Die Saison 2008
Gewinner und Verlierer
Das hervorragende Ergebnis erreichte Studiosus, obwohl zahlreiche politische Krisen und Naturkatastrophen zu einem deutlichen Nachfragerückgang in einigen Ländern und Regionen führten:
- Birma: politische Unruhen ab September 2007 und Zyklon Nargis im Mai 2008
- China: Proteste in Tibet, Einreiseverbot für Touristen in die Region für mehrere Monate und Erdbeben in China im Mai 2008; außerdem buchten Studiosus-Gäste wegen der zu erwartenden hohen Preise im Olympiajahr, wegen der Restaurierung geschlossener Sehenswürdigkeiten und des Besucherandrangs nur zurückhaltend China-Reisen.
- Kenia: Unruhen nach den Wahlen im Dezember 2007
- Türkei: Nach der Entführung von Bergsteigern am Ararat im Juli 2008 Warnung des Auswärtigen Amts vor Reisen in die Osttürkei und Absage aller Osttürkeireisen
- Sri Lanka, Jemen und Sudan: Auch in diesen Ländern war die politische Situation schwierig, sodass Reisen nicht durchgeführt werden konnten oder kaum gebucht wurden.
- Georgien: Wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland im August Absage aller Georgienreisen bis Ende 2008
Kompensiert wurden diese negativen Entwicklungen durch gute Buchungszuwächse insbesondere in folgenden Ländern und Regionen:
- Ägypten, Naher Osten und Iran
- Südostasien mit Laos, Kambodscha und Vietnam
- Zentralasien: Usbekistan und Nachbarländer
- Mexiko und Mittelamerika
- USA und Kanada
- Namibia
- Baltikum und Russland
Mehr vom Kuchen
Studiosus ist auch in der Saison 2008 nach Brancheninformationen stärker als seine Mitbewerber gewachsen und hat damit seinen relativen Marktanteil weiter ausbauen können.
Kerosinpreis verdoppelt
Die in der Saison 2008 stark gestiegenen Rohölpreise belasteten die Reisebranche wie die Weltwirtschaft generell. Ihre gestiegenen Kerosinkosten gaben die Fluggesellschaften an ihre Kunden als Treibstoffzuschläge weiter. Ein Beispiel: Die Lufthansa hatte die Kerosinzuschläge im Sommer 2004 eingeführt. Bis August 2008 wurden sie 13-mal erhöht und haben sich nahezu verzwölffacht. Allein 2008 hob die Lufthansa den Treibstoffzuschlag dreimal an.
Lufthansa geht allerdings bei der Umsetzung der Erhöhungen kulant vor: Sie gelten nur für Neubuchungen bzw. ausschließlich für Gäste, deren Abreise später als vier Monate nach Bekanntwerden der Erhöhung liegt. Andere Airlines setzen Kerosinzuschläge leider jedoch ohne Rücksicht auf das deutsche Reisevertragsrecht fest und erhöhen teilweise monatlich den Aufschlag.
Da die Reisepreise für Studiosus-Reisen jährlich im Oktober berechnet werden, kann Studiosus später eingehende Kerosinpreiserhöhungen der Fluggesellschaften nicht in den Reisepreis einrechnen und muss sie unterjährig an seine Gäste weitergeben. Dies ist aber nach deutschem Reisevertragsrecht nur möglich, wenn zwischen Buchungsund Abreisetag mehr als vier Monate liegen, und nur bis drei Wochen vor der Abreise. Bei Airlines, die ihre Kerosinpreiszuschläge ohne Rücksicht auf die deutsche Markt- und Rechtslage »von heute auf morgen« anheben, muss Studiosus diese Mehrkosten selbst tragen. Studiosus- Gäste genießen in diesem Fall Preissicherheit.
Um den Gästen maximale Planungssicherheit zu gewährleisten, bietet Studiosus Airlines, die besonders häufig und ohne kulante Regelungen Kerosinzuschläge erheben, in der Saison 2009 nach Möglichkeit nicht mehr an. Aufgrund einer Entspannung auf dem Rohölmarkt senken seit Sommer 2008 manche Airlines ihre Kerosinzuschläge wieder – auch in diesen Fällen gibt Studiosus diese Entlastungen selbstverständlich an seine Kunden weiter.