Der Amazonas mit Machu Picchu

Brasilien, Peru

Übersicht

Der Amazonas-Regenwald: grüne Lunge des Planeten und Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Jaguare streifen durch den Dschungel, Faultiere hängen an den Ästen, Papageien fliegen von Wipfel zu Wipfel. Tauchen Sie mit der komfortablen Hamburg ein in diese Wunderwelt am Amazonas, gleiten Sie mit den bordeigenen Zodiacs über kleine Nebenflüsse. Highlights vor und nach unserer Kreuzfahrt: die Inka-Stadt Machu Picchu und das lebensfrohe Rio de Janeiro.

Route

1. Tag, Samstag, 13.01.2018: Auf nach Südamerika

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen (s. Tabelle Abflugsorte). Abends Flug mit LATAM Airlines von Frankfurt oder mit Iberia von München, Düsseldorf, Berlin, Wien oder Zürich nach Madrid. Spätabends Weiterflug mit LATAM Airlines nach Lima (ab Madrid nonstop, Flugdauer ca. 12 Std.).

2. Tag, Sonntag, 14.01.2018: In Limas Altstadt

Morgens Landung in Perus Hauptstadt und Begrüßung durch Ihren Studiosus-Reiseleiter - willkommen in Lima! Erster Eindruck: koloniale Villen neben quirligen Shoppingmalls, glänzende Geschäftsviertel und klapprige Vorstädte, ein Wettbewerb der Kontraste. Auf zum Hotel! Nach kurzer Erholungspause atmen wir Pazifikluft im schicken Stadtteil Miraflores. Entdecken Sie bei der Stadtbesichtigung die prächtigen Gebäude in Limas Altstadt (UNESCO-Welterbe) und staunen Sie im Museum Larco über Perus reiches kulturelles Erbe. Die gastronomische Vielfalt des Landes erleben Sie beim gemeinsamen Abendessen gleich an Ort und Stelle: im Restaurant der Museums-Hacienda.

3. Tag, Montag, 15.01.2018: Ins Heilige Tal der Inkas

Vormittags Flug nach Cuzco. Wir fahren zur besseren Höhenanpassung gleich weiter in das tiefer gelegene Heilige Tal der Inkas nach Ollantaytambo auf 2860 m. Wen wundert es, dass die Inkas dieses Tal so schätzten? Das Klima ist mild, die Böden sind ungemein fruchtbar. Man fühlt sich wie auf einer Zeitreise - seit der Inkaära hat sich kaum etwas verändert. Rosa leuchten die Steinblöcke des imposanten Tempels, den die Inkas kühn über dem Tal in Ollantaytambo errichteten. Die Ankunft der Spanier stoppte den Bau. Wie sähe die Anlage aus Terrassen, Tempeln und Speicherhäusern wohl aus, wenn die Spanier das Inkareich nicht erobert hätten? Zwei Übernachtungen.

4. Tag, Dienstag, 16.01.2018: Mystisches Machu Picchu

Selbst Vielgereisten stockt der Atem auf der abenteuerlichen Schmalspurbahnstrecke nach Machu Picchu (Fahrzeit ca. 1,5 Std.). Über Jahrhunderte hinweg war die legendäre Ruinenstadt vergessen. Welche Bedeutung hatte dieser magische Ort? War er Zufluchtsstätte vor den Spaniern oder ein Opferplatz? Wie verlief hier der Alltag? Und wie verkraftet die Stätte den heutigen Besucheransturm? Spüren Sie gemeinsam mit Ihrem Reiseleiter oder auch individuell die geheimnisvollsten Ecken auf! Per Bahn geht es wieder zurück ins Heilige Tal.

5. Tag, Mittwoch, 17.01.2018: Cuzco, der Nabel der Welt

Wir fahren durch das Heilige Tal nach Pisak und unternehmen einen kurzen Stadtbummel. In einem Tierschutzprojekt informieren wir uns über die andine Tierwelt mit Kondor & Co. Dann geht es zurück Richtung Cuzco. Dort versuchen wir, die Rätsel zu knacken, die die gewaltigen Steinquader der Festung Sacsayhuamán aufwerfen. Wie ist es gelungen, die tonnenschweren Steinbrocken so passgenau übereinanderzustapeln? 90 km.

6. Tag, Donnerstag, 18.01.2018: Flug nach Amazonien

In der Altstadt von Cuzco (UNESCO-Welterbe) treffen monumentale Inkatempel auf prachtvolle Barockkirchen. Welch ein Kontrast, was für eine Mischung! Wir wissen nun: Auf den Sonnentempel der Inkas setzten die Spanier einfach das Kloster Santo Domingo. Auch die Kathedrale in prächtigem peruanischen Barock thront auf den Fundamenten eines Inkatempels. Echte Fusion-Architektur. Nachmittags Flug über Lima nach Iquitos in Amazonien. Einschiffung und 14 Übernachtungen an Bord der Hamburg.

7. - 11. Tag, Fr, 19.01.2018 - Di, 23.01.2018: Mit der Hamburg auf dem Amazonas

Amazonien! Das sind sieben Millionen Quadratkilometer Regenwald – eine Fläche so groß wie Australien. Wir lernen einen Teil dieser so artenreichen Region auf unserer Expedition den Amazonas stromabwärts kennen. Freuen Sie sich auf Anlandungen u. a. in Pevas/Peru, Leticia/Kolumbien und Rio Badajos/Brasilien. Und halten Sie Ausschau nach Süßwasserdelphinen, die in den Fluten auftauchen könnten.

12. Tag, Mittwoch, 24.01.2018: In Manaus

Ankunft in Manaus und Stadtbesichtigung. Bühne frei heißt es hier in der Oper mitten im Regenwald! Fitzcarraldo aus dem gleichnamigen Film würde bei diesem Anblick vor Neid erblassen, denn italienischer Marmor, Edelhölzer und riesige Kristalllüster wurden hier in Zeiten des Kautschukbooms zu einem Luxustempel nach europäischem Vorbild vereint. Abends besuchen wir je nach Spielplan eine Veranstaltung in diesem berühmten Opernhaus.

13. Tag, Donnerstag, 25.01.2018: Naturwunder am Rio Negro

Wir unternehmen einen Bootsausflug zum "Meeting of the Waters": Wie Milch mit Kaffee vermischen sich hier der helle Solimoes und der dunkle Rio Negro zum Amazonas.

14. Tag, Freitag, 26.01.2018: Leben am Amazonas

Weiter stromabwärts nach Parintins, der Folklorehauptstadt am Amazonas. Hier findet alljährlich ein riesige Volksfest rund um die Tanzveranstaltung Bumba-meu-boi im Bumbódrom statt. Beim Landgang mit Ihrem Studiosus-Reiseleiter tauchen Sie ein ins Alltagsleben am Amazonas.

