Höhlenkunst in Spanien und Frankreich

Frankreich, Spanien

Übersicht

Eine Reise zu den Anfängen der Kunst: Tauchen Sie ein in die Welt der Eiszeitkünstler – in den Höhlen von Altamira, Niaux, Lascaux, Chauvet bzw. ihren Repliken. Die Motive – Mammuts, Bisons, Pferde, Hände – sind begrenzt, unser Staunen aber ist grenzenlos. Und auch an der Oberfläche gibt es viel zu entdecken: von Santander an der Biskaya bis Sarlat im Périgord, von den Pyrenäen bis zur tiefen Schlucht der Tarn.

Route

1. Tag, Montag, 16.04.2018: Flug zurück in die Vorzeit

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen und Flug nach Bilbao. Dort erwartet Sie um 14.30 Uhr Ihr Studiosus-Reiseleiter zur gemeinsamen Fahrt nach Santander. Zur Einstimmung auf die kommenden Tage versetzen wir uns zurück in die späte Altsteinzeit, stellen uns unseren Heimatkontinent im Griff von Tundra und Eispanzer vor, begeben uns auf die Pfade von Neandertalern und Cro-Magnons und hören von frühen Stilepochen wie Aurignacien und Magdalénien. Dann freuen wir uns auf unser ganz gegenwärtiges Abendessen in einem Restaurant. Drei Übernachtungen.

2. Tag, Dienstag, 17.04.2018: In den Gewölben von Altamira

Unser erster Höhepunkt auf unserer Höhlenreise ist auch gleichzeitig ein Höhepunkt der Steinzeitkunst: die Höhle von Altamira. Über mehrere Jahrtausende ist hier ein farbenfroher Eiszeitzoo entstanden mit Mammuts, Bisons, Pferden und Wildschweinen. Auch wenn die Originalhöhle aus konservatorischen Gründen geschlossen ist: Die Kopie fasziniert uns gleichermaßen. Ästhetisch nicht minder ansprechend, wenn auch bedeutend jünger: die zauberhaft erhaltene mittelalterliche Altstadt von Santillana del Mar rund um die Stiftskirche. Und in Santander lädt der breite Stadtstrand Playa El Sardinero direkt vor unserem Hotel zu einem entspannten Abendspaziergang ein.

3. Tag, Mittwoch, 18.04.2018: In den Bergen Kantabriens

Ins bergige Hinterland locken uns die Höhlen von Puente Viesgo. Von den fünf Höhlen können wir uns zwei ansehen, die das gesamte Spektrum der Höhlenmalerei abdecken: In El Castillo sehen wir jede Menge Tierdarstellungen aus unterschiedlichen Epochen, Handabdrücke und seltsame abstrakte Figuren, und darunter die vermutlich älteste Malerei überhaupt. Die Höhle Las Monedas bezaubert uns nicht nur mit ihrem Bildersaal, sondern auch als ein Wunderwerk der Geologie mit ihrem Spiel an Farben und Formen. In Santander bummeln wir über die eleganten Boulevards zur arkadengesäumten Plaza Porticada, zur Markthalle und - natürlich - zum Museum für Frühgeschichte, in dem uns die Funde aus den kantabrischen Höhlen besonders interessieren.

4. Tag, Donnerstag, 19.04.2018: Durch das Baskenland

Unterwegs von Spanien nach Frankreich durchqueren wir das Baskenland. Hier laden Sprachforscher zur Spekulation: Könnten die Basken die Nachkommen der Ureinwohner sein, klingt im Baskischen die Eiszeit nach? Jedenfalls überrascht uns die Nachbildung der Höhle Ekain Berri mit ihrer einzigartigen Darstellung von Pferden. Vom in der Eiszeit eher unwirtlichen Strand von Biarritz könnten, so eine Theorie, Robbenjäger am Eis entlang bis nach Amerika gelangt sein. Wir genießen auf jeden Fall ganz gegenwärtig unseren Spaziergang an der Strandpromenade im eleganten Seebad und lassen uns die frische Brise an der französischen Atlantikküste um die Nase wehen.

