Ägypten Pyramiden, Pharaonen und Papyrus

Ägypten

Übersicht

  • Gute Hotels mit Swimmingpool
  • Schatzsuche im Neuen Ägyptischen Museum in Kairo
  • Gemeinsam Fladenbrot backen
  • Mit einer Feluke auf dem Nil segeln
  • Magisch beleuchteter Tempel in Luxor
  • Halbpension, zusätzlich ein Mittagessen
  • Die spezielle Studiosus-Reise nach Ägypten für Familien mit Kindern von 6-14 Jahren

Erleben Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln das Land der Pharaonen, Pyramiden und des alterslosen Sphinx. Erkunden Sie Gräber voller Geheimnisse im Tal der Könige, bummeln Sie über bunte Basare und lassen Sie sich von Ihrem Reiseleiter spannende Geschichten aus dem Leben der alten Ägypter und von der Zeit nach der Lotusrevolution erzählen.

Weitere wichtige Informationen
Sie finden das Formblatt zur vorvertraglichen Unterrichtung über Ihre Rechte bei einer Pauschalreise, unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise zum Datenschutz, Barrierefreiheit und Rücktrittsversicherungen sowie Länderinformationen und weitere wichtige Informationen in der Rubrik Infos & Tipps.

Route

1. Tag, Samstag, 05.10.2019: Auf ins Land der Pharaonen!

Wir fahren mit der Bahn in der 1. Klasse zum gewählten Flughafen und fliegen im Laufe des Tages, je nach gebuchtem Flug, nach Kairo. Ein Mitarbeiter der Agentur bringt uns ins Hotel, wo unser Studiosus-Reiseleiter bereits auf uns wartet. Wer früh ankommt, kann in den Swimmingpool springen oder sich in der großen Gartenanlage des Hotels entspannen. Beim Abendessen im Hotel lernen sich alle Erwachsenen und Kinder kennen. Drei Übernachtungen in Kairo in einem Hotel in der Nähe der Pyramiden.

(A)

2. Tag, Sonntag, 06.10.2019: Auf Schatzsuche

Bereit für die Millionenmetropole? Wir beginnen den Tag mit einem Bummel durch das orientalische Kairo. Anschließend geht es zum berühmten Ägyptischen Museum. Der Schatz von Tutanchamun hat dort sein Zuhause - aber auch vieles andere ...! Am Nachmittag bleibt Zeit zum Schwimmen, Spielen und Faulenzen in der Hotelanlage. 50 km.

(F/A)

3. Tag, Montag, 07.10.2019: Pyramiden und Papyrus

Jedes Kind kennt sie: die berühmten Pyramiden von Gizeh (UNESCO-Welterbe). Wir bestaunen sie nicht nur von außen, sondern erkunden auch ihr geheimnisvolles Inneres. Dem inzwischen sehr alten Sphinx statten wir ebenso einen Besuch ab wie dem Sonnenbootmuseum mit dem 4500 Jahre alten Boot des Cheops. Spaß für Jung und Alt: Beim gemeinsamen Mittagessen backen wir unser eigenes Pita (Fladenbrot) in einem traditionellen Lehmofen. Wie man Papyrus herstellt, erfahren wir am Nachmittag.

(F/M/A)

4. Tag, Dienstag, 08.10.2019: Von Kairo nach Assuan

Vormittags ausschlafen oder eine Runde schwimmen im Pool? Mittags fliegen wir nach Assuan. Ein Motorboot trägt uns über den Nasser-Stausee zum idyllisch gelegenen Isis-Tempel. Wer kennt die ägyptische Göttin? Im berühmten Tempel von Philae (UNESCO-Welterbe) erfahren wir mehr über sie! Busstrecke 80 km. Zwei Übernachtungen in Assuan.

