Chile – Astronomie und Fotografie

Chile

Übersicht

Trockenes Klima, kaum Lichtverschmutzung - der Norden Chiles ist ein Paradies für Sternengucker. Freuen Sie sich auf exklusive Besuche der Europäischen Südsternwarte ESO und des Atacama Large Millimeter Array (ALMA) und werfen Sie zusammen mit dem Astronomen Dr. Peter Habison einen Blick ins Weltall. Und wie Sie den Sternenhimmel am besten fotografieren, verrät Ihnen Stefan Seip, Experte für Astro- und Himmelsfotografie.

Route

1. Tag, Sonntag, 21.05.2017: Aufbruch nach Chile

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen und abends Flug mit LATAM von Frankfurt nach Madrid oder alternativ mit Iberia-Zubringerflügen von anderen Orten und gemeinsam von Madrid mit LATAM über Nacht nach Santiago (nonstop von Madrid, ca. 13,5 Std.).

2. Tag, Montag, 22.05.2017: Zu Füßen der Anden

Morgens landen wir in Santiago de Chile. Auf unserer Rundfahrt sehen wir die Moneda, den Präsidentenpalast, und die Kathedrale am Hauptplatz. Wir gönnen uns das Stadtpanorama vom Cerro San Cristobal und kommen in die modernen Stadtviertel Las Condes und Providencia. Zum Abendessen lernen wir uns besser kennen und Peter Habison und Stefan Seip stimmen uns auf die kommenden Tage ein.

3. Tag, Dienstag, 23.05.2017: Unterwegs durch Chile

Wir lassen Santiago hinter uns und richten unsere Fahrt nordwärts, hinein in die Weiten Chiles, die immer trockener werden, je weiter wir nach Norden kommen. Und während erst das Weinland und die Berge und später die Pazifikküste an uns vorüberziehen, bleibt auch jede Menge Zeit, uns über die aktuelle Situation in Chile zu unterhalten. Wie leben die Chilenen, was bewegt sie, was sind die Gründe für die immer wieder aufflammenden Studentenproteste? Unser Ziel heute ist Vicuna, der Hauptort im Valle del Elqui: Die Oase aus sattem Grün wirkt paradiesisch inmitten der kargen Felsen der umgebenden Wüste. Peter Habison erzählt uns, warum Chile für Astronomen ein Eldorado ist. Und Stefan Seip verrät uns schon erste Tipps und Tricks, mit denen uns die besten Bilder gelingen und worauf es bei gelungener Fotografie ankommt. Zwei Übernachtungen.

4. Tag, Mittwoch, 24.05.2017: Im Valle del Elqui

Am Vormittag zeigt uns Stefan Seip, wie Aufnahmen von Sternen und der Milchstraße gelingen, bevor wir mit Peter Habison einen ersten - theoretischen - Blick in den südlichen Sternenhimmel werfen. Danach schauen wir uns im Elqui-Tal um: Oben auf den kahlen Bergen Sternwarten, unten Paradiesgärten mit tropischen Früchten. Und abends freuen wir uns auf einen ersten Blick durchs Fernrohr in den Nachthimmel, wenn wir in einem Observatorium in Vicuna zu Gast sind.

5. Tag, Donnerstag, 25.05.2017: Blick in den Sternenhimmel

Wir kehren zurück an die Pazifikküste, in die Nachbarstädtchen La Serena-Coquimbo. La Serena überrascht uns mit einem hübschen Zentrum im Kolonialstil. Nach einem Mittagessen geht es hinaus in die Berge, wo uns das Observatorium Las Campanas seine Pforten öffnet und uns einen Blick in die Arbeit der Berufsastronomen gestattet. Nach einer Führung durch die Sternwarte freuen wir uns darauf, in der Umgebung den Sonnenuntergang vor eindrucksvoller Kulisse miterleben und fotografieren zu können.