15. Tag, Samstag, 27.01.2018: Die Strände Amazoniens

In Alter do Chao lädt ein Traumstrand zum Baden ein. Das Städtchen an der Mündung des Rio Tapajós schmückt sich mit vielen Beinamen, einer davon ist "Karibik Amazoniens". Von einer Familie lassen wir uns in die Zubereitung von Maniok einweihen. Von diesen stärkehaltigen Knollen ernährte man sich in Südamerika schon lange vor der Entdeckung des Kontinents durch die Europäer. Abends erreicht die Hamburg Santarém.

16. Tag, Sonntag, 28.01.2018: In Santarém

Wir entdecken Santarém, Stadt im Dschungel, ungefähr auf halbem Wege zwischen Manaus und Belém gelegen. Zunächst schauen wir uns die Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert an. Nach dem Mittagessen mit Fisch aus der Region fahren wir mit dem Boot auf dem Rio Tapajós zur Vogelbeobachtung. Schopfhühner, Venezuela-Amazonen oder Aras – die Vogelwelt ist hier bunt und vielfältig!

17. - 18. Tag, Mo, 29.01.2018 - Di, 30.01.2018: Amazonasdelta voraus

Stromab erreicht die Hamburg die Welt des Amazonasdeltas. Durch die Breves-Kanäle, die gezeitenabhängig die Ilha de Marajó vom Festland trennen, gelangen wir nach Belém am Rio Pará.

19. Tag, Mittwoch, 31.01.2018: Auf Tour im Delta

Heute sind wir mit dem Boot auf dem Rio Guamá im Amazonsasdelta unterwegs. Die Bewohner entlang des Flusses leben in Stelzenhäusern, um sich den wechselnden Wasserständen anzupassen. Wir stärken uns bei einem rustikalen Mittagessen unterwegs, dann erkunden wir den Regenwald zu Fuß und lassen uns vor Ort die verschiedenen Nutzpflanzen erläutern.

20. Tag, Donnerstag, 01.02.2018: Vom Amazonas an die Copacabana

Ausschiffung in Belém. Der Puls der Stadt schlägt am Ver-o-Peso-Markt. Neben Obst, Gemüse und Fisch gibt es allerhand Nützliches für Daheim und Spirituelles für den Macumba-Kult. Wir folgen den Spuren der portugiesischen Kolonialherren und sehen beim Mittagessen, wie man am Amazonas einem verlassenen Hafen mit moderner Stadtplanung wieder Leben einhaucht. Am späten Nachmittag Flug nach Rio de Janeiro. Am Abend erreichen wir die Cidade Maravilhosa - Rio de Janeiro, die wunderbare Stadt. Zwei Übernachtungen direkt an der Copacabana.

21. Tag, Freitag, 02.02.2018: Rio, Traumstadt am Zuckerhut

Am siebten Tag erschuf Gott Rio de Janeiro, behaupten die Cariocas, die Einwohner Rios. Beim Ausblick vom Zuckerhut, den wir per Seilbahn erklimmen, mag man es sofort glauben: gegenüber Christus, darunter goldene Strände und Rios Häusermeer. Wir drehen eine Runde durch das historische Zentrum um die moderne Kathedrale. Mit der Zahnradbahn ruckeln wir zum Cristo hinauf. 38 m hoch, breitet er auf dem Corcovado schützend seine Arme über der Stadt aus. Abschiedsessen in einer Churrascaria.

22. Tag, Samstag, 03.02.2018: Abschied von Rio

Auf dem Weg zum Flughafen stoppen wir am Maracaná-Stadion und dem Sambódromo. Am Abend Flug mit LATAM über Sao Paulo nach Frankfurt (Nachtflug).

23. Tag, Sonntag, 04.02.2018: Ankunft in Europa

Nachmittags landen Sie in Frankfurt. Anschluss zu den anderen Orten.

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Event

MS Hamburg ***+

Die 1997 gebaute Hamburg gehört zur Flotte der renommierten Bremer Reederei PLANTOURS Kreuzfahrten und zählt zur Kategorie der komfortablen kleinen Schiffe. Die Vergabe der Sterne erfolgt nach dem Urteil des etablierten Berlitz-Guides für Hochseekreuzfahrten 2017. Das Schiff besitzt 134 Außenkabinen (ca. 15 qm) und 63 Innenkabinen (ca. 13 qm) sowie acht Suiten (ca. 31,5 qm; Veranda), verteilt auf fünf Decks. Die von uns reservierten Kabinen sind Innenkabinen (Kat. 4) bzw. Außenkabinen (Kat. 5 bis 10; in der Regel mit Panoramafenster, Vorschiffskabinen mit Bullaugen). Die Kabinenausstattung umfasst eine Klimaanlage, Minibar, Fernseher, Telefon, Safe, Föhn und Bademantel sowie Bad mit Dusche/WC. Außer im Restaurant (eine Tischzeit) können Sie Frühstück und Mittagessen auch im Palmgarten (Buffet) genießen. Daneben sorgen eine Lounge mit Bar und eine Weinstube für das leibliche Wohl der Gäste. Der Entspannung und Unterhaltung dienen eine Bibliothek, ein E-Mail-Center, ein Sonnendeck mit Pool, ein Fitnessraum mit Sauna und Massage sowie ein Schönheitssalon. Außerdem an Bord: Friseursalon, Boutique, Wäscherei mit Bügelservice und ein modern eingerichtetes Schiffshospital. Ihr Studiosus-Reiseleiter hält spannende Vorträge an Bord.

Schiff

Schiffsinformationen MS Hamburg***+

Bordsprache

Bordsprache ist Deutsch.

Bordwährung

Die Währung an Bord ist der Euro. Es gibt ein bargeldloses System an Bord, die Abrechnung erfolgt am Ende der Kreuzfahrt. Bezahlen können Sie mit EC-Karte, Kreditkarte und Bargeld. Die Kreditkarte muss noch mindestens zwei Monate gültig sein.

Essen und Trinken

Außer im Restaurant (eine Tischzeit) können Sie Frühstück und Mittagessen auch im Palmgarten (Buffet) genießen. Außerdem stehen Ihnen eine Lounge mit Bar und eine Weinstube zur Verfügung.

Freizeitangebot an Bord

In Ihrer Freizeit können Sie das Sonnendeck mit Pool, den Fitnessraum mit Sauna, eine kleine Bibliothek und ein E-Mail-Center besuchen. Außerdem bietet das Schiff einen Friseursalon, einen Schönheitssalon, eine Boutique und ein modern eingerichtetes Schiffshospital.