(F/A/L)

5. Tag, Mittwoch, 09.10.2019: Auf dem Nil

Ein spannender Tag: Auf einer Feluke segeln wir zum Westufer des Nils. Über eine lange Treppe steigen wir auf den Gräberberg der Fürsten von Elephantine - wer ist zuerst oben? Die Bilder und Inschriften berichten von Elefanten und tanzenden Zwergen. Auf dem Rückweg ins Hotel dürfen auch mal die Kinder das Kommando auf der Feluke übernehmen. Wer mag, kann sich am freien Nachmittag mit einer Kutsche (ca. 10 € pro Person) durch die Stadt fahren lassen oder durch den farbenfrohen Souk von Assuan bummeln. Abends im Hotel könnt ihr von eurem Reiseleiter das Hieroglyphenschreiben lernen.

(F/A)

6. Tag, Donnerstag, 10.10.2019: Von Assuan nach Luxor

Zuckerrohr und Getreide, kleine Dörfer und Bauern auf dem Feld sehen wir auf der Fahrt von Assuan nach Luxor. Beim Besuch des Tempels von Edfu hören wir von unserem Reiseleiter spannende Geschichten: War Horus der edle Ritter der ägyptischen Götterwelt? Wird er das Nilpferd besiegen? Nach einem freien Nachmittag bestaunen wir abends den beleuchteten Tempel von Luxor. 260 km. Drei Übernachtungen in Luxor.

(F/A)

7. Tag, Freitag, 11.10.2019: Im Tal der Könige

Früh am Morgen begrüßen uns die Memnonskolosse auf der Fahrt nach Theben-West. Hier im Tal der Könige versuchen wir, die mystischen Vorstellungen von einem Jenseits voller Götter, Schlangen und Dämonen zu verstehen. Vor dem Totentempel von Frau Pharao Hatschepsut ließen sich Hunderte von Würdenträgern ihre Gräber bauen: Wir gehen in den bunten Beamtengräbern auf Motivsuche. Was werden wir finden?

(F/A)

8. Tag, Samstag, 12.10.2019: Karnak

Die Tempelanlage von Amun-Re - dem mächtigsten aller Götter - bildet den eindrucksvollen Schlusspunkt unserer Reise! Unser Reiseleiter führt durch die Geheimnisse dieses wichtigsten Heiligtums Alt-Ägyptens. Beim Abschiedsquiz am Nachmittag erinnern wir uns an all die tollen Erlebnisse auf der Reise - und natürlich bleibt auch noch Zeit zum Spielen und Erholen in der Hotelanlage.

(F/A)

9. Tag, Sonntag, 13.10.2019: Massalama ... gute Reise!

Schnell noch ein gemeinsames Gruppenfoto schießen und Adressen austauschen - dann müssen wir Abschied nehmen, von Ägypten und unseren neuen Freunden. Im Laufe des Tages, je nach gebuchtem Flug, im Luftsprung nach Kairo und von dort weiter nach Hause.

(F)

A: Abendessen F: Frühstück M: Mittagessen L: Lunchpaket

Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.

Termine & Preise

Termine & Preise 2019

Direkt zum Leistungsumfang
Info Termine DZ in € * EZ in € * Flug ab Reiseleitung
Information zur VerfügbarkeitDieser Termin ist nicht mehr buchbar.
13.04.–21.04. s. PDF s. PDF
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 10
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
05.10.–13.10. s. PDF s. PDF
N.N.
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
26.10.–03.11. s. PDF s. PDF
N.N.
Information zur VerfügbarkeitNoch Plätze frei.
Die Mindestteilnehmerzahl ist aktuell erreicht.
Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 12
Höchstteilnehmerzahl bei Durchführung: 25
28.12.–05.01. s. PDF s. PDF
N.N.
Für Jugendliche von 12 bis einschließlich 16 Jahren müssen wir einen Aufpreise berechnen. Detaillierte Preisinformationen entnehmen Sie bitte dem PDF: Alle Preise, Termine und Unterbringungsmöglichkeiten als download (Stand 22.8.2018)

Die Preise beruhen zum Teil auf Sonder- und Veranstaltertarifen der Fluggesellschaften, das Platzangebot ist begrenzt. Kerosinpreisänderungen vorbehalten.

Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem Wechselkurs der Europäischen Zentralbank vom 23.4.2019 basiert. Der tatsächlich zu bezahlende Preis in Schweizer Franken hängt vom jeweiligen Tageswechselkurs ab und von möglichen Bankgebühren der Kreditkartenherausgeberin, die im Zusammenhang mit dem Umtausch CHF/Euro entstehen können.