6. Tag, Freitag, 26.05.2017: Nach Antofagasta

Peter Habison stellt uns die ESO vor, die weltweit führende zwischenstaatliche Organisation im Bereich der Astronomie. Und Stefan Seip erzählt uns, wie man an den Sternwarten möglichst wirkungsvolle Bilder macht. Am Nachmittag fliegen wir mit LATAM zur nächsten Etappe unserer Reise noch ein Stück nach Norden, nach Antofagasta. Die größte Stadt des Nordens verdankt ihre Bedeutung unübersehbar dem Hafen und dem Bergbau des Hinterlandes. Zwei Übernachtungen.

7. Tag, Samstag, 27.05.2017: Im Allerheiligsten der ESO

Der Weg hinaus in die Einsamkeit lohnt: Schon von Weitem blitzen uns die vier Silberkuppeln der Europäischen Südsternwarte auf dem Cerro Paranal entgegen. Der Name "Very Large Telescope" hält höchsten Erwartungen stand: Das Flaggschiff der ESO hat in der bodengebundenen optischen und Infrarotastronomie weltweit neue Maßstäbe gesetzt. Bei Tag besichtigen wir das Observatorium und erleben den spektakulären Sonnenuntergang von der Plattform der VLT-Teleskope aus. Nach dem Abendessen in der Residencia geht es zurück nach Antofagasta.

8. Tag, Sonntag, 28.05.2017: In die Atacama

Unendliches Nichts und der Reiz des leeren Raumes: Was für den Himmel gilt, gilt auch für die Weiten der Atacama, die wir durchqueren. Wie kommt es dazu, dass die Atacama zu den trockensten Gegenden der Welt gehört? Wir haben Zeit genug, uns unterwegs mit Phänomenen der Geologie und des Klimas zu beschäftigen. Unser Ziel ist San Pedro de Atacama, ein kleines Oasendorf inmitten einer rauen Umgebung, auf etwa 2400 m Höhe. Am Ortsrand begeistert uns das Valle de la Luna: Wind und Wetter haben einen einzigartigen, bizarren Skulpturenpark aus Salz, Sand und Lehm geschaffen, der besonders zum Sonnenuntergang in allen Farben leuchtet - eine herrliche Einstimmung auf diese ganz eigene Landschaft. Fünf Übernachtungen.

9. Tag, Montag, 29.05.2017: Rund um San Pedro

Fotografisch beschäftigen wir uns am heutigen Vormittag mit der Bearbeitung und Aufbereitung der gewonnenen Aufnahmen. Danach ist das gerade in Bau befindliche 40-Meter-Teleskop der ESO unser Thema. Später sehen wir uns bei einem Bummel in San Pedro um, das sich von einem kleinen kolonialen Nest zum Zentrum der Atacama gemausert hat. Neben der Kirche aus Adobe-Ziegeln interessiert uns auch das kleine Museum, das von den früheren Bewohnern und den Kulturen der Wüste erzählt. Und am Abend schauen wir durch kleine Teleskope zu den Sternen und fangen die Schönheit des Firmaments mit unseren Kameras ein.

10. Tag, Dienstag, 30.05.2017: Im Reich der Flamingos

Wir hören Spannendes über das ALMA-Observatorium und vertiefen unsere fotografischen Fertigkeiten am Vormittag im Hotel. Am Nachmittag fahren wir hinaus in die Landschaft: Wir bestaunen die eigenartigen Salzkristalle am Salar de Atacama, halten Ausschau nach Flamingos und freuen uns auf den Sonnenuntergang, wenn die Sechstausender in der Umgebung ein Farbenschauspiel für sich bieten.

11. Tag, Mittwoch, 31.05.2017: Das Schauspiel der Geysire

Frühmorgens schon geht es hoch hinaus, zum höchsten Punkt unserer Reise auf fast 4300 m Höhe: Im Hochtal von Tatio blubbert die Erde, heiße Wasserfontänen schießen in die Luft - und der Dampf aus unzähligen Fumarolen ist im Morgenlicht am besten sicht- und fotografierbar. Unterwegs begegnen uns vielleicht auch Kondore und Vicuna, die diese extremen Höhen der Anden lieben.

