Indonesien: per Yacht von Insel zu Insel

Indonesien

Übersicht

Entdecken Sie mit der Segelyacht Panorama II die Inselparadiese südöstlich von Bali. Beobachten Sie Komodowarane auf Rinca, genießen Sie Tropenflair pur auf der kleinen Insel Moyo, relaxen Sie an Traumstränden und tauchen Sie in die bunte Unterwasserwelt ein. Bei Besuchen in Dörfern und Tempeln lernen Sie die Kultur der Kleinen Sundainseln kennen und können sie mit der auf Bali vergleichen, die Ihnen Ihre Studiosus-Reiseleiterin vor unserer Kreuzfahrt näherbringt.

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Dienstag, 28.07.2020: Nach Südostasien

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Am Abend Flug mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapur (nonstop, Flugdauer ca. 12 Std.).

2. Tag, Mittwoch, 29.07.2020: Willkommen in Indonesien!

Ankunft in Singapur am Nachmittag (Ortszeit), wo Ihre Studiosus-Reiseleiterin Sie begrüßt. Nach einer Umsteigezeit von ca. eineinhalb Stunden Weiterflug mit Silkair auf die Insel Bali nach Denpasar (Flugdauer ca. 2,5 Std.). Beim Abendessen im Hotel stimmen wir uns auch kulinarisch auf Indonesien ein. Zwei Übernachtungen in Ubud.

(F/A)

3. Tag, Donnerstag, 30.07.2020: Bali - Insel der Götter

10000 oder noch viel mehr? Die Heiligtümer der Götterinsel hat wohl niemand gezählt. Wir sehen einige der schönsten und beeindruckendsten in und um Ubud: die Königsgräber Gunung Kawi, die Elefantengrotte Goa Gajah und die heiligen Quellen von Tirta Empul. Zurück in Ubud bewundern wir im Neka-Museum zeitgenössische balinesische Kunst. Nachmittags Freizeit.

(F)

4. Tag, Freitag, 31.07.2020: Besakih-Tempel am Vulkan Agung

Auf den Vulkanen thronen die Götter, glauben die balinesischen Hindus. Den beiden Feuerbergen Balis nähern wir uns heute. Vormittags blicken wir in die Caldera, den Einbruchkessel, des Baturs. Dann weiter zum Agung, an dessen Hängen das wichtigste Inselheiligtum klebt: der Pura Besakih, zu dem wir zusammen mit den Balinesen pilgern. Ob wir Glück haben und den Tempel in buntem Festschmuck sehen? Nach dem Mittagessen in einem Restaurant mit Aussicht folgen drastische Szenen: Wie Sünder in der Hölle schmoren, zeigen die Gemälde in der ehemaligen Gerichtshalle von Klungkung. Dann zieht es uns ans Meer. Übernachtung in einem Strandhotel in Nusa Dua.

(F/M)

5. Tag, Samstag, 01.08.2020: Einschiffung in Benoa

Vormittags Freizeit. Transfer zum Hafen von Benoa und Einschiffung. Sieben Übernachtungen auf der Panorama II.

(F/A)

6. Tag, Sonntag, 02.08.2020: Saringi-Insel

Unsere erste Station: Badil Island. Sie haben Gelegenheit zum Baden und Schnorcheln. Zu Fuß erreichen wir über eine Sandbank die zweite Insel: Kramat Island. Die Crew bereitet uns ein Strand-BBQ vor.

(F/M/A)

7. Tag, Montag, 03.08.2020: Satonda-Insel

Frühmorgens lichten wir den Anker und segeln zur kleinen Insel Satonda. Wir spazieren zum Rand des Kratersees in ihrer Mitte: Was für ein Anblick!

(F/M/A)

8. Tag, Dienstag, 04.08.2020: Nach Rinca Island

Morgens erreichen wir den Hafen von Labuanbajo auf der Insel Flores. Unser Ausflug führt uns ins Dorf Liang Dara. Nachmittags segeln wir nach Kokotao.

(F/M/A)

9. Tag, Mittwoch, 05.08.2020: Komodowarane

Morgens setzen wir über nach Rinca Island, eine der Inseln des Komodo-NAtionalparks (UNESCO-Welterbe). Auf einer Wanderung gehen wir zusammen mit einem Ranger auf Pirsch und beobachten u. a. die legendären Komodowarane. Die Echsen mit bis zu drei Metern Länge wirken wie Überbleibsel aus der Urzeit. Am Pink Beach auf Padar Island haben Sie Zeit zum Baden und Schnorcheln.