Alle Preise, Termine und Unterbringungsmöglichkeiten als download (Stand 22.8.2018)

Tipp: Alleinreisenden bieten wir mit der halbes Doppelzimmer Option die preisgünstige Möglichkeit, sich ein Doppelzimmer mit einem/einer anderen Mitreisenden zu teilen.

Weitere Informationen
Sollte sich bis zwei Monate vor Abreise kein Zimmerpartner anmelden, haben Sie die Wahl, entweder den Zuschlag für ein Einzelzimmer zu bezahlen, die Reise kostenlos umzubuchen oder kostenlos zu stornieren.
In den letzten zwei Monaten vor Abreise können neu eingehende Buchungen von halben Doppelzimmern leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Leistungsumfang

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) z.B. mit Lufthansa nach Kairo und zurück; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Inlandsflüge (Economy) mit Egypt Air von Kairo nach Assuan und von Luxor nach Kairo
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 110 €)
  • Sitzplatzreservierung (nur bei Flug mit Egypt Air)
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 8 Übernachtungen in guten Hotels mit Klimaanlage und Swimmingpool
  • Zimmer mit Bad oder Dusche und WC in der gebuchten Belegung
  • Halbpension (Frühstücksbuffet, 8 Abendessen im Hotel), zusätzlich ein Mittagessen im Restaurant und ein Lunchpaket
bei Studiosus außerdem inklusive
  • Speziell qualifizierte, ortsansässige Studiosus-Reiseleitung
  • Termin 28.12. mit Silvesteressen
  • Motorbootfahrt auf dem Nassersee
  • Segelbootfahrt auf dem Nil
  • Eintrittsgelder (ca. 75 €)
  • Visagebühren (ca. 25 €)
  • Einsatz des Studiosus-Audiosets
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur für Erwachsene (ca. 30 €)
  • Gesellschaftsspiele, Malutensilien und Bälle werden zur Verfügung gestellt
  • Klimaneutrale Bus-, Bahn- und Bootsfahrten durch CO2-Ausgleich

Einreise

Informationen zu den Einreisebestimmungen dieser Reise
(Quelle: Studiosus Reisen München GmbH)
Reisende mit nicht aufgeführten Nationalitäten/Staatsangehörigkeiten
finden hier weitere Informationen.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Das Visum für Ägypten besorgt Studiosus bei der Einreise. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Ägypten benötigen Staatsangehörige der Europäischen Union (gilt auch für britische Staatsangehörige) und Schweizer einen mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültigen Reisepass und ein Visum. Das Visum in Form einer Visamarke ist im Reisepreis eingeschlossen und wird Ihnen mit den Unterlagen zugeschickt. Bitte kleben Sie, bevor Sie die Passkontrolle passieren, die Visamarke auf eine leere Seite in Ihrem Reisepass.

Teilnehmer mit anderer Nationalität erkundigen sich bitte bei Ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat über die zur Zeit gültigen Einreisebestimmungen. Ggfs. müssen Sie sich Ihr Visum selbst besorgen. Die im Reisepreis enthaltene Visagebühr in Höhe von ca. 25 € schreiben wir Ihnen in diesem Fall gut.

Kindereinträge im Reisepass der Eltern sind seit dem 26. Juni 2012 ungültig und berechtigen das Kind nicht mehr zum Grenzübertritt. Somit benötigen alle Kinder ein eigenes Reisedokument. Der Reisepass des Elternteils bleibt uneingeschränkt gültig.

Um Probleme beim Check-In in Deutschland bzw. bei der Einreise zu vermeiden, empfiehlt das deutsche Auswärtige Amt folgende Maßnahmen:

- Reist das Kind nur in Begleitung von einem Erziehungsberechtigen, sollten Sie eine englische Einverständniserklärung sowie eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises des nichtreisenden Erziehungsberechtigten mitführen.

- Reist das Kind ohne Erziehungsberechtigten, sollte die mitreisende Person eine englische Einverständniserklärung sowie eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises beider Erziehungsberechtigen mitführen.