Kabinen

Die Außenkabinen verfügen über große Fenster (Kabinen der Kategorie 5 und alle Vorschiffkabinen mit Bullaugen), eine Klimaanlage, Fernseher, Telefon, Minibar, Safe, Föhn und Bademantel sowie Bad mit Badewanne/WC

Stromspannung

Die Kabinen haben Anschlüsse für 220 V. Wir empfehlen generell das Mitführen eines Reisesteckers für unterschiedliche Anschlüsse.

Wäscherei

Eine Wäscherei mit Bügelservice ist an Bord vorhanden.

Termine & Preise

Termine & Preise 2018

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
13.01.–04.02. (ca. NaN CHF) (ca. NaN CHF)

* Alle Preisangaben in € pro Person, sofern nicht abweichend beschrieben.

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 18.8.2017 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Kabinenplan-PDF zum Download

Hinweis: Die Buchung halber Doppelzimmer/Zweibettkabinen ist bei KreuzfahrtStudienreisen und somit bei dieser Reise nicht möglich.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit LATAM von Frankfurt nach Lima und zurück von Rio de Janeiro; weitere Abflugsorte mit Zuschlägen auf Anfrage oder hier - nach Auswahl der Fluganreise - online und aktuell auf Verfügbarkeit sowie Preis geprüft
  • Inlandsflüge (Economy) mit LATAM lt. Reiseverlauf
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 185 €)
  • Alle Hafengebühren
  • Transfers und Ausflüge in landestyp. Reisebussen
  • Landausflüge während der Kreuzfahrt lt. Reiseverlauf
  • 6 Übernachtungen, Hotel in Rio mit Klimaanlage und Swimmingpool
  • Halbpension vor und nach der Kreuzfahrt (Abendessen, Frühstück, am 20. Tag Mittagessen statt Abendessen)
  • Passage und 14 Übernachtungen mit Vollpension auf der Hamburg in der gebuchten Kategorie
  • Doppelzimmer/Zweibett-Außenkabine mit Bad oder Dusche und WC
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Und außerdem: Zimmer am 2. Tag bereits bei Ankunft im Hotel in Lima, Eintrittsgelder, obligatorische Servicegebühren an Bord der Hamburg (ca. 90 €), Trinkgelder im Hotel, Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €), klimaneutrale Schiffspassage sowie Bus-/Bahnfahrten (S. 110).

Einreise

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein muss.

Für Reiseteilnehmer anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Erkundigen Sie sich daher bitte bei Ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat.

Bitte schicken Sie das beiliegende Formular ¿Fragebogen - Wichtige Angaben zu Ihrer Person¿ am besten sofort oder bis spätestens zwölf Wochen vor Reisebeginn vollständig ausgefüllt an uns zurück. Falls wir die Passdaten nicht rechtzeitig vorliegen haben, können wir Ihnen den Zutritt nach Machu Picchu nicht garantieren.

Wir geben Ihre Angaben auch an die Reederei zur Erstellung des Bordmanifests weiter. Bitte denken Sie daran, dass Sie den aufgeführten Reisepass zwingend mit auf die Reise nehmen und bei der Einschiffung verwenden müssen. Ansonsten kann Ihnen die Einschiffung durch die Hafenbehörde verweigert werden.

Bitte denken Sie auch rechtzeitig an die Gelbfieberimfpung (siehe Gesundheitshinweise).

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Allg. Informationen zu Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Alle Informationen durch Studiosus über solche Bestimmungen und dazugehörige Fristen beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf die Erfordernisse für Angehörige von EU-Mitgliedsstaaten und Staatsangehörige der Schweiz. Bei abweichenden persönlichen Umständen empfiehlt sich die Nachfrage beim zuständigen Konsulat.

In den Länderinformationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie allgemeine Informationen in den Rubriken "Die Papiere bitte!" bzw. "Der Pass muss mit". Die spezifischen Informationen befinden sich bei der Ausschreibung der einzelnen Reisen in den Rubriken "Einreise" sowie "Sicher & gesund". Diese Angaben entsprechen dem Stand bei Ausschreibung, spätere Informationen dem Stand der Informationserteilung. Im Hinblick auf mögliche, plötzlich auftretende Änderungen der Bestimmungen im Reiseland möchten wir Ihnen nahelegen, selbst die Medien bzw. Reisehinweise der Auswärtigen Ämter zu verfolgen, um sich frühzeitig auf geänderte Umstände einstellen zu können.

Sollten sich für Sie durch Vorschriften und Empfehlungen Probleme ergeben, die Ihre Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt Sie das nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag, soweit Studiosus die genannten Schwierigkeiten nicht zu vertreten hat.

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.

Sicherheit geht vor!

Ergänzend zu den allgemeinen Sicherheitsinformationen in den Ländereinleitungsseiten unserer Kataloge übersenden wir Ihnen eine detailliertere Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihrer Reiseländer, sowie die aktuell geltenden Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Sicherheitseinrichtungen in den südamerikanischen Hotels

Bitte beachten Sie, dass in Südamerika die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung nicht dem mitteleuropäischen Standard entsprechen. Nicht immer weisen die Fensterbrüstungen und Geländer die in Deutschland vorgeschriebenen Höhen auf. In den meisten Hotels, die Sie auf Ihrer Reise besuchen werden, sind die Treppen- und Balkongeländer niedriger als 90 cm und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm. An Steckdosen, Kabeln und Anschlüssen elektrischer Geräte muss mit einer fehlenden Isolierung gerechnet werden. Einige Hotels haben außerdem unregelmäßige Stufen, unebene, verwinkelte Gänge und Treppenabsätze in den Fluren. In den Außenanlagen gibt es z.T. Unebenheiten im Gelände. Bitte stellen Sie sich auf diese Gegebenheiten ein und lassen die nötige Vorsicht walten.

Weiterhin möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Heizungen in einzelnen Hotels nicht sehr leistungsfähig sind und es gegebenenfalls nachts kühl werden kann.

Sicherheitsgurte im Bus

Wir sind bei unseren Reisen mit technisch einwandfreien, gut gewarteten Bussen unterwegs. Diese entsprechen jedoch nicht immer dem Standard deutscher Reisebusse. Sicherheitsgurte sind nicht in allen Bussen oder nicht an allen Sitzplätzen vorhanden.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Peru, Kolumbien und Brasilien zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes für Peru und Brasilien. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Wie Sie dem Hinweis des Auswärtigen Amtes entnehmen können, ist in Peru wegen der im Vergleich zu Europa deutlich erhöhten Kriminalität und der Gefahr von bewaffneten Überfällen, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, besondere Umsicht erforderlich. Vor diesem Hintergrund verzichten wir auf Besuche von sozialen Brennpunkten und vermeiden in jedem Fall längere Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit.