(F/M/A)

10. Tag, Donnerstag, 06.08.2020: Insel Moyo

Wir tun es Prinzessin Diana und Mick Jagger gleich und steuern die einsame Insel Moyo an. Eine kleine Wanderung führt uns zum Mata-Jitu-Wasserfall mitten im Urwald.

(F/M/A)

11. Tag, Freitag, 07.08.2020: Auf Lombok

Lombok, Balis kleine Schwester, erwartet uns heute. Die Insel ist im Gegensatz zu Bali islamisch geprägt, hier stehen mehr Moscheen als Hindutempel, hier erklingt der Ruf des Muezzins und zeremonielle Tempeltänze sieht man eher selten. Bei unserer Rundfahrt kommen wir u. a. am Sendang-Gile-Wasserfall, dem Narmada-Tempel und am Mayura-Wasserpalast vorbei.

(F/M/A)

12. Tag, Samstag, 08.08.2020: Bali – Meerestempel Tanah Lot

Am Morgen läuft die Panorama II wieder im Hafen von Benoa auf Bali ein. Nach dem Frühstück schiffen wir uns aus und fahren zu unserem Strandhotel. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir am Tanah-Lot-Meerestempel, dem wohl bekanntesten Fotomotiv von Bali. Kann gut sein, dass wir auf Pilger in Festtracht mit ihren Opfergaben treffen. Bei Kokoswasser frisch aus der Nuss können Sie die ganze Pracht auf sich wirken lassen, während die Sonne im Meer versinkt. Beim Abendessen feiern wir mit balinesischen Spezialitäten Abschied. "Enak sekali" – einfach köstlich!

(F/A)

13. Tag, Sonntag, 09.08.2020: Bali für Sie und Rückflug

Ein Tag nach Lust und Laune. Letzte Souvenirs erjagen, einen letzten Kopi Bali trinken, die letzten Runden im Pool drehen, ein letztes Mal im Liegestuhl rekeln ... Und wenn Balis Kultur Sie gar nicht mehr loslässt, nehmen Sie ein Taxi zum Ulu-Watu-Tempel, der hoch über den Felsen thront, und schauen den Surfern beim Ritt auf den Wellen zu. Am frühen Abend Fahrt zum Flughafen von Denpasar und Flug mit Singapore Airlines nach Singapur (Flugdauer ca. 2,5 Std.). Nach ca. einer bis drei Stunden Umsteigezeit Weiterflug mit Singapore Airlines nach Europa (nonstop, Flugdauer ca. 13 Std.).

(F)

14. Tag, Montag, 10.08.2020: Zurück in der Heimat

Morgens Ankunft in Frankfurt und Anschluss zu den anderen Städten.

F: Frühstück A: Abendessen M: Mittagessen

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Schiff

MS Panorama II

Die 2004 in Dienst gestellte und 2015 modernisierte 50 m lange Segelyacht gehört zur Flotte der griechischen Reederei Variety Cruises und zählt zur Kategorie der kleinen, komfortablen Schiffe. Das Schiff mit dem Ambiente einer Privatyacht ist mit Stabilisatoren ausgestattet und besitzt 25 Doppel-Außenkabinen (ca. 10 - 12 qm), Kategorie A auf dem Hauptdeck sowie Kat. B und C auf dem Unterdeck. Die modern eingerichteten Kabinen verfügen über Fenster (Kat. A) bzw. Bullaugen (Kat. B und C), eine individuell regulierbare Klimaanlage, einen kleinen Kühlschrank, Flachbild-Fernseher, Schiffstelefon, Safe und einen Föhn sowie Dusche und WC. Im Restaurant werden Sie kulinarisch verwöhnt, und zur Entspannung dienen die Lounge mit Bar sowie das Sonnendeck mit Liegestühlen. WLAN steht gegen Gebühr zur Verfügung. Einen detaillierten Deckplan senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Ihr Schiff MS Panorama II

Kabinen

Das Schiff verfügt über 25 Zweibett-Außenkabinen (ca. 12 m²). Die Kabinen der Kat. B und C befinden sich auf dem Unterdeck und haben Bullaugen, während die Kabinen der Kat. A auf dem Hauptdeck liegen und mit Fenstern ausgestattet sind. Alle Kabinen verfügen über eine individuell regulierbare Klimaanlage, Minikühlschrank, Fernseher (lokale Stationen), Bordtelefon, Föhn und Minisafe sowie über Bad mit Dusche/WC. WLAN ist an Bord gegen Gebühr verfügbar.

Bordsprache

Bordsprache ist Englisch.

Zahlungsmittel an Bord

Die Bordwährung ist Euro. Auf dem Schiff werden die gängigen Kreditkarten (American Express, Visa und Mastercard) akzeptiert.

