Länderinformationen Südkaukasus, Zentralasien

Sicher & Gesund

Detaillierte Informationen zu den Themen Reisesicherheit und Gesundheit finden Sie auf den Beschreibungen der einzelnen Reisen bzw. in unseren aktuellen Sicherheitmeldungen.

Guten Flug!

Bei unseren Reisen in die Region sind ausschließlich moderne Maschinen internationaler Fluggesellschaften im Einsatz: Nach Eriwan fliegen Sie mit der polnischen LOT oder mit Austrian, nach Baku und Almaty mit Lufthansa, nach Tiflis und Aschgabat geht es mit Turkish Airlines - mit bequemer Ankunft am Nachmittag. Alle genannten Fluggesellschaften sind Mitglied des renommierten Airlinebündnisses Star Alliance. Nach Usbekistan nutzen wir neben den bewährten Verbindungen von Uzbekistan Airways auch Flüge mit Turkish Airlines über Istanbul, die wir darüber hinaus auch für Rückflüge vom kirgisischen Bischkek wählen. Bei allen Flügen innerhalb Zentralasiens buchen wir Verbindungen von Uzbekistan Airways und der kasachischen Air Astana, bei denen moderne Boeing-, Airbus- und Embraer-Jets zum Einsatz kommen. In Kirgisistan bieten wir - auch aus Sicherheitsgründen - keine Inlandsflüge an.Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat im Februar 2019 der turkmenischen Fluggesellschaft Turkmenistan Airlines vorläufig sämtliche Einflugrechte in den EU-Luftraum entzogen. Die Hintergründe für diese Entscheidung sind nicht bekannt. Aus grundlegenden Sicherheitsüberlegungen verzichten wir jedoch seitdem auch auf alle Inlandsflüge in Turkmenistan, die ausschließlich von Turkmenistan Airlines angeboten werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Katalogs finden intensive Verhandlungen zwischen der EASA und der Fluggesellschaft mit dem Ziel der Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs in die EU statt, eine Einigung steht noch aus. Wir gehen davon aus, dass diese Einigung zeitnah erfolgt und wir im Anschluss wieder Flüge der Airline nutzen können. Sollte wider Erwarten keine Einigung erzielt werden, nutzen wir – wie in 2019 - alternativ den Nachtzug mit Schlafwagen von Aschgabat nach Daschavauz. Bei allen Reisen in den Iran haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Airlines. Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt nach Teheran, Iran Air viermal wöchentlich. Turkish Airlines bietet tägliche Verbindungen in den Iran: Von vielen deutschen Flughäfen geht es nachmittags nach Istanbul und von dort abends weiter nach Teheran oder Schiras. Austrian fliegt täglich von Wien nach Teheran. Qatar Airways fliegt über Doha mehrmals wöchentlich nach Schiras und täglich nach Teheran. Für einige ältere Maschinentypen in der Flotte von Iran Air gibt es seit vielen Jahren ein Einflug- und Landeverbot der EU-Luftfahrtbehörden. Dieses partielle Einflugverbot sichert, dass im Flugverkehr zwischen Europa und Teheran ausschließlich zuverlässige und den hohen Anforderungen der EU-Luftfahrtbehörden genügende Maschinen eingesetzt werden. Inlandsflüge im Iran bieten wir bei keiner unserer Reisen an.

Gute Fahrt!

Im Südkaukasus, in Zentralasien und im Iran reisen Sie in klimatisierten Bussen oder Kleinbussen, meist europäischer Herkunft - nicht immer ganz neu, aber bewährt und den Straßenverhältnissen angepasst. Der Umwelt zuliebe wird der Motor abgestellt - und damit auch die Klimaanlage -, wenn der Bus steht. Landeskundige Fahrer sorgen dafür, dass Sie immer wohlbehalten ankommen. Selbstverständlich halten sie sich auch strikt an unsere strengen Vorgaben bei den Lenk- und Ruhezeiten. Im Iran gelten teilweise sogar strengere Regeln als in der EU. Auf längeren Strecken setzen wir dort daher zwei Fahrer ein, wenn ansonsten die Lenkzeitvorgaben überschritten würden.

Gesund unterwegs

In den Großstädten Armeniens, Georgiens, Aserbaidschans und des Irans ist das Gesundheitssystem gut ausgebaut, vor allem private Einrichtungen und Krankenhäuser bieten eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau. In Usbekistan außerhalb von Taschkent, in Kirgisistan und generell auf dem Land ist dagegen eine europäischen Standards entsprechende medizinische Versorgung zumeist nicht gegeben. Eine lückenlose Versorgung mit Medikamenten ist ebenso nicht immer gewährleistet. Das gleiche gilt für den Iran.Impfungen sind bei der Einreise aus Europa nicht vorgeschrieben. Dennoch empfehlen wir Ihnen in jedem Fall eine ärztliche Beratung zum Infektions- und Impfschutz, zu weiteren Prophylaxemaßnahmen und ggf. zu Thrombose- und anderen Gesundheitsrisiken. Zusammen mit Ihrer Reisebestätigung schicken wir Ihnen ausführliche Hinweise zur Gesundheitsvorsorge in Ihrem Reiseland. Weitergehende Informationen erhalten Sie bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten sowie bei tropenmedizinischen Instituten und ihren Beratungsdiensten.