In Peru können zudem soziale, ethnische und politische Spannungen immer wieder zu spontanen Protestaktionen und länger andauernden Straßenblockaden führen. Diese richten sich zwar nicht gegen Touristen, können aber zu Verzögerungen im Tagesprogramm und zu kurzfristigen Änderungen im Routen- und Besichtigungsablauf führen.

Für Kolumbien weist das Auswärtige Amt auf eine mögliche Gefährdung durch die im Lande weit verbreitete Kriminalität hin. Dieser Hinweis gilt grundsätzlich für die Großstädte des Landes, in besonderem Maße jedoch für einzelne Provinzen im östlichen Tiefland, an der Pazifikküste und in den Grenzgebieten zu Ecuador und Venezuela. Bei dieser Reise werden keine Gebiete mit hohem Risiko bereist.

Brasilien ist zwar ein stabiles Reiseland, dennoch weist das Auswärtige Amt auf eine Gefährdung durch die sehr hohe Kriminalitätsrate hin. Besonders betroffen sind vor allem die Großstädte S¿o Paulo, Rio de Janeiro, Recife und Belém. Aus Sicherheitsgründen verzichten wir auch in Brasilien auf Besuche von sozialen Brennpunkten und haben unsere Hotels nicht zuletzt nach dem Kriterium der Sicherheit ihres Standortes ausgewählt.

Im Interesse Ihrer Sicherheit bitten wir Sie, Ihr Verhalten der in allen Ländern Südamerikas vergleichsweise hohen Alltagskriminalität anzupassen. Bitte leisten Sie im Falle einer akuten Bedrohung keinen Widerstand und beachten Sie die weiterführenden Ratschläge, die Ihnen Ihr Reiseleiter zu Beginn der Reise gibt.

Unsere Erfahrung zeigt, dass umsichtiges Verhalten Ihrerseits sowie eine gut geplante Reise größtmögliche Sicherheit bietet.

Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Studiosus-Team

Stand: 10. Mai 2017

Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Weltweiter Hinweis

Stand: 1. August 2017

Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht fort.

Vorrangige Anschlagsziele sind Orte mit Symbolcharakter. Dazu zählen Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insb. Flugzeuge, Bahnen, Schiffe), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen. Es kommt zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen.

Der Grad der terroristischen Bedrohung ist von Land zu Land unterschiedlich. Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in Ländern und Regionen, wo bereits wiederholt Terrororganisationen aktiv waren, wo Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder wo Anschläge mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können. Informationen über Terrorgefahren finden sich in den länderspezifischen Sicherheitshinweisen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, vergleichsweise gering.

Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem Reiseland informieren, sich situationsangemessen verhalten, die örtlichen Medien verfolgen und verdächtige Vorgänge (unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen o.ä.) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

Sicherheitshinweis

Peru

Unverändert gültig seit: 16. August 2017

Aktuelle Hinweise

Aufgrund heftiger Regenfälle kam es im März und April 2017 zu starken Überschwemmungen insbesondere im Norden des Landes. Durch Erdrutsche und überlaufende Flüsse sind Straßen unpassierbar und Wohngebiete beschädigt worden. Betroffen waren vor allem die Provinzen Tumbes, Piura, Lambayeque, La Libertad und Áncash. Auf der Hauptverbindungsstraße in Richtung Süden (und damit in die Hauptstadt Lima) kann es nach wie vor wegen der Installation von Behelfsbrücken und Reparaturarbeiten zu Behinderungen kommen. Mit längeren Fahrtzeiten muss gerechnet werden. Auch beim Flugverkehr in die genannten Provinzen kann es weiterhin zu Behinderungen und Flugausfällen kommen.

Reisende können sich über die Lokalbüros von iPerú, der Touristeninformation Perus, über die jeweilige Situation vor Ort informieren (http://www.peru.travel/iperu.aspx).

Der Vulkan Sabancaya im Süden des Landes ist weiter aktiv. Der in einigen Bezirken der Provinz Caylloma ausgerufene Notstand besteht weiterhin fort. Für Anwohner in der Region wird regelmäßig ein sogenannter Aschestreualarm ausgelöst.

Der Vulkan befindet sich ca. 80 km nordwestlich von Arequipa und ca. 30 km südöstlich der Colca Schlucht, beides touristische Ziele in Peru. Bisher kommt es zu keinen Einschränkungen im Reiseverkehr in dieser Region; der Aschestreualarm gilt nicht für die Stadt Arequipa Reisende sollten dennoch die lokalen Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise verfolgen, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge leisten. Aktuelle Lageberichte des peruanischen geophysikalischen Instituts IGP in spanischer Sprache sind unter http://ovs.igp.gob.pe/reportes-vulcanologicos/sabancaya zu finden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

In Peru herrscht für Touristen im Vergleich zu den EU-Staaten ein höheres Risiko, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden.

Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit, besonders in den Regionen um Ica und Arequipa, ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert.

In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.

In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch empfohlen, besondere Vorsicht walten zu lassen und nachts wie in anderen Städten auch nicht allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen.

In einigen Provinzen, z.B. im Tal der Flüsse Ene, Apurímac und Mantaro (auf Spanisch abgekürzt VRAEM), wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.

Im VRAEM kommt es gelegentlich zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Eine Gefährdung von Reisenden kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die genannte Region zu meiden. Auch die Strecke von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa sollte gemieden werden. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende besonders hoch.

In der abgelegenen Gegend auf dem Trek Choquequirao-Machu Picchu (Bezirk Vilcabamba) in der Region Cusco kam es 2011 zu mehreren Überfällen schwer bewaffneter, offensichtlich politisch motivierter Gruppierungen auf Touristengruppen. Reisende, die eine Wanderung oder Tour durch diese Gegend planen, werden zu allergrößter Vorsicht aufgerufen. Es wird dringend empfohlen, sich bei der Vorbereitung gewissenhaft mit ortskundigen Personen abzustimmen.

Die Benutzung von Bussen kann besonders in den Gebirgsregionen u. a. aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt empfohlen werden. Es gibt häufig Unfälle von Überlandbussen mit einer großen Anzahl von Toten und Verletzten. Dies betrifft auch die Möglichkeit der Anreise nach Machu Picchu mit dem Bus über Hidroelectrica, bei der unbefestigte Gebirgsstraßen befahren werden.

Sicherer ist die übliche Route der Anreise nach Machu Picchu mit dem Zug über Aguas Calientes.

Landesweit sollten nächtliche Busfahrten grundsätzlich vermieden werden.