Essen und Trinken

Das Restaurant bietet internationale Küche, gegen Voranmeldung auch vegetarische Gerichte und Diabetikerkost. Filterkaffee, Tee und Trinkwasser stehen an Bord den ganzen Tag über kostenlos zur Verfügung.

Freizeitangebot an Bord

Der Entspannung dienen eine Lounge mit Bar, ein Sonnendeck und eine Badeplattform.

Stromspannung

Die Stromspannung beträgt 220 Volt Wechselstrom. Wir empfehlen generell das Mitführen eines Reisesteckers für unterschiedliche Anschlüsse.

Wäscherei/Reinigung

Ein eingeschränkter Waschdienst ist an Bord vorhanden.

Termine & Preise

Termine & Preise 2020

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 9
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
28.07.–10.08. s. PDF s. PDF
N.N.

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 30.3.2020 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Alle Preise, Termine und Unterbringungsmöglichkeiten als download (Stand 2.12.2019)
Kabinenplan-PDF zum Download

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort und zurück in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Singapore Airlines (Economy, Tarifklasse G) von Frankfurt nach Denpasar und zurück, nach Verfügbarkeit
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 115 €)
  • Sitzplatzreservierung
  • Alle Hafengebühren
  • Trinkgelder an Bord (ca. 80 €)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemen, landesüblichen Reisebussen
  • 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet in guten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Passage und 7 Übernachtungen mit Vollpension (beginnend mit dem Abendessen an Tag 5) auf der Panorama II in der gebuchten Kabinenkategorie
  • Ein Mittagessen in einem typischen Restaurant und 2 Abendessen im Hotel
  • Landausflüge während der Kreuzfahrt lt. Reiseverlauf
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: örtl. Führer, Eintrittsgelder, Trinkgelder im Hotel, Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Schiffspassage sowie Bus- und Bahnfahrten

Einreise

Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
(Quelle: Studiosus Reisen München GmbH)
Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
finden hier weitere Informationen.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist und über mindestens zwei freie Seiten verfügt (S. 5 und letzte Umschlagseite werden nicht mitgezählt). Eine Einreise mit einem vorläufigen Pass ist nicht möglich. Visa bzw. Einreisestempel von Israel können unter Umständen zu Problemen bei der Einreise führen.

Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Erkundigen Sie sich daher bitte in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat.

Sollten Sie länger als 30 Tage in Indonesien bleiben wollen oder über einen vorläufigen Reisepass verfügen, benötigen Sie ein vorab über die Botschaft zu beantragendes Visum mit entsprechender Gültigkeit. In diesen Fällen sind Sie selbst für die Visabesorgung verantwortlich.

Unsere Leistungspartner vor Ort benötigen zur ordnungsgemäßen Durchführung der Reise Ihre Passdaten.Bitte senden Sie uns den beiliegenden Fragebogen spätestens 4 Wochen vor Abreise ausgefüllt zurück.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Indonesien zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch

Im Kampf gegen die im Lande aktiven islamistischen Terrorgruppen erzielten die Sicherheitskräfte große Erfolge: Anschlagspläne wurden aufgedeckt und vereitelt, führende Mitglieder terroristischer Organisationen verhaftet, die Maßnahmen zum Schutz touristischer Einrichtungen und der Zentren des öffentlichen Lebens verstärkt. Durch diese Maßnahmen hat sich die Sicherheitslage im Land deutlich verbessert, jedoch zeigen die Anschläge vom Mai 2018 in Surabaya und Sidorajo, dass neue Terroraktionen islamistischer Extremisten nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Vor diesem Hintergrund sind unsere örtlichen Leistungspartner und Reiseleiter, insbesondere in der Hauptstadt Jakarta, in den Tourismuszentren auf Bali und während wichtiger christlicher Feiertage zu erhöhter Vorsicht aufgefordert. Ebenso meiden wir im gesamten Land größere Menschenansammlungen und politische Kundgebungen.

Wirtschaftliche und soziale Maßnahmen der Behörden haben zu einer Verbesserung der Lage in fast allen Landesteilen geführt: Dies gilt auch für Regionen, die aufgrund von Binnenkonflikten für lange Zeit als touristische Ziele ausfielen. Mit Ausnahme von Aceh, Irian Jaya und der Stadt Ambon auf den Molukken, wo wir aufgrund lokaler ethnischer und religiöser Spannungen unverändert von einer erhöhten Gefährdung aufgehen, können wieder alle Teile des Landes bereist werden.