Prima Klima

Abgesehen von den Küstenzonen des Kaspischen Meeres und des Schwarzen Meeres herrscht in der gesamten Region ein ausgeprägt kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern. Als beste Reisezeit bieten sich deshalb Frühjahr und Herbst an. Während es im Südkaukasus und in den Hochgebirgsregionen Zentralasiens und des Irans auch im Frühjahr noch recht kühl sein kann, ist es in den Wüstengebieten Usbekistans oder Turkmenistans und an der Küste des persischen Golfs im gleichen Zeitraum bereits warm bis heiß. Gerade in den Übergangszeiten sollte man für alle Eventualitäten gewappnet sein.

Rücksichtsvoll reisen

Wir bereisen Länder einer Region, in der Gastfreundschaft und Höflichkeit großgeschrieben werden. Respekt vor Sitten, Gebräuchen und Traditionen ist ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis unseres Gastlandes. Das Tragen angemessener Kleidung und die Beachtung einfacher Höflichkeitsregeln, wie z.B. eine gewisse Zurückhaltung beim Fotografieren von Menschen, sind einfache Mittel, dies auch nach außen deutlich zu zeigen. Dann wird es Ihnen sicherlich auch nicht schwerfallen, mit den meist sehr kontaktfreudigen Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Um die Erwartungen der Bevölkerung an den Tourismus zu berücksichtigen und in die Programmplanung einfließen zu lassen, führt Studiosus regelmäßig Diskussionsrunden mit Vertretern touristischer Einrichtungen und der lokalen Bevölkerung durch.

Der Pass muss mit

Für alle Länder brauchen Sie zur Einreise einen Reisepass, der mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein muss. Für Aserbaidschan, Tadschikistan und Turkmenistan ist außerdem ein Visum notwendig. Das Visum wird von Studiosus beantragt. Die Gebühr dafür ist bei Berücksichtigung der bei der einzelnen Reiseausschreibung genannten Frist im Reisepreis bzw. im Falle von Tadschikistan im Ausflugspreis enthalten. Für Kasachstan benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer kein Visum, für Staatsangehörige vieler anderer Nationen ist hingegen ein Visum erforderlich, das jedoch aufgrund staatlicher Vorschriften nicht von Studiosus beantragt werden kann. Wir bitten alle Teilnehmer, sich bei ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat nach den aktuellen Einreisebestimmungen zu erkundigen. Bitte beachten Sie die genauen Informationen bei den einzelnen Reisen darüber, wann wir Ihre Reisepapiere zur Visabeantragung spätestens benötigen. Für die Einreise in den Iran ist für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ein Reisepass erforderlich, der sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein muss. Der Pass darf weder ein Visum oder einen Einreisevermerk von Israel enthalten noch einen Stempel eines jordanischen oder ägyptischen Grenzübergangs, der nach Israel oder in das palästinensische Westjordanland führt. Bei Missachtung dieser Bestimmung werden Sie an der Grenze zurückgewiesen. Zudem benötigen Sie ein Visum, das von Studiosus beantragt wird. Die Gebühr dafür ist im Reisepreis enthalten. Unmittelbar nach der Buchung Ihrer Reise bitten wir Sie um Zusendung des Einreisefragebogens, einer Farbkopie Ihres Reisepasses sowie ein farbiges biometrisches Passbild (ohne Brille und Hut). Ebenso senden Sie uns bitte eine Kopie des Visums von einem ggfs. früherem Iranbesuch ab dem Jahr 2000. Falls Sie Ihre Reise später als sechs Wochen vor Reisebeginn buchen beantragen wir ggfs. ein Expressvisum (Mehrkosten 25 €) oder wir sorgen dafür, dass Sie Ihr Visum bei der Einreise bekommen. Vor dem iranischen Neujahrsfest Nouruz, das Ende März stattfindet, kann sich die Bearbeitungszeit für das Visum auf bis zu zwei Monate verlängern. Wir bitten alle Teilnehmer, die keinen deutschen, österreichischen oder Schweizer Pass haben, sich bei ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat nach den aktuellen Einreisebestimmungen zu erkundigen. Falls Sie sich Ihr Visum selbst besorgen, erstatten wir Ihnen den kalkulierten Betrag. Eine Teilnahme von Personen mit britischer, kanadischer und US-amerikanischer Staatsangehörigkeit an unseren Reisen in den Iran ist nicht möglich, da für diese Nationalitäten spezielle Visabedingungen gelten. Falls Sie planen, demnächst in die USA zu reisen, beachten Sie bitte, dass nach einer Reise in den Iran ein Visum für die Einreise in die USA erforderlich ist. Dies gilt auch, wenn Sie in der Zwischenzeit einen neuen Pass erhalten haben.

