei schweren Erkrankungen muss deshalb nur selten eine medizinische Evakuierung ins Ausland, z.B. nach Dubai, oder eine sofortige Rapatriierung erwogen werden. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz, einschließlich einer Reiserückholversicherung, ist dennoch dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (siehe: www.dtg.org oder www.frm-web.de). Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge in den Iran mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen, da westliche Medikamente regelmäßig nicht zur Verfügung stehen. Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise in den Iran bewusst sein.

Die Deutsche Botschaft in Teheran verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

Unverändert gültig seit: 06.09.2017