Wir sehen derzeit außerhalb der genannten Gebieten keinen Anlass, von Reisen nach Indonesien abzusehen. Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes für ganz Indonesien bzw. eine der von Ihnen bereisten Inseln bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Studiosus Reisen München

Stand: 27. März 2020

Reise- und Sicherheitshinweise Indonesien

Zuletzt aktualisiert am: 27. März 2020

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:

- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte

- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz

Aktuelles

Wichtige Info für auf Bali gestrandete deutsche Reisende

Die Bundesregierung will allen Deutschen, die auf Bali gestrandet sind, eine Rückkehr nach Deutschland ermöglichen und bereitet Rückholflüge vor.

Informieren Sie sich auf der Website der Deutschen Vertretungen in Indonesien indonesien.diplo.de und in den Auftritten der Botschaft in den Sozialen Medien. Dort finden Sie auch die Erreichbarkeiten des Krisenstabes vor Ort.

Allgemeine Informationen und die Antworten auf häufig gestellte Fragen zur weltweiten Reisewarnung und der Rückholaktion finden Sie hier: diplo.de/rueckholaktion.

Das Auswärtige Amt rät weltweit von nicht notwendigen Reisen in das Ausland ab.

Aufgrund der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 haben die indonesischen Behörden mit Wirkung ab Freitag, 20. März 2020 00:00 WIB (GMT+7) für zunächst 30 Tage ein Einreise – und Transitverbot für Reisende verfügt, die sich in den letzten 14 TagenMärz 2020 die visafreie Einreise auch für Transitzwecke für alle ausländischen Reisenden ausgesetzt. Alle Reisenden müssen vor Einreise oder Transit ein Visum bei der örtlich zuständigen indonesischen Auslandsvertretung beantragen. Hierfür ist die Vorlage eines behördlichen Attests notwendig („health certificate“ ausgestellt von einem Krankenhaus). Zugleich müssen Visumantragsteller, die in Indonesien einreisen (kein Flughafentransit), ihre Bereitschaft erklären, sich einer vierzehntägigen Quarantäne in Indonesien zu unterziehen.

Für Reisende, die sich in den letzten 14 Tagen vor Einreise in Deutschland, Frankreich, Italien, dem Vatikan, der Schweiz, Großbritannien, Spanien oder im Iran aufgehalten haben, wurde ein Einreise- und Transitverbot verfügt.

Weiterhin wird mit Wirkung ab dem 20. März 2020 die visafreie Einreise für deutsche Staatsangehörige für zunächst einen Monat ausgesetzt. Alle Reisenden müssen vor Einreise unter Vorlage eines behördlichen Attests ein Visum bei der örtlich zuständigen indonesischen Auslandsvertretung beantragen.

Derzeit müssen Indonesien-Reisende damit rechnen, während des Aufenthalts in Indonesien in Einzelfällen auch ohne Anzeichen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zur Quarantäne in indonesischen Krankenhäusern bzw. Quarantänezentren verpflichtet zu werden. Die Entscheidungskriterien für die zum Teil drastischen Maßnahmen zur Quarantäne (u.a. Abriegelung des Aufenthaltsbereichs, kein Internetzugang, Sammelunterbringung von Verdachtsfällen mit infektiösen Patienten) bzw. zur weiteren Diagnostik und Therapie sind oft unklar. Die für die Quarantänemaßnahmen vorgesehenen medizinischen Einrichtungen entsprechen nicht europäischem Standard. Es gibt Berichte von staatlichen und privaten Krankenhäusern, die Notfallpatienten aus Kapazitätsgründen oder Vorgabe des Infektionsschutzes nicht mehr behandeln. Eine angemessene notfallmedizinische Versorgung in Indonesien ist daher nicht gewährleistet.

Das Reisen innerhalb Indonesiens wird durch geplanten oder bereits erfolgten Wegfall von Flug-und Fährverbindungen erschwert. Einzelne Regionen und Inseln sind dadurch bereits vom Rest des Landes sowie von der Anreise zu internationalen Flughäfen abgeschnitten.

Bitte beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 /Coronavirus.

Seit dem 31. Dezember 2019 führen starke Regenfälle in mehreren Landesteilen wie in West Sumatra, Zentral- und Ost-Java sowie in der Hauptstadt Jakarta zu erheblichen Überschwemmungen, Erdrutschen und Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs und in der Versorgung. Viele Straßen sind unpassierbar. Mit einer weiteren Verschlechterung muss gerechnet werden.

- Seien Sie in betroffenen Gebieten besonders vorsichtig.

- Verfolgen Sie lokale Medien und die Wettervorhersage.

- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Behörden.