Sicherheit geht vor!

Wir tun alles, um Ihnen auf unseren Reisen größtmögliche Sicherheit zu bieten. Wir verfolgen aktuelle Ereignisse und Entwicklungen, prüfen rund ums Jahr die Situation in unseren Reiseländern und ergreifen bei Bedarf alle für die Sicherheit unserer Gäste erforderlichen Maßnahmen. Im Folgenden finden Sie unsere aktuelle Lageeinschätzung. Armenien und Aserbaidschan sind trotz der seit vielen Jahren bestehenden Spannungen um Berg-Karabach stabile Reiseländer. An der Grenze zwischen beiden Staaten gab es in den letzten Jahren vereinzelte Schusswechsel zwischen Angehörigen der Grenztruppen. Auch dank russischer Vermittlungsbemühungen blieb es jedoch bei begrenzten, lokalen Auseinandersetzungen. Dennoch: Für uns sind Ausflüge in die Grenzgebiete genauso tabu wie Aufenthalte in Berg-Karabach. Unverändert ruhig ist die innenpolitische Situation in Georgien. Die friedlich verlaufenen Wahlen der letzten Jahre haben wesentlich zu einer Stabilisierung der demokratischen Institutionen im Land beigetragen, Reisen in dieses eindrucksvolle Land am Südrand des Kaukasus sind problemlos möglich. Eine internationale Klärung des Status der "abtrünnigen" Provinzen Südossetien und Abchasien ist allerdings nach wie vor nicht in Sicht. Deshalb meiden wir weiterhin die Grenzgebiete zu diesen Provinzen. ZentralasienIn ganz Zentralasien gibt es seit vielen Jahren eine potenzielle Gefährdung durch islamistisch orientierte radikale Gruppierungen. Diese Gefahr besteht auch in Usbekistan, eine gezielte Bedrohung des Tourismus im Lande sieht das Auswärtige Amt derzeit jedoch nicht. Der usbekischen Regierung unter Präsident Mirsijojew ist es durch umfassende Programme zur Förderung der Infrastruktur und der lokalen Wirtschaft gelungen, die soziale und ökonomische Situation der Bewohner insbesondere im einst als besonders vom islamischen Extremismus gefährdeten Ferganatal zu verbessern und landesweit die Sicherheitslage zu stabilisieren. Zusammen mit weit reichenden Wirtschaftsreformen macht die Regierung seit 2017 auch vorsichtige Schritte hin zu einer politischen Öffnung des Landes. Die Lage in den benachbarten Republiken Turkmenistan und Kasachstan sowie in der auf einer unserer Reisen berührten Region um Pendschikent in Tadschikistan ist weitgehend ruhig, eine besondere Gefährdung für Reisende besteht auch hier nicht. Ebenso sind in Kirgisistan Reisen in die touristisch interessanten und vergleichsweise gut erschlossenen Landesteile möglich. Vor allem in der Hauptstadt Bischkek, aber auch in den südlichen Bezirken rund um die Stadt Osch können sich jedoch lokale Proteste verschärfen und zu Straßenblockaden und gewaltsamen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften führen. Diese Ereignisse können uns ggf. zu kurzfristigen Änderungen unserer Programme an einzelnen Reisetagen zwingen. Wegen der insbesondere in den Großstädten stark gestiegenen Alltagskriminalität fordert das Auswärtige Amt insbesondere in Bischkek und Taschkent zu Vorsicht und zum Verzicht auf Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit auf. Diese Sicherheitseinschätzung stammt vom Mai 2019. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes zu einem der Länder in der Region ändern, informieren wir Sie selbstverständlich. IranDer Iran ist ein weitgehend sicheres Reiseland. Die schwierige Wirtschaftslage hat sich durch die amerikanischen Embargo-Maßnahmen weiter verschlechtert, die Unzufriedenheit großer Bevölkerungsgruppen mit ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation wächst. Vor diesem Hintergrund sind ein erneutes Aufflammen sozialer und politischer Proteste und neue gewaltsame Demonstrationen - in Teheran, aber auch in anderen Städten - nicht auszuschließen. Diese Proteste richteten sich bisher zu keinem Zeitpunkt gegen westliche Besucher. Politische Menschenansammlungen und Protestkundgebungen vermeiden wir trotzdem weiträumig. In den letzten Jahren kam es vor allem in den westlichen Provinzen mit ethnischen und religiösen Minderheiten, wie Kurdistan, West-Aserbaidschan und Kermanschah, zu vereinzelten bewaffneten Angriffen und Anschlägen auf staatliche und religiöse Einrichtungen. Touristen oder touristische Einrichtungen waren nie Ziel dieser Anschläge. Auf unseren Reisen vermeiden wir alle Gebiete, in denen auch nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Dies gilt insbesondere für die östliche Provinz Sistan-Balutschistan, für Teile der Provinz West-Aserbaidschan sowie für die Grenzgebiete zum Irak, zu Pakistan und zu Afghanistan.