- Hat das Kind einen anderen Nachnamen als die mitreisenden Erziehungsberechtigten, sollten Sie einen Nachweis des Verwandtschaftsverhältnisses (z.B. Geburtsurkunde) mitführen.

Pass- und Visums-Erfordernisse für diese Reise für Staatsangehörige anderer Nationen

Als Reiseveranstalter sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, alle Reisenden, unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, vor Vertragsschluss über die sie betreffenden allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des jeweiligen Bestimmungslands, ggf. die ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa, sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten zu unterrichten.

Einreisebestimmungen für diese Reise – alle Nationalitäten
(Quelle: Passolution GmbH)

Sicherheit und Gesund

Wenn Sie sich für eine Reise mit Studiosus entscheiden, erhalten Sie von uns zusammen mit Ihrer Buchungsbestätigung auch umfassende Reiseinformationen: hochaktuell und speziell abgestimmt auf Ihre Route und Ihren Abreisetermin. Einige besonders wichtige Informationen für Ihre Urlaubsplanung haben wir als Auszug daraus hier für Sie zusammengestellt.

Gesund & munter

Das sollten Sie generell sein, wenn Sie eine Reise antreten. Wir empfehlen, sich rechtzeitig über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen zu informieren und ggf. auch ärztlichen Rat zu Thromboserisiken bei Langstreckenflügen und anderen Gesundheitsrisiken einzuholen. Allgemeine Informationen erhalten Sie insbesondere bei den Gesundheitsämtern, bei reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Reisepapiere und Impfungen

Reisepass erforderlich. Das Visum für Ägypten besorgt Studiosus bei der Einreise. Keine Impfungen vorgeschrieben.

Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise

Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen nach Ägypten das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf einen späteren Reisetermin oder ein anderes Reiseziel umzubuchen.

Sicherheit geht vor!

Ergänzend zu den allgemeinen Sicherheitsinformationen in den Ländereinleitungsseiten unserer Kataloge übersenden wir Ihnen eine detailliertere Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihres Reiselandes sowie den aktuell geltenden Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes.

Öffentliche Verkehrsmittel in Kairo

Studiosus Reisen hat sich aus Sicherheitsgründen dazu entschlossen, in Kairo keine öffentlichen Verkehrsmittel (alle U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen) mit Gästen zu nutzen. Aus diesem Grund verzichten wir vorsorglich bei unseren Besichtigungsprogrammen in Kairo auf die Benutzung der öffentlichen Linienbusse. Für längere Strecken haben wir einen Bus bestellt oder benutzen Taxis; kürzere Wegstrecken legen wir zu Fuß zurück. Wir fordern auch unsere Reiseleiter zu erhöhter Wachsamkeit auf. Auch in Ihrer Freizeit sollten Sie die öffentlichen Verkehrsmittel meiden und mit dem Taxi fahren.

Treppen- und Balkongeländer

Die Sicherheitsanforderungen an die Hotelausstattung entsprechen nicht überall dem deutschen Standard. Die Brüstungshöhen von Treppen- und Balkongeländern können im Hotel niedriger als 90 cm sein und die Zwischenräume im Geländer größer als 15 cm.

Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Ägypten zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes. Den jeweils aktuellen Sicherheitshinweis finden Sie auch im Internet unter www.diplo.de/sicherreisen, die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch.

Seit der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch den ehemaligen Militärchef Abdel al-Sisi im Jahr 2014 hat sich die innenpolitische Lage in Ägypten zumindest oberflächlich beruhigt. Das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Anhänger der Muslimbrüder und andere Gruppierungen des politischen Islams hat jedoch zu einer Radikalisierung dieser Kräfte beigetragen und ihre Gewaltbereitschaft verstärkt: Seit Anfang 2015 hat die Zahl terroristischer Anschläge zugenommen. Ziel der Anschläge waren zumeist Einrichtungen des Staates sowie von Polizei und Militär: vor allem auf der Sinai-Halbinsel, aber auch in Kairo und in anderen Städten des Niltals. Wie die Übergriffe vom Juli 2017 zeigen, ist trotz umfassender Sicherheitsvorkehrungen der ägyptischen Behörden jedoch auch eine Gefährdung touristischer Ziele nicht auszuschließen. Vor diesem Hintergrund rät das deutsche Auswärtige Amt weiterhin von Reisen in viele Regionen des Landes ab.