Naturkatastrophen haben in unterschiedlichen Regionen Indonesiens erhebliche Schäden angerichtet, es waren zum Teil zahlreiche Todesopfer und Verletzte zu beklagen.

In vielen Gegenden wie Zentral-Sulawesi, auf Lombok und in der Sundastraße dauern nach Erdbeben und Tsunamis Maßnahmen zur Wiederherstellung der Infrastruktur noch an.

Zudem gibt es mehrere aktive Vulkane, für die verschiedene Gefährdungsstufen gelten und Sperrzonen eingerichtet wurden.

- Informieren Sie sich vor Antritt einer Reise in die betroffenen Gebiete.

- Seien Sie dort besonders vorsichtig.

- Meiden Sie beschädigte Gebäude, Brücken und Straßen.

Nach wiederholten zum Teil gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in den Provinzen Papua bzw. West-Papua im August und September 2019 wird von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in das Gebiet abgeraten. Es kann zu weiteren, auch gewaltsamen Demonstrationen und Ausschreitungen sowie möglicherweise zu zeitweisen Abschaltungen des Internets in beiden Provinzen kommen.

- Informieren Sie sich vor Antritt einer Reise in die Region unbedingt über die lokalen Medien.

- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

- Fertigen Sie unter keinen Umständen Foto-, Film- und Tonaufnahmen von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen.

- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Sicherheit

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Provinzen Papua und West-Papua wird derzeit abgeraten.

Terrorismus

In der Vergangenheit wurden vereinzelte Anschläge insbesondere in der Hauptstadt Jakarta verübt, Mitte Mai 2018 in Surabaya und Sidoarjo im Osten Javas. Die indonesischen Sicherheitskräfte gehen entschieden gegen Terrorismus vor. Dennoch besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko von Terroranschlägen in ganz Indonesien. Internationale Hotels, Einkaufszentren, Diskotheken, Flugplätze, christliche Kirchen und westliche oder nicht-muslimische Einrichtungen insbesondere im großstädtischen Bereich, wie Jakarta, Bandung, Medan, Makassar und Surabaya sowie auf der Insel Bali, gelten als besonders anschlagsgefährdet.

In den Gewässern des Celebessees zwischen Indonesien, Malaysia und den Philippinen sowie in der Straße von Malakka und im Südchinesischen Meer (um die Inselgruppe Natuna) gibt es Fälle der Piraterie.

Auf insbesondere abgelegenen Inseln in den Grenzgebieten Ostkalimantans zu Malaysia und den Philippinen sowie Nord-Sulawesis besteht ein Risiko von Entführungen.

- Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen (während des Fastenmonats Ramadan, zu den anschließenden Feiertagen wie dem Unabhängigkeitstag am 17. August, an christlichen Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten, aber auch zum Balinesischen Neujahr Nyepi und dem chinesischen Neujahr, sowie im Umfeld wichtiger politischer Ereignisse wie z.B. Wahlen besonders aufmerksam.

- Unternehmen Sie in den genannten Gewässern und Inseln keine individuellen Ausflüge, sondern nur organisierte und begleitete.

- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.

- Meiden Sie größere Menschenansammlungen weiträumig.

- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon sowie in Zentralsulawesi um die Stadt Poso kam es in der Vergangenheit zu Unruhen aufgrund von ethnischen und religiösen Spannungen mit Toten und Verletzten. Die Situation hat sich in beiden Regionen stabilisiert; Vorsicht bei Reisen in diese Regionen wird dennoch empfohlen.

Für Papua und West-Papua gelten besondere polizeiliche Vorschriften und Beschränkungen für Einreise und Aufenthalt bei nicht-touristischen Aufenthalten. Es ist zuletzt im August und September 2019 zu teilweise gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen, das Internet wurde in den beiden Provinzen zeitweise gesperrt.

Auch in den übrigen Landesteilen sowie insbesondere in der Hauptstadt Jakarta kann es zu Demonstrationen kommen, bei denen gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbeeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden können.

- Vermeiden Sie nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Provinzen Papua und West-Papua.

- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.

- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.

- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Indonesien zählt weltweit zu den Ländern mit den strengsten Drogengesetzen. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und jeder Art von Drogen hart bestraft, siehe Strafrecht. Schon bei der Mitnahme von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten wie auch bei der Mitnahme von Gegenständen für andere Personen ist Vorsicht geboten.

Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, Handtaschen- und Smartphoneraub in öffentlichen Verkehrsmitteln, an belebten Plätzen und in Cafés und Restaurants touristisch beliebter Orte und von motoradfahrenden Reisenden wie auf Bali und Lombok sowie erzwungene Bargeldabhebungen am Geldautomaten kommen regelmäßig vor.