5. Tag, Freitag, 20.04.2018: Die Höhle der Hände

Wir folgen dem Verlauf der Pyrenäen nach Osten und stehen staunend in der Höhle von Gargas: In Rot und Schwarz haben unsere Vorfahren hier ihre Hände verewigt - und uns Raum für Spekulationen hinterlassen: Können wir einen religiösen Hintergrund vermuten, oder sind die Hände nichts anderes als Grafitti, mit denen sich heutige Besucher an allerlei Wänden verewigen? Unweit davon überragt die mächtige Kathedrale von St-Bertrand-de-Comminges wie eine Festung den kleinen Ort, doch uns begeistert auch die herrliche Schnitzkunst im Inneren. Wir genießen die Fahrt durch die Landschaft der Pyrenäen von Ariège und erreichen das kleine Städtchen Foix mit seiner stolzen Grafenburg. Zwei Übernachtungen.

6. Tag, Samstag, 21.04.2018: In den Pyrenäen

Im Tal der Ariège erwartet uns mit der Höhle von Niaux ein weiterer Höhepunkt: Als einzige der großen Bilderhöhlen können wir hier die wundervollen Malereien im Original bewundern. Besonders im "Schwarzen Saal" tummeln sich Wisente, Steinböcke und Pferde. Die Höhle von Mas d'Azil ist so groß, dass sogar die Landstraße hindurchpasst. Im kleinen Museum des Ortes sehen wir uns die Funde und die Kopien einiger Wandmalereien an, die stilistisch zum Teil auf den Übergang zur Mittelsteinzeit verweisen, das "Azilien".

7. Tag, Sonntag, 22.04.2018: Von den Pyrenäen ins Périgord

Wir wechseln von den Pyrenäen zum nächsten großen "Epizentrum" steinzeitlicher Höhlenkunst, dem Périgord. Auf dem Weg dahin lockt es uns in die Grotte von Pech-Merle, und hier fragen wir uns, ob uns die von der Natur geschaffenen Sinterkunstwerke mehr begeistern oder doch die gepunkteten Pferde der menschlichen Künstler? Auch Darstellungen von Menschen können wir zwischen den Gravuren und Malereien entdecken. Und abends in Sarlat sind wir schon gespannt auf die berühmte Küche des Périgord, die wir in einem Restaurant probieren. Drei Übernachtungen.

8. Tag, Montag, 23.04.2018: Im Tal der Vézère

Können Sie sich vorstellen, wie das heute so liebliche Tal der Vézère zu den Zeiten ausgesehen haben mag, als hier die Eiszeitjäger in den zahlreichen Höhlen und Überhängen Schutz suchten? Jedenfalls finden wir heute hier eine wahre Fülle an Hinterlassenschaften aus dem Magdalénien. Im Prähistorischen Nationalmuseum von Les Eyzies verschaffen wir uns einen Überblick über die Stellung des Tals in der steinzeitlichen Welt. Doch der unbestrittene Höhepunkt ist, auch wenn - wie immer - nur in Kopie zugänglich: die Grotte von Lascaux. Doch auch die originalgetreue Replik der Höhle ist mit der Menge und der Üppigkeit der Darstellungen überwältigend!

9. Tag, Dienstag, 24.04.2018: Ein Tierpark der Eiszeit

Unser zweiter Besuch in der Metropolregion der Steinzeit bringt uns zunächst nach Rouffignac: Mit einer Mini-Bahn erkunden wir diese weitläufige Höhle mit ihren geritzten und gemalten Darstellungen, wobei hier vor allem die Mammuts dominieren. Wir machen Halt an dem eher unscheinbaren Felsvorsprung von Cro-Magnon, der unseren Urahnen den Namen lieh, und freuen uns auf die farbenfrohe Fülle an Malereien in der Grotte Font-de-Gaume, die wir hier auch im Original erleben dürfen. Unseren Rückweg nach Sarlat nehmen wir über das Tal der Dordogne mit seinen vielen fotogenen Blicken auf kleine Dörfer, Burgen und Wehrkirchen - und bewegen uns so zeitlich von der Eiszeit über das Mittelalter wieder zurück in die Gegenwart.