12. Tag, Donnerstag, 01.06.2017: Zu Gast bei ALMA

Nicht nur geografisch ein weiterer Höhepunkt unserer Reise: Wir bekommen Zutritt zur Operations Support Facility des Atacama Large Millimeter Array (ALMA) auf 2900 m Höhe: Der Teleskopverbund von 66 Radioteleskopen untersucht die Strahlung der kältesten Objekte im Universum. Wir erfahren, wie diese riesige Anlage funktioniert, sehen den Kontrollraum, Laboratorien sowie eventuell auch einige Teleskope selbst. Und wer den Fitnesstest besteht, darf sogar ganz nach oben zu den Antennenschüsseln auf der Hochebene in etwa 5000 m, die sonst nur Mitarbeiter betreten. Alle anderen besuchen die Laguna de Cejar: Das glasklare Wasser lockt zum Bad, allerdings nur diejenigen, die eisige Temperaturen nicht scheuen. Aber auch das Panorama der Landschaft lohnt den Besuch.

13. Tag, Freitag, 02.06.2017: Zurück nach Santiago

Wir fahren zum Flughafen von Calama und fliegen gegen Mittag zurück nach Santiago. Dort bleibt Zeit, unsere Fotos zu sichten oder für eigene Unternehmungen in der Stadt, bevor wir beim Abendessen das Erlebte noch einmal Revue passieren lassen.

14. Tag, Samstag, 03.06.2017: Wein zum Abschied

Zum Abschied von Chile lassen wir es uns noch einmal richtig gut gehen: Wir fahren ins Maipo-Tal südlich außerhalb der Stadt, wo wir auf einem Weingut probieren, wie der hiesige Wein schmeckt. Auch zum Mittagessen bleiben wir draußen im Weinland. Aber dann müssen wir doch Abschied nehmen. Wir fahren zum Flughafen von Santiago, von wo aus am Abend unser LATAM-Flieger Richtung Europa abhebt (Nachtflug, Flugdauer bis Madrid ca. 13 Std.).

15. Tag, Sonntag, 04.06.2017: Zurück in Europa

Mittags Zwischenlandung in Madrid, von wo aus es entweder mit LAN Airlines weitergeht nach Frankfurt oder Anschluss zu Iberia-Flügen zu anderen Orten besteht.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Event

Dr. Peter Habison und Stefan Seip

Der Astronom, Physiker und Wissenschaftshistoriker Dr. Peter Habison war lange Jahre Direktor der Kuffner- und Urania-Sternwarte sowie des Zeiss-Planetariums in Wien und ist seit 2009 zuständig für die Wissenschaftskommunikation der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Österreich. Der Diplom-Biologe Stefan Seip hat sein Hobby zum Beruf gemacht und sich ganz der Fotografie verschrieben. Neben der Landschaftsfotografie und der kunstvollen Fotografie in Schwarzweiß hat es ihm vor allem die Astro- und Himmelsfotografie angetan. Beide Experten verbindet neben einer langjährigen Freundschaft die Begeisterung, ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Leidenschaften einem breiteren Publikum weiterzugeben. Das zeigen nicht nur ihre zahlreichen Bücher, Publikationen, Workshops und Vorträge, sondern auch die immer wieder gemeinsam veranstalteten Reisen zu Destinationen, in denen sich Astronomie und Fotografie ideal verbinden lassen.

Fotoausrüstung

Außer der Freude an gelungenen und besonderen Fotos benötigen Sie Ihre eigene Kamera und vor allem für die Nachtaufnahmen ein Stativ.

Termine & Preise

Termine & Preise 2016

Direkt zum Leistungsumfang

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit LAN Airlines z.B. von Frankfurt nach Santiago und zurück; weitere Abflugsorte mit Zuschlägen auf Anfrage oder hier - nach Auswahl der Fluganreise - online und aktuell auf Verfügbarkeit sowie Preis geprüft
  • Inlandsflüge (Economy) mit LAN Airlines lt. Reiseverlauf
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 165 €)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in landesüblichen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 11 Übernachtungen in guten Hotels
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Abendessen, Frühstück, am 5. Tag Mittagessen statt Abendessen), am 4., 9. und 11. Tag nur Frühstück
  • Abendessen als Boxlunch für unterwegs am 5. Tag
  • Begleitung und Vorträge durch Dr. Peter Habison und Stefan Seip
  • Und außerdem: örtliche Führer, Eintrittsgelder, Trinkgelder im Hotel, Infopaket/Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Bus-/Bahnfahrten