Bei Anreise mit Flussschiffen von Pucallpa oder Yurimaguas aus nach Iquitos wird empfohlen, auf die Qualität des Anbieters und der eingesetzten Schiffe zu achten und nur moderne Schiffe zu nutzen. Ansonsten besteht die Gefahr schlechter hygienischer Zustände und schlechter Verpflegung an Bord. In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen gebucht werden und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.

Besonders In Lima, Arequipa und Cusco ist bei der Auswahl der Taxis größte Vorsicht geboten, da bei zahlreichen Verbrechen wie Raub und Vergewaltigung Taxifahrer mit involviert waren. Besonders in den touristisch beliebten Orten gibt es regelmäßige Fälle von ¿sogenannten Expresskidnappings¿. Dabei werden die Opfer meistens im Taxi überwältigt und bis zu 24 Stunden festgehalten - in dieser Zeit wird u. a. mit ihren Kreditkarten an Geldautomaten Geld abgehoben. Besonders gefährdet sind Besucher von Diskotheken. Zumeist kann in den Bars und Restaurants kostenlos ein Taxi bestellt werden. Auch Türsteher vor Diskotheken kennen häufig zuverlässige Taxifahrer. Inzwischen sind die meisten Restaurants auch direkt per Funk mit Taxizentralen verbunden, so dass keine Notwendigkeit besteht, ein Taxi von der Straße zu nehmen.

Es wird grundsätzlich empfohlen, nur offizielle, registrierte und wenn möglich telefonisch vorbestellte Taxis zu benutzen, deren Fahrer sich ausweisen können bzw. deren Ausweis sichtbar im Taxi hängt. Nutzer von Smartphones haben außerdem die Möglichkeit, über entsprechende Apps (z.B. Easy Taxi und Taxibeat) Taxis zu bestellen.

Auch nach der Ankunft am Flughafen Lima ¿Jorge Chavez¿, der am Rande der Stadt in Callao liegt, werden leider immer wieder Touristen während des Taxitransfers oder bei Ankunft am Fahrtziel beraubt. Es wird dringend empfohlen, alle Gepäckstücke und vor allem auch Handgepäck und -taschen

im Taxi außer Sichtweite von Passanten zu verstauen, da es an verstopften Kreuzungen und roten Ampeln oft zu Überfällen kommt, bei denen die Fensterscheibe des Taxis eingeschlagen wird. Gelegentlich sind Taxifahrer an Überfällen beteiligt. Deshalb wird geraten, den Flughafentransfer nach Lima über die innerhalb des Ankunftsbereichs ansässigen Taxi- und Busgesellschaften (Informationen unter https://www.lima-airport.com/eng/for-passengers/transportation-from-to-the-airport/licensed-taxis) zu organisieren und stets wachsam zu sein.

Es wird ferner empfohlen:

- Immer Aufmerksamkeit walten zu lassen, möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu

reisen bzw. sich nachts nicht allein und immer in gut beleuchteten Straßen und Zonen

aufzuhalten;

- bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren;

- bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon)

zu achten;

- bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen;

Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels;

- Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts; nur die

benötigte Menge Geld mitzunehmen und Wertgegenstände, Reiseschecks und Dokumente

im Hotelsafe zu hinterlegen;

- Rucksäcke und Taschen nicht über die Rückenlehne von Stühlen in Restaurants oder auf

öffentlichen Plätzen zu hängen; Taschen und Rucksäcke immer dicht am Körper zu tragen

- Geld nur in Banken und Wechselstuben zu tauschen sowie das öffentliche Vorzeigen von großen

Geldbeträgen oder wertvollem Schmuck und Uhren etc. zu vermeiden

- Armenviertel in Großstädten zu meiden;

- wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten;

- jede Berührung mit Drogen aller Art zu unterlassen (hohe Strafen, s. u.), Vorsicht walten zu

lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck

nie unbeaufsichtigt zu lassen;

- nur Dienstleistungen von bekannten/empfohlenen Reisebüros und Reiseführern in Anspruch zu

nehmen und keine Touren auf der Straße zu kaufen; Fremdenführer sich entsprechend ausweisen

zu lassen

- sich für Fragen und Hilfe an die Reiseleiter und/oder die Touristenauskunft und ggf. die Polizei bzw. die Touristenpolizei zu wenden.

Reisen über Land

Im Kampf gegen den Drogenhandel wurde der Notstand um die Distrikte Ramón Castilla und Yavarí in den Grenzgebieten zu Kolumbien und Brasilien erweitert. Mit den ohnehin üblichen Einschränkungen im Reiseverkehr ist durch diese Maßnahmen zu rechnen.

Die von Ecuador nach Chile führende gebührenpflichtige Haupttransitstrecke¿Panamericana¿ ist durchgehend gut ausgebaut. Reisende, die mit einem Privat-Kfz unterwegs sind, sollten die an den Mautstationen (¿Peaje¿) ausgegebenen Tickets gut aufbewahren. Bei Unfällen oder Pannen steht Reisenden durch die Zahlung der Maut kostenlose Hilfe zu, die Notrufnummern sind auf dem Mautticket abgedruckt.

Im Landesinneren sind einige weitere Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut, in abgelegenen Gegenden sind hingegen auch die Verbindungen zwischen größeren Orten zumeist nicht befestigt und im Hochland gelegentlich -besonders während der Regenzeit in den Sommermonaten November bis April- wegen Erdrutschen nicht oder nur schwer befahrbar.

Von Nachtfahrten mit eigenem PKW wird wegen des Unfall- und Überfallrisikos grundsätzlich abgeraten.

Naturkatastrophen

Peru liegt in einer seismisch aktiven Zone. Es kommt deshalb häufig zu Erdstößen von geringerer Intensität, von Zeit zu Zeit allerdings auch zu stärkeren Beben, so zuletzt am 15. August 2016 in der Provinz Caylloma, wo vier Todesopfer zu beklagen waren. Im August 2007 forderte ein Erdbeben in der Region Ica Hunderte von Todesopfern. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam <http://media.gfz-potsdam.de/gfz/wv/doc/infothek/leaflets/Erdbeben_dt.pdf>.

Starke Regenfälle besonders in den Monaten November bis April können dazu führen, dass Flüsse zu reißenden Strömen werden, Straßen, Brücken und das Gleisbett von Zügen überfluten oder wegschwemmen, Erdrutsche Straßen blockieren usw. Dadurch können Fahrzeuge auf Überlandreisen an der Weiterfahrt gehindert werden oder Ortschaften über mehrere Tage auf dem Landwege nicht mehr zugänglich sein. Auch die beliebte Zugverbindung von Cusco nach Machu Picchu ist gelegentlich betroffen.