10. Tag, Mittwoch, 25.04.2018: Die Höhle der Rätsel

Auf dem Markt von Sarlat decken wir uns mit den Köstlichkeiten des Périgord ein: Gänseleber, Ziegenkäse, Weißbrot, Wein und vieles mehr - für unser Mittagspicknick unterwegs. Aber auch heute geht es wieder auf einen Besuch unter die Erde: Die Höhle von Cougnac stellt uns wie auch die Forscher vor eine Menge Rätsel: Wen stellen die Figuren dar? Welche Bedeutung haben die zahlreichen Symbole und abstrakten Formen? Die Schönheit mancher Sinterbildungen lenkt fast ein wenig von diesen Fragen ab. Danach aber heißt es zurücklehnen, und wir genießen die Fahrt durch das grüne, einsame Hügelland in die Schluchten der Cevennen, wo wir unser nächstes Domizil in Meyrueis beziehen. Zwei Übernachtungen.

11. Tag, Donnerstag, 26.04.2018: In den Schluchten des Tarn

Mit der Höhlenkunst legen wir heute eine Pause ein, unter die Erde lockt es uns aber dennoch: Wir besuchen die Zauberwelt aus Tropfsteinen in der Höhle von Aven Armand. Wieder oben, geht es hinauf auf die kargen Hochebene der Causse Méjean, auf denen sich die Schafe besonders wohlfühlen. Jäh geht es wieder hinunter: Bis zu 400 m hat sich der Tarn seine Schlucht in die Hochebene gegraben - und wir folgen dem Fluss durch den schönsten und spektakulärsten Abschnitt seiner "Gorges". Und in einer Geieraufzuchtstation hören wir von der erfolgreichen Wiederansiedlung dieser majestätischen Vögel, und von der Symbiose der Geier mit den hiesigen Bauern.

12. Tag, Freitag, 27.04.2018: Die letzte Höhle: Chauvet

Auf wunderschöner Strecke über und durch die Cevennen steuern wir die letzte Höhle unserer Reise an: Die erst 1994 entdeckte Chauvet-Höhle im Tal der Ardèche zündet für uns zum Abschluss noch einmal ein wahres Feuerwerk an Steinzeitkunst und steht Lascaux und Altamira in nichts nach. In der Nachbildung bestaunen wir das Defilee der Bisons, Bären, Löwen, Hirsche, Mammuts und Nashörner an den Wänden. Danach trennt uns nur noch eine kurze Fahrt vom Tal der Rhone und dem kleinen Städtchen Orange, wo wir in einem Restaurant in der Altstadt beim Abendessen auf unsere erlebnisreiche Reise durch die Altsteinzeit anstoßen und es uns schmecken lassen.

13. Tag, Samstag, 28.04.2018: Au revoir

Es bleibt Zeit für einen Bummel durch Orange. Dabei sehen wir natürlich auch die berühmten Römerbauten: das hervorragend erhaltene antike Theater und das als Triumphbogen bezeichnete Stadttor. Dann aber heißt es Abschied nehmen: Am Nachmittag fahren wir zum Flughafen von Marseille und fliegen von dort nach Hause.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2017

Direkt zum Leistungsumfang

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnanreise zum/vom Abflugsort 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Lufthansa z.B. von Frankfurt nach Bilbao und zurück von Marseille; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 90 €)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 12 Übernachtungen in guten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Abendessen, Frühstück), am 2., 3., 6., 8. und 9. Tag nur Frühstück
  • Ein Picknick
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: Eintrittsgelder, Studiosus-Audioset, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.