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Sicherheitseinrichtungen in den südamerikanischen Hotels

Bitte beachten Sie, dass in Südamerika die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung nicht dem mitteleuropäischen Standard entsprechen. Nicht immer weisen die Fensterbrüstungen und Geländer die in Deutschland vorgeschriebenen Höhen auf. In den meisten Hotels, die Sie auf Ihrer Reise besuchen werden, sind die Treppen- und Balkongeländer niedriger als 90 cm und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm. An Steckdosen, Kabeln und Anschlüssen elektrischer Geräte muss mit einer fehlenden Isolierung gerechnet werden. Einige Hotels haben außerdem unregelmäßige Stufen, unebene, verwinkelte Gänge und Treppenabsätze in den Fluren. In den Außenanlagen gibt es z.T. Unebenheiten im Gelände. Bitte stellen Sie sich auf diese Gegebenheiten ein und lassen die nötige Vorsicht walten.

Weiterhin möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Heizungen in einzelnen Hotels nicht sehr leistungsfähig sind und es gegebenenfalls nachts kühl werden kann.

Sicherheitsgurte im Bus

Wir sind bei unseren Reisen mit technisch einwandfreien, gut gewarteten Bussen unterwegs. Diese entsprechen jedoch nicht immer dem Standard deutscher Reisebusse. Sicherheitsgurte sind nicht in allen Bussen oder nicht an allen Sitzplätzen vorhanden.

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Chile

Zika-Virus-Infektion

Bisher sind auf dem Festlandteil von Chile lediglich eingeschleppte Infektionen bekannt geworden. Da die Überträgermücken nicht vorkommen, wird eine Gefahr für die Bevölkerung hier nicht gesehen.

Auf den zu Chile gehörenden Osterinseln sind 2014 und 2015 Infektionen bekannt geworden, dort kommt auch die Überträgermücke vor.

Auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sollte hier geachtet werden, s.u. und auch: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/726576/publicationFile/212974/ExpositionsprophylaxeInsektenstiche.pdf

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet auf die Osterinsel gefordert, siehe auch www.who.int

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de).

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden zudem Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch Hepatitis B empfohlen; nur bei besonderer Exposition ggf. auch Tollwut und Typhus.

Malaria

Chile ist malariafrei

Dengue-Fieber

Dengue wird derzeit nur auf der Osterinsel durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.

In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, (s. u.).

Leishmaniose

Die kutane und mukokutane Form kommt (sehr selten, Zentral- und Nord-Chile) vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Sandmücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

- ganztägig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen

- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV / AIDS

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Der Verzehr roher Fleisch-, Geflügel-, Fisch- bzw. Eier-Speisen sollte vermieden werden.

Hantavirus

Diese insgesamt seltene Erkrankung kann landesweit in der Regel in ländlichen Gebieten nach durchschnittlich 2-4 Wochen nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen.

In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in extrem seltenen Fällen statt.

Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Vor einer Reise nach Chile wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org

Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.

Unverändert gültig seit: 7. Februar 2017

Wichtiger Hinweis zu Impfvorschriften

Sollten Sie vor oder nach Ihrer Gruppenreise ein individuelles Programm in einem anderen Land Süd- oder Mittelamerikas gebucht haben, beachten Sie bitte die landesspezifischen Impfvorschriften in Bezug auf Gelbfieber. Bei fehlender Gelbfieberimpfung kann Ihnen sonst unter Umständen die Einreise verweigert werden.

Wir empfehlen, frühzeitig einen Facharzt bzw. ein Tropeninstitut zu konsultieren. Bitte sprechen Sie in jedem Fall vor einer Impfung die Frage der persönlichen Impfverträglichkeit mit Ihrem Arzt ab. Dies gilt insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen.