Studiosus: Reisesicherheit aktuell
 

Reisesicherheit aktuell

Thailand: Regierungseinrichtungen in Bangkok gestürmt

Anhänger der oppositionellen Volksallianz für Demokratie (PAD) haben am 26. August während einer Großdemonstration in Bangkok mehrere Regierungseinrichtungen angegriffen. Neben dem Regierungssitz von Ministerpräsident Sundaravej stürmten die Demonstranten vorübergehend auch die Zentrale des staatlichen Fernsehens. Berichte über Tote oder Verletzte liegen derzeit nicht vor.

Mit großangelegten Protestaktionen versucht die rechtsgerichtete PAD seit Monaten, die Regierung von Ministerpräsident Sundaravej zum Rücktritt zu bewegen. Die PAD wirft Sundaravej, dem Sieger der Parlamentswahlen vom Dezember 2007, vor, eine Marionette des bei einem Militärputsch 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin zu sein. Beobachter fürchten wegen der aktuell angespannten Situation einen möglichen neuen Militärputsch, führende Offiziere dementierten diese Gerüchte jedoch öffentlich.

Gegenwärtig gilt der letztmalig am 18. Juli überarbeitete Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes, in dem es wörtlich heißt:

"In den nächsten Wochen muss in Bangkok vermehrt mit großen Demonstrationen gerechnet werden. Es wird empfohlen, Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden."

Aktuell reisen Gäste von uns in Thailand, keine jedoch in Bangkok. Weitere Thailand- bzw. Südostasien-Reisen mit Aufenthalten in Bangkok sind wieder ab Anfang Oktober vorgesehen.

Wir werden die weitere Entwicklung der Lage aufmerksam beobachten und bei Bedarf weitergehende Maßnahmen prüfen. Reiseleiter sind seit längerem angewiesen, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Es besteht auch weiterhin kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Reisen nach Thailand.

Stand: 26. August 2008

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Kuba: Hurrikan "Gustav" bedroht Südküste

Der Tropensturm "Gustav" hat sich über den warmen Gewässern der Karibik zu einem Hurrikan der Stufe 1 mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 155 km/h entwickelt. Auf einer nordwestlichen Zugbahn wird er in Kürze Teile Haitis überqueren. Nach jüngsten Prognosen zieht er ab dem 28. August frühmorgens auf einer küstennahen Zugbahn parallel zur kubanischen Südküste Richtung Westen. In Reaktion hierauf haben die kubanischen Behörden in den betroffenen Küstenbereichen mit ersten Vorsorgemaßnahmen begonnen.

Aktuell reisen keine Gäste von uns auf Kuba. Weitere Abreisen sind erst nach Durchzug von "Gustav" im September vorgesehen. Wir werden die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten. Sollten größere Schäden an der Infrastruktur in den betroffenen Küstenregionen auftreten, werden wir umgehend informieren.

Es besteht auch weiterhin kein Recht auf kostenlose Stornierung oder Umbuchung unserer Reisen nach Kuba.

Stand: 26. August 2008

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Kirgisistan: Schweres Flugzeugunglück bei Bischkek

Eine Boing 737-200 der kirgisischen Itek-Air ist am 24. August kurz nach dem Start am Flughafen Bischkek abgestürzt. Die 1980 gebaute Maschine flog im kurzfristigen Auftrag der iranischen Iran Aseman Airlines und war auf dem Weg nach Teheran. Beim Absturz kamen jüngsten Medienberichten zufolge mindestens 68 Menschen ums Leben. Nach Angaben des kirgisischen Zivilschutzministeriums war eine undichte Kabine die Unglücksursache.

Es befanden sich keine Gäste von uns an Bord.

Itek-Air ist wie alle in Kirgisistan registrierten Airlines aufgrund von Sicherheitsmängeln mit einem Landeverbot in der Europäischen Union belegt. Bei keiner unserer Zentralasienreisen greifen wir auf Flugverbindungen kirgisischer Airlines zurück. Ebenso benutzen wir keine Flüge der iranischen Aseman Airlines.

Unabhängig von diesem Flugzeugunglück haben alle unsere Zentralasien- und Iran-Gäste ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Abreise.

Stand: 25. August 2008
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Frankreich: Uran-Lösung aus Atomanlage ausgetreten

Aus dem 70 Kilometer nördlich von Avignon gelegenen Atomkraftwerk Tricastin ist am 22. August erneut eine kleine Menge radioaktiver Uran-Lösung ausgetreten. Diese soll auf dem Gelände des Kraftwerks im Erdboden versickert sein. Ein Sprecher der Präfektur der Drôme schätzte die Umweltbelastung unter Berufung auf die Atomsicherheitsbehörde als sehr gering ein. Ein Entweichen radioaktiver Substanzen in die Luft gab es nicht, für die Bevölkerung besteht in keiner Weise Gefahr.

Aktuell reisen viele Gäste von uns in Frankreich. Weitere Abreisen nach Südfrankreich sind wieder ab dem 29. August vorgesehen.

Da bei keiner unserer Südfrankreich-Reisen Übernachtungen und Besichtigungen in der unmittelbaren Nähe von Tricastin vorgesehen sind, gehen wir nach derzeitiger Erkenntnis davon aus, dass alle Reisen in der Region ohne Gefahr und wie geplant durchgeführt werden können. Wir werden jedoch vorsorglich die weitere Lage-Entwicklung aufmerksam verfolgen und bei Bedarf Maßnahmen ergreifen.

Es besteht kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Frankreich-Reisen.

Stand: 25. August 2008
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Bolivien: Zur innenpolitischen Lage nach Morales-Sieg

Bei der Volksabstimmung vom 10. August sind Staatspräsident Evo Morales und sein Vize eindeutig bestätigt worden. Nach ersten Ergebnissen stimmten mehr als 60 Prozent der Wahlberechtigten für einen Verbleib von Morales im Amt sowie für eine Fortsetzung seines Reformprogramms. Im Gegenzug wurden drei von acht Provinzgouverneuren abgewählt. Das Ergebnis der Volksabstimmung zeigt jedoch die anhaltende politische und regionale Spaltung des Landes. So konnten sich die Gouverneure der wohlhabenden Tiefland-Provinzen im Osten dort mit ihrer gegen die Zentralregierung gerichteten Politik behaupten.

Auch nach dem Referendum ist eine zügige Beilegung der innenpolitischen Spannungen nicht zu erwarten, landesweit sind weitere Demonstrationen und Proteste beider Lager nicht auszuschließen. Darauf weist auch das Auswärtige Amt in seinem am 11. August aktualisierten Sicherheitshinweis hin. Wörtlich heißt es:

"Aufgrund des Referendums vom 10. August 2008 über den weiteren Verbleib von Präsident Evo Morales und fast aller Präfekte der einzelnen Departamentos im Amt bleibt die Stimmung in den politischen Lagern aufgeheizt. Es kann im ganzen Land zu Demonstrationen, Blockaden und Ausschreitungen kommen. In dieser Zeit sollte man besondere Aufmerksamkeit walten lassen und Menschenansammlungen möglichst meiden."

Derzeit reisen viele Gäste von uns in Bolivien. Aktuell beschränken sich alle Bolivien-Reisen auf Aufenthalte im Hochland zwischen Titicacasee und La Paz. Reisen in andere Regionen des bolivianischen Hochlands finden wieder Mitte August statt.

Trotz vereinzelter Demonstrationen ist die Lage in dem auf unseren Reisen besuchten Hochland ruhig. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren örtlichen Leistungsträgern und werden bei Bedarf alle notwendigen Maßnahmen zur Gewährleistung eines sicheren Reiseverlaufs ergreifen. Unsere Reiseleiter sind weiterhin zu erhöhter Vorsicht und zur weiträumigen Vermeidung aller Protestkundgebungen aufgefordert.

Alle Gäste erhalten den jeweils aktuellen Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes bei Buchung und mit den Reiseunterlagen. Sie sind somit über die seit längerem angespannte innenpolitische Lage in Bolivien und über die Möglichkeit von Protestdemonstrationen und Straßenblockaden sowie daraus resultierenden eventuellen Routenänderungen informiert.

Es besteht derzeit kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Bolivien-Reisen.

Stand: 11. August 2008

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Georgien: Reisen bis Jahresende abgesagt

Der Konflikt zwischen Georgien und der "abtrünnigen" Provinz Südossetien hat sich seit Ausbruch der Kämpfe in der Nacht zum 8. August ausgeweitet. Russische Verbände sind offen in die Gefechte verwickelt, es wurden auch Ziele außerhalb von Südossetien im georgischen Kernland bombardiert. Trotz internationaler Vermittlungsbemühungen ist derzeit ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen nicht abzusehen.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalation warnt das Auswärtige Amt vor Reisen nach Georgien. In seinem letztmalig am 10. August aktualisierten Sicherheitshinweis schreibt das Auswärtige Amt wörtlich:

"Vor Reisen nach Georgien wird gewarnt. In Südossetien finden aktuell militärische Auseinandersetzungen statt, bei denen auch schwere Waffen eingesetzt werden. Es ist zu Bombardierungen von strategischen Orten wie Bahnlinien, Hafenanlagen und militärischen Einrichtungen auch außerhalb des eigentlichen Konfliktgebietes gekommen. Deutschen Staatsangehörigen wird wegen der unübersichtlichen Lage geraten, Georgien zu verlassen."

Momentan reisen keine Gäste von uns in Georgien. Bereits zu Beginn des Konflikts am 8. August haben wir das Programm einer laufenden Südkaukasus-Reise so abgeändert, dass Kunden anstelle einer Weiterreise nach Georgien ein Alternativprogramm in Armenien angeboten wurde. Gäste dieser Reisegruppe werden nun am 12. August von der armenischen Hauptstadt Eriwan zurück nach Hause fliegen. Die nächsten Reisen nach Georgien sind wieder im September vorgesehen.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Eskalation und der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes werden wir ab sofort alle unsere Georgien-Reisen bis Jahresende absagen und alle betroffenen Gäste umgehend per Rundschreiben informieren.

Der aktuelle Konflikt in Georgien hat keine Auswirkungen auf die Sicherheitslage im benachbarten Armenien. Wir werden die weitere Entwicklung in der Region jedoch sehr aufmerksam beobachten und bei Bedarf weitere Maßnahmen prüfen.

Es besteht auch weiterhin kein Recht auf kostenlose Umbuchung bzw. Stornierung unserer Reisen nach Armenien.

Stand: 11. August 2008

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Türkei: Absage aller Osttürkei-Reisen bis Ende September

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entführung von drei bayrischen Alpinisten durch eine kurdische Extremistengruppe in der Ararat-Region hatte das Auswärtige Amt seinen Sicherheitshinweis verschärft. Auch nach Beendigung der Geiselnahme rät das Auswärtige Amt weiterhin von Reisen in die osttürkischen Provinzen insgesamt ab. Wörtlich heißt es im aktualisierten Sicherheitshinweis vom 21. Juli:

"Am 08.07.2008 wurden drei deutsche Staatsangehörige am Berg Ararat von Personen entführt, die sich als Kämpfer der PKK ausgaben. Die Gruppe ist seit dem 20.07.08 wieder in Freiheit.

Von Reisen in die östlichen Provinzen der Türkei, insbesondere die Provinzen Hakkari, Sirnak, Mardin, Siirt, Van, Agri und Igdir wird dringend abgeraten.

Infolge der deutschen Maßnahmen gegen den PKK-nahen kurdischsprachigen TV-Sender Roj-TV liegen Gefährdungshinweise vor. Es besteht die Gefahr, dass Deutsche, insbesondere Individualreisende, in diesen Provinzen Opfer von Racheaktionen (Anschläge, Überfälle, Entführungen) durch PKK-Terroristen werden könnten."

Derzeit reisen keine Gäste von uns in der Osttürkei. In einer ersten Reaktion auf die Entführung und auf den verschärften Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes hatten wir bereits am 10. Juli alle bis Ende August vorgesehenen Osttürkei-Reisen abgesagt.

Da wir aktuell keine kurzfristige Entspannung der Lage in der Osttürkei erwarten, werden wir jetzt auch alle im September geplanten Reisen in die Region absagen. Ab Ende September sind aus saisonalen Gründen keine Reisen mehr in diesen Teil der Türkei vorgesehen.

Reisen in die Westtürkei sowie nach Zentralanatolien - also auch nach Ankara, Sivas und Kappadokien - sind von der aktuellen Lage im Osten nicht unmittelbar berührt. Vor dem Hintergrund einer seit Jahren im gesamten Land bestehenden allgemeinen Gefährdung durch terroristische Anschläge gelten hier unverändert die Sicherheitsempfehlungen des Auswärtigen Amtes, die wir landesweit in enger Absprache mit unseren Reiseleitern und türkischen Leistungspartnern umsetzen.

Unabhängig von den jüngsten Ereignissen haben alle unsere Gäste auf den verbliebenen Türkei-Reisen ein Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise.

Stand: 21. Juli 2008

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Aktuelle Umbuchungsregelung

Für Reisen in folgende Länder und Regionen gilt eine - auch in den Katalogen ausgeschriebene - Sonderregelung auf kostenfreie Umbuchung auf ein anderes Land bis vier Wochen vor der Abreise:

Autonome Region Tibet
Ägypten
Aserbaidschan
Georgien
Indonesien
Iran
Israel
Jemen
Jordanien
Libanon
Libyen
Marokko
Nepal
Sudan
Syrien
Türkei
Tunesien
Usbekistan


Stand: Oktober 2007

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Aus Sicherheitsgründen nicht bereiste Länder

Für folgende acht Länder (Gebiete) besteht eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes:



Außerdem führen wir zusätzlich in folgende Länder und touristisch interessante Regionen derzeit (Stand: 14. August 2008) aus Sicherheitsgründen keine Reisen durch:

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Gemeinschaftliche Liste von Luftfahrtunternehmen,
die in der EU einer Betriebsuntersagung unterliegen
Stand: 24.7.2008

Link zur gemeinschaftlichen Liste

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