Für aktuelle amtliche Wetterwarnungen empfiehlt sich die Homepage des Servicio Nacional de Meteorologia e Hidrologia (entspricht dem Deutschen Wetterdienst): http://www.senamhi.gob.pe/ .

Bei Naturkatastrophen gibt die staatliche Behörde für Katastrophenschutz (INDECI) aktuelle Hinweise in spanischer und englischer Sprache: http://www.indeci.gob.pe/

Reisende in Peru sollten die Medienberichte stets aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung auch kurzfristig entsprechend anpassen. Die über 30 landesweiten Büros von ¿iPeru¿ (staatliche Touristenauskunft und -assistenz) helfen in der Regel sehr rasch und zuverlässig mit aktuellen Hinweisen weiter. Erreichbarkeit: 24-Std.-Tel.: +51 1 574 8000, http://www.peru.travel/de/Iperu-Torusit-Informationsburos.aspx sowie http://www.peru.travel/de/Iperu-Torusit-Informationsburos/angebote-des-maklerburos.aspx für eine Übersicht der Regionalbüros, E-Mail: iperu@promperu.gob.pe .

In einigen Provinzen, z.B. im Tal der Flüsse Ene, Apurímac und Mantaro (auf Spanisch abgekürzt VRAEM), wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.

Im VRAEM kommt es gelegentlich zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Eine Gefährdung von Reisenden kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, die genannte Region zu meiden. Auch die Strecke von Huánuco über Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto und weiter nach Yurimaguas bzw. nach Pucallpa sollte gemieden werden. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende besonders hoch.

In der abgelegenen Gegend auf dem Trek Choquequirao-Machu Picchu (Bezirk Vilcabamba) in der Region Cusco kam es 2011 zu mehreren Überfällen schwer bewaffneter, offensichtlich politisch motivierter Gruppierungen auf Touristengruppen. Sollten Sie eine Wanderung oder Tour durch diese Gegend planen, wird zu allergrößter Vorsicht aufgerufen und dringend empfohlen, sich bei der Vorbereitung gewissenhaft mit ortskundigen Personen abzustimmen.

Die Benutzung von Bussen kann besonders in den Gebirgsregionen u. a. aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt empfohlen werden. Dies betrifft auch die Möglichkeit der Anreise nach Machu Picchu mit dem Bus über Hidroelectrica, bei der unbefestigte Gebirgsstraßen befahren werden.

Es gibt häufig Unfälle von Überlandbussen mit einer großen Anzahl von Toten und Verletzten.

Sicherer ist die übliche Route der Anreise nach Machu Picchu mit dem Zug über Aguas Calientes.

Landesweit sollten nächtliche Busfahrten grundsätzlich vermieden werden.

Die Anreise nach Iquitos sollte mit dem Flugzeug stattfinden; von Reisen mit Schiffen von Pucallpa oder Yurimaguas wird abgeraten (schlechte hygienische Zustände an Bord, schlechte Verpflegung und die Gefahr von Überfällen durch bewaffnete Gruppen). In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen gebucht werden und keinesfalls bei informellen Anbietern auf der Straße.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in der Krisenvorsorgeliste (elefand.diplo.de) einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Sicherheitshinweis

Brasilien

Unverändert gültig seit: 27. Juli 2017

Aktuelle Hinweise

Wegen der aktuellen politischen Lage in Brasilien, werden weiterhin - auch unangekündigt - Demonstrationen erwartet, bei denen teilweise gewalttätige Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können.

Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, S¿o Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes.

Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.

Vor dem Hintergrund verstärkt auftretender Gewaltakte in den Favelas Rio de Janeiros wird von Besuchen von Favelas dringend abgeraten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Jedes Jahr reisen Tausende deutscher Urlauber und Geschäftsreisender nach Brasilien, die allermeisten davon ohne Zwischenfälle. Um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden, sollten die folgenden Hinweise beachtet werden:

Kriminalität

Die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, ist in Brasilien erheblich höher als in Westeuropa. Besonders Großstädte wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, S¿o Luiz, Maceio, Rio de Janeiro und S¿o Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf. Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders stark von Kriminalität und Gewalt betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Von Favela-Besuchen wird daher dringend abgeraten. Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.

Eine Häufung krimineller Zwischenfälle ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zum Flughafenzu den Flughäfen zu verzeichnen. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden., was mit höherer Sicherheit verbunden ist. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt sondern am Körper getragen werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, die Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer verschließbaren Reisetasche, verstaut oder auch in den Safe gelegt werden.

Es wird empfohlen beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-) Schmuck zu verzichten und Geld und Wertsachen (Kameras, Uhren, Smartphones etc.) nur im erforderlichen Umfang mitzunehmen und verdeckt zu tragen.

Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen geringeren Geldbetrag zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.

Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten.

Zur Verringerung des Risikos, Opfer eines - nicht selten auch vorgetäuschten - Verkehrsunfalls oder Fahrzeugraubs zu werden, sollte von Überlandfahrten in der Nacht abgesehen werden. Insistieren Sie nicht auf Ihr Vorfahrtsrecht. Im Stadtverkehr sollten die Fenster des Fahrzeugs geschlossen, die Türen verriegelt und Wertgegenstände außer Sichtweite verstaut werden. An Ampeln und im stockenden Verkehr wird zur besonderen Vorsicht geraten. Bei drei- oder mehrspurigen Straßen empfiehlt es sich, die mittlere Spur zu nutzen.

Zur Hauptverkehrszeit kommt es in überfüllten Bussen und Zügen häufiger zu Taschendiebstählen.

Reisenden wird empfohlen, stets ein Ausweisdokument (in Kopie) mit sich zu führen und den Anweisungen der Sicherheitsýbehörden zu folgen.

Demonstrationen

In Brasilien finden - zumeist in den großen Städten - immer wieder unerwartet Demonstrationen statt, die in der Vergangenheit vereinzelt zu Ausschreitungen geführt haben. Es wird empfohlen, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und sich besonders umsichtig zu verhalten. Die Medienberichterstattung sollte aufmerksam verfolgt werden.

Hinweise für Rio de Janeiro

In ganz Rio de Janeiro, auch in den beliebten Stadtvierteln Copacabana, Ipanema, Leblon, Botafogo, Santa Teresa und im Ausgehviertel Lapa ereignen sich immer wieder Diebstähle und Überfälle, auch tagsüber. Die Täter, die teilweise in Gruppen agieren, haben es insbesondere auf Mobiltelefone, Schmuck, Scheckkarten und Bargeld abgesehen. Nach Einbruch der Dunkelheit ist vermehrte Wachsamkeit geboten.