In der Hauptstadt Jakarta besteht die Gefahr von Überfällen besonders für allein reisende Frauen. Taxis sollten nur von Bluebird, Silverbird oder Express genommen bzw. telefonisch bestellt werden.

Vereinzelt kommt es auch zum Einsatz von K.o.-Tropfen und Kreditkartenbetrug.

Auf Bali wie auch an vielen anderen Orten verleiten Falschspielerbanden Reisende zu verbotenen, manipulierten Glücksspielen.

Die Polizei ist häufig nicht bereit, Anzeigen entgegenzunehmen.

- Vermeiden Sie jeden Kontakt mit Drogen und unbekannten Substanzen.

- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.

- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.

- Achten Sie auf Ihre Umgebung, insbesondere bei Fahrten mit Mietfahrzeugen, halten Sie möglichst nur an sicher erscheinenden Orten an und Fenster und Türen bei der Fahrt geschlossen.

- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.

- Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt und beim Bezahlvorgang Ihre Kreditkarte nicht außer Augen.

- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Erdbeben und Tsunamis

Indonesien liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, dem pazifischen Feuerring, so dass es zu häufigen vulkanischen Aktivitäten und Erd- und Seebeben kommt und auch Tsunamis ausgelöst werden können.

Im Dezember 2004 hatte ein schweres Seebeben vor der Insel Sumatra eine Flutwelle ausgelöst, die hunderttausende Todesopfer forderte.

Ende Juli und im August 2018 haben mehrere zum Teil schwere Erdbeben vor allem den Norden der Ferieninsel Lombok sowie Sumbawa erschüttert. Im September 2018 folgten weitere Nachbeben. Die Wiederherstellung der Infrastruktur im Norden von Lombok dauert an.

Betroffen waren auch die Gili-Inseln Trawangan, Meno und Air, auf denen die Infrastruktur jedoch bereits weitgehend wiederhergestellt werden konnte. Im Süden und Südwesten von Lombok und auf Bali wurden nur vereinzelte Schäden gemeldet. Mit Nachbeben muss auch in dieser Region weiterhin gerechnet werden.

Ende September 2018 ereigneten sich auf der Minahasa Halbinsel, Sulawesi, mehrere Erdbeben. Es wurde eine Flutwelle ausgelöst, die in der Provinzhauptstadt Palu und Umgebung zu Überschwemmungen führte. Es muss in der Region weiterhin mit Nachbeben gerechnet werden. Die Wiederherstellung der Infrastruktur wird noch lange Zeit in Anspruch nehmen. Die medizinische Versorgung ist nur sehr eingeschränkt möglich.

Vulkane

Nach einem Erdrutsch Ende Dezember 2018 unter dem aktiven Vulkan Anak Krakatau an den Stränden der Sundastraße in Pandeglang, Serang und Süd-Lampung, der einen Tsunami verursachte, wurde eine Sperrzone im Umkreis von 5 Kilometern errichtet und die zweihöchste Alarmstufe für vulkanische Aktivität ausgerufen.

Mehrere Vulkane in verschiedenen Landesteilen zeigen erhöhte Aktivitäten. Seit Ende November 2017 ist der Vulkan Agung auf der Insel Bali verstärkt aktiv, für den seit Februar 2018 die Gefährdungsstufe 3 und eine Sperrzone von 4 km um den Krater gilt. Seit Anfang Oktober 2018 wurde auch um den Vulkan Soputan auf Sulawesi eine Sperrzone im Umkreis von vier Kilometern, im Süden und Südwesten von 6,5 Kilometern eingerichtet.

Seit Februar 2019 zeigt der Vulkan Bromo im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru auf Java erhöhte Aktivität, so dass eine Sperrzone von einem Kilometer eingerichtet wurde. Die Möglichkeit verstärkter Aktivitäten besteht auch weiterhin bei den Vulkanen Merapi in der Region Yogyakarta auf der Insel Java und Sinabung auf der Insel Sumatra. So kam es am 9. Juni 2019 zu einem heftigen Ausbruch des Sinabung, bei dem eine 7 km hohe Aschewolke ausgestoßen wurde.

Der Vulkan Rinjani ist für Wanderer während der Regenzeit von November bis April jeden Jahres geschlossen.

Mit Beeinträchtigungen im Flugverkehr bis zur Schließung von Flughäfen muss bei erhöhten vulkanischen Aktivitäten jederzeit gerechnet werden.

Klima, Überschwemmungen

Es herrscht tropisch-feuchtheißes Klima.