Unsere Experten

Auf unseren Reisen in die Region werden Sie von hoch qualifizierten und landeskundigen, teilweise einheimischen Studiosus-ReiseleiterInnen betreut. Fast alle haben eine akademische Ausbildung, die meisten in Orientalistik oder Kunstgeschichte. Alle nehmen am Studiosus-Weiterbildungsprogramm teil.Dr. Christian Piller, einer unserer mehr als 30 Expertinnen und Experten für Zentralasien: "Während meines Archäologiestudiums kam ich das erste Mal mit Zentralasien in Berührung und entdeckte die Faszination dieser Region und ihrer Menschen. Choresmien, Sogdien oder Parthien hießen damals noch meine Reiseziele mit historischem Namen. Heute begeistern mich dort Usbeken, Kasachen, Kirgisen, Tadschiken und Turkmenen. Die Mythen der Seidenstraße haben diese Länder längst genauso hinter sich gelassen wie die 70-jährige Fremdherrschaft Russlands. Ölpipelines statt Handelsstraßen bringen jetzt den Reichtum. In den glutroten Steppen haben die heutigen Bewohner lebendige, moderne Metropolen erstehen lassen. Der Alltag und die große Vielfalt des täglichen Lebens bringen uns den Menschen dieser Regionen viel näher, als es Geschichte und Kunst allein vermögen. Auch nach Armenien reiste ich zunächst als Student, um dort an einer Ausgrabung teilzunehmen. Ich lernte das Land in seiner dunkelsten Stunde kennen: Nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion herrschten Krieg und Energieknappheit. Wie die Armenier und ihre Nachbarn in Georgien und Aserbaidschan mit dieser schwierigen Situation umgingen und versuchten, das Beste daraus zu machen, beeindruckte mich damals ungemein. Heute sind diese jungen Staaten auf einem guten Weg, ihre Zukunft positiv zu gestalten. In den unabhängigen Republiken Zentralasiens verschmelzen Vorgeschichte, islamisches Mittelalter, Sowjetzeit und Moderne zu einem einzigartigen Gesamtbild, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ob in die kaukasischen Staaten oder nach Zentralasien, wohin Sie auch reisen: Ein/e Fremde/r bleiben Sie hier nur selten lange."

Gut zu Fuß

Unsere WanderStudienreisen nach Armenien und Georgien sind eine abwechslungsreiche Kombination aus Besichtigungen und Bewegung - die schönste Art, die großartigen Landschaften des südlichen Kaukasus intensiv kennenzulernen. Alle Wege sind sorgsam gewählt und gut zu gehen - auch wenn natürlich in der Gebirgsregion des Kaukasus Steigungen oder Abstiege dazugehören. Über festes Schuhwerk und eine gewisse Trittsicherheit sollten Sie daher verfügen.

Kleider machen Leute

Im Südkaukasus und in Zentralasien gibt es keine besonderen Kleidervorschriften. Dennoch empfiehlt es sich, beim Besuch religiöser Stätten auf zurückhaltende Kleidung zu achten. Ihr Studiosus-Reiseleiter steht Ihnen gerne beratend zur Seite. Im Iran gelten Kleidervorschriften, an die sich auch Besucher halten müssen. Herren tragen zurückhaltende europäische Kleidung; kurze Hosen sind nicht erlaubt, Krawatten nicht üblich. Für Damen gilt das Prinzip: Die Haare müssen in der Öffentlichkeit mit einem Tuch bedeckt und die Körperformen verhüllt sein. Vor allem in den Großstädten haben sich in letzter Zeit die Kleidervorschriften aber sichtbar gelockert - das Kopftuch ist inzwischen oft mehr ein modisches Accessoire, als dass es irgendetwas verhüllt. Anstelle des früher üblichen langen schwarzen Mantels genügt heute eine weit geschnittene Bluse mit langen Ärmeln ohne Ausschnitt, die das Gesäß verdeckt, den Mindestanforderungen. An religiösen Stätten sind die Kleidervorschriften strikt zu beachten.