Das Zentrum (Centro) Rios ist nach Geschäftsschluss am Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen unbelebt und nicht sicher. Die oft menschenleeren Straßen der Innenstadt sollten daher am Wochenende, feiertags und nachts gemieden werden.

Von nächtlichen Strandspaziergängen wird dringend abgeraten.

Vor dem Hintergrund immer wieder aufflammender Schusswechsel, bei denen oft auch Unbeteiligte zu Schaden kommen, wird von einem Besuch aller Favelas von Rio de Janeiro, auch derjenigen im Bereich der Südzone und des Zentrums, dringend abgeraten.

Hinweise für S¿o Paulo

In S¿o Paulo ist das historische Stadtzentrum um die Praça da Sé (vor der Kathedrale) unter der Woche nachts sowie nach Geschäftsschluss am Wochenende unbelebt und nicht sicher; gleiches gilt für die Gegend um die belebte Metro-Station ¿Estaçao da Luz¿, die man zu den genannten Zeiten meiden sollte. Im Stadtzentrum gibt es viele Obdachlose, die zum Teil drogensüchtig sind und Passanten zuweilen belästigen.

Auch bewaffnete Überfälle und Blitzentführungen in bevorzugten, besseren Wohngegenden haben zugenommen und führen nicht selten zu Schusswechseln mit privaten Sicherheitskräften oder Polizisten (häufig auch in Zivil), auch tagsüber, so dass erhöhte Aufmerksamkeit im gesamten Stadtgebiet angezeigt ist.

Hinweise für Recife und den Nordosten

Auf Grund der in den letzten Jahren häufiger auftretenden gezielten Überfälle auf Busse wird empfohlen, im Stadtgebiet von Recife die öffentlichen Verkehrsmittel zu meiden und grundsätzlich Taxis oder Uber zu benutzen. Bewaffnete Überfälle auf Überlandbusse sind auch keine Seltenheit im Nordosten und daher ist besondere Vorsicht geboten. Nachtfahrten in Überlandbussen sollten vermieden werden

Hilfe im Notfall

Reisende, die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch Opfer einer Straftat oder anderweitig in Not geraten sind, erhalten von den deutschen Auslandsvertretungen in Brasilien Hilfe. (http://www.brasil.diplo.de/)

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste <http://elefand.diplo.de/> einzutragen, um im Notfall eine schnell Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/WeltweiterSiHi_node.html

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice

Arbeitseinheit 040

D-11013 Berlin

Tel.: (030) 5000-2000

Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Im Reisemedizinische Zentrum des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet die MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Peru

Aktuelle medizinische Hinweise

Zika-Virus-Infektion

In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/726576/publicationFile/212974/ExpositionsprophylaxeInsektenstiche.pdf

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie auf dem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts (http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/722280/publicationFile/212104/Zika-Virus.pdf)

Impfschutz

Bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Perus, insbesondere für das gesamte peruanische Amazonasgebiet ist prinzipiell allen Reisenden ab dem vollendeten 9. Lebensmonat (http://www.who.int/ith/ITH2009AnnexI.pdf) eine rechtzeitige Impfung, d.h. 10 Tage vor Einreise, dringend zu empfehlen.

Aus Peru kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.

Weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) noch bei direkter Einreise aus Deutschland ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung derzeit nach Auskunft der peruanischen Einreisebehörden vorgeschrieben.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (http://www.rki.de/).

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen, Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Höhenkrankheit (¿Soroche¿)

In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2000 Metern. Betroffen sind alle Altersstufen und häufig Touristen bei Flugreisen nach Cusco oder Puno, also nicht nur Bergsteiger. Mate de Coca hat keine sichere vorbeugende Wirkung. Das gegen die Höhenkrankheit eingesetzte Medikament Diamox ist verschreibungspflichtig.

Chikungunya

Aktuell gibt es, im Rahmen der sich in der Region seit Januar 2014 ausbreitenden Chikungunya-Epidemie, inzwischen auch Fälle in Peru. Die Chikungunya-Virusinfektion zeigt ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber (s.u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten. Ein Merkblatt zu Chikungunya finden Sie unter http://www.diplo.de/reisemedizin

Dengue-Fieber

Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.

In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Leishmaniasis

Die kutane und mukokutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Oropouche-Fieber

Das Oropouche-Virus ruft ein Dengue-ähnliches Krankheitsbild hervor (s. o.) und wird ebenfalls durch Mücken übertragen.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender dämmerungs- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Personen nicht selten tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Ein geringes Risiko besteht im ganzen Land unter 2000 m, v.a. in Ayacucho, Junín, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Puerto Maldonado und in Iquitos.

Als malariafrei gelten Lima, Cuzco, Machu Picchu,das Anden-Hochland, die Küste im Süden von Lima. Ica und Nazca.

Je nach Reiseprofil kann eine Standby-Medikation mit Chloroquin bzw. allenfalls im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

- den ganzen Körper bedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

- ganztägig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen aufzutragen,

- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Leptospirose

Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.

Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen.

Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden.

HIV / AIDS

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Pest

Das Ansteckungsrisiko für Reisende ist sehr gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufige Wäschewechsel sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Für beruflich in Pestgebieten Tätige kann im Einzelfall und nur nach Rücksprache mit einem Reise-/ Tropenmediziner die prophylaktische Einnahme von Antibiotika sinnvoll sein.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist in Lima im privaten Sektor z. T. auf international hohem Standard. Der öffentliche Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z. T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen meist defizitär strukturiert.

Das Auswärtige Amt empfiehlt sich im Erkrankungsfall auf der Internetseite der Deutschen Botschaft über Ärzte und Krankenhäuser in Peru zu informieren oder im Notfall ggf. die entsprechenden Honorarkonsuln zu kontaktieren.

In der Regel reichen die Behandlungsmöglichkeiten in Cusco nicht aus, um schwere Notfälle adäquat zu versorgen. Sobald es der medizinische Zustand zulässt, sollten schwer Kranke oder Verletzte deshalb nach Lima verlegt werden.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen, ebenso wie vor einer Reise nach Peru eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner (Beratungsstellen siehe auch http://www.dtg.org/).

Unverändert gültig seit: 16. August 2017

Brasilien

Gelbfieber

Seit Anfang 2017 werden lokale Gelbfieberausbrüche in Brasilien auch in Zonen beobachtet, die bisher nicht betroffen waren. Dazu gehören hauptsächlich Gebiete in Minas Gerais, Espírito Santo, Bahia, dem Staat S¿o Paulo, Rio Grande de Norte und in Tocantins. Parallel dazu werden Gelbfieber-Ausbrüche bei Affen (Epizoonosen) in diesen Bundestaaten registriert. Bekämpfungsmaßnahmen sind angelaufen, es wird aber weiter von einer Zunahme der Fälle berichtet, schwerpunktmäßig in Minas Gerais.