Selbstverständlich verzichten wir bei unserer Ägyptenreise auf alle Gebiete, von deren Besuch das Auswärtige Amt abrät bzw. warnt. Dies gilt in besonderem Maße für Mittelägypten und den Norden der Sinai-Halbinsel.

Unsere Erfahrung zeigt, dass umsichtiges Verhalten Ihrerseits sowie eine gut geplante und mit einem langjährig bewährten Partner durchgeführte Reise größtmögliche Sicherheit bieten. Eine konkrete Sicherheitsgefährdung sehen wir nicht.

Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation in der ganzen Region sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Studiosus-Team

Stand: 21.02.19

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts

Ägypten

Stand: 21.02.19

Aktuelle Hinweise

Es besteht landesweit weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge. Diese können sich auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger richten.

Am 18. Februar 2019 zündete in Kairo ein mutmaßlicher Terrorist bei einer Polizeikontrolle in der Nähe der Azhar Universität im Bereich der islamischen Altstadt einen Sprengsatz. Dabei kamen der Täter und zwei Polizisten ums Leben. Weitere Personen, darunter ein ausländischer Student, wurden verletzt.

Am 28. Dezember 2018 wurden ausländische Touristen in einem Reisebus Opfer einer Sprengstoffexplosion in der Nähe der Pyramiden von Gizeh.

Bei Reisen nach Ägypten, einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer, wird generell zu Vorsicht geraten.

Der erstmals nach einem Terroranschlag am 10. April 2017 verhängte landesweite Ausnahmezustand wurde zuletzt am 15. Oktober 2018 verlängert. Die Maßnahme geht mit erhöhten Eingriffsbefugnissen für Sicherheitskräfte und Militär einher. Vor allem nachts ist mit verstärkten Kontrollen durch Sicherheitskräfte zu rechnen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung

Innenpolitische Lage

Ägypten befindet sich seit der Januarrevolution von 2011 in einer Umbruchphase.

Seit der Wahl von Staatspräsident Al-Sisi im Mai 2014 hat sich die Lage wieder stabilisiert und es kommt kaum noch zu Demonstrationen. Schwerwiegende Anschläge auf ägyptische Sicherheitskräfte und zivile Ziele können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Menschenansammlungen, insbesondere vor religiösen Stätten, Universitäten und staatlichen Einrichtungen sollten an Tagen wie dem Jahrestag des Sturzes des ehemaligen Präsidenten Mubarak am 25. Januar unbedingt gemieden werden.

Seit dem 10. April 2017 gilt landesweit der Ausnahmezustand. Die Maßnahme geht mit erhöhten Eingriffsbefugnissen für Sicherheitskräfte und Militär einher. Vor allem nachts ist mit verstärkten Kontrollen durch Sicherheitskräfte zu rechnen.

Reisenden wird empfohlen, Hinweise der Hotels und Reiseveranstalter zu beachten und die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen.

Terrorismus

Seit dem 11. Dezember 2016, als Teilnehmer an einem Gottesdienst in der koptischen Kirche Peter und Paul in Kairo einem Attentat zum Opfer fielen, kam es wiederholt zu Anschlägen auf koptische Christen und koptische Kirchen mit zahlreichen Toten und Verletzten.

Bei einem Anschlag am 29. Dezember 2017 vor einer koptischen Kirche in Helwan im südlichen Großraum von Kairo waren neun Todesopfer zu beklagen. Am 2. November 2018 fielen einem terroristischen Angriff in der Provinz Minya sieben koptische Pilger zum Opfer.

Reisende sollten die Nähe zu koptischen Einrichtungen vor allem um Feiertage herum meiden, wie z.B. das koptische Weihnachtsfest am 7. Januar.

Es wurden wiederholt Anschläge auf Einrichtungen ägyptischer Sicherheitsbehörden verübt.