Weite Teile des Landes sind insbesondere während der Regenzeit, die meist von November bis März andauert, von Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen, die anhaltende Überflutungen und erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen nach sich ziehen können. Auch die Stromversorgung und Telefon- und Internetverbindungen können erheblich beeinträchtigt sein.

Waldbrände

Während der Trockenzeit kommt es besonders auf den Inseln Sumatra und Kalimantan (Borneo) immer wieder zu Waldbränden, die regelmäßig gesundheitsschädliche Luftbelastungen verursachen.

- Beachten Sie stets die lokalen Wettervorhersagen, Sperrzonen, Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

- Verhaltenshinweise zu einem Vulkanausbruch insbesondere auf Bali bietet die deutsche Botschaft in Jakarta sowie The International Volcanic Health Hazard Network IVHHN.

- Nehmen Sie stets Geldmittel (Bargeld und Kreditkarten), Essen und Wasser, möglichst vollständig geladene mobile Geräte und eventuell benötigte Medikamente in ausreichender, aber – zur Vermeidung des Eindrucks des Drogenschmuggels - auch maßvoller Menge mit.

- Im Fall einer Sturmwarnung beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland bzw. die Hinweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Krisenreaktionszentrum

11013 Berlin

Tel.: +49-(0)30-18 17-2000

Fax: +49-(0)30-18 17-51000

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein
  • Eine vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

Indonesien

Gesundheit

Aktueller Stand: 27. März 2020

Aktuelles

Ausgehend von der aktuellen Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus 2019-nCoV aus der chinesischen Stadt Wuhan muss auch in Indonesien mit verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender insbesondere aus China und importierten einzelnen Krankheitsfällen gerechnet werden.

Beachten Sie die Informationen im Merkblatt nCoV sowie auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert-Koch-Instituts RKI.

 

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko. Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

 

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet müssen alle Personen ab einem Alter von 9 Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Indonesien ist selbst kein Gelbfieberinfektionsgebiet.

Reisende unter 4 Wochen Reisezeit sollen einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Auffrischimpfungen alle 10 Jahre haben. Bei Einwohnern und Langzeitreisenden über 4 Wochen soll gemäß WHO eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise sichergestellt werden, siehe Merkblatt Poliomyelitis. Die Durchführung von Kontrollen des Impfstatus bei Ausreise aus Indonesien ist derzeit nicht bekannt.

Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitisbei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.

Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

 

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen im Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

 

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue-Fieber, siehe Merkblatt Dengue-Fieber.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

 

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Merkblatt Chikungunya-Fieber.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

 

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria.

Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Das Malariarisiko besteht in Indonesien ganzjährig.

Ein hohes Risiko besteht in Lombok, West-Papua (Irian Jaya) und auf der Insel Sumba. Ein geringes Risiko liegt auf Kalimantan (Borneo), den Inseln vor der Westküste von Sumatra, Ost Nusa Tenggara (Inseln von Flores bis Timur) und der Inselgruppe der Molukken vor. Bali, Sumatra, Java, Sulawesi, West Nusa Tenggara (Inseln von Lombok bis Sumbawa) haben ein minimales Risiko

Die großen Städte gelten als malariafrei, siehe  Ständiger Ausschuss Reisemedizin (StAR) der DTG.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).

Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).

Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.

 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.

Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

 

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

 

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Merkblatt Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.

Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.

Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.

Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.

Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.

Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.

Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

 

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und auch Affen.  Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung, siehe Merkblatt Tollwut.

Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren.

Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und impfen. Die Impfserie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein.

Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

 

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren, siehe Merkblatt Japanische Enzephalitis.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich impfen.

 

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Wie in anderen Ländern Asiens ist auch in Indonesien die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, „Vogelgrippe“) aufgetreten. Menschliche Erkrankungen sind seit Juli 2005 bekannt. Die Letalität ist hoch, bisher war in den meisten Fällen jedoch direkter Kontakt zu infizierten Tieren nachweisbar, siehe Merkblatt Aviäre Influenza.

Vermeiden Sie den Besuch von Geflügelmärkten, den Kontakt zu lebendem Geflügel und deren Ausscheidungen und die eigene Zubereitung von frischen Geflügelprodukten. Entsprechende Produkte sollten nur gut durchgegart gegessen werden.

Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe.

 

Tuberkulose

Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

 

Luftverschmutzung durch Waldbrände

In der Trockenzeit kommt es regelmäßig in Kalimantan, Zentral- und Südsumatra zu großflächigen Waldbränden, die sich in der Region als intensiver und die Atemwege reizender Dunst bemerkbar machen können.

Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z. B. über den World Air Quality Index sowie die Smartphone App AirVisual.