Bisher wurden alle Infektionen im sog. sylvatischen Zyklus akquiriert, d.h. bei Aufenthalt in Waldregionen, ohne dass sich bisher ein urbaner Zyklus (Stadtgelbfieber) etabliert hat.

Die WHO hat die Impfempfehlungen für den Süden Bahias, Espírito Santo und für den Norden des Bundesstaat Rio de Janeiro in den an die Nachbarbundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo angrenzenden Gebiete erweitert.

Für die reisemedizinische Beratung wird empfohlen, bei der Impfindikation den genauen Reiseverlauf der Patienten, die aktuellen epidemiologischen Daten und auch mögliche Weiterreisen zu beachten. Es ist zu beobachten, dass die Länder in der Region verstärkte Kontrollen durchführen.

Eine Impfung ist medizinisch nicht erforderlich, wenn lediglich die Küstenstädte Rio de Janeiro, S¿o Paulo, Salvador, Recife, Vitória und Fortaleza besucht werden.

Zika Virus

In der Region, wird seit 2015 eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/726576/publicationFile/212974/ExpositionsprophylaxeInsektenstiche.pdf

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie auf dem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts (http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/722280/publicationFile/212104/Zika-Virus.pdf)

Impfschutz

Brasilien verlangt bei der Einreise aus Europa keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung. Weite Teile Brasiliens sind aber Gelbfieberendemiegebiet, sodass für diese Gebiete ein persönlicher Schutz wichtig ist.

Dazu kommt, dass bei anschließender Weiterreise in bestimmte Drittländer (s. www.who.int) der Nachweis eines Impfschutzes dort aus Brasilien kommend bei Einreise erforderlich ist. Die Impfung wird allen Reisenden ab dem 9. Lebensmonat spätestens 10 Tage vor Einreise dringend empfohlen, bevor sie in Brasilien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt. Hierzu gehören:

- Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goiás, Maranh¿o, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima, und Tocantins.

- Für bestimmte Gebiete in folgenden Staaten: Paraná, Piauí, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, und im Bundesstaat S¿o Paulo sowie in Bahia. Die Impfung wird auch für den Besuch der Iguaçu-Wasserfälle empfohlen.

- Eine Liste der aktuellen Gelbfieber-Endemiegebiete ist unter www.who.int zu finden.

Bei einer Erstimpfung vor dem 2. Lebensjahr sollte nach 10 Jahren eine einmalige Auffrischimpfung erfolgen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Denguefieber

Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. 2016 ist ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen beobachtet worden.

In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen, inkl. möglicher Todesfolge, auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Chikungunya

Das Chikungunya Fieber wird inzwischen auch landesweit von Mücken der Gattung Aedes übertragen, insbesondere in den Bundesstaaten Alagoas, Amapa, Amazonas, Bahia, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Roraima sowie derzeit besonders schwerwiegend in Rio de Janeiro

Chikungunya-Fieber kennzeichnet sich durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltende Gelenkschmerzen. Die klinischen Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragende Erkrankungen (Arbovirosen) unterschieden werden.

Todesfälle sind sehr selten. Den u.g. Hinweis zur Expositionsprophylaxe gilt es zu beachten.

Eine Chemoprophylaxe oder Impfung existiert für keine dieser Virusinfektionen. Ein Merkblatt zu Chikungunya finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Ganzjährig besteht ein hohes Risiko in den Provinzen Acre, Rondônia und Roraima bzw. ein geringes Risiko in Amapà, Amazonas, Maranhao (W), Mato Grosso (N), Parà (außer Belèm City), Tocantins (W) und den Außenbezirken der Städte Pôrto Velho, Boa Vista, Macapà Manaus, Santarém, Maraba, Rio Branco und Cruzeiro do Sul.

Als malariafrei gelten die Ostküste inkl. Fortaleza, Recife, Igauçu und die meisten Stadtzentren.

Je nach Reiseprofil kann im Einzelfall die Mitnahme einer Notfallmedikation sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.

Aufgrund der o.g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden, insbesondere Schwangeren, empfohlen, sich konsequent vor Mückenstichen zu schützen. Dazu gehört:

- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden, feste Socken),

- tagsüber (Viruserkrankungen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

- immer unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Rocky Mountain Spotted Fever

Seit Dezember sind vereinzelte Fälle dieser saisonal durch Zecken übertragenen bakteriellen Infektionskrankheit im Bundesstaat Sao Paulo aufgetreten. In der Regel kommt es zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlägen. In ungünstigen Fällen kann es beim Befall von Lunge, Nieren und dem Gastrointestinaltrakt zu lebensgefährlichen Komplikationen / Blutungen kommen. Bei Aktivitäten im Freien sollte unbedingt auf Schutz vor Zecken (adäquate Kleidung, Repellentien) geachtet werden.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Dies ist besonders wichtig in ländlichen Gebieten und im Norden und Nordosten des Landes.

HIV/AIDS

Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist zumindest in den großen Städten im privaten Sektor überwiegend auf westeuropäischem Standard. Der öffentliche Sektor ist hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und z.T. hygienischer Ressourcen insbesondere in ländlichen Regionen nicht selten defizitär strukturiert.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass regelhaft vor der Aufnahme und Behandlung in Privatkliniken unabhängig einer bestehenden Auslandskrankenversicherung eine Vorauszahlung in bar oder per Kreditkarte zu leisten ist, sonst wird u.U. gar nicht erst mit der Diagnostik oder Behandlung angefangen.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen, ebenso wie vor einer Reise nach Brasilien eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner (zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org).

Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.

Aktuelle Informationen für Reisende sind auch über folgenden Link des brasilianischen Gesundheitsministeriums im Internet abrufbar, in portugiesischer, spanischer oder englischer Sprache: http://portalsaude.saude.gov.br/viajante

Unverändert gültig seit: 27. Juli 2017

Gelbfieberimpfung Amazonaskreuzfahrt

Bitte lassen Sie sich unbedingt rechtzeitig von einem Facharzt bzw. Tropeninstitut über eine sinnvolle medizinische Vorsorge beraten.

Zum Schutz vor einer möglichen Infektion empfehlen sowohl die nationalen Behörden als auch das deutsche Auswärtige Amt allen Reisenden in das Amazonas-Becken dringend eine Gelbfieberimpfung.

Bitte vergessen Sie nicht als Nachweis der Impfung den internationalen Impfausweis mitzunehmen, da Ihnen sonst der Grenzübertritt zwischen den einzelnen Ländern verweigert werden kann.