Am 21. Oktober 2017 starben nach offiziellen Angaben 16 Polizisten bei einem Schusswechsel mit Terroristen etwa 135 km südwestlich von Giza-Stadt, abseits der Straße nach Bahariya. Medien berichteten teilweise von einer deutlich höheren Anzahl von Opfern.

Am 14. Juli 2017 fielen an einem Hotelstrand in Hurghada zwei deutsche Urlauberinnen einem Angriff mit einem Messer zum Opfer. Ein terroristischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden.

Sinai-Halbinsel

Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird gewarnt.

Dies gilt auch für den Reiseort Taba. In diesen Regionen finden militärische Operationen statt, und es kam zu terroristischen Anschlägen. In Taba kam es im Februar 2014 zu einem Anschlag auf einen Reisebus mit koreanischen Touristen.

In allen anderen Regionen der Sinai-Halbinsel wird insbesondere von individuell organisierten und nicht durch staatliche Sicherheitskräfte begleiteten Überlandfahrten abgeraten, ebenso von unbegleiteten Busfahrten im Großraum Sharm el-Sheikh in Richtung Nuweiba.

Von Fahrten abseits des Küstenstreifens wie zum Berg Sinai und dem Katharinenkloster wird gänzlich abgeraten.

Am 31. Oktober 2015 stürzte ein Passagierflugzeug nach dem Start in Sharm el-Sheikh über dem Sinai ab. Als Absturzursache wurde ein Sprengsatz an Bord ermittelt.

Im gesamten Norden der Sinai-Halbinsel kam es wiederholt zu schweren Anschlägen.

Bei Angriffen der Terrormiliz IS gegen Stellungen der ägyptischen Sicherheitskräfte im Raum Sheikh Zuwayd am 1. Juli 2015 kam es zu einer Vielzahl von Todesopfern, am 24. November 2017 wurden durch einen besonders schweren terroristischen Anschlag nach dem Freitagsgebet in einer Moschee in Bir al-Abed mehr als 300 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

Über den nördlichen Teil der Sinai-Halbinsel (Gouvernorat Nord-Sinai) wurde schon im August 2013 der Ausnahmezustand verhängt und seitdem immer wieder verlängert. Es gilt dort auch eine nächtliche Ausgangssperre von 19.00 Uhr bis 6.00 Uhr mit Ausnahme der Stadt Al-Arisch und der International Road, dort gilt die Ausgangssperre von 1.00 bis 5.00 Uhr.

Übrige Landesteile

Vor Reisen in entlegene Gebiete der Sahara wird gewarnt.

Die ägyptischen Behörden haben die Grenzregionen zu Libyen und zum Sudan zu Sperrgebieten erklärt und Reisen dorthin untersagt.

Von Überlandfahrten ohne ortskundige Begleitung wird dringend abgeraten.

Im September 2015 wurde im Bereich der westlichen Wüste, nahe Farafra, eine Touristengruppe versehentlich durch ägyptische Sicherheitskräfte beschossen; es gab mehrere Todesopfer. Ausflugsziele, die sich in den entlegenen westlichen und südlichen Wüstengebieten befinden, können grundsätzlich mit einer Sondergenehmigung bereist werden. Derzeit wird jedoch dringend davon abgeraten, Ausflugsziele jenseits gesicherter Orte und Straßenverbindungen zu bereisen.

Alle Arten von Wüstenexkursionen sollten stets durch professionelle Reiseveranstalter bzw. Touranbieter organisiert und durch diese ortskundig begleitet werden. Es kommt jedoch vor, dass bereits genehmigte Wüstenexkursionen durch Militär und Sicherheitsbehörden kurzfristig untersagt werden.

Aufgrund militärischer Operationen im Bereich der westlichen Wüste, gilt insbesondere die Verbindung von 6th of October City in Richtung Bahariya für Touristen und Ausländer nach offiziellen Angaben noch immer als gesperrt. Es kann zu Zurückweisungen kommen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Ausdehnung der bestehenden Sperrgebiete ständigen Veränderungen unterliegt.

Für den Bereich des Sinai (Zufahrt zum Suez-Tunnel) existieren derzeit Zufahrtsbeschränkungen für Geländefahrzeuge.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist in Ägypten vergleichsweise gering. Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist wird zur üblichen Vorsicht geraten.