 

Methanolvergiftungen

Mehrere Kranken- und Todesfälle nach dem Genuss von alkoholischen Getränken lassen auf mit Methanol verunreinigte Getränke schließen. Methanolvergiftungen können schwere gesundheitliche Schäden verursachen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen.

 

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete englischsprechende Ärzte.

Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.

Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

 

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.

Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.

Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.

Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

 

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

 

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

 

Auswärtiges Amt

Krisenreaktionszentrum

11013 Berlin

Tel.: +49-(0)30-18 17-2000

Fax: +49-(0)30-18 17-51000

 

 

 

 

Singapur

Stand: 7. Januar 2020

Medizinische Hinweise
Aktuelle medizinische Hinweise
Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene, siehe www.rki.de, anlässlich einer Reise zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen.

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung) ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe), Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert, siehe www.who.int. Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Typhus empfohlen.
Bei Reisen in Nachbarländer ist ggf. auch die Impfung gegen Tollwut und Japanische Enzephalitis ratsam.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

In Singapur wurden in den letzten Jahren hohe Zahlen von Denguefieber Erkrankungen registriert. Es wird empfohlen, möglichst stehende Gewässer zu meiden und Mückenschutzmittel anzuwenden.

Chikungunya

Das Chikungunya-Virus ist eine ebenfalls über die Stechmücken übertragene, mit Fieber und Gelenkschmerzen einhergehende, tropische Infektionskrankheit. In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung komplikationsfrei und sie ist selbstlimitierend.

Ist der Aufenthalt nur auf Singapur beschränkt, so bestehen viele Gesundheitsrisiken wie in anderen Tropenländern - wegen der hier herrschenden strikten Hygiene und den weitgehend fehlenden Mücken aufgrund intensiv durchgeführter Mückenbekämpfung - kaum oder gar nicht. Durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellents, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) kann das Restrisiko für mückenübertragene Erkrankungen noch weiter reduziert werden.

Zika-Virus-Infektion

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Singapur mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d. h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u. U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.

Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o. g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amtes.

Malaria

Singapur gilt als malariafrei.

HIV/AIDS

HIV/AIDS ist auch in Singapur ein Problem. Gefährdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

In Singapur treten gelegentlich Fälle der Hand-Fuß-Mund-Krankheit auf. Es handelt sich um eine Virusinfektion des Menschen (u. a. mit Coxsackie A 16 Virus), die Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt als Schmierinfektion, über Nahrungsmittel oder als Tröpfcheninfektion (Husten/Niesen). Prinzipiell handelt es sich um eine harmlose und relativ rasch (7 bis 10 Tage) abheilende Krankheit.

Eine Prophylaxe ist durch strikte Hygienemaßnahmen (Händewaschen) eingeschränkt möglich.

Haze

Singapur ist immer wieder vom sogenannten Haze betroffen. Beim Haze handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und Indonesien verursacht werden. Bei stark erhöhten Schadstoffkonzentrationen können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie Alte und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker, u. a.) sollten vor Reisen in eventuell betroffene Gebiete einen Arzt konsultieren.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande hat ein hohes, mit Europa vergleichbares Niveau und ist vor allem in privaten Krankenhäusern sehr teuer. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden auch wegen hoher Krankenhaus- und Arztrechnungen, die meist sofort beglichen werden müssen, dringend empfohlen.

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird, insbesondere auch bei geplanten Reisen in die Nachbarländer, dringend empfohlen, siehe z. B. www.dtg.org . Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Südostasien bewusst sein.

Weitere Informationen der singapurischen Behörden zur Gesundheit finden Sie unter www.moh.gov.sg

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt Krisenreaktionszentrum

Aktueller Gesundheitshinweis

In Indonesien ist in mehreren Fällen der hochpathogene H5N1-Virus bei Zuchtgeflügel und in Folge auch bei Menschen aufgetreten. Die örtlichen Behörden haben umgehend reagiert und - in Übereinstimmung mit dem weltweit geltenden Vorsorgeplan der WHO - weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus umgesetzt. Da der Virus bisher nur durch sehr engen Kontakt zu infizierten Tieren auf den Menschen übertragen wurde, sehen die Gesundheitsbehörden derzeit keine erhöhte Gefährdung für Indonesien-Reisende. Sie empfehlen jedoch unbedingt, jeden Kontakt zu lebendem Geflügel zu meiden: Dieser kann z. B. beim Besuch von Marktbereichen, in denen mit lebendem Geflügel gehandelt wird, bestehen. Den Empfehlungen der Behörden folgend, verzichten wir bei allen unseren Indonesien-Reisen auf den Besuch von Märkten, in denen mit lebendem Geflügel gehandelt wird.