Warnung vor Reisen in den Gazastreifen

Vor Reisen in den Gazastreifen wird nach wie vor dringend gewarnt; dies gilt insbesondere auch für Personen mit Familienangehörigen im Gazastreifen.

Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird aufgrund der aktuellen Sicherheitslage nur in unregelmäßigen Abständen für einen eingeschränkten Personenkreis geöffnet. Bei Schließungen ist nicht vorhersehbar, wann diese jeweils wieder aufgehoben werden und ob der Grenzübergang wieder einen regulären Betrieb aufnehmen wird. Dies birgt stets die Gefahr, aus dem Gazastreifen nicht wieder ausreisen zu können. Auch bei einer Wiedereröffnung des Grenzübergangs werden die Regelungen für den Grenzübertritt in Rafah durch die ägyptischen Behörden sehr restriktiv gehandhabt. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können keine Unterstützung bei der Ein- oder Ausreise über den Grenzübergang Rafah leisten. Die Überlandfahrt nach Rafah ist besonders gefährlich. Aufgrund der für den Norden der Sinai-Halbinsel bestehenden Reisewarnung kann dort keine konsularische Hilfe geleistet werden.

Minengefahr

Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Naturkatastrophen

Ägypten liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice

Arbeitseinheit 040

D-11013 Berlin

Tel.: (030) 5000-2000

Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen.

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder allemedizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein.

- Eine vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen.

Ägypten

Aktuelle medizinische Hinweise

Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Im September 2017 kam es zum ersten Ausbruch von Dengue-Fieber am Roten Meer (Alquaseer) seit mehreren Jahren. Inzwischen wurden auch Fälle aus Hurghada gemeldet.

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.

Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch ggf. Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.

Dengue-Fieber

Dengue wird bisher nur an der Küste zum Roten Meer (Alquaseer und Hurghada) durch tagaktive Mücken übertragen.

Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.

In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien.

Malaria

Seit Ende Mai 2014 sind südlich von Luxor (Edfu) erneut vereinzelt autochtone Malariaübertragungen (Pl. vivax) nachgewiesen worden.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Die Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe ist im Normalfall eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) in Ägypten nicht notwendig.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Chloroquin, Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden eine Expositionsprophylaxe empfohlen. Speziell sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

- körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),

- tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,

- ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Darüber hinaus kann unter Umständen bei Reisen in o.g. Gebiete eine medikamentöse Malariaprophylaxe erwogen werden (nach Beratung bei einem Tropenmediziner).

HIV/AIDS

Die Prävalenz von HIV im Land ist gering (<0,1 % der Bevölkerung). Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Hepatitis C

Die Erkrankung hat weltweit die höchste Prävalenz in einer Bevölkerung. Übertragungsrisiko besteht insbesondere bei direktem Blutkontakt. In diesem Zusammenhang müssen auch Prozeduren wie Körperpiercing, Nadelstichtätowierungen, Rasuren oder Maniküre kritisch gesehen werden.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Vogelgrippe

Es ist zu menschlichen Erkrankungen und Todesfällen gekommen (weltweit zweithäufigste Anzahl menschlicher Infektionen). Das Risiko für Reisende ist aber sehr gering. Kontakt zu Geflügel trotzdem möglichst meiden. Bei Genuss von gekochten oder gebratenen Geflügelgerichten besteht kein Infektionsrisiko.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht bei Süßwasserkontakt (insbesondere Nildelta, Niltal, Nebenflüsse). Baden sollte daher dort grundsätzlich unterlassen werden.

Weitere Infektionskrankheiten

Leishmaniose und West-Nil-Fieber.

Medizinische Versorgung

In Kairo ist eine ausreichende Versorgung gewährleistet. Die medizinische Versorgung außerhalb Kairos hat sich in den letzten Jahren zwar deutlich verbessert, dennoch entspricht sie nach wie vor selbst in den Haupttouristenzentren oft nicht westeuropäischem Standard. Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend zu empfehlen.

Lassen Sie sich vor der Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten und Ihren Impfschutz anpassen,, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe z. B. www.dtg.org.

Unverändert gültig seit: 